Dresden 2025: Neujahrstag

Dresden war heute morgen sehr ruhig.
Nicht nur verglichen mit der gesterigen Knallerei, und auch nicht nur, weil heute ein Feiertag ist. Wohl auch, weil die Leute nach der Sylvesterfete heute ausgeschlafen hatten.
Auf jeden Fall sassen um 11:00, als ich das Hotel verliess, immer noch viele beim Frühstück. 🙂

In Dresden war es heute den ganzen Tag trüb, aber trocken. Dazu wehte ein ziemlich bissiger Wind.

Dass alle Läden und viele Restaurants heute geschlossen waren, ist klar. Aber auch fast alle Museen waren heute geschlossen, und die Strassenbahnen fuhren in einer deutlich tieferen Frequenz.
Am Morgen waren die Strassen in der Stadt ziemlich leer. Auch weil die Weihnachtsmärkte auch geschlossen waren. Ab Mittag änderte sich das dann vor allem in der Altstadt und die Strassen und Gassen füllten sich.

Nach einem Spaziergang vom Bahnhof bis in die Altstadt und einigen Stationen dort (Frauenkirche, Fürstenzug und Sächsisches Ständehaus) besuchte ich das Residenzschloss, eines der wenigern geöffneten Museen.
Angesichts der kalten Witterung kann man sich vorstellen, dass ich nicht der Einzige war, der auf diese Idee kam. Aber das Residenzschloss ist gross genug, um auch diese Besuchermenge zu schlucken.

Das Residenzschloss Dresden ist die ehemalige Hauptresidenz der Kurfürsten und Könige von Sachsen in der Altstadt von Dresden.
Die Vierflügelanlage wurde 1548 durch Kurfürst Moritz im Renaissancestil begonnen und 1901 durch König Albert im Neurenaissancestil vollendet.
Nach der Zerstörung 1945 durch die allierte Bombardierung wurde das Residenzschloss seit 1986 für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wiederaufgebaut und ist inzwischen eines der meistbesuchten Museen der Stadt.
Hervorzuheben sind das Grüne Gewölbe, das Kupferstich-Kabinett, das Münzkabinett, die Rüstkammer und die Paraderäume Augusts des Starken. (Quelle: Wikipedia)
Ich habe mich gefragt, wie alle die Schätze gerettet werden konnten, die dort ausgestellt sind. Immerhin brannte das Residenzschloss bei den Bombenangriffen im Februar 1945 genauso wie die Frauenkirche, die Semperoper und der Zwinger bis auf die Grundmauern nieder.
Dass diese Gebäude wiederaufgebaut worden sind, weiss man. Schliesslich dauerte der Wiederaufbau der Frauenkirche bis ins 21. Jahrhundert.
Aber wenn die Sammlungen damals darin gewesen wären, würde man heute nichts mehr ausstellen können.
Ich bin der Sache nicht auf den Grund gegangen, aber die Ausstellungsstücke von heute müssen damals an einem völlig anderen Ort gelagert worden sein.

Das Mittagessen habe ich wiederum im Café des Sophienkeller im Taschenbergpalais eingenommen.
Ich liebe die sächsische Kartoffelsuppe mit Wurstscheiben. Sie schmeckt ausgezeichnet, und eine kleine Portion davon ist gerade richtig für ein kleines, aber sättigendes Mittagessen.
Da die Bäckerei Schwerdtner heute geschlossen war, hatte es dann leider am Nachmittag keinen Christstollen mehr zum Kaffee gegeben.

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich wieder in meinem warmen Zimmer mit der Auswertung und erster Bearbeitung der heutigen Bilder sowie mit Lesen.

Morgen soll es schneien. Je nach Wetterbericht am Nachmittag oder erst am Abend.
Da ein Flug morgen erst um 19:20 geht, werde ich mein Gepäck im Hotel einstellen und noch einmal in die Stadt gehen (im Verkehrsmuseum war ich auch noch nicht), bis ich gegen Abend den Zug zum Flughafen nehmen muss.

Stay tuned.

Kulturpalast Dresden

Dresden 2025: Sylvester

Am letzten Tag des Jahres hat es in Dresden am Morgen geschneit. Alles war weiss. Allerdings änderte sich der Niederschlag gegen Mittag, als es etwas wärmer wurde, in Schneeregen und am Abend regnete es nur noch. Der Schnee war am Nachmittag grösstenteils wieder aweggewaschen.

Wegen dem trüben Wetter habe ich mich enschlossen, das Deutsche Hygiene-Museum zu besuchen. Ich kannte dieses Museum von meinem ersten Besuch in Dresden 2002 bereits.
Es liegt gegenüber dem Grossen Garten, in dem heute natürlich auch nicht sehr viel los war. 😉
Und das Museum ist vom Bahnhof mit der Strassenbahn nach nur zwei Haltestellen bequem zu erreichen.
Man sieht dem Bau an, dass er aus DDR Zeiten stammt.
Ein grosser, klobiger, aber protzender Betonbau von aussen, und innen grosse, hohe Säle, wie ich sie auch in Prag und Budapest kurz nach der Wende in öffentlichen Gebäuden gesehen.

