Flussschifffahrt 2025: Ein ganzer Tag auf dem Fluss

Heute haben wir den ganzen Tag nie irgendwo angelegt. Und ausser einer halbstündigen Information und den Mahlzeiten gab es auch sonst keine Termine an Bord. „Liegen lang“ war angesagt.

Das Wetter änderte sich immer mal wieder, aber der Tag begann nach Gewittern in der Nacht mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein.
Das hielt bis zum frühen Nachmittag an. Dann kamen einige Wolken und kurz vor dem Abendessen ein Regenschauer.
Aber jetzt, um 22:00, während ich diese Zeilen schreibe, ist der Himmel wieder grösstenteils klar und man sieht den zunehmenden Mond.

Insofern gibt es auch von heute nicht viel zu berichten. 😉
Abgesehen davon, dass ich mir am Morgen im Gesicht und auf dem Kopf einen Sonnebrand geholt habe… 😦
Durch den kühlenden Fahrtwind habe ich nicht gespührt, wie intensiv und heiss die Sonne wirklich war. Und ich habe keine Kopfbedeckung getragen…
Ein Fehler, den ich ab sofort korrigieren werde. Schliesslich habe ich die Basecap dafür mitgenommen.

Wir sind den ganzen Tag gut vorangekommen. Durchschnittlich sind wir um die 18 km/h gefahren. Das ist für ein Schiff dieser Grösse auf einem Fluss recht schnell. Der Grund liegt in der grossen Wassermenge, die der Rhein dank der Gewitter in der Schweiz und Süddeutschland hat. Das Wasser „treibt“ uns quasi den Rhein hinab.

Auf unserem Weg nach Norden passierten wir etliche Städte wie zum Beispiel Speyer, Mannheim, Worms, Mainz, Wiesbaden oder Eltville am Rhein.

Vor einer halben Stunde haben wir die berühmte Lorelei passiert. Aber wegen der Dunkelheit hat man nichts davon gesehen.
Das macht aber nichts, da wir auf der Rückfahrt bei Tageslicht daran vorbeifahren werden. Dann werden wir auch mehr von den vielen Burgen und Schlösser sehen, die es hier gibt.
In ca 2 Stunden werden wir Koblenz erreichen, wo wir in die Mosel einbiegen werden.
Und morgen früh werden wir in Cochem anlegen, wo wir am Morgen an einer Stadtführung teilnehmen können.

Stay tuned.

Dom zu Speyer

Flussschifffahrt 2025: Auf dem Rhein nach Norden

Heute habe ich meine erste Flussschifffahrt angetreten.
Ich betrachte das als ein Experiment. Ich kenne diese Reiseart noch nicht. Wenn mir diese Fahrt gefällt, dann kann ich mir vorstellen, noch weitere zu machen.

Die Fahrt führt auf dem Rhein, der Mosel und der Saar von Basel nach Trier und zurück. Sie dauert zehn Tage und neun Nächte.
Ich fahre auf der MS Edelweiss mit der Firma Thurgau Travel. Das Schiff ist 110 Meter lang und 11 Meter breit. Es hat 90 Kabinen für maximal 180 Passagiere, und 50 Mann Besatzung, aus aller Herren Länder.

Heute Mittag bin ich also mit dem Zug nach Basel gefahren, wo ich gegen 15:00 an Bord der MS Edelweiss ging. Ich hatte Glück, denn entgegen der Wettervorhersage regnete es weder zu Hause, als ich aus dem Haus ging, noch in Basel, als ich auf das Schiff ging. Allerdings begann es gleich nach Ablegen in Kübeln zu schütten. Aber auch das hielt nicht lange an.
Den Koffer konnte ich an Land stehen lassen. Er wurde von der Crew direkt in meine Kabine gebracht. Nach dem Check-In wurde ich durch einen Angestellten zur Kabine geführt. Top Service.
Ich habe eine Kabine auf dem Mitteldeck mit französischem Balkon gebucht, inklusive Vollpension und dem ganzen Ausflugspaket.
Durch die frühe Buchung (im November letztes Jahr) kriegte ich 20% Frühbucherrabatt. Ausserdem musste ich für die Alleinbenützung der Doppelkabine keinen Zuschlag bezahlen.

Um 16:00 legten wir ab und begannen unsere Fahrt den Rhein hinunter. Bis nach dem Abendessen hatten wir schon drei Schleusen passiert.
Nach dem Auspacken und Einrichten in der Kabine standen verschiedene Begrüssungen und Orientierungen sowie das erste Abendessen auf dem Programm.
Bis jetzt kann ich über die Küche nur Gutes sagen und das Servicepersonal ist sehr freundlich und hilfsbereit.
Und ein äusserst positiver Aspekt: Die Portionen sind nicht sehr gross, aber wenn man noch will, kann man nachbestellen.
Angesichts von drei Mahlzeiten an Bord mit bis zu vier Gängen (Abendessen) ein ganz wichtiger Umstand. Man kann alles probieren, ohne sich zu „überfressen“. 😉 Allerdings habe ich heute auch so bereits einen Gang ausgelassen.
Normalerweise lasse ich auf einem Schiff das Mittagessen aus. Ich schaue morgen mal, was wieviel serviert wird, und entscheide dann, wie es hier mit dem Mittagessen handhabe. Es wird auch ein Mittagessen light angeboten mit Salatbuffet, Sandwiches und Pasta. Das könnte das sein, was mir am Besten passt. Mal` schauen,

Das Schiff scheint nicht ganz ausverkauft zu sein. Beim Abendessen blieben einige Tische leer. Ausserdem hat mir jemand erzählt, dass auf dem untersten Deck auch einige Kabinen leer stünden.
Das Publikum besteht grösstenteils aus älteren Schweizern. Ich bin vermutlich der Jüngste an Bord. Grau ist hier die dominierende Haarfarbe… 😉

Morgen sind wir den ganzen Tag auf dem Fluss und werden am Samstagmorgen in Cochem ankommen, wo es den ersten Ausflug geben wird.

Stay tuned.