Island 2023: Ein sonniger Tag an der Südküste

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Island hat sich heute ‚mal wieder von der besten Seite gezeigt. Und gleichzeitig auch demonstriert, wie schnell sich das isländische Wetter ändern kann. 😉

Am Morgen, als ich in Vík losfuhr, war der Himmel noch bedeckt und es wehte ein moderater Wind. Der Wind blieb den ganzen Tag über, aber die Wolken verzogen sich bald einmal und nach nur 10 Minuten Fahrt entschloss ich mich, wegen des schönen Wetters von meiner Route abzuweichen und zum schwarzen Strand von Reynisfjara zu fahren. Der Sand dort ist nicht weiss (oder bräunlich), er ist schwarz.
Vor Ort musste ich feststellen, dass seit letztem Jahr ein Bezahlsystem fürs Parkieren eingerichtet worden war. Man kassiert also jetzt auch dort. Der Gerechtigkeit halber muss ich aber auch sagen, dass die Qualität von Strasse und Parkplatz um einiges besser geworden ist. Das muss auch erst einmal gemacht und bezahlt werden.
Die gefährlichen Sneaker-Waves kamen heute nicht so weit ins Land hinein, dass ein Unfall zu befürchten war, und jemand ins Meer gezogen würde. Obwohl es auch heute LEute gab, die ausprobieren mussten, wie weit sie ans Wasser gehen konnten, ohne nasse Füsse zu kriegen.
In den letzten zwei Jahren sind hier drei Touristen von den Wellen erfasst worden und ertrunken, weil sie die Warnsignale ignoriert hatten.
Diese Warnsignale (aktuell war Gefahrenstuf gelb [2 von 3] aktiv) wurden auch heute fleissig ignoriert, besonders von meinen Lieblingstouristen aus Fernost. Aber leider erfüllte sich meine Hoffnung nicht, dass eine oder einer dieser rücksichtslosen Genies nasse Füsse kriegen oder vielleicht sogar ein Bad im Meer nehmen würde. Eigentlich schade, denn nur so lernen die Leute…

Von Reynisfjara kam ich nur gerade 20 Minuten Fahrt weiter, denn auch wegen des guten Wetters fuhr ich nach sechs Jahren wieder einmal zum Leuchtturm von Dyrhólaey hoch.
Der Leuchtturm liegt auf einem kleinen Berg, von dem man bei schönem Wetter eine phantastische Aussicht über die Südküste hat.
Ausserden ist Dyrhólaey der südlichste Punkt der isländischen Hauptinsel.
Vor sechs Jahren führte eine mit Schläglöchern gespickte Naturstrasse zum Leuchtturm hoch. Man kam nur mit 4×4 Pw hinauf.
Das ist heute leider anders. Inzwischen wurde eine zweispurige Strasse gebaut und oben befindet sich ein geteerter Parkplatz. Nun kommt leider jeder Idiot mit dem kleinsten Fahrzeug dort hinauf und auch für Camper und Kleinbusse ist es kein Problem mehr. Eigentlich schade. 😦

Von Dyrhólaey ging es dann auf der Ringstrasse weiter Richtung Westen. Ich liess mehrere Sehenswürdigkeiten aus, denn die Strecke ist derart mit interessanten Orten gespickt, dass ich wohl jetzt noch dort wäre, wenn ich überall Halt gemacht hätte.

Aber ich besuchte den Skogafoss und den Seljalandsfoss, die beide wohl grössten Touristenmagneten an der Südküste. Beide dieser Wasserfälle haben eine Fallhöhe von gut 60 Metern.
Beim Skogafoss kann man auf einer Treppe zum Scheitelpunkt hoch gehen, und hat von dort eine sensationelle Aussicht entlang der Südküste bis weit nach Osten.
Beim Seljalandsfoss kann man hinter dem Wasserfall hindurchgehen. Ich empfehle aber jedem, der das machen will, wasserdichte Kleider anzuziehen. Die Winde verwandeln diese Wasserfälle auch in gewaltige Duschen, und wenn man zu nahe kommt, wird braucht man anschliessend ein grosses Handtuch. Auf jeden Fall sahen heute die Leute, welche hinter dem Wasserfall durchgingen, aus wie begossene Pudel. 😉
Beide Wasserfälle wurden von der Mittagssonne heute wunderbar ausgeleuchtet, und so entstanden in der vom Wind weitherum verteilten Gischt Regenbogen.

Morgen ist der letzte Tag meiner diesjährigen Islandreise. Am Abend werde ich am Flughafen Keflavík das Mietauto zurückgeben und im Flughafenhotel Aurora Star einchecken. Mein Flug am Freitag zurück nach Zürich geht um 07:20

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Die isländische Südküste

Stay tuned.

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