Island 2024: Ein Sturm kommt auf!

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Nun bin ich in Ísafjörður, der „Hauptstadt“ der Westfjorde angekommen. Hier bleibe ich drei Tage bis Donnerstag.

Das passt sehr gut zur aktuellen Wetterentwicklung, denn laut dem isländischen Wetterdienst trifft heute Nacht ein starkes Sturmtief von Westen her kommend auf Island. Man rechnet mit heftigen Stürmen, Regen und Schnee bis in die Niederungen. Und das soll bis Freitag anhalten.
Also bin ich ganz froh, wenn ich die nächsten Tage nicht unterwegs sein muss.
Zwar wird es die Westfjorde nicht so heftig treffen wie den Rest von Island. Die Wetterwarnstufe hier ist ab heute Abend gelb (gelb-orange-rot).
Trotzdem ist es nicht lustig, bei strömendem Regen und Windgeschwindigkeiten von 50 bis 80 Stundenkilometern Auto zu fahren. Wenn es nur Wind wäre, hätte ich keine Probleme.

In den nördlichen und östlichen Landesteilen und im zentralen Hochland sind Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h angesagt, und auch Schneefall. Einige Strassen werden schon heute Abend gesperrt. Der Wetterdienst hat für diese Teile des Landes die orange Warnstufe ausgegeben.
Für Lastwagen und Wohnmobile, die dem Wind grosse Angriffsflächen bieten, ist das definitiv kein Reisewetter mehr. Aber auch Pws sollten nicht unnötig unterwegs sein.
Allgemein werden die Leute aufgefordert, möglichst wenig nach draussen zu gehen, keine unnötigen Fahrten zu machen, rund um’s Haus alle losen Gegenstände festzubinden. Man wird allgemein von herumfliegenden Gegenständen gewarnt.

Mit gelb kann ich gut umgehen, weil ich das schon mehrfach erlebt habe. Aber orange möchte ich eigentlich nicht kennenlernen.

Der Winter ist in Island Anfang Juni definitiv noch nicht vorbei. Entsprechend sind auch die Temperaturen:
Aktuell ist in Ísafjörður noch schönes Wetter und es geht ein relativ schwacher Wind. Die Temperatur beträgt rund 3 – 4 Grad Celsius. Die Temperatur mit dem sogenannten „Windchillfactor“, also die gefühlte Temperatur, wenn man im Wind steht, ist -3 Grad.
Ehrlich gesagt, das habe ich ein bisschen unterschätzt. Ich wusste zwar, dass es Anfang Juni in Island windig und nicht besonders warm ist. Aber dass die Temperaturen so tief fallen werden, habe ich nicht gedacht.

Es passt also ganz gut, dass ich die nächsten Tage keine grösseren Verschiebungen vor mir habe. Das Wetter konnte ich natürlich bei der Buchung im letzten Oktober nicht vorraussehen. Aber ich habe offenbar Glück gehabt. 🙂

Auf der anderen Seite fallen diversen Aktivitäten buchstäblich ins Wasser, die ich für die nächsten Tage hier in Ísafjörður geplant habe.
Bei Sturm und Regen werde ich wohl kaum auf die neue Aussichtsplattform auf dem Bollafjall fahren. Vermutlich ist die bei solchen Bedingungen sowieso gesperrt.
Auch ein Ausflug ins benachbarte Tal wäre nur schlau, wenn es kaum regnet und keinen Sturm gibt. Zu gross wäre sonst die Gefahr von Steinschlag auf den Bergstrassen.

Aber schauen wir mal, wie sich das Wetter morgen früh präsentiert.
Einen ersten Eindruck werde ich erhalten, wenn ich zum Frühstück fünf Minuten durch die Stadt zum anderen Hotel gehen muss. Dann werde ich wissen, ob und was ich unternehmen kann, oder ob ich mich mit Laptop und Buch in ein Café verlegen muss.
Und es gibt hier auch noch ein gutes Heimatmuseum…

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on the road durch die Westfjorde

Stay tuned.

Island 2024: Bless Snæfellsnes, halló Vestfirðingar

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Bless Snæfellsnes, halló Vestfirðingar
Auf Wiedersehen Snæfellsnes, hallo Westfjorde.

Nun bin ich also in den Westfjorden, genauer gesagt in Bíldudalur, einem kleinen Fischerdorf mitten in den Westfjorden.
Die Westfjorde sind übrigens meine liebste Gegend in Island.
Ganz Island ist toll, ganz klar. Und es gibt im ganzen Land sehr viele grossartige und sehr beeindruckende Landschaften zu sehen.
Aber die Westfjorde haben einen ganz anderen Charme.
Man sagt, es sei die einsamste Gegend Islands. Aber auch geologisch gesehen die älteste. Die Natur hier ist einfach noch ein bisschen rauher als sonst, und die Fjorde sind eng.
Und ganz wichtig: Es sind noch immer nicht alle Strassen hier asphaltiert. Ausserdem sind die Pässe, die von einem Fjord in den anderen führen, teilweise recht steil (nichts, was ein gutes Auto nicht schaffen würde).
Das hält den Massentourismus ein bisschen zurück. Ganze Scharen von grossen Bussen voller Touristen, wie man sie ander Südküste dauernd trifft, kommen hier selten vor. Und die Westfjorde sind zu weit von Reykjavík und Akureyri entfernt, um von dort Tagesausflüge zu unternehmen.
Man ist hier ein bisschen „unter sich“.
Lediglich die Plage „Kreuzfahrtschiffe“ hat natürlich auch die Westfjorde erreicht. Leider. Dadurch kommen nun auch hierher mehr Pauschaltouristen.

