
Heute habe ich wie geplant den Zoo Dresden besucht.
Wie beim Militärhistorischen Museum der Bundeswehr liegt mein letzter Besuch auch beim Zoo 23 Jahren zurück.
Da ist klar, dass sich der Zoo verändert hat. 🙂
Auch klar ist, dass viele Tiere nicht in den Aussengehegen zu sehen sind, wenn sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt herum bewegen.
Das Wetter war wiederum anders, als gestern im Wetterbericht angezeigt: Sonnenschein.
Heute war ein schöner Tag.
Allerdings war auch der bissige kalte Wind, der trotz Sonne Winterkleider mit Kappe und Handschuhen nötig machte.
Der Zoo ist nicht sehr gross, und leider ist das Terrarium dauerhaft geschlossen. Was ich natürlich besonders bedaure.
Das Gebäude war alt und verursacht hohe Energiekosten, die laut Zooleitung nicht mehr zu verantworten waren. Eine Renovierung hätte sich wohl auch nicht mehr gelohnt.
Damit hat der Zoo Dresden die Reptilienhaltung leider wohl weitgehenst aufgegeben. Ein kleine Anzahl Reptilien wurde in anderen Gebäuden untergebracht. Aber die kann man an einer Hand abzählen.
Schade, aber vom wirtschaftlichen Standpunkt verständlich.
Trotzdem kann man im Zoo Dresden eine Vielfalt von Arten beobachten. Und ich habe Arten entdeckt, die ich in anderen Zoos noch nicht gesehen habe.
Ich war erstaunt, Elefanten, Geparde, Zebras und auch Löwen draussen anzutreffen.
Alle diese Tierarten stammen aus Afrika, wo es bekanntermassen nur in grossen Höhen wie dem Kilimandscharo Schnee und Eis gibt. Aber während die Elefanten ungeduldig vor den Toren zum Innenbereich des Afrikahauses warteten, weil sie wohl an die Wärme wollten, haben die anderen der genannten Tiere völlig entspannt gewirkt.
Mir ist aufgefallen, dass viele Familien mit kleinen Kindern den Zoo besuchten. Alle diese Kinder waren ein bis zwei Jahre alt.
Später habe ich erfahren, dass die Stadt Dresden jeder Mutter, die in Dresden entbindet, zur GEburt des Nachwuchses Zootickets schenkt. Ein nette Geste der Stadt. 🙂
Auch heute hier in Dresden waren aber nicht die Kleinen das Problem. 😉
Oft waren die Eltern diejenigen, die alles blockierten und versuchten, ihren kleinen Nachwuchs dazu zu bringen, sich ein Tier anzusehen, obwohl das Kind offensichtlich nicht daran interessiert war.
Den Vogel schoss eine Familie mit Teenagern ab, die vor der Scheibe zu einem Gehege der Brühlaffen lagerte und dort nicht nur ihre Kleider und Rucksäcke deponierte, sondern ungeniert ihr mitgebrachtes Essen auspackte und ein Picknick veranstaltete.
Andere Besucher hatten keine Chance, einen Blick auf die Affen zu werfen. Erst nach eine halben Stunde packte die Bande zusammen, und ich konnte ein Bild der Brühlaffen machen. 😦
Wie wollen die Kids Anstand und Rücksicht lernen, wenn ihnen das Muttertier etwas anderes vorlebt? Die Worte, die mir vor Ort in den Sinn kamen, will ich hier nicht wiederholen. 😉
Nach ca zweieinhalb Stunden hatte ich über 400 Bilde im Kasten (von 49 verschiedenen Tierarten), und ich fuhr zurück in die Stadt, um in eine Café etwas Kleines zu essen.
Später, gegen 16:00, war ich zu einem frühen Abendessen mit einer alten Bekannten verabredet. Sie lebt hier und wir hatten uns sechs Jahre nicht mehr gesehen. War ein schöner und interessanter Abend. 🙂
Stay tuned.