Im Deutschen Hygiene-Museum gibt es zwei Ausstellungen:
Die Dauerausstellung zum Thema menschlicher Körper, das menschliche Leben, die Gesundheit und die Krankheiten des Menschen. Darin werden zum Teil ältere Modelle von Körpern, Körperteilen und Krankheiten ausgestellt, und die Geschichte der Medizin, sowie die Geschichte der Gesundheitserhaltung (Sex, Ernährung, Fitness) und Heilung von Krankheiten gezeigt.
Die zweite Ausstellung ist eine befristete Sonderausstellung zum Thema „Freiheit“, wobei der Schwerpunkt hier auf der politischen Entwicklung im Ostblock nach dem 2. Weltkrieg (hauptsächlich Tschechoslowakei und Polen) liegt.
Dort habe ich mindestens eine Stunde mit einem der Museumsangestellten über Politik diskutiert. Dabei musste ich aufpassen, nicht zu sehr „westlich“ zu argumentieren.
Der Mann in meinem Alter war gebürtiger Dresdener, ex DDR, heute AfD und Russenfreund. Da kamen die bekannten Argumente wie zum Beispiel, dass ihm in der DDR nie etwas gefehlt hätte. Und auch dass die Russen vom Westen ungerecht behandelt und ausgeschlossen werden (die Armen). Auch für den russischen Überfall auf die Ukraine sowie die Annexion der Krim hatte er eine logische Erklärung. (sic!) Von seinen Ansichten über die Deutsche Regierung ‚mal ganz zu schweigen. Und Migranten waren sowieso an allem schuld. Auch wenn er sehr zurückhaltend und ohne Polemik argumentierte, war schon klar, wohin die Reise gehen sollte. Er war sehr höflich, aber unmissverständlich.
Ich wollte niemanden beleidigen oder sonst wütend machen. Also habe ich meine Argumente vorsichtig vorgebracht. Ich konnte die meisten seiner Argumente entkräften und er gab mir oft Recht. Ganz einfach, weil ich mehr Hintergrundwissen hatte als er. Aber das hat seine Einstellung mit Sicherheit nicht verändert.
Er war auch sehr interessiert daran, etwas über die Schweiz zu hören, die er nur aus dem Fernseh kannte.
Alles in allem hatten wir ein gutes Gespräch, bei dem ich viel über das Leben in der DDR von jemandem erfahren habe, der dort aufgewachsen ist.

Nach einer leckeren sächsischen Kartoffelsuppe im Museumscafé zum Mittagessen bin ich trotz des Schneeregens zu Fuss in die Altstadt gegangen und von dort in’s Hotel.
Allerdings musste ich kurz vor dem Bahnhof noch einen Zwischenstopp einlegen:
Wenn ich schon mal in Dresden bin, wollte ich unbedingt noch ein Stück Dresdner Christstollen mit Kaffee essen. In der Bäckerei Schwerdtner wurde ich fündig. 🙂

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich in meinem warmen Zimmer mit der Auswertung und erster Bearbeitung meiner Bilder sowie mit Lesen.

Schon um 17:30 hatte ich jedoch schon eine Reservation am Sylvesterbuffet im Hotel.
Das Buffet wurde aus Platzgründen wie auf einem Kreuzfahrtschiff in zwei Gruppen durchgeführt. Ich war in der ersten Gruppe von 17:30 bis 19:30 eingeteilt. Die zweite Gruppen bestand hauptsächlich aus zwei Reisegruppen mit deutschen Rentnern, die gestern angekommen waren.
Das Hotel hatte das Buffet Anfang Dezember per eMail angeboten und ich habe gerne reserviert, denn an Sylvester ist es erfahrungsgemäss recht schwierig, kurzfristig irgendwo einen Tisch zu kriegen
Das Buffet beinhaltete ein Salat- und Vorspeisenbuffet, vier verschiedene Hauptgerichte sowie zwei verschieschdene Desserts. „All you can eat“ zum Pauschalpreis. Lediglich die Getränke mussten separat bezahlt werden.
Es hat sehr gut geschmeckt.

In der Stadt knallt es seit dem Nachmittag ununterbrochen.
Nicht nur wegen des Regens werde ich darauf verzichten, noch einmal in die Stadt zu gehen. Die Hotspots wie der Theaterplatz (gleich bei der Semperoper) oder der Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche sind komplett überfüllt. Die Strassenbahnen fahren die Haltestelle am Theaterplatz heute Abend gar nicht mehr an.
Den Trouble brauche ich nicht mehr. 😉

Morgen ist auch Niederschlag angesagt, aber es soll auch trockene Phasen geben.
Ich werde am Morgen in die Altstadt gehen und erwarte etwas weniger Menschen als heute. 😉

Stay tuned.