Um hierher zu kommen, war ich heute gut 7 Stunden im Auto unterwegs. Zieht man die Mittags- und die Kaffeepause ab, waren es rund 6 Stunden Fahrt.
Eigentlich ginge das auch bequemer und schneller.
Aber weil am Sonntag die Fähre über den Breiðafjörður zwischen Stykkishólmur und Brjánslækur nicht fährt, musste ich um einen der grössten Fjords Islands herumfahren. Das verlängerte meinen Weg um 260 km und 3 Stunden.

Und das Wetter hat heute wieder einmal seine isländische Seite gezeigt.
Wenn Dir das Wetter in Island nicht gefällt, warte 15 Minuten oder fahre 10 Kilometer weiter.
Ungefähr so lief es heute auf der ganzen Strecke:
In Grundarfjördur schien um 6 Uhr die Sonne, um 8 Uhr ging ein Regenschauer nieder und um halb 9 hagelte es. Aber um halb 10 schien schon wieder die Sonne.
Und so ging es den ganzen Tag weiter: auf und ab, auf und ab.
Wobei ich sagen muss, dass das Wetter in den Westfjorden viel besser war, als ich aufgrund der Vorhersagen erwartet hatte.

So war meine Fahrt zwar lang, aber mindestens im zweiten Teil fuhr ich dank des guten Wetters durch beeindruckende Landschaften, über mehrere schöne Pässe und grossartige Fjords.
Wegen der Länge der Fahrt konnte ich leider nicht so oft anhalten und fotografieren. Hätte ich das getan, hätte ich kein Abendessen mehr gekriegt, weil das einzige Restaurant hier im Ort am Sonntag sehr früh schliesst.
Aber eine Mittagspause und eine kurze Kaffeepause in mir bereits bekannten Hotels an der Strecke mussten dann aber doch sein. 🙂

Morgen fahre ich weiter nach Ísafjörður, der „Hauptstadt“ der Westfjorde. Dort werde ich die nächsten drei Tage bleiben.
Mit ca 130 km ist der Weg dorthin relativ kurz. Gutes Wetter vorausgesetzt gibt es unterwegs den einen oder anderen Ort, an dem es sich lohnt anzuhalten.
Vor der Abfahrt besuche ich aber hier noch das Seemonstermuseum.
Ich war schon zwei Mal auf der Durchreise hier in Bíldudalur. Und jedes Mal hatte das Museum geschlossen. Ich hoffe, morgen um 10 Uhr haben die offen. So wie es im Internet steht.

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Die Garðar BA 64, das älteste Stahlschiff Islands

Stay tuned.

Island 2024: Die 2. Runde auf der Snæfellsnes Halbinsel

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Heute war das Wetter tatsächlich besser als gestern.
Zwar hat es ab und zu genieselt. Es wehte immer ein bisschen Wind und im Grunde war es den ganzen Tag bewölkt.
Aber besonders am Morgen war die Luft klarer als gestern und es herrschten ganz andere Lichtverhältnisse.

Also bin ich noch einmal rund um die Snæfellsnes Halbinsel gefahren.
Und bin dieses Mal tatsächlich auch von der Hauptstrasse nach Arnarstapi abgebogen.
Vorher bin ich aber noch einmal zur schwarzen Kirche von Búðir. Dort hatte es heute viel weniger Besucher als gestern und das Licht war so viel besser. Die Aufnahmen von gestern werden archiviert. Ich werde nur die Rohdaten von heute benutzen.
Ausserdem hatte man heute von dort einen wunderbaren Blick auf den Snæfellsnesjökull, den Gletscher, der den alten Vulkan bedeckt, und der der Halbinsel den Namen gab.
Der war gestern in den Wolken verschwunden.

Von Búðir bis Arnarstapi sind es bloss 13 km. Da war ich im Handumdrehen.
Ich habe dort tatsächlich Vögel angetroffen, viele Vögel. Die ganzen Klippen entlang der Küste waren voll. Allerdings waren das keine Papageientaucher, wie ich gehofft hatte. Es waren sogenannte Dreizehenmöwen. Aber von denen sassen Tausende in den Klippen.

