
Das Wichtigste zuerst:
Das Wetter hat gehalten.
Heute war der Himmel zwar den ganzen Tag bedeckt, aber es war fast windstill und der Regen kam erst am späteren Nachmittag. 🙂
Dadurch war das Meer sehr ruhig und hatte kaum Wellen. Es war auch nicht besonders kalt.
Beste Voraussetzungen also, um um 10:00 auf die geplante Whale watching Tour zu starten.
Man darf dabei nicht unterschätzen, dass eine solche Tour drei Stunden dauert und das Schiff keine Kajüte hat, in die man sich zurückziehen könnte, wenn es einen zu fest friert. Man ist die ganze Dauer an der frischen Luft, ohne Schutz gegen das Wetter.
Aber das war heute kein Problem. Ausserdem verteilten die auf dem Schiff warme Overalls, die ausser an Händen und Kopf einen guten Wetter- und Kälteschutz boten (Handschuhe und eine warme Mütze musste man schon selbst mitbringen). Mir war das im Grunde zu warm (ich trug 6 Schichten), aber unser Guide (eine junge Französin) behauptete, dass es draussen sehr kalt sei. Naja…
Also zog auch ich den Overall auch an, wie alle anderen. Nach der Tour waren meine Hosen feucht vom schwitzen…
Es gab aber Leute an Bord, denen selbst der Overall zu wenig warm war. Da dieses Leute alle Spanisch sprachen, nehme ich an, es war ein Südländer-Problem. Die sind ein bisschen frische Luft einfach nicht gewöhnt. 😉
Die Tour hatte sich gelohnt. Wir haben mehrere Buckelwale (engl Humpback) gesehen.
Dass der Kapitän unser Schiff immer etwas auf Distanz zu den Tieren hielt, war zwar für das Fotografieren ärgerlich, aber wohl das Beste für das Tier. Es waren auch andere Boote in der Bucht, die regelrecht Jagd auf die Wale machten. Das gefiel mir gar nicht.
Unser Schiff drehte auch immer nach einer bestimmten Zeit ab, und liess die Tiere wieder in Ruhe.
In der zweiten Stunde trafen wir dann auf eine grosse Gruppe von Streifendelfinen. Diese Tiere haben Spass daran, mit Schiffen zu schwimmen. Da ist es kein Problem, wenn man näher an sie heranfährt. Die Gruppe war mehr als eine halbe Stunde um uns herum, bis wir dann wieder Richtung Hafen zurückkehren mussten.
Nach der Rückkehr in den Hafen fuhr ich zu den Geosea Geothermal Sea Baths, um im heissen Wasser zu entspannen.
Geosea ist ein relativ neues Thermalbad in Húsavík mit drei Becken; alle draussen. Das Wasser ist um die 38 Grad Celsius warm. Zwei der Becken haben eine grandiose Aussicht über die Skjálfandi Bucht. Das dritte Becken hat eine Bar, an der Drinks bestellt werden können, die man dann im heissen Wasser geniessen kann.
Die Organisation, die Technik, die Grösse und das ganze Drumherum sind ähnlich wie bei den Vök Baths in der Nähe von Egilsstaðir im Osten Islands, wo ich morgen baden gehen will. Allerding liegen die Vök Bäder an einem See, respektive zwei der Becken mit dem heissen Wasser schwimmen in dem See. Aber eine Bar gibt es dort auch und im Innern ähneln sich die beide Bäder sehr. Vermutlich wurden sie von der gleichen Firma gebaut.
Den Rest des Tages verbrachte ich mit chillen bei Kaffee & Kuchen. Das Baden, aber auch die präventiv genommene Anti-Seekrank-Pille machten ganz schön müde. Eine längere Autofahrt wäre heute nicht mehr möglich gewesen. Und da am Nachmittag der Regen einsetzte, verpasste ich dadurch auch nichts. 😉
Hier scheint es im Moment von Schweizern nur so zu wimmeln. Heute habe ich in Húsavík und hier beim mir im Gästehause mindestens 5 junge Paare aus der Schweiz getroffen, die zu ersten Mal in Island sind, und das Basispaket absolvieren: in acht oder zehn Tage einmal rund um die Insel…
