Turin 2024: Ein langer, aber interessanter Tag in Turin

Flagge_ItalienHeute Morgen war der Regen hier in Turin weg, und die Sonne drückte stellenweise durch die Wolken. Danke eines leichten Windes änderte sich dies zwar immer wieder ein wenig, aber heute konnte man die Sonnenbrille wirklich gebrauchen. 🙂
Am frappantesten war allerdings der Temperaturanstieg von 10 Grad gesten auf gute 20 Grad heute.
Am Abend begann es zwar während dem Abendessen wieder zu regnen, aber zum Einen war das kaum der Rede wert und zum anderen fielen die Temperaturen kaum.
Auf jeden Fall habe ich bis halb acht draussen gegessen. 🙂

Wie geplant bin ich also heute auf den Markt auf der Piazza della Repubblica gegangen.
Dieser Markt ist riesig und es wimmelt nur dort so von Leuten. Mir ist aufgefallen, dass die Fleisch-, Fisch-, Früchte- und Gemüseverkäufer zu einem grossen Teil Italiener/innen waren, während bei den Kleider-, Haushaltwaren-, „Schmuck“- und Ramschständen vorwiegend Arabisch gesprochen und geschriehen wurde.
Und ich habe ein beträchtliche Anzahl Bettler und Ramschverkäufer mit sehr dunkler Hautfarbe gesehen. Die Bettler auf dem Markt erschienen mir zudem äusserst aggressiv und hardnäckig. Ich war innerlich mehr als einmal kurz davor, einem solchen Bettler physisch deutlich zu machen, dass er mich in Ruhe lassen soll.
Mir hat es dort sehr gefallen: Sehr viele Eindrücke, sehr viele Fotomotive, sehr viele Beobachtungen. ICh hätte den ganzen Tag dort verbringen können.
Und wenn ich hier wohnen würde, würde ich wohl öfters hier einkaufen. Die Waren, besonders die Früchte und das Gemüse machten mir einen sehr guten, frischen Eindruck.

Danach bin ich ins Museo Egizio.
Das Ticket hatte ich vor vier Tagen online gekauft.
Vor dem Museum gab es keine Schlange, denn heute Montag hatte es deutlich weniger Leute in der Stadt als am Wochenende. Soweit schon mal gut.
Aber trotzdem war das Museum gut gefüllt. Und die vielen Gruppen, die mit einem Führer durch die Gänge und Säle gingen, machten es auch nicht immer einfach, die Objekte genauer zu betrachtten.

Eine beeindruckende Sammlung, das ist sicher. Und ich bin mir auch sicher, dass ihr Beitrag zur Erforschung des alten Ägyptens sehr gross ist. Immerhin wurde Italien von Ägypten nach der Rettung von Abu Simbel für sein Mitwirken und seine Unterstützung mit einem kompletten Tempel beschenkt!
Dieser wurde im Museo Egizio wieder aufgebaut.
Trotzdem wurde ich das Gefühl nicht los, dass auch diese Sammlung das Ergebnis von grossangelegten, als archäologische Forschung getarnten Grabplünderungen ist: die Engländer, die Deutschen, die Franzosen und offenbar auch die Italiener bedienten sich in Ägypten, wie sie wollten. Und die kaum existente und verarmte ägyptische Regierung machte damit ein gutes Geschäft…

Heute Abend konnte ich dann doch noch einige Nachtbilder schiessen.
Da der Nieselregen nach dem Abendessen praktisch aufgehört hatte, bin ich noch für zweieinhalb Stunden mit der Kamera in die Stadt gegangen: Piazza Castello und Piazza San Carlo sowie die Via Roma.
Da ich jedes Bild mit der sogenannten Bracketing-Methode, also als Belichtungsreihe aufnahm, sind so über 600 Rohbilder zusammengekommen. Effektiv wird das Ergebnis zahlenmässig überschaubar sein. Viele dieser Bilder sind ausserdem Testaufnahmen, die ich später sowieso löschen werde.

Morgen geht’s schon wieder nach Hause.
Turin ist eine tolle Stadt, die viel zu bieten hat. Vier volle Tage und fünf Nächte reichen bei Weitem nicht, um alles zu sehen und kennenzulernen. Dafür braucht es wohl regelmässige Besuche über Jahre.
Ich nehme mal an, ich bin nicht das letzte Mal hier gewesen… 😉

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Stay tuned!

Turin 2024: Ein sehr regnerischer Tag in Turin

Flagge_ItalienHeute bin ich erst am Mittag losgezogen. 🙂

Es hatte den ganzen Morgen stark geregnet. So stark, dass ich trotz Regenjacke und Mütze nass geworden wäre, wenn ich nicht in den Arkanden (die ich ja schon kenne) geblieben wäre.
Also habe ich es mir im Hotelzimmer gemütlich gemacht, im Internet mögliche Ziele fürmorgen herausgesucht und ein paar Bilder bearbeitet.

Gegen Mittag liess der Regen nach und ging in den bereits bekannten Nieselregen über.