Nach cen Vögeln blieb ich noch für einen Kaffee in Arnarstapi.
Allerdings hatte ich in dem Restaurant dort wieder einmal ein Fremdschämerlebnis.
Als ich hineinkam, waren die einzigen freien Tische die einer Reisegruppe, die soeben aufbrach. Das waren alles Schweizer.
Aber die Sauerei, die sie auf den Tischen und am Boden hinterliessen, war so gar nicht schweizerisch. Ich hielt den Mund resp. sprach nur Englisch, denn mit denen wollte ich nicht in Verbindung gebracht werden. Ich musste geschlagenen 10 Minuten warten, bis das polnische Personal den gröbsten Dreck weggeräumt hatte und ich an einem der Tische Platz nehmen konnte…

Nach dem Kaffee fuhr ich weiter zu den Lóngdrangar.
Das sind zwei rund 75 Meter hohe Basaltfelsen, die entstanden, als Lava ins Meer floss und von diesem abgekühlt wurde. Während viel Basalt in den Tausenenden von Jahren durch die Brandung abgetragen wurde, sind diese beiden Säulen geblieben, weil deren Basalt härter ist als der Rest drumherum.
Man sieht sie schon einige Kilometer, bevor man dort ist, wenn man auf der Hauptstrasse entlang der Küste fährt.
Wie vieles in Island, sind auch die Lóngdrangar von Sagen umwoben. Die Bauern in der Gegend haben auf dem Hügel dahinter nie Heu gemäht, denn er gehört angeblich den Elfen, die in der Gegend leben.
Nicht weit von den Lóngdrangar liegt übrigens die Lavahöhle Vatnshellir, die ich gestern besucht habe.

Danach bin ich gemütlich zurück in die Unterkunft gefahren und habe den Nachmittag mit Lesen auslaufen lassen.
Der zweite Kriminalroman von Satu Rämö, „Hildur – Das Grab im Eis“ habe ich am Mittwoch im Flugzeug begonnen, und werde ihn heute Abend fertig lesen. 😉
Satu Rämö ist eine finnische Schriftstellerin, die mit einem Isländer verheiratet ist und schon sehr lang in Ísafjörður in den Westfjorden lebt.
Ihre Hauptfigur Hildur stammt aus Ísafjörður und arbeitet dort als Kriminalermittlerin. Satu Rämö hat bis jetzt drei Romane mit Hildur geschrieben. Zwei sind bisher in Deutsch erschienen.
Am Montag werde ich auch in Ísafjörður eintreffen und drei Tage dort bleiben. Da kann ich versuchen, auf Hildurs Spuren zu wandeln… 😉

In Island ist jetzt wieder erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht beim Autofahren angesagt.
Nachdem alle Lämmer da sind, sind die Schafe für den Sommer in die Freiheit entlassen worden.
Das heisst, die Schafe sind nicht auf eingezäunten Weiden, sondern bewegen sich frei, wie es ihnen passt. Das heisst natürlich auch auf der Strasse. Und da sie völlig unberechenbar sind, muss man schon sehr aufpassen, dass man nicht plötzlich ein Schaf überfährt.
Zur Zeit sind viele Muttertiere mit einem oder zwei Lämmer unterwegs. Und die rennen gerne auch mal plötzlich über die Strasse. Dann hält man am Besten an und wartet, bis die Tierchen sich dafür entscheiden, die Strasse zu räumen. Vor drei Jahren musste ich in den Westfjorden einmal 10 Minuten warten, bis 2 junge Böcke ihre Meinungsverschiedenheit ausgetragen hatten. 🙂
Heute habe ich ein Schaf mitten auf der Strasse sitzen sehen.
Das war zwar kein Problem, weil ich es schon von weitem gesehen hatte. Aber dass es sass, war schon etwas komisch. Ich hoffe bloss, dass es nicht angefahren worden war, und der verantwortliche Autofahren sich davon gemacht hatte?
Als ich zurückkam, war es aber nicht mehr dort.

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Möwe auf den Felsen in Arnarstapi

Stay tuned.

Island 2024: Höhlenforschung

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Heute bin ich nicht wie geplant nach Arnarstapi zum Vogelfelsen.
Dafür war das Wetter zu schlecht. Neben Regen wehte ab und zu auch ein starker Wind, so dass der Regen zeitweise waagerecht kam. Und das Meer hatte einen relativ starken Seegang mit hohen Wellen, die an die Küste knallten.
Aus Erfahrung weiss ich, dass man unter diesen Bedingungen auf der Aussichtsplattform in Arnarstapi trotz der Höhe gelegentlich eine Dusche kriegen kann.
Ausserdem ist so die Linse der Kamera ständig voller Spritzwasser. So kriegt man keine vernünftigen Bilder hin. Ich wollte schliesslich versuchen, Vögel zu fotografieren, vielleicht sogar Papgeientaucher. Eventuell wird es morgen etwas besser. Mal schauen.

Anstelle dessen habe ich zuerst den Kirkjufellsfoss und die schwarze Kirche von Búðir besucht.
Allerdings blieb ich blos etwa 10 Minuten bei der Kirche.
Gerade als ich einen Moment erwischt hatte, in dem kein anderer Tourist im Bild stand oder ein Selfie vor der Kirche machte, fuhr hinter mir ein Bus voller neuer Touristen auf den Parkplatz. Die Türen öffneten sich, und es ergoss sich eine mit dem Smartphone winkende, bunte Schar in Richtung Kirche. Einige davon rannten schon fast. In den nächsten 20 Minuten war also nicht daran zu denken, einen Moment ohne Touristen vor der Kirche zu kriegen, um ein vernünftiges Bild zu machen. Und wer weiss, was in diesen 20 Minuten sonst noch auf den Parkplatz gefahren wäre…
Also hiess es, mir dem geschossenen Bildmaterial zufrieden zu sein, zusammenzupacken und weiter zum nächsten Ziel.

