Heute bin ich zum Po gegangen. 😉
Nach dem Frühstück bin ich zuerst in den Bahnhof Porta Nuova, um dort ein paar Bilder zu schiessen. por ist nach Roma Termini und Milano Centrale der drittgrösste Bahnhof Italiens. Den wollte ich mir einfach mal anschauen.
Das Wetter war wie gestern: um die 10 Grad und regnerisch. Aber wie gestern war der Regen nicht stark, eher wie ein leichtes Nieseln. Also habe ich keinen Regenschutz gebraucht. Meine Softshell-Jacke hält das ab.
Vom Bahnhof bin ich dann durch die Quartiere bis zum Ufer des Po spaziert.
Eigentlich wollte ich dort in einen Park und zum Castello del Valentino.
Aber als ich dann bei der Ponte Umberto I stand, habe ich mich umentschieden. Anstatt flussaufwärts zum Schloss ging ich am Poufer entlang flussabwärts bis zur Ponte Vittorio Emanuele I.
Auf der anderen Seite der Brücke habe ich noch die Chiesa della Gran Madre di Dio besucht, eine Kirche, die mich mit ihrer Kuppel von aussen an das Panteão Nacional (Igreja de Santa Engrácia) in Lissabon erinnerte. Letzteres ist allerding deutlich grösser.
Um in der Fussgängerzone hinter der Kirche habe ich mir dann ein echtes, hausgemachtes, italienisches Gelato genehmigt. 🙂
Von allem, was ich bis jetzt hier in Turin gesehen habe, hat mir das Poufer (Murazzi del Po Gipo Farassino) am Besten gefallen. Da der Po unterhalb der Ponte Vittorio Emanuele I etwas gestaut wird und auch sonst kein grosses Gefälle hat, ist er zwischen den beiden Brücken ziemlich ruhig.
Und die Touristenströme, die sonst überall anzutreffen sind, fehlten hier fast ganz. Hier spazierten nur einige Familien, während die Massen oben auf der Ponte Vittorio Emanuele I Richtung Kirche strömten.
Aber vielleicht war es um 12:00 einfach noch zu früh. 😉
Von der Ponte Vittorio Emanuele I ging’s dann über die Piazza Vittorio Veneto Richtung Piazza San Carlo und von dort zurück zu Hotel.
Je näher ich der Piazza San Carlo kam, desto grösser wurden wieder Touristenmassen wieder. Und die standen Schlange vor den Museen.
Doch vorher musste ich noch einen Umweg machen, denn die Piazza Carlo Emanuele I war von Polizia Municipale und Carabinieri weiträumig abgesperrt worden. Wieso das so war, habe ich nicht herausgefunden.
Heute war ich über fünf Stunden zu Fuss in der Stadt unterwegs. Gestern waren es um die vier Stunden. Ich bin in Städten immer zu Fuss unterwegs, wenn ich das erste Mal dort bin. So habe ich die Gelegenheit, etwas zu fotografieren, das ich spontan sehe. Ich habe dabei Zeit und muss nicht auf einen Fahrplan achten. Ausserdem fotografiert es sich aus einem Sightseeing-Bus oder einer Strassenbahn ziemlich schlecht.
Entsprechend schmerzen jetzt meine Füsse und eines meiner Fussgelenke, und auch der Rücken hat sich heute zwischendurch gemeldet. Aber das ist egal. Denn ich habe viel gesehen und dabei über 400 Rohbilder geschossen. 😉
Und wenn ich schon bei den Statistiken bin:
Ich habe mir die Mühe gemacht, meine gestrige und heutige Tour auszumessen.
Gestern bin ich gute 4 Kilometer gelaufen (ohne die Strecken in der Galeria d’Italia und in den Nebenarkaden…) und heute waren es über 7.5 Kilometer.
Morgen und am Montag werden es je wohl auch noch ein paar Kilometer werden, allerdings in eine andere Richtung als heute. 😉
