
Wie gestern angekündigt, wurde das Wetter heute rauher.
Der Sturm aus dem Osten machte sich mit Windböen und Regen bemerkbar, und die Temperatur bewegte sich den ganzen Tag im einstelligen Bereich.
In der Stadt war es wohl kalt und windig, und manchmal auch nass. Aber sonst merkte man nicht viel davon, dass in anderen Teilen des Landes ein Sturm tobte.
Vorsichtshalber machte ich aber keine grösseren Ausflüge mit dem Auto. Rund um Ísafjörður herum sind die Berge weiss. In der Nacht ist dort oben offenbar einiges an Schnee heruntergekommen. „Berge“ heisst hier eine Höhe um die 500 Meter über Meer. Dabei haben die Passstrassen auf jeden Fall auch Schnee abbekommen .
Ich habe stattdessen das Heimatmuseum der Westfjorde besucht. Da wa ich vor sechs Jahren das letzte Mal. Die Geschichte und das Leben in den Westfjorden wird dort mittels orginialen Ausstellungsstücken und Dokumenten aus den vergangenen Zeiten dargestellt.
Das Leben in den Westfjordenkann auch heute noch hart sein. Besonders, wenn jemand ausserhalb einer Ortschaft auf einem abgelegenen Hof wohnt. Vor hundert Jahren muss das aber noch viel rauher gewesen sein, als es noch nicht überall Strom gab, und die Strassen besser Pfade waren.
Neu hat das Museum auch eine Museumskatze, die sich auf den drei Stockwerken frei bewegt. Wenn man ihr sympatisch ist, folgt sie den Besuchernund verbringt etwas Zeit mit ihnen. Mir hat sie eine Viertelstunde lang beim Anschauen eines Videos über die Fischerei von vor 100 Jahren Gesellschaft geleistet.
Den Rest des Tages verbrachte ich mit gelegentlichen Spaziergängen im Ort und Lesen.
Heute habe ich meinen zweiten isländischen Kriminalroman seit meiner Ankunft in Island beendet:
Zuerst habe ich den zweiten „Hildur“ Roman von Satu Rämö gelesen. Der spielt hier in Ísafjörður. Auf den dritten „Hildur“ Roman muss ich allerdings noch etwas warten. Der erscheint erst im Verlauf des Jahres auf deutsch.
Als nächtes war der Roman „Abgrund“ mit „Haldur & Freyja“ von Yrsa Sigurdardóttir dran, den ich heute beendet habe.
Morgen mache ich dann mit „R.I.P.“ weiter, einem weiteren „Haldur & Freyja“ Roman von Yrsa Sigurdardóttir.
Das schlechte Wetter hat nicht nur schlechte Seiten… 😉
Der Sturm scheint sich übrigens ein bisschen zu beruhigen und mit fortschreitender Zeit an Kraft zu verlieren.
Als ich vorhin die Informationen des isländischen Wetterdienstes angeschaut hatte, waren das viel weniger gelbe Alarme und die organgen dauerten weniger lange als gestern.