Das war die Lavahöhle Vatnshellir. Der Name bedeutet übrigens „Wasserhöhle“, weil sich früher im Frühling beim Eingang immer das Schmelzwasser sammelte.
Ich bin in den letzten Jahren schon mehrere Male daran vorbeigefahren. Dieses Mal habe ich am Morgen im Internet ein Ticket für die Führung um 12:30 gekauft und so hat’s geklappt.
Lavahöhlen entstehen, wenn die fliessende Lava aus einem Vulkanausbruch am Rand des Stroms erkaltet, aber in der Mitte weiterhin fliesst.
In jedem Lavafeld gibt es viele solcher Höhlen. Aber nur selten findet man sie und noch seltener sind sie zugänglich.
Vor zwei Jahren besuchte ich die Höhle Viðgelmir im Westen Island. Das ist mit einer Länge von 1.6 km die längste bekannte Lavahöhle.
Vatnshellir ist viel kleiner. Aber während Viðgelmir einige Meter unter der Oberfläche relativ flach verläuft, geht Vatnshellir viel tiefer hinunter, in mehreren Kammern bis 35 Meter unter die Erdoberfläche. Vom Einstieg an der Erdoberfläche und der untersten Kammer sind zwei hohe Wendeltreppen hinabzusteigen, bis man ganz unten ist.

Nach dieser Exkursion bin ich dann gemütlich entlang der Nordküste der Snæfellsnes Halbinsel zurück nach Grundarfjörður gefahren und habe den Nachmittag dort verbracht.

Die Snæfellsnes Halbinsel, die als Nationalpark unter besonderem Schutz steht, ist in meinen Augen eine der schönsten Gegenden Islands. Ich liebe die Westfjorde, aber danach kommt bei mir Snæfellsnes.
Bei schönem Wetter ist die Halbinsel der Hammer. Sie hat sehr viele natürliche Sehenswürdigkeiten (zB Ytri Tunga, der Strand an dem sich die Robben sonnen, aber auch viele eindrückliche Lavafelder mit teils bizzaren Lavaformationen) und wer gerne wandert, findet auf dem Snæfellsjökull ein grosses Gebiet, um seiner Leidenschaft zu frönen.

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Im Inneren der Lavahöhle Vatnshellir

Stay tuned.

Island 2024: Die nächste Etappe

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Nun bin ich auf der Snæfellsnes Halbinsel.
Ich habe mein Quartier für drei Nächte im Helgrindur Gästehaus in Grundarfjörður bezogen.

Das Gästehaus liegt mitten im Ort, im ersten Stock über einer Bank.
Die Räume sind scheinbar neu renoviert und recht grosszügig ausgelegt. Besonders das Bad hat mich in seiner Grösse und Ausstattung positiv überrascht.
Jedes Zimmer hat einen Microwellen-Grill, einen Kühlschrank und ein Lavabo. Weiter hat es je zwei Sets an Tellern, Tassen und Besteck. Und einen Wasserkocher. 🙂
Der Check-In fand eigentlich gar nicht statt. Ich erhielt heute Morgen eine eMail und meldete mich telefonisch an, weil ich aufgrund des nicht so schönen Wetters erwartet hatte, früher in Grundarfjörður einzutreffen, als das Zimmer bereit wäre.
Aber alles kein Problem. Mein Zimmer wurde als erstes bereit gemacht, und das Wetter erwies sich auf Snæfellsnes viel besser als gedacht. Da konnte ich unterwegs trotzdem den einen oder anderen Foto-Stopp machen.
Als ich ankam, klebte ein Post-It mit meinem Namen an der Zimmertür und der Schlüssel steckt von aussen im Schloss.
Für einmal wohne ich also nicht in einem Hotel, sondern in einer Einzimmer-Fereinwohnung.
Das ist etwas günstiger, aber ich kriege am Morgen also nicht automatisch Frühstück, sondern muss wie zu Hause selber dafür sorgen. Das heisst, ich muss einkaufen gehen. Aber das habe ich heute Morgen bereits erledigt, kurz nachdem ich losgefahren bin. 🙂
Ansonsten könnte sich so manches 3*- oder sogar 4*-Hotel hier etwas abschauen, was Ausstattung, Zustand und Sauberkeit anbelangt.

Das Wetter war heute wieder einmal typisch Island. 🙂
Gestern Nacht wurde ich wach vom Regen, der heftig gegen mein Zimmerfenster trommelte.
Am Morgen nieselte es zwar nur ein bisschen, als ich losfuhr. Und ab und zu drückte sogar die Sonne durch die Wolken. Aber es wehte ein starker Wind. Und der ist ein Garant für schnelle Wetterwechsel.
Aber 5 Minuten, nachdem ich losgefahren war, fuhr ich schon wieder in heftigem Regen, um dann weitere 10 Minuten später wieder auf trockener Strasse zu fahren.
Und als ich auf die Nordseite der Snæfellsnes Halbinsel kam, gab es plötzlich strahlend blauen Himmel und Sonne pur. Aber der relativ starke Wind blieb. Dem verdankten wir vermutlich, dass die Sonne schien.