Deutsches Hygiene-Museum Dresden

Dresden 2025: Zoobesuch

Heute habe ich wie geplant den Zoo Dresden besucht.
Wie beim Militärhistorischen Museum der Bundeswehr liegt mein letzter Besuch auch beim Zoo 23 Jahren zurück.
Da ist klar, dass sich der Zoo verändert hat. 🙂
Auch klar ist, dass viele Tiere nicht in den Aussengehegen zu sehen sind, wenn sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt herum bewegen.

Das Wetter war wiederum anders, als gestern im Wetterbericht angezeigt: Sonnenschein.
Heute war ein schöner Tag.
Allerdings war auch der bissige kalte Wind, der trotz Sonne Winterkleider mit Kappe und Handschuhen nötig machte.

Der Zoo ist nicht sehr gross, und leider ist das Terrarium dauerhaft geschlossen. Was ich natürlich besonders bedaure.
Das Gebäude war alt und verursacht hohe Energiekosten, die laut Zooleitung nicht mehr zu verantworten waren. Eine Renovierung hätte sich wohl auch nicht mehr gelohnt.
Damit hat der Zoo Dresden die Reptilienhaltung leider wohl weitgehenst aufgegeben. Ein kleine Anzahl Reptilien wurde in anderen Gebäuden untergebracht. Aber die kann man an einer Hand abzählen.
Schade, aber vom wirtschaftlichen Standpunkt verständlich.

Trotzdem kann man im Zoo Dresden eine Vielfalt von Arten beobachten. Und ich habe Arten entdeckt, die ich in anderen Zoos noch nicht gesehen habe.
Ich war erstaunt, Elefanten, Geparde, Zebras und auch Löwen draussen anzutreffen.
Alle diese Tierarten stammen aus Afrika, wo es bekanntermassen nur in grossen Höhen wie dem Kilimandscharo Schnee und Eis gibt. Aber während die Elefanten ungeduldig vor den Toren zum Innenbereich des Afrikahauses warteten, weil sie wohl an die Wärme wollten, haben die anderen der genannten Tiere völlig entspannt gewirkt.

Mir ist aufgefallen, dass viele Familien mit kleinen Kindern den Zoo besuchten. Alle diese Kinder waren ein bis zwei Jahre alt.
Später habe ich erfahren, dass die Stadt Dresden jeder Mutter, die in Dresden entbindet, zur GEburt des Nachwuchses Zootickets schenkt. Ein nette Geste der Stadt. 🙂
Auch heute hier in Dresden waren aber nicht die Kleinen das Problem. 😉
Oft waren die Eltern diejenigen, die alles blockierten und versuchten, ihren kleinen Nachwuchs dazu zu bringen, sich ein Tier anzusehen, obwohl das Kind offensichtlich nicht daran interessiert war.
Den Vogel schoss eine Familie mit Teenagern ab, die vor der Scheibe zu einem Gehege der Brühlaffen lagerte und dort nicht nur ihre Kleider und Rucksäcke deponierte, sondern ungeniert ihr mitgebrachtes Essen auspackte und ein Picknick veranstaltete.
Andere Besucher hatten keine Chance, einen Blick auf die Affen zu werfen. Erst nach eine halben Stunde packte die Bande zusammen, und ich konnte ein Bild der Brühlaffen machen. 😦
Wie wollen die Kids Anstand und Rücksicht lernen, wenn ihnen das Muttertier etwas anderes vorlebt? Die Worte, die mir vor Ort in den Sinn kamen, will ich hier nicht wiederholen. 😉

Nach ca zweieinhalb Stunden hatte ich über 400 Bilde im Kasten (von 49 verschiedenen Tierarten), und ich fuhr zurück in die Stadt, um in eine Café etwas Kleines zu essen.

Später, gegen 16:00, war ich zu einem frühen Abendessen mit einer alten Bekannten verabredet. Sie lebt hier und wir hatten uns sechs Jahre nicht mehr gesehen. War ein schöner und interessanter Abend. 🙂

Stay tuned.

Afrikanischer Löwe

Dresden 2025: Stadtbummel

Heute habe ich wie geplant in Dresden das Militärhistorische Museum der Bundeswehr besucht.
Es versteht sich von selbst, dass sich das Museum in den 23 Jahren seit meinem letzten Besuch komplett gewandelt hat.
Da gibt es nicht nur ein neues Ausstellungkonzept. Das Museum wurde total umgebaut.
Auf vier Stöcken wird die Militärgeschichte Deutschlands von 1300 bis ins letzte Jahrhundert dargestellt und erläutert.

Als ich kurz nach 10 am Morgen in meinem Hotel aufbrach, waren die Strassen und Gehwege noch ziemlich glitschig. Es hatte leichten Nieselregen und in der Nacht (und am Morgen auch noch) herrschten Minusgrade. Da musste man vorsichtig sein, um nicht auszurutschen. Ich war froh, dass die Tramhaltestelle nur einige Meter vom Hotel entfernt ist. Und das ganze Gelände rund um das Museum war mit Rollsplitt bestreut.
Ich war etwas länger als 2 Stunden im Museum und als ich wieder heraus kam, hatte es immer noch Schneeregen. Aber die Temperaturen waren gestiegen und der Boden nicht mehr vereist.

