Hier gebe ich einen kurzen Überblick, mit welchem fotografischen Equipment ich auf welcher Reise unterwegs war. Gleichzeitig bewerte ich rückblickend jedes einzelne Teil, wie nützlich oder überflüssig es war.

Herbst 2017 / Süd- und Westküste Islands


Herbst 2017 / Süd- und Westküste Islands

Das fotografische Ziel dieser Reise war es, qualitativ hochstehende Bilder der faszinierenden Landschaft Islands nach Hause zu bringen. Dies bedurfte einer entsprechenden Ausrüstung, die aber nicht zu schwer sein durfte, damit sie im Fluggepäck mitgenommen werden konnte. Es darf nicht passieren, dass beim Einchecken plötzlich Übergepäck zu bezahlen war.
Meine Lösung: Ich habe neben meinem Freigepäck von 23kg ein weiteres Gepäckstück von max 23kg gebucht und dafür €110.– bezahlt (je €55.– für Hin- und Rückflug.Vor meiner ersten Reise nach Das Ergebnis waren zwei Koffer à je 20kg sowie Handgepäck. Das hat zwar ganz gut funktioniert, aber ich reise am liebsten mit leichterem Gepäck, wenn möglich nur mit einen Gepäckstück.
Und obwohl sowohl beim Hin- als auch beim Rückflug alles gut ging und kein einziges Teil der Ausrüstung in irgendeiner Form Schaden genommen hatte, bin ich mit der Verpackung im Koffer und generell der Aufgabe von fotografischen Geräten in Fluggepäck nicht wirklich glücklich. Ich suche daher immer noch an einer besseren Lösung; ohne Qualitätsverlust bei den Bildern natürlich.

Folgendes Equipment hatte ich in Island dabei

Ausrüstung Bemerkung Ausrüstung Bemerkung
Body NIKON D800 die Kamera sollte hauptsächlich mit einem 20mm Objektiv und Fernauslöser ab Stativ für HDR Ausnahmen eingesetzt werden Body NIKON D700 die Kamera sollte hauptsächlich mit einem 70-200mm Zoomobjektiv für rasche Bilder aus der Hand (zB Tiere, Menschen, Autos, etc.) mit hoher Empfindlichkeit und kurzen Verschlusszeiten eingesetzt werden
Multifunktionshandgriff MB-D12 mit
Adapter für EN-EL15
Adapter für EN-EL18
Batteriehalter AA
überflüssig
Wurde während der ganzen Reise nicht benutzt.
Kann bei dieser Anwendung zu Hause gelassen werden, da am Abend in den Hotel immer Strom zur Verfügung stand um die Akkus alle wieder aufzuladen.
Multifunktionshandgriff MB-D10 mit
Adapter für EN-EL3e
Adapter für EN-EL4a
Batteriehalter AA
optional
Wurde benutzt und garantierte, dass während eines ganzen Tages kein Akkuwechsel nötig war.
Allerdings reicht der Adapter für den Akku EN-EL4a.
Es geht aber auch ohne. 😉
Akkus
– 4 EN-EL15
– Ladegerät EN-EL15
– 2 EN-EL18
– Ladegerät EN-EL18
Ersatzakkus EN-EL15 mit Ladegerät nützlich, allerdings hätten 2 Akkus gereicht.
Ersatzakkus EN-EL18 mit Ladegerät waren überflüssig, da diese nur im MB-D12 verwendet werden können. ACHTUNG: Ersatzakkus gehören ins Handgepäck.
Akkus
– 4 EN-EL3e
– Ladegerät EN-EL3e
– 2 EN-EL4a
– Ladegerät EN-EL4a
nützlich
allerdings hätten 2 EN-EL3e und ein EN-EL4a gereicht. ACHTUNG: Ersatzakkus gehören ins Handgepäck.
– Drahtauslöser MC-36
– Regenschutz für Kamera
– Winkelsucher DR-5
– Sun-Sniper
– USB-Datenkabel
nützlich / optional
Wenn man ab Stativ verwackelungsfrei arbeiten will, ist der Fernauslöser eine grosse Hilfe, ein Muss.
Und angesichts des häufig wechselnden Wetters in Island war der Regenschutz für die Kamera auch ein absolutes Muss.
Die anderen Teile sind durchaus sinnvoll, aber Geschmackssache.
Ich mag sowohl den Winkelsucher als auch den Sun-Sniper.
Und die Bilder können auch über einen Kartenleser auf den Laptop übertragen werden.
– Sun-Sniper optional
Das ist Geschmackssache. Ich ziehe einen Sun-Sniper Gurt einem Neckstrap vor.
Wenn ein Winkelsucher nötig wird, kann der DR-5 benutzt werden, der bei der D800 dabei ist.
Ein Datenkabel macht hier sowieso keinen Sinn, weil die USB Schnittstelle meiner D700 defekt ist… 😉
Speicherkarten
– CF
– SB
nützlich
Die D800 macht mit ihrem 36MP Sensor sehr grosse Bilder. Daher habe ich auch grosse Speicherkarten in der Kamera, je eine 128GB CF und SD Karte. Wenn man RAW auf die und JPG auf die andere Karte schreibt, dann kann man so 800 Bilder speichern. Wenn man nur RAW schreibt und die Karten zusammen hängt, dann können mit einem Kartensatz ca 1’500 Bilder gemachte werden.
Von jedem Kartentyp nehme ich zusätzlich noch mindestens eine Reservekarte 64GB mit, falls eine Karte kaputt gehen würde.
Speicherkarten
– CF
nützlich
Man hat nie genug Speicherkarten
Grundsätzlich würde hier eine CF Karte der Grösse 32GB genügen, wenn man die Bilder jeden Abend auf den Laptop herunterlädt. Auf der Karte haben bei der D700 über 1’000 Bilder Platz, wenn man gleichzeitig RAW und JPG (klein) speichert. Wenn man nur RAW speichert, dann sind rund 1’500 Bilder möglich.
Aber ich habe immer mindestens eine zweite Karte dabei. Und wenn es nur darum geht, mich abzusichern, falls eine Karte kaputt geht.
Objektive zu D800/D700
– AF-S NIKKOR 20mm 1:1,8G ED
– AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G
– AF-S NIKKOR 70-200mm f/2.8G ED VR II
 nützlich
Grundkonzept
– nur lichtstarke, qualitativ hochstehende Objektive
– Das 20mm für Landschaftsaufnahmen mit der D800 ab Stativ.
– Das 70-200mm für Schnappschüsse, Tiere, bewegliche Objekte oder für Aufnahmen auf lange Distanz mit D700 aus der Hand bei gutem Licht mit kurzen Verschlusszeiten
– Das 50mm auf beiden Kameras, wenn 20mm zu kurz und 70mm zu lang sind.
– Auf jedem Objektiv ein UV Filter fest zum Schutz der Linse.
– Für jeden Objektivdurchmesser einen ND4 und einen Pol Filter.
Stativ
– Manfrotto 190 Pro mit gefedertem, dreiachsigen Kopf
nützlich
Zusammen mit einem Fernauslöser unverzichtbar für HDR und Nachtaufnahmen.
Ich habe grundsätzlich sämtliche LAndschaftsaufnahmen ab Stativ gemacht.
Das Manfrotto 190 pro ist ein Alu Stativ. Es wiegt über drei Kilo (ohne Kopf).
Hier könnte ein Carbonstativ das Fluggepäck etwas entlasten.
Mit zwei Montageplatten können die zwei Kameras innert Sekunden getauscht werden und somit die D700 ohne grossen Aufwand und Zeitverlust ab Stativ eingesetzt werden.
Body NIKON 1 V2 Die Kamera ist klein, hat aber fast alle Funktionen einer „Grossen“. Unter anderem kann sie auch Bilder in RAW Format abspeichern.
Das macht sie zur idealen Reisebegleiterin für Schnappschüsse.
Batterien
– AA
– AAA
optionalüberflüssig
Batterien können vor Ort (am Flughafen, im Supermarkt) gekauft werden. Dort sind sie zwar etwas teurer, aber man spart so Gewicht beim Fluggepäck resp Handgepäck.
Wenn man unbedingt Batterien mitnehmen will, die wieder aufladbar sind, dann Ladegerät nicht vergessen. ACHTUNG: Ersatzbatterien gehören ins Handgepäck.
Akkus
– 2 EN-EL21
– Ladegerät zu EN-EL21
nützlich
Ein Ersatzakku ist nie zuviel.
Kleinmaterial
– Reinigungsmaterial
– Kleine Taschenlampe
– Stirnlampe
– Schraubenzieher
– Plastiksäcke
– Verlängerungskabel mit Mehrfachstecker 

