Nach fast genau einem Jahr bin ich wieder hier in Island.
Die Anreise verlief im Grunde problemlos.
Allerdings habe ich etliche Verspätungen und Wartezeiten hinnehmen müssen.
Das ging in Zürich los, als unser Flugzeug aus Island mit 20 Minuten Verspätung landete. Das hatte natürlich zur Folge, dass auch unser Abflug nicht pünktlich stattfinden konnte. Schlussendlich waren es dann 50 Minuten Abflugverspätung.
Die Piloten schafften es, dreissig Minuten aufzuholen und wir landeten um 16:20 in Keflavík.
Für mich kein Problem, aber das halbe Flugzeug hatte in Keflavík Anschlussflüge nach den USA und Kanada. Und für die wurde es richtig knapp, denn zwischen den Terminals sind 15 Minuten Verschiebungszeit angegeben und für Übersee muss man ja noch durch die Passkontrolle. Ich weiss nicht, ob es alle auf ihren Anschlussflug geschafft haben.
Am Gepäckband ging es dann weiter. Weil ein Flugzeug aus Kopenhagen, das eingentlich nach uns hätte ankommen sollen, nun vor uns entladen wurde: eine weitere halbe Stunde warten, bis unser Gepäck da war.
Der Betrieb am Flughafen Keflavík entsprach eigentlich dem, was ich aus den letzten Jahren kenn. Es ist ein kleiner Flughafen und der ist immer voll. Soweit so gut.
Bis ich an den Europcar Schalter kam, um meinen Mietwagen abzuholen:
Man musste eine Nummer ziehen (wie zum Beispiel bei uns bei der Post) und darauf warten, dass die Nummer aufgerufen wurde. Das hatte ich so noch nie erlebt.
An sieben Schalter wurden die Leute abgefertigt, und als ich ankam, war gerade Nummer 103 dran. Ich zog die 128!
Ich wartete eine geschlagene Stunde, bis ich dran kam. Das war aber nicht den Mitarbeitern an den Schaltern anzulasten. Die arbeiteten im Akkord. Aber die Kundschaft, besonders die aus den Fernen Osten brauchten zum Teil ziemlich viel und lange Betreuung und Erklärung. Wenn sie denn überhaupt Englisch verstanden…
Als meine Nummer endlich aufleuchtete, ging es relativ zügig, da ich das Auto schon vor acht Monaten online gebucht und bezahlt hatte und mir die isländischen Verkehrsregeln nicht ganz unbekannt sind. Aber…
Mein Wagen war noch nicht bereit. Er musste erst von der Werkstatt, in der er nach der Rückgabe überprüft, gereinigt und aufgetankt worden war, hergefahren werden. Das dauerte dann noch einmal 10 Minuten.
Eine Stunde und 45 Minuten nach der Landung konnte ich dann endlich losfahren.
Die Fahrt zum meinem ersten Etapenziel war 120 km lang, dauerte zwei Stunden und 15 Minuten und verlief völlig entspannt. Unterwegs ging ich noch zum Abendessen.
Zudem zeigte sich Island wettermässig von seiner guten Seite:
8 Grad, kaum Wind und viel Sonnenschein, auch wenn es unterwegs ab und zu ein bisschen regnete. Aber das waren nur sehr kurze, lokal beschränkte Schauer.
Morgen geht’s dann weiter Richtung Osten bis zum Vestrahorn. Das sind etwas mehr als 300 km.
Unterwegs komme ich an diversen Sehenswürdigkeiten und Touristenmagnete vorbei. Die meisten kenne ich gut. Je nach Zeitverhältnissen und Wetter werde ich an dem einen oder anderen Ort anhalten, um Bilder zu schiessen.