
Nun bin ich auf der Snæfellsnes Halbinsel.
Ich habe mein Quartier für drei Nächte im Helgrindur Gästehaus in Grundarfjörður bezogen.
Das Gästehaus liegt mitten im Ort, im ersten Stock über einer Bank.
Die Räume sind scheinbar neu renoviert und recht grosszügig ausgelegt. Besonders das Bad hat mich in seiner Grösse und Ausstattung positiv überrascht.
Jedes Zimmer hat einen Microwellen-Grill, einen Kühlschrank und ein Lavabo. Weiter hat es je zwei Sets an Tellern, Tassen und Besteck. Und einen Wasserkocher. 🙂
Der Check-In fand eigentlich gar nicht statt. Ich erhielt heute Morgen eine eMail und meldete mich telefonisch an, weil ich aufgrund des nicht so schönen Wetters erwartet hatte, früher in Grundarfjörður einzutreffen, als das Zimmer bereit wäre.
Aber alles kein Problem. Mein Zimmer wurde als erstes bereit gemacht, und das Wetter erwies sich auf Snæfellsnes viel besser als gedacht. Da konnte ich unterwegs trotzdem den einen oder anderen Foto-Stopp machen.
Als ich ankam, klebte ein Post-It mit meinem Namen an der Zimmertür und der Schlüssel steckt von aussen im Schloss.
Für einmal wohne ich also nicht in einem Hotel, sondern in einer Einzimmer-Fereinwohnung.
Das ist etwas günstiger, aber ich kriege am Morgen also nicht automatisch Frühstück, sondern muss wie zu Hause selber dafür sorgen. Das heisst, ich muss einkaufen gehen. Aber das habe ich heute Morgen bereits erledigt, kurz nachdem ich losgefahren bin. 🙂
Ansonsten könnte sich so manches 3*- oder sogar 4*-Hotel hier etwas abschauen, was Ausstattung, Zustand und Sauberkeit anbelangt.
Das Wetter war heute wieder einmal typisch Island. 🙂
Gestern Nacht wurde ich wach vom Regen, der heftig gegen mein Zimmerfenster trommelte.
Am Morgen nieselte es zwar nur ein bisschen, als ich losfuhr. Und ab und zu drückte sogar die Sonne durch die Wolken. Aber es wehte ein starker Wind. Und der ist ein Garant für schnelle Wetterwechsel.
Aber 5 Minuten, nachdem ich losgefahren war, fuhr ich schon wieder in heftigem Regen, um dann weitere 10 Minuten später wieder auf trockener Strasse zu fahren.
Und als ich auf die Nordseite der Snæfellsnes Halbinsel kam, gab es plötzlich strahlend blauen Himmel und Sonne pur. Aber der relativ starke Wind blieb. Dem verdankten wir vermutlich, dass die Sonne schien.
Nun, während ich das hier um 22:00 schreibe, scheint draussen immer noch die Sonne. Dank dem Wind ist es ca acht Grad Celsius. Die Wolken kleben geradezu an den Berggipfeln rund um Grundarfjörður und scheinen nur darauf zu warten, dass der Wind nachlässt.
Auch ohne den Wetterbericht zu konsultieren, bin ich mir ziemlich sicher, dass es morgen auch hier regnen oder zumindest bewölkt sein wird.
Wenn morgen das Wetter nur ein bisschen mitspielt, will ich rund um die Halbinsel fahren und verschiedene Orte aufsuchen.
Besonders das Dorf Arnarstapi insteressiert mich. Dort gibt es einen Vogelfelsen, der bei meinen bisherigen Besuchen immer schon leer war, weil die Zugvögel alle schon weggeflogen waren. Vielleicht sehe ich morgen ein paar Tiere.
