Das Erste heute war der direkte Weg zum Visitor Center, um einen Oslo Pass zu holen.
Damit habe ich nun während drei Tagen freie Fahrt auf allen öffentlichen Verkehrsmittel im Raum Oslo: Bus, Tram und U-Bahn. Zudem habe ich freien Eintritt in die meisten Museen in der Stadt. 🙂
Damit habe ich dann den Bus der Linie 37 genommen, um zum Oslo Reptile Park zu kommen, einem kleinen, aber feinen Terrarium, das ich jedes Mal besuche, wenn ich in Oslo bin.
Wie immer war dort der Teufel los. Das Terrarium ist klein und so wie es aussieht, gehen die Norweger mit ihren kleinen Kindern offenbar gerne Schlangen schauen. Der Lärm der Kinder wurde nur noch durch den schrillen Balzruf einer Pfeilgiftfroschart übertönt. Zum Glück haben Reptilien kein Gehör…
Und die Dame an der Kasse hat dann auch wieder prompt den Königspython (Python regius) herausgeholt und ihn von den Kindern halten lassen. Dieses Mal hatte keines der Kinder Angst vor Schlangen. Das letzte Mal hat diese Aktion bei einem Teenager-Mädchen Panik und einen Schreikrampf ausgelöst. 🙂
Die Frau hat mir dann auch gesagt, das sei die einzige Schlange, mit der sie das machen könne. Im Gegensatz zu anderen Schlangen sind Königspythons meistens sehr entspannt, und man weiss, das nicht passiert, wenn man sie vorsichtig und richtig anfasst.
Als ich aus dem Reptile Park herausgekommen bin, hat es ziemlich stark geschneit. Winter pur mit einer schönen Schneedecke, auch auf den Fahrbahnen. Das dauerte bis nach dem Mittag. Dann hellte es auf und hörte auch auf zu schneien.
Da die eine Buchhandlung, die in Oslo Tautra Klosterkrem verkauft und gleich in der Nähe des Reptile Park liegt, geschlossen hatte, machte ich mich zu Fuss auf zur anderen mir bekannten Adresse, eine weitere katholische Buchhandlung. Dort angekommen hatte ich gefühlt mehrere Zentimeter Schnee auf dem Kopf und meinem Rucksack. 😉
Diese Buchhandlung hatte tatsächlich noch ein paar Döschen dieser besonderen Handcreme. Leider nicht mehr so viele, wie ich gerne gekauft hätte, um meinen Stock für eine Weil aufzufüllen. Aber..
Ich habe endlich eine Adresse erhalten, bei der ich die Creme im Internet bestellen kann, und die dann in die Schweiz geliefert wird. Das Kloster selbst liefert nämlich nicht ins Ausland. So bin ich in Zukunft für Nachschub nicht mehr von Besuchen in Norwegen abhängig. 🙂
Den Rest des Tages bin ich mit der Kamera in der Stadt herumgestreift. Dabei habe ich insbesondere das Weihnachtsdorf Jul i Vinterland, die Oper und die Deichmann Bibliothek besucht. Letztere ist die riesige Stadtbibliothek von Oslo. Es gibt sie zwar schon seit 1780. Aber das neue Gebäude wurde erst 2020 eröffnet. Es ist fünf Stockwerke hoch, hat eine besondere, sehr moderne Architektur und liegt zwischen Hauptbahnhof und Oper.
Nach dem Nachtessen bin ich noch einmal raus und habe ein paar Nachtaufnahmen gemacht. Dies auch als Test für kommende Nächte, in denen ich weitere Touren mit der Kamera machen will.
Morgen soll es nicht schneien. Das Wetter scheint etwas freundlicher zu sein und die Sicht besser. Für mich Grund genug, auf den Holmenkollen zu fahren, um die Schanze aus der Nähe zu sehen und mit etwas Glück auch die Aussicht über Oslo zu fotografieren. Als ich vor vier Jahren schon einmal dort oben war, war das Wetter so schlecht, dass man vor lauter Nebel und Regen nicht einmal die Schanze sah.
Die Dame im Visitor Center hat mir auch gesagt, dass auf der grossen Schanze morgen Trainingssprünge gemacht werden sollen. Natürlich nur, wenn das Wetter mitspielt.