Island 2025: Weiter geht’s in den Norden

Island_flagHeute bin tatsächlich im Schnee gestanden. 😉

In der Nacht hat’s im Osten offenbar geregnet. Als ich heute morgen aufgestanden bin, war immer noch alles nass. Aber der Himmel war bloss noch bewölkt. Wasser kam keines mehr runter. Normales, isländisches Durchschnittswetter also. 😉

Meine Fahrt nach Laugar westlich des Mývatn verlief problemlos. Die Strasse war trocken.
Unterwegs fiel mir auf, dass realtiv viele Autos und Wohnmobile mit europäischen Kennzeichen unterwegs waren.
Eine solche Häufung ist ungewöhnlich, da Island ja eine Insel ist, die man nur mit dem Flugzeug oder der Fähre erreicht. Deshalb mieten die meisten Touristen so wie ich am Flughafen ein Auto, das notabene ein isländisches Kennzeichen hat.
Da fiel mir ein, dass mir mal jemand gesagt hat, dass immer am Donnerstag die Fähre aus Dänemark in Seyðisfjörður anlegt. Das ist offenbar heute morgen der Fall gewesen, und ein Rudel an neuen Touristen, die mit ihren eigenen Autos gekommen sind, ist auf die isländischen Strassen losgelassen worden: Deutsche, Österreicher, Dänen, Franzosen und Spanier habe ich auf der Strasse vor mir gehabt.

Wenn man aus Egilsstaðir in Richtung Nordwesten fährt, kommt man zwangsläufig in etwas höher gelegene Gefilde. Und dort lag heute noch etwas Schnee neben der Strasse. Es war zwar realtiv warm mit 12 Grad Celsius im Windschatten, aber der Wind sorgte dafür, dass der Schnee schön kühl blieb. 😉

Mit fortlaufender Fahrt änderte sich auch das Wetter. Die Sonne drang durch die Wolken und es war relativ warm (wenn man denn im Windschatten stand…).

Wie schnell das ändern konnte, erlebte ich auf dem Lavafeld der Krafla.
Als ich vom Parkplatz losging, schien die Sonne und es wehte ein anständiger Wind.
Zweiteres war wichtig, denn ich war bereits im Einzugsgebiet des Mývatn, dem „Mückensee“.
Dort wimmelt es im Sommer von kleinen Fliegen (Mücken im eigentlichen Sinne gibt es in Island nicht), die gerne in jede Körperöffnung kriechen. Angeblich sollen im Sommer dunkle Wolken von Fliegen über dem See schweben, und man kann sich nur mit Mückennetz draussen aufhalten.
Bei starkem Wind hat man Ruhe von den Viechern. So gelangte ich unbehelligt über das relativ junge (20 Jahre) Lavafeld zu einer heissen Quelle, wo ich ein paar Bilder schoss. Bei der Gelegenheit ging ich auch über ein paar Schneefelder.
Beim Rückmarsch war da plötzlich kein Wind mehr, und ich hatte einen Fliegenschwarm um mich herum, einige der Biester sogar im Mund und in den Ohren. Zum Glück trug ich trotz der Wolken eine Sonnenbrille. Diese schützte wenistens meine Augen; zuerst vor dem Wind und nun vor den Fliegen.
Gleichzeitig begann es zu regnen. Der Regen war nicht stark, und ohne die Fliegen hätte mich dieser Wetterumschwung kaum gestört.

So ging das die ganze Zeit und bei jedem Halt rund um den Mývatn. Je näher ich zum See kam, desto eher zog ich mir ein Mückennetz über den Kopf.
Als ich dann weiterfuhr nach Laugar (keine 15 Minuten Fahrt), hörte dort der Regen auf, und während ich das hier um halb zehn Uhr abends schreibe, scheint draussen die Sonne. 🙂

Morgen fahre ich weiter durch den Norden nach Westisland.

Stay tuned.

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