Eigentlich ist es hier in Dresden nicht wirklich kalt.
Immer um den Gefrierpunkt, was man mit der richtigen Kleidung sehr gut ertragen kann. Das Problem sind recht scharfe und kalte Winde, die in der Stadt wehen. Damit wird die gefühlte Temperatur (die Amis nennen das „Wind Chill Factor„) um einiges tiefer.
Das Wetter wechselte während des Tages immer wieder. Von strömendem Regen (gerade eben, als ich vom Abendessen ins Hotel zurück kam) über leichten Schneeregen bis zu kurzem Sonnenschein war alles dabei.

Trotz des Wetter ist die Stadt voll mit Touristen. Vorallem in der Innestadt sind die Gassen und Weihnachtsmärkte voll von Menschen.
Auf dem Rückweg vom Museum bin ich beim Goldenen Reiter ausgestiegen, bin über die Augustusbrücke gegangen und habe die grossen Touristenhotspots in der Innenstadt abgeklappert:
Katholische Hofkirche, Semperoper, Zwinger, Fürstenzug und Frauenkirche.

Dabei zeigte sich, dass ab 15:00 das Licht immer schwächer wurde und ab 16:00 trotz aller Tricks ohne Stativ keine vernünftigen Bilder mehr möglich waren.
Also ging ich zurück zum Hotel. Ich war gute sechs Stunden in der Stadt unterwegs und nun schmerzten nicht nur meine Füsse. Auch mein Rücken reklamierte ob der ungewohnt langen Tour.

Morgen soll es hier schneien. Gestern hiess es noch, am Mittwoch wäre das Wetter deutlich besser als heute. Leider weit gefehlt.
Wobei mir Schneefall viel lieber ist als Regen. Ich werde den geplanten Zoobesuch trotzdem machen. Mal schauen, wie das so ist und wie viele Tiere man sehen wird. 😉

Stay tuned.

Das militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden

Dresden 2025: Angekommen

Heute bin ich nach Dresden geflogen.
23 Jahre nach meinem ersten und 9 Jahre nach meinem letzten Besuch bin ich wieder hier. Dieses Mal, um den Jahreswechsel hier zu verbringen.

Die Reise verlief angenehm und reibungslos.
Da ich wieder einmal mit SWISS geflogen bin, konnte ich meinen Koffer vorzeitig, das heisst bereits am Morgen, aufgeben und dann mit leichtem Handgepäck mit Bus und Bahn am Nachmittag entspannt zum Flughafen fahren.

Am Flughafen war einiges los, aber bei der Sicherheitskontrolle und am Gate hatte es viel weniger Leute als erwartet. Hingegen musste ich am Morgen bei der Gepäckaufgabe mehr als eine halbe Stunde anstehen, bevor ich meinen Koffer an der automatischen Gepäckaufgabe loswurde. 🙂

Mein Flug von Zürich nach Dresden war ausgebucht, hauptsächlich mit deutschen Rentern, wie mir schien.
Das Boarding verlief rasch und sehr disziplinert.
Der Flug selbst war kürzer als vorher angezeigt. Nach einer Stunde und 14 Minuten landeten wir in Dresden.
Auch hier lief alles ruhig und rasch. Das Gepäck kam ebenfalls recht schnell auf dem Band (mein Koffer als Erster) und ich hatte sogar noch Zeit, mir einer Wochenkarte für den öV in Dresden zu kaufen, bevor ich die nächste S-Bahn in die Stadt erwischte.
Unter dem Strich checkte ich in weniger als einer Stunde nach der Landung im Hotel ein. 🙂

In Dresden ist es kalt, aber trocken. Es hat aber keinen Schnee hier. Der soll laut Wetterbericht an Sylvester kommen.
Morgen soll es Niederschlag geben. Deshalb habe ich mich entschieden, das Militärhistorische Museum der Bundeswehr zu besuchen.
Am Mittwoch soll das Wetter deutlich besser sein. Dann ist der Zoobesuch eingeplant. Dazwischen natürlich immer wieder ein Stadtrundgang mit der Kamera und je nach Lust und Laune (und Öffnungszeiten) ein Museumsbesuch.

Stay tuned.

Hauptbahnhof Dresden

Flussschifffahrt 2025: Baden-Baden

Nun fahren wir in die letzte Nacht. Unser Schiff wird weiter rheinaufwärts fahren, bis wir im Laufe des Morgens in Basel anlegen werden. Dann ist diese Reise zu Ende und ich werde mit dem Zug via Zürich nach Hause fahren.