Nun, während ich das hier um 22:00 schreibe, scheint draussen immer noch die Sonne. Dank dem Wind ist es ca acht Grad Celsius. Die Wolken kleben geradezu an den Berggipfeln rund um Grundarfjörður und scheinen nur darauf zu warten, dass der Wind nachlässt.
Auch ohne den Wetterbericht zu konsultieren, bin ich mir ziemlich sicher, dass es morgen auch hier regnen oder zumindest bewölkt sein wird.

Wenn morgen das Wetter nur ein bisschen mitspielt, will ich rund um die Halbinsel fahren und verschiedene Orte aufsuchen.
Besonders das Dorf Arnarstapi insteressiert mich. Dort gibt es einen Vogelfelsen, der bei meinen bisherigen Besuchen immer schon leer war, weil die Zugvögel alle schon weggeflogen waren. Vielleicht sehe ich morgen ein paar Tiere.

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Unterwegs auf Snæfellsnes

Stay tuned.

Island 2024: Wieder in Island

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Jetzt bin ich wieder hier. 🙂
Nach acht Monaten bin ich zurück in Island.

Die Anreise verlief problemlos und ohne Verzögerung. Alles wie immer.
Hier in Keflavík war verhältnismässig wenig los. Man merkt, dass noch nicht Hauptsaison ist.
Zwar war der Flieger fast kommplett belegt. Aber das lag wohl an einer relativ grossen Gruppe der Firma SwissLife, die offenbar einen Betriebsausflug macht. Betreut wurden die von einem Reiseführer des Reisebüros Mittelthurgau.
Ausserdem waren einige Amerikaner an Board, die in Keflavík zum grössten Teil auf einen Interkontinentalflug nach Hause umgestiegen sind.
Ausserdem wurde der Flughafen Keflavík in verschiedenen Teilen umgebaut. Unter anderem die Gepäckanlage, bei der man sein Gepäck nach der Ankunft in Empfang nimmt. Da wurde mehrere neue, leistungsfähige Bänder installiert,

Auch die Fahrt zu meiner ersten Unterkunft, dem Hótel Bifröst, verlief ohne grössere Probleme. Bifröst liegt in West Island. Es ist ein kleines Kaff, hat aber eine eigene Universität und eben ein Hotel.
Vom Flughafen dorthin dauerte die Fahrt rund zwei Stunden.
Stau und Kolonnen im Hauptstadtgebiet: Zur Feierabendzeit fährt alles aus der Stadt heraus in die umliegenden Wohngemeinden.
Je weiter nach Norden ich kam, desto weniger Autos fuhren vor und hinter mir. Wie ich es aus Island kenne.

Hier ist es jetzt zwanzig nach zehn am Abend. Wegen der westlichen Lage der Insel und auch, weil Island keine Sommerzeit kennt, liegen die Uhren hier um 2 Stunden hinter der Mitteleuropäischen Zeit. Zu Hause ist es jetzt also zwanzig Minuten nach Mitternacht. 😉
Bloss ist es hier taghell. Und es wird wohl auch nicht dunkel werden.
Der Himmel ist bewölkt und morgen wird es vermutlich regnen. Ausserdem bläst ein kalter Wind. Im Moment ist es draussen 8 Grad Celsius.
Auch wenn es hier in Westisland im Moment noch keine richtige Mitternachtssonne gibt (das heisst, dass die Sonne den Horizont nie berührt), sind die Tage fast 24 Stunden lang.
Je weiter ich in den nächsten Tagen nach Norden fahren werde, desto länger werden die Tage. Mit etwas Glück sehe ich in den Westfjorden (Vestfirðir) dann die Mitternachtssonne (falls das Wetter mitspielt)…. 😉

Morgen geht’s dann weiter auf die Halbinsel Snæfellsnes. Dort bleibe ich für drei Nächte in Grundarfjörður.

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In Keflavík angekommen

Stay tuned.

Turin 2024: Ein langer, aber interessanter Tag in Turin

Flagge_ItalienHeute Morgen war der Regen hier in Turin weg, und die Sonne drückte stellenweise durch die Wolken. Danke eines leichten Windes änderte sich dies zwar immer wieder ein wenig, aber heute konnte man die Sonnenbrille wirklich gebrauchen. 🙂
Am frappantesten war allerdings der Temperaturanstieg von 10 Grad gesten auf gute 20 Grad heute.
Am Abend begann es zwar während dem Abendessen wieder zu regnen, aber zum Einen war das kaum der Rede wert und zum anderen fielen die Temperaturen kaum.
Auf jeden Fall habe ich bis halb acht draussen gegessen. 🙂