Powerbank(s)

nützlich / optional
Diese Liste ist sicher nicht abschliessend. Die kleinen Dinge sind einfach praktisch und hilfreich.
Eine Stirnlampe ist für Nachaufnahmen im Gelände unerlässlich.Das Verlängerungskabel mit Mehrfachstecker ist der Hit, wenn es in einem Hotelzimmer nur einen Stecker gibt, und man gleichzeitig mehrere Akku und das Handy gleichzeitig aufladen muss und zudem noch etwas länger am Laptoparbeiten möchte…–> ACHTUNG: Powerbanks gehören ins Handgepäck.
– USB-Datenkabel
– SPEEDLIGHT SB-57
optionalüberflüssig
Das Datenkabel macht den allabendlichen Download der Bilder auf den Laptop bequemer, ist aber kein Muss.
Den Blitz habe ich nie benutzt.
Objektive zu Nikon 1 V2
– 1 NIKKOR VR 10–30mm f/3,5–5,6
– 1 NIKKOR VR 30-110mm f/3.8-5.6
optionalüberflüssig
Das Standardobjektiv 10-30mm hat völlig gereicht.
Das Telezoom habe ich nie benutzt.
Computer
– Laptop mit Maus und Ladekabel
– 2 externe HD
– Kartenleser für CF & SD Speicherkarten
– 1 USB Stick
– 2 externe HD
– Kopfhörer
nützlich
Ich brauche den Laptop, um
– die Bilder täglich von den Kameras herunterzuladen und auf 2(!) mobile Harddisks zu sichern
– erste Bilder zu bearbeiten und hochzuladen
– Blogbeiträge zu schreiben und hohzuladen
– im Internet Informationen zur Route und des Sehenswürdigkeiten am nächsten Tag zu suchen
– mich zu unterhalten (Musik, Filme, Bücher), wenn abends in „the middle of nowhere“ nichts läuft und im Hotelzimmer kein Fernseher ist.
Es macht nur Sinn, die Bilder auf zwei verschiedene externe Harddisks zu kopieren, wenn diese beiden Harddisk während der ganzen Reise konsequent an verschiedenen Orten aufbewahrt werden. Niemals im gleichen Koffer, am Besten immer eine davon auf Mann, resp im Handgepäck. Es macht auch keinen Sinn, eine der Harddisks in der Laptoptasche zu transportieren, da der Laptop in der Regel auch noch einmal einen Datensatz auf der Harddisk gespeichert hat.Den Kopfhörer habe ich weniger gebraucht, um mit dem Laptop im Hotelzimmer Musik zu hören oder Filme zu schauen, sondern genau das im Flugzeug zu tun, ohne dass ich dort einen teuren Kopfhörer kaufen musste. –> Der Kopfhörer gehört in die Hosentasche.

… to be continued …

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