Heute haben wir nach dem Mittagessen in Plittersdorf angelegt, um die Teilnehmer des Ausflugs nach Baden-Baden aussteigen zu lassen.
Kaum waren alle Ausflügler von Bord, legte das Schiff sofort wieder ab und fuhr weiter bis Kehl, wo wir am Abend wieder an Bord gehen würden.
Doch zuerst fuhren wir mit einem Bus nach Baden-Baden. Dort hatten wir für einmal keine Führung, sondern hatten drei Stunden Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Die Stadt präsentiert sich als Bäder- und Kurstadt.
Wenn man sich die Schaufensterauslagen und auch die Autos in den Strassen auschaute, kriegte man sehr schnell den Eindruck von „teuer“, „reich“ und „Luxus“. Dazu gehörte natürlich auch das Casino, welches im marmorweissen Kurhaus untergebracht ist.
Baden-Baden hat auch einen sehr schönen, alten Park, der einer der grössten und schönsten in ganz Deutschland sein soll. Alles wirkt sehr gepflegt.
Daneben gibt es auch Museen (unter anderen ein Fabergé-Museum) und ein grosses Theater. In den Strassen, besonders in der Fussgängerzone, gibt es viele Strassencafés und auch gehobene Speiserestaurants. Im PArk und um das Kurhaus herum stehen zur Zeit auch mehrere Bühnen, auf dem verschiedene Veranstaltungen stattfinden.
Besonders fiel mir ein Schaufenster im Haus Goldenes Kreuz auf. Darin standen nämlich ein silbergrauer Aston-Martin DB5 Cabrio (James Bond hatten den gleichen, aber mit Hardtop), sowie eine kleinere Version (ca 60% der Originslgrösse), als quasi ein Aston-Martin für Kinder. Der Kleine war mit EUR 115’000.– angeschrieben, der Grosse hatte kein Preisschild…
In der Evangelischen Stadtkirche, die gleich neben dem Treffpunkt für unseren Bus lag, kam ich noch eine den Genuss des letzten Teiles eines kleinen Orgelkonzerts. Nichts offizielles. Offenbar hatte die Organistin etwas geübt. Die Kirche hatte aber eine tolle Akustik.

Um 17:15 ging’s dann mit dem Bus weiter nach Kehl, wo wir um 18:00 praktisch zeitgleich mit der MS Edelweiss eintrafen. Entsprechen rasch konnten wir alle wieder an Bord und das Schiff legte nach nur ein paar Minuten wieder ab.
Es folgte der Abschieds-Apéro und das letzte Nachtessen an Bord.

Morgen müssen bis 08:00 alle Koffer vor den Kabinen bereitstehen, damit die Crew sie bei der Ankunft in Basel von Bord bringen kann. Wir müssen die Koffer nicht selbst zur Strasse hochschleppen.
Bis 09:00 müssen die Kabinen geräumt sein und die Passagiere können an Deck und im Salon warten, bis wir von Bord gehen können.

Stay tuned.

Kurhaus Baden-Baden

Flussschifffahrt 2025: Koblenz

In der Nacht erreichte unser Schiff Koblenz.

Nach dem Morgenessen ging ich auf eine Stadtführung in dieser Stadt am Deutschen Eck, wo die Mosel in den Rhein mündet.
Leider nahm es unser Führer sehr genau mit der Geschichte der Stadt und verlor sich gelegentlich in Details. Das war zwar nicht minder interessant, aber halt nicht für alle Teilnehmer.
Und da zeigten sich bei gewissen Leute die wahren Charatere. Offenbar zu wenig gebildet und völlig desinteressiert wurde man (resp frau) sehr aggressiv.

In dem Moment fiel meine Entscheidung, dass ich keine weitere solche Reise machen werde.
Mit solchen Leuten, die mich auf aggressivste Weise verbal angriffen, nur weil ich gesagt habe, dass mich diese geschichtlichen und kulturellen Informationen interessierten, will ich kein zweites Mal zusammen reisen müssen.
Ein solches Verhalten von einem Erwachsenen ist unanständig und respektlos. Offenbar haben diese Leute (die alle älter sind als ich) solche Grundwerte von ihren Eltern nicht beigebracht gekriegt. Schade.
Es macht nichts, wenn man nicht alles weiss und man wenig humanistische Bildung hat. Jeder Mensch hat seine Qualitäten, die andere nicht haben. Und das ist auch gut so. Ich habe mich heute Nachmittag bestens während zwei Stunden mit einem pensionierten Geflügelzüchter aus dem Thurgau unterhalten. Wir haben sogar herausgefunden, dass wir gemeinsame Bekannte haben. 🙂
Aber andere anzugreifen, weil sie nicht der gleichen Meinung sind und nicht die gleichen Interessen haben, ist arrogant und dumm zugleich. Und dabei drücke ich mich noch freundlich aus und schreibe nicht, was ich wirklich denke. Das ist im Grunde das Standardverhalten, dass alle Diktatoren dieser Welt und die, die es werden möchten, an den Tag legen. Solche Leute braucht die Welt nicht, egal auf welcher Gesellschaftsstufe.
Wie ich feststellen musste, sind solche Leute leider ein Teil des Publikums auf solchen Reisen.
Das brauche ich nicht mehr.
Auch wenn die Reise sonst sehr angenehm ist, der Service und das Essen an Bord sehr gut ist, und auch die Ausflüge über alles gesehen interessant und informativ sind (also im Ganzen sicher eine schöne Reise, die ihr Geld Wert ist), habe ich keine Lust, noch einmal mit solchen Menschen über längere Zeit auf so kleinem Raum zusammen reisen zu müssen. Es reicht mir schon, dass ich jetzt diese Leute bis Samstag noch täglich mehrfach sehen muss.
Da reise ich viel lieber alleine, werde mit meinen Interessen in Frieden gelassen und kann machen, wozu ich Lust habe, ohne blöd angemacht zu werden.