Wie geplant bin ich also heute auf den Markt auf der Piazza della Repubblica gegangen.
Dieser Markt ist riesig und es wimmelt nur dort so von Leuten. Mir ist aufgefallen, dass die Fleisch-, Fisch-, Früchte- und Gemüseverkäufer zu einem grossen Teil Italiener/innen waren, während bei den Kleider-, Haushaltwaren-, „Schmuck“- und Ramschständen vorwiegend Arabisch gesprochen und geschriehen wurde.
Und ich habe ein beträchtliche Anzahl Bettler und Ramschverkäufer mit sehr dunkler Hautfarbe gesehen. Die Bettler auf dem Markt erschienen mir zudem äusserst aggressiv und hardnäckig. Ich war innerlich mehr als einmal kurz davor, einem solchen Bettler physisch deutlich zu machen, dass er mich in Ruhe lassen soll.
Mir hat es dort sehr gefallen: Sehr viele Eindrücke, sehr viele Fotomotive, sehr viele Beobachtungen. ICh hätte den ganzen Tag dort verbringen können.
Und wenn ich hier wohnen würde, würde ich wohl öfters hier einkaufen. Die Waren, besonders die Früchte und das Gemüse machten mir einen sehr guten, frischen Eindruck.

Danach bin ich ins Museo Egizio.
Das Ticket hatte ich vor vier Tagen online gekauft.
Vor dem Museum gab es keine Schlange, denn heute Montag hatte es deutlich weniger Leute in der Stadt als am Wochenende. Soweit schon mal gut.
Aber trotzdem war das Museum gut gefüllt. Und die vielen Gruppen, die mit einem Führer durch die Gänge und Säle gingen, machten es auch nicht immer einfach, die Objekte genauer zu betrachtten.

Eine beeindruckende Sammlung, das ist sicher. Und ich bin mir auch sicher, dass ihr Beitrag zur Erforschung des alten Ägyptens sehr gross ist. Immerhin wurde Italien von Ägypten nach der Rettung von Abu Simbel für sein Mitwirken und seine Unterstützung mit einem kompletten Tempel beschenkt!
Dieser wurde im Museo Egizio wieder aufgebaut.
Trotzdem wurde ich das Gefühl nicht los, dass auch diese Sammlung das Ergebnis von grossangelegten, als archäologische Forschung getarnten Grabplünderungen ist: die Engländer, die Deutschen, die Franzosen und offenbar auch die Italiener bedienten sich in Ägypten, wie sie wollten. Und die kaum existente und verarmte ägyptische Regierung machte damit ein gutes Geschäft…

Heute Abend konnte ich dann doch noch einige Nachtbilder schiessen.
Da der Nieselregen nach dem Abendessen praktisch aufgehört hatte, bin ich noch für zweieinhalb Stunden mit der Kamera in die Stadt gegangen: Piazza Castello und Piazza San Carlo sowie die Via Roma.
Da ich jedes Bild mit der sogenannten Bracketing-Methode, also als Belichtungsreihe aufnahm, sind so über 600 Rohbilder zusammengekommen. Effektiv wird das Ergebnis zahlenmässig überschaubar sein. Viele dieser Bilder sind ausserdem Testaufnahmen, die ich später sowieso löschen werde.

Morgen geht’s schon wieder nach Hause.
Turin ist eine tolle Stadt, die viel zu bieten hat. Vier volle Tage und fünf Nächte reichen bei Weitem nicht, um alles zu sehen und kennenzulernen. Dafür braucht es wohl regelmässige Besuche über Jahre.
Ich nehme mal an, ich bin nicht das letzte Mal hier gewesen… 😉

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Stay tuned!

Turin 2024: Ein sehr regnerischer Tag in Turin

Flagge_ItalienHeute bin ich erst am Mittag losgezogen. 🙂

Es hatte den ganzen Morgen stark geregnet. So stark, dass ich trotz Regenjacke und Mütze nass geworden wäre, wenn ich nicht in den Arkanden (die ich ja schon kenne) geblieben wäre.
Also habe ich es mir im Hotelzimmer gemütlich gemacht, im Internet mögliche Ziele fürmorgen herausgesucht und ein paar Bilder bearbeitet.

Gegen Mittag liess der Regen nach und ging in den bereits bekannten Nieselregen über.

Also ging ich los zur Piazza Solferino.
Zum Einen, weil mich die Gegend dort interessierte. Und zum Anderen, um im Ristorante Solferino, welches an dieser Piazza liegt, einen Tisch für’s Abendessen zu reservieren.
Heute wollte ich wieder einmal pietmontesische Küche gönnen. Aber ohne Reservation geht am Abend hier in der guten Restaurants gar nichts.
Die Reservation hatte sich allerdings gelohnt. Die Küche im Ristorante Solferino ist hervorragend. Ich habe dort gleich noch einmal für morgen Abend reserviert, denn das Rindsfilet war ein Gedicht. Und zu einem Preis von bloss €26.–. Das will ich noch einmal.
Aber auch die anderen Gänge, vom Anitpasto bis zum Dolce waren super. 🙂

Auf dem Rückweg zum Hotel kam ich wieder an der Galeria d’Italia vorbei, in der ich vor zwei Tagen die Ausstellung der Fotografin Cristina Mittermeier besuchte.
Dieses Mal standen da zwei Manschafts- und mehrere Personenwagen der Carabinieri, sowie vier Streifenwagen der Polizei. Insgesamt standen mehr als 20 Beamte in und um die Galerie herum. Ich weiss nicht, was los war. Vielleicht ein hoher Besuch in der Galerie, der geschützt werden musste?
Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mit Lesen und Internet bei einer sehr grossen Tasse Caffe Latte im Starbucks.

Morgen soll das Wetter besser werden. Falls dem so ist, will ich noch einmal eine etwas grössere Tour machen. Ausserdem habe ich um 13:00 einen Termin. Dann ist nämlich mein Zeitfenster, um ins Museo Egizio, dem ägyptischen Museum zu gelangen. Das Ticket habe ich online gekauft. Bei diesem Museum ist das ein Muss. Der Ticketschalter öffnet erst im Juni. Ohne Onlineticket kommt man gar nicht erst hinein.

Mal schauen, was sonst noch geht.

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Stay tuned!

Turin 2024: An den Ufern des Po

Flagge_ItalienHeute bin ich zum Po gegangen. 😉

Nach dem Frühstück bin ich zuerst in den Bahnhof Porta Nuova, um dort ein paar Bilder zu schiessen. por ist nach Roma Termini und Milano Centrale der drittgrösste Bahnhof Italiens. Den wollte ich mir einfach mal anschauen.

Das Wetter war wie gestern: um die 10 Grad und regnerisch. Aber wie gestern war der Regen nicht stark, eher wie ein leichtes Nieseln. Also habe ich keinen Regenschutz gebraucht. Meine Softshell-Jacke hält das ab.

Vom Bahnhof bin ich dann durch die Quartiere bis zum Ufer des Po spaziert.
Eigentlich wollte ich dort in einen Park und zum Castello del Valentino.
Aber als ich dann bei der Ponte Umberto I stand, habe ich mich umentschieden. Anstatt flussaufwärts zum Schloss ging ich am Poufer entlang flussabwärts bis zur Ponte Vittorio Emanuele I.
Auf der anderen Seite der Brücke habe ich noch die Chiesa della Gran Madre di Dio besucht, eine Kirche, die mich mit ihrer Kuppel von aussen an das Panteão Nacional (Igreja de Santa Engrácia) in Lissabon erinnerte. Letzteres ist allerding deutlich grösser.
Um in der Fussgängerzone hinter der Kirche habe ich mir dann ein echtes, hausgemachtes, italienisches Gelato genehmigt. 🙂

Von allem, was ich bis jetzt hier in Turin gesehen habe, hat mir das Poufer (Murazzi del Po Gipo Farassino) am Besten gefallen. Da der Po unterhalb der Ponte Vittorio Emanuele I etwas gestaut wird und auch sonst kein grosses Gefälle hat, ist er zwischen den beiden Brücken ziemlich ruhig.
Und die Touristenströme, die sonst überall anzutreffen sind, fehlten hier fast ganz. Hier spazierten nur einige Familien, während die Massen oben auf der Ponte Vittorio Emanuele I Richtung Kirche strömten.
Aber vielleicht war es um 12:00 einfach noch zu früh. 😉

Von der Ponte Vittorio Emanuele I ging’s dann über die Piazza Vittorio Veneto Richtung Piazza San Carlo und von dort zurück zu Hotel.
Je näher ich der Piazza San Carlo kam, desto grösser wurden wieder Touristenmassen wieder. Und die standen Schlange vor den Museen.
Doch vorher musste ich noch einen Umweg machen, denn die Piazza Carlo Emanuele I war von Polizia Municipale und Carabinieri weiträumig abgesperrt worden. Wieso das so war, habe ich nicht herausgefunden.

Heute war ich über fünf Stunden zu Fuss in der Stadt unterwegs. Gestern waren es um die vier Stunden. Ich bin in Städten immer zu Fuss unterwegs, wenn ich das erste Mal dort bin. So habe ich die Gelegenheit, etwas zu fotografieren, das ich spontan sehe. Ich habe dabei Zeit und muss nicht auf einen Fahrplan achten. Ausserdem fotografiert es sich aus einem Sightseeing-Bus oder einer Strassenbahn ziemlich schlecht.
Entsprechend schmerzen jetzt meine Füsse und eines meiner Fussgelenke, und auch der Rücken hat sich heute zwischendurch gemeldet. Aber das ist egal. Denn ich habe viel gesehen und dabei über 400 Rohbilder geschossen. 😉

Und wenn ich schon bei den Statistiken bin:
Ich habe mir die Mühe gemacht, meine gestrige und heutige Tour auszumessen.
Gestern bin ich gute 4 Kilometer gelaufen (ohne die Strecken in der Galeria d’Italia und in den Nebenarkaden…) und heute waren es über 7.5 Kilometer.
Morgen und am Montag werden es je wohl auch noch ein paar Kilometer werden, allerdings in eine andere Richtung als heute. 😉

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Ponte Umberto I

Stay tuned!