Nach dem Stadtrundgang fuhren wir hoch zur Festung Ehrenbreitstein.
Zur Festung, die auf einem Felsen hoch über Koblenz liegt, kommt man mit einer Luftseilbahn, die ursprünglich für die Bundesgartenschau 2011 gebaut worden war, und laut UNESCO nach der BUGA hätte abgebaut werden sollen, weil Koblenz und die Festung zum UNESCO Welterbe zählen.
Koblenz erreichte aber ein Zugeständnis von der UNESCO, dass man die Seilbahn nicht abbauen muss, solange jährlich 700’000 Personen damit transportiert werden.
Heute nach 14 Jahren läuft die Seilbahn immer noch und transportiert Leute von der Stadt über den Rhein zur Festung und zurück. Die Seilbahn wird auch von Einheimischen rege benutzt, die eine Jahreskarte haben und gerne ab und zu zur Festung hochfahren.
Von der riesigen Festung, die von den Preussen in 11 Jahren gebaut worden war, hat man auch eine grossartige Aussicht über Rhein, Mosel, das Deutsche Eck und die ganze Stadt.

Am Mittag legten wir wieder ab und fuhren rheinaufwärts weiter.
Dabei passierten wir das Gebiet des Mittelrhein mit seinen Burgen und Schlössern (und der Loreley) dieses Mal bei Tage und „hangelten“ uns von einer Burg zur anderen. Bei der Hinfahrt war es Nacht gewesen. Da hatten wir nichts gesehen. Ich habe unzählige Burgen und Schlösser fotogrfiert. Die Auswahl dieser Bilder wird einen Moment dauern…

Morgen Mittag werden wir in Plittersdorf kurz anlegen, damit die Gäste, die auf den Ausflug nach Baden-Baden gehen wollen, aussteigen können.
Das Schiff wird danach sofort weiterfahren, um gegen Abend die Ausflügler aus Baden-Baden in Kehl wieder an Bord zu nehmen.

Stay tuned.

Das Deutsche Eck in Koblenz

Flussschifffahrt 2025: Bernkastel-Kues

Heute beim Aufstehen lagen wir bereits in Bernkastel-Kues.

Nach dem Morgenessen standen zwei Ausflüge zur Wahl: ein geführter Stadtrundgang oder eine Panoramafahrt mit dem Bus inkl Weinverkostung bei einem lokalen Winzer.
Ich hatte mich für den Stadtrundgang entschieden, weil es zum Einen praktisch unmöglich ist, aus einem fahrenden Car gute Bilder zu schiessen, und zum Anderen, weil ich bekanntermassen Wein nicht mag. Diese Fahrt hätte mir nicht viel geboten.
Stattdessen erfuhr ich sehr viel über das Städtchen an der Mosel und konnte in aller Ruhe die schönen Fachwerkhäuser und engen Gässchen fotografieren.

Bernkastel-Kues hat nicht ganz 8’000 Einwohner. Es besteht aus zwei Stadtteilen (Bernkastel & Kues), welche an den gegenüberliegenden Ufern der Mosel liegen und am 1. April 1905 zwangsweise zu einer Gemeinde zusammengeführt wurden.
Die Stadt lebt vom Weinbau und vom Tourismus.
Letztes Jahr verzeichnete man 800’000 Logiernächte und gegen 2’000’000 Tagestouristen. Auch in Cochem wurde uns die zweite Zahl genannt.
Bernkastel zeichnet sich durch alte Fachwerkhäuser und enge Gässchen aus. Und gefühlt an jeder Ecke gibt es ein Weinlokal. Es steckt auch in dieser Stadt sehr viel Geschichte, die bis zu den Römern zurückreicht. Und wie alle Orte an der Mosel sind die Hochwasser ein Thema. Allerdings spührt man eine gewisse Gelassenheit, weil es kaum mehr vorkommt, dass die Stadt und ihre Bewohner von einem Hochwasser überrascht werden, und sich in der Regel im Eintretensfall gut vorbereiten können. Dabei helfen nicht zuletzt Apps, die ziemliche genau Angaben zu Zeit und Pegelhöhe machen.
Insofern war die Führung sehr informativ und unsere Stadtführerin hat uns ihre Heimatstadt gut näher gebracht.

Allerdings findet in der Stadt ab morgen ein Weinfest statt.
In der Stadt wurden heute überall Marktstände und Bühnen aufgebaut und die Winzer und Handwerker, die damit beschäftigt sind, verdecken mit ihren Bauten nicht nur einen schönen Teil der Häuser, so dass Fotografieren mühsam bis unmöglich wird. Sie fuhren mit ihren Last- und Lieferwagen in die engen Gassen der Altstadt und kamen so in einen ständigen Konflikt mit den Touristen (von denen es sehr viele hatte), die sich in einer Fussgängerzone wähnten. Heute Morgen entstand so ein riesiges Verkehrschaos in der Altstadt.
Zum Weinfest, das das vier Tage dauert, erwartet man bis zu 300’000 Besucher.

Die zweite Beobachtung, die ich machte, betrifft die Touristen, die allein oder in Gruppen durch die Gässchen streiften:
Abgesehen davon, dass es so viele waren, dass man an engen Stellen kaum aneinander vorbei kam, habe ich in den zwei Stunden, in denen ich in der Altstadt war, keinen einzigen Touristen gesehen, der unter 60 Jahre alt war und keine graue Haare hatte. Mich und meine Mittouristen von der MS Edelweiss eingerechnt. 😉
Offenbar sind Orte wie Bernkastel-Kues ein beliebtes Ferienziel für ältere Menschen. Die kommen mit dem Auto, als Fahrradtouristen mit dem eBike, mit der Bahn (einige wenige) oder eben, so wie ich, mit dem Flussschiff.

Am Mittag legten wir wieder ab und begann unsere Fahrt die Mosel hinunter nach Koblenz, wo die Mosel in den Rhein mündet.
Koblenz werden wir im Lauf der Nacht erreichen und dort bleiben. Und morgen früh werden wir die Gelegenheit haben, Koblenz und die Festung Ehrenbreitstein zu besichtigen.

Stay tuned.

Bernkastel

Flussschifffahrt 2025: Trier

In der Nacht fuhren wir von der Saar zurück auf die Mosel und auf der Mosel dann flussabwärts bis nach Schweich, welches ca 30 Autominuten vom Stadtzentrum von Trier entfernt liegt.
Dort legten wir in den frühen Morgenstunden an.

Heute stand der Ausflug in die alte Stadt Trier auf dem Program.
Mit dem Car fuhren wir nach Trier und machten dort erst einmal eine kleine Stadtrundfahrt bis zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man nicht nur die ganze Stadt, sondern das ganze Moseltal überblicken konnte.
Trier ist eine grosse Stadt mit über 100’000 Einwohnern, hat aber einen sehr gut erhaltenen historischen Kern, in dem es neben mittelalterlichen Bauten viele grosse Anlagen gibt, die von den Römern errichtet worden waren. Übrigens waren es auch die Römer, die den Wein und den Rebbau ins Moseltal brachten.
So gibt es in Trier zum Beispiel ein Amphitheater, Ruinen der Thermen und die Porta nigra, das gewaltige Stadttor, das zum Wahrzeichen von Trier geworden ist.
Diese römischen Bauten fallen einem auf, wenn man durch die Stadt fährt.
Viele mittelalterliche Bauten wurden auf den Grundmauern aus römischer Zeit errichtet. Diese Bauten wuchsen und veränderten sich im Laufe des Mittelalters und der Renaissance, je nach den Machtverhältnissen, die in der Stadt gerade herrschten. So kann man zum Beispiel im Innern des Doms, der im Grunde im romanischen Stil gebaut ist, auch Verzeirungen aus der Gotik und späterer Epochen finden. Auch der Streit des Kurfürsten und Erzbischofs mit dem deutschen Kaiser um die Vorherrschaft in der Stadt spiegelt sich in den Bauten wieder.
Im 2. Weltkrieg wurde während der Ardennenschlacht einiges beschädigt, weil Trier der Nachschubpunkt für die deutsche Wehrmacht war, die in den Ardennen die Aliierten angriff. Anfang 1945 bombardierten die Aliierten deshalb Trier. Die Stadt war zwar evakuiert worden, und es kamen keine Menschen zu Schaden, dafür ging aber auch einiges an historischen Gebäuden zu Bruch.
Nach dem Krieg gehörte das Saarland zur französischen Zone und in Trier waren zeitweise mehr französische Soldaten stationiert als in Paris. Die Franzosen reparierten in den folgenden vier Jahren einiges , das bei der Bombardierung kaputt gegangen war.

Wir hatten eine stündige Führung mit einer sehr kompetenten Damen aus Trier. Sie hatte viel zu erzählen und wusste neben geschichtlichen Fakten auch viele Anektoten und Geschichten.
Ausgehend von der Porta nigra gingen wir durch die Altstadt über den Marktplatz bis zum Dom, den wir im Anschluss an die Führung selbständig besuchen konnten.