Turin 2024: Erste Tour durch das Stadtzentrum

Flagge_ItalienHeute habe ich die erste Tour durch das Stadtzentrum von Turin unternommen, notabene mit meiner Kamera.

Ich habe, wie in den Ferien üblich, ausgeschlafen, spät gemütlich gefrühstückt, und bin dann gegen 9 Uhr 30 losgezogen.
Das Wetter war nicht zu schlecht: gegen 12 bis 14 Gad und regnerisch.
Wobei Letzteres keine grosse Rolle spielte, da der Regen nicht stark war, und es in Turin wie in Bern entlang der wichtigsten Strassen Arkaden gibt.
Und die Temperatur war wie immer eine Ansichtssache: Während ich mit T-Shirt und einer Softshell-Jacke gut angezogen war, liefen viele Touristen und Einheimische dick eingepackt herum, als wäre es tiefster Winter; einige sogar mit Schal, Wollmütze und dicken Handschuhe…

Wie gestern Abend bin ich entlang der Shoppingmeile Via Roma zuerst zur Piazza San Carlo gegangen. Von dort bin ich weiter zur Piazza Castello. Dabei bin ich immer wieder in eine Seitengasse oder eine Arkade abgebogen oder eine der vielen barocken Kirchen angeschaut.
Die Luxusläden in der Via Roma öffnen erst um 10:00.
Trotzdem standen vor einigen der Läden schon 15 Minuten vorher einige Leute und warteten auf Einlass. Offenbar brannte das Geld Löcher in die Taschen… 😉

Die Arkaden und das schlechte Wetter lockten natürlich nicht nur Touristen an, sondern auch Gaukler, Strassenkünstler und Bettler (einige davon waren ziemlich agressiv).
Ich habe noch in keiner Stadt in so kurzer Zeit so viele verschiedene „Leute auf der Strasse“ fotografieren können. Nach Auswahl und Bearbeiteung sind alleine heute 18 solche s/w Bilder entstanden.
Die werde ich später noch auf meine Homepage hochladen.

Heute war kein Tag für Museumsbesuche. Zwar hätte das Wetter dazu eingeladen, aber auf die Idee waren auch andere gekommen: Die Schlange vor dem Palazzo Reale war über hundert Meter lang, und vor dem Palazzo Madama waren es immer noch gut 20 Meter Schlange.
Blöd ist auch, dass der Palazzo Madama zur Zeit renoviert wird und deshalb die Front komplett eingerüstet ist. Das gibt keine guten Bilder. 😉
Aber das ist mir mehrfach schon mit dem Big Ben und dem Parlament in London passiert. Ist halt so…

Ich habe trotzdem etwas sehr Interessantes gefunden, das ich mir anschauen konnte:
In der Galeria d’Italia an der Piazza San Carlo gab es eine Ausstellung der mexikanischen Fotografin Cristina „Mitty“ Mittermeier. Ich kannte diese Fotografin bisher noch nicht. Die Ausstellung in der Galeria d’Italia ist auch ihre erste Ausstellung.
Ich bin sehr beeindruckt von Ihren Bildern, die sie auf der ganzen Welt geschossen hat. Von grossartigen Portraits von indigenen Völkern (zB aus Brasilien oder Papua-Neuguinea), über sehr schöne Gletscherbildern aus der Arktis und Antarktis bis zu Unterwasseraufnahmen von Walen und Haien. Besonders hat mir ein schwarz-weisses, grossformatiges Bild einer Gruppe von schlafenden Potwalen gefesselt.
Ich werde die Bilder von „Mitty“ in Zukunft sicher immer wieder anschauen. Sie macht genau die Art von Bildern, die ich besonders mag, und die ich auch gerne selber mache; wenn auch nicht in der gleichen Qualität.

Die nächsten zwei Tage wird sich die Situation in, respektive vor den Museen kaum ändern. Es ist Wochenende und schlechtes, kühles Wetter. Da wollen die Leute rein…
Vielleicht kriege ich online ein Ticket mit direktem Zugang (ohne Schlange stehen zu müssen). In Florenz hat das funktioniert. Mal schauen. Ansonsten werde ich am Montag das eine oder ander Museum besuchen, sofern die geöffnet haben.
Ich habe mir so bereits ein Ticket für das ägyptische Museum, das Museo Egizio besorgt, am Montag um 13:00. Vorher würde es mir zeitlich reichen, die Armeria reale besuchen.

Heute Abend wollte ich eigentlich ein paar Nachtaufnahmen machen.
Aber leider ist der Regen stärker geworden. (@Markus: Kommt Dir das bekannt vor?)
Ich kann zwar mich und das Equipment schützen. Aber gegen die Regentropfen auf der Linse, die bei längerer Belichtung zwangsläufig da sein werden, kann ich nicht viel machen. Dieser Effekt wäre auf dem einen oder anderen Bild zwar ganz nett, aber eine ganze Serie voll davon?
Daher wäre zu erwarten, dass ich nicht die Resultate kriegen würde, die ich möchte.
Also lasse ich es lieber bleiben und hoffe, dass einer der folgenden Abende trocken sein werden. 🙂

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Palazzo Reale

Stay tuned!