Die Führung begann aber mit etwas, womit ich nie gerechnet hatte. Hinter der Porta nigra steht eine überlebensgrosse Metallstatue von Karl Marx.
Da erfuhren wir, dass Karl Marx nicht nur hier in Trier geboren wurde und auch hier aufwuchs, sondern dass seine Familie Juden waren, die den Nachnahmen Marx angenommen hatten, damit der Vater im Staatsdienst der Preussen, die damals in Trier das sagen hatten, arbeiten durfte. Juden war das verboten.
In der Altstadt steht heute noch das kleine Haus, welches die Familie Marx gekauft hatte und in dem Karl Marx aufwuchs. Darauf wird mit einer kleinen Tafel an der Hauswand hingewiesen.
Nach zweieinhalb Stunden fuhr der Bus wieder zurück nach Schweich, wo wir auf dem Schiff zum Mittagessen erwartet wurden.

Am Nachmittag hätte man noch einmal nach Trier fahren können und hätte dort zwei Stunden zur Verfügung gehabt, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden oder shoppen zu gehen. Darauf habe ich verzichtet. Ich zog es vor, es mir im Salon gemütlich zu machen und bei einem Kaffee die ersten Bilder dieses Tages zu bearbeiten, sowie ein bisschen zu lesen.

Während des Abendessens legte das Schiff ab, und nun sind wir unterwegs nach Bernkastel-Kues, wo morgen wieder Ausflüge und eine Führung auf dem Programm stehen werden.

Stay tuned.

Porta nigra, das Wahrzeichen von Trier

Flussschifffahrt 2025: Baumwipfelpfad

Als ich heute Morgen aufgewacht bin, hatte das Schiff bereits in Mettlach angelegt.

In Mettlach befindet sich die Firma Villeroy & Boch, die für ihre Keramik (Geschirr, Fliesen, Badezimmer, etc) bekannt ist. Der Firmensitz befindet sich direkt an der Saar, gleich bei der Schifflände.
Ich habe auf einen Besuch in der „Erlebniswelt“ von Villeroy & Boch verzichtet, und bin lieber auf eigene Faust los, um das Städtchen Mettlach mit der Kamera zu erkunden.
Nach ca einer Stunde musste ich zurück aufs Schiff, weil es begonnen hatte, zu regnen. Der Regen störte mich lange nicht. Aber er wurde immer stärker und irgendwann war ich wirklich nass. 😉
Dann brauchte ich trockene Kleider und einen Kaffee.

Am Mittag fuhren wir dann einige Kilometer flussaufwärts weiter bis nach Merzig. Dort stiegen wir in Cars um und fuhren nach Orscholz.
In Orscholz steht der Baumwipfelpfad Saarschlaufe.
Das ist ein breiter Holzsteg, der auf Baumwipfelhöhe durch den Wald zur Klippe (lokal Cloef genannt) führt.
Man geht ca 500 Meter durch den Wald. Aber halt nicht nicht am Boden, sondern auf Baumwipfelhöhe. Am Ende des Pfades steht eine 42 Meter hoher Turm aus Stahl und Holz, von der man einen wunderbaren Ausblick auf die Saarschleife hat.
Alles ist so gebaut, dass man bequem dem Pfad entlang und dann auch auf den Turm gehen kann, ohne sich anzustrengen. Alles ist rollstuhlgängig und die stärkste Steigung beträgt 6%. Wir hatten viele betagte Leute und Leute mit Gehstöcken und sogar Krücken, die es problemlos bis nach oben schafften.
Die Aussicht war schlicht genial. Direkt unterhalb der Klippe (Cloef) lag die Schlaufe, in der die Saar eine 180 Grad Kruve macht. Aber man sah über das ganze Saarland: Wälder und Hügel, soweit das Auge reichte.
Dass der Regen kurz vor unserer Ankunft in Merzig aufgehört hatte, und oben in Orscholz später sogar die Sonne durch die Wolken drang, machte die Aussicht noch besser. Es hatte sich wirklich gelohnt, auf den Turm hinauf zu gehen.
Vor Ort habe ich gelernt, dass es noch andere solche Baumwipfelpfade gibt, unter anderem am Necker, aber auch in Tschechien und anderen Ländern.

Nachdem wir um 17:00 wieder auf dem Schiff waren, drehte dieses und begann die Fahrt die Saar hinunter zurück auf die Mosel.
Ein 110 Meter langes Schiff kann übrigens nicht überall einfach umkehren. Die Saar und die Mosel sind auf lange Strecken schmale Flüsse. Es gibt sogar einige Stellen, an denen zwei grosse Schiff nicht mehr kreuzen können.
So musste der Kapitän unser Schiff zuerst bis zu nächsten Schleuse bringen, hinter der es eine Stelle gibt, die breit genug ist, dass ein solches Schiff wenden kann. Also hiess es erst durch die Schleuse flussaufwärts fahren, dann drehen, und dann zurück durch die Schleuse flussabwärts.

Während der Nacht werden wir nun die Saar und dann die Mosel hinunter bis hinter Trier fahren, wo wir am Morgen in Schweich anlegen werden.
Von dort wird’s dann auf den Ausflug nach Trier gehen.

Stay tuned.

Der 42m hohe Turm am Ende des Baumwipfelpfades