Also ging ich los zur Piazza Solferino.
Zum Einen, weil mich die Gegend dort interessierte. Und zum Anderen, um im Ristorante Solferino, welches an dieser Piazza liegt, einen Tisch für’s Abendessen zu reservieren.
Heute wollte ich wieder einmal pietmontesische Küche gönnen. Aber ohne Reservation geht am Abend hier in der guten Restaurants gar nichts.
Die Reservation hatte sich allerdings gelohnt. Die Küche im Ristorante Solferino ist hervorragend. Ich habe dort gleich noch einmal für morgen Abend reserviert, denn das Rindsfilet war ein Gedicht. Und zu einem Preis von bloss €26.–. Das will ich noch einmal.
Aber auch die anderen Gänge, vom Anitpasto bis zum Dolce waren super. 🙂

Auf dem Rückweg zum Hotel kam ich wieder an der Galeria d’Italia vorbei, in der ich vor zwei Tagen die Ausstellung der Fotografin Cristina Mittermeier besuchte.
Dieses Mal standen da zwei Manschafts- und mehrere Personenwagen der Carabinieri, sowie vier Streifenwagen der Polizei. Insgesamt standen mehr als 20 Beamte in und um die Galerie herum. Ich weiss nicht, was los war. Vielleicht ein hoher Besuch in der Galerie, der geschützt werden musste?
Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mit Lesen und Internet bei einer sehr grossen Tasse Caffe Latte im Starbucks.

Morgen soll das Wetter besser werden. Falls dem so ist, will ich noch einmal eine etwas grössere Tour machen. Ausserdem habe ich um 13:00 einen Termin. Dann ist nämlich mein Zeitfenster, um ins Museo Egizio, dem ägyptischen Museum zu gelangen. Das Ticket habe ich online gekauft. Bei diesem Museum ist das ein Muss. Der Ticketschalter öffnet erst im Juni. Ohne Onlineticket kommt man gar nicht erst hinein.

Mal schauen, was sonst noch geht.

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Stay tuned!

Turin 2024: An den Ufern des Po

Flagge_ItalienHeute bin ich zum Po gegangen. 😉

Nach dem Frühstück bin ich zuerst in den Bahnhof Porta Nuova, um dort ein paar Bilder zu schiessen. por ist nach Roma Termini und Milano Centrale der drittgrösste Bahnhof Italiens. Den wollte ich mir einfach mal anschauen.

Das Wetter war wie gestern: um die 10 Grad und regnerisch. Aber wie gestern war der Regen nicht stark, eher wie ein leichtes Nieseln. Also habe ich keinen Regenschutz gebraucht. Meine Softshell-Jacke hält das ab.

Vom Bahnhof bin ich dann durch die Quartiere bis zum Ufer des Po spaziert.
Eigentlich wollte ich dort in einen Park und zum Castello del Valentino.
Aber als ich dann bei der Ponte Umberto I stand, habe ich mich umentschieden. Anstatt flussaufwärts zum Schloss ging ich am Poufer entlang flussabwärts bis zur Ponte Vittorio Emanuele I.
Auf der anderen Seite der Brücke habe ich noch die Chiesa della Gran Madre di Dio besucht, eine Kirche, die mich mit ihrer Kuppel von aussen an das Panteão Nacional (Igreja de Santa Engrácia) in Lissabon erinnerte. Letzteres ist allerding deutlich grösser.
Um in der Fussgängerzone hinter der Kirche habe ich mir dann ein echtes, hausgemachtes, italienisches Gelato genehmigt. 🙂

Von allem, was ich bis jetzt hier in Turin gesehen habe, hat mir das Poufer (Murazzi del Po Gipo Farassino) am Besten gefallen. Da der Po unterhalb der Ponte Vittorio Emanuele I etwas gestaut wird und auch sonst kein grosses Gefälle hat, ist er zwischen den beiden Brücken ziemlich ruhig.
Und die Touristenströme, die sonst überall anzutreffen sind, fehlten hier fast ganz. Hier spazierten nur einige Familien, während die Massen oben auf der Ponte Vittorio Emanuele I Richtung Kirche strömten.
Aber vielleicht war es um 12:00 einfach noch zu früh. 😉

Von der Ponte Vittorio Emanuele I ging’s dann über die Piazza Vittorio Veneto Richtung Piazza San Carlo und von dort zurück zu Hotel.
Je näher ich der Piazza San Carlo kam, desto grösser wurden wieder Touristenmassen wieder. Und die standen Schlange vor den Museen.
Doch vorher musste ich noch einen Umweg machen, denn die Piazza Carlo Emanuele I war von Polizia Municipale und Carabinieri weiträumig abgesperrt worden. Wieso das so war, habe ich nicht herausgefunden.

Heute war ich über fünf Stunden zu Fuss in der Stadt unterwegs. Gestern waren es um die vier Stunden. Ich bin in Städten immer zu Fuss unterwegs, wenn ich das erste Mal dort bin. So habe ich die Gelegenheit, etwas zu fotografieren, das ich spontan sehe. Ich habe dabei Zeit und muss nicht auf einen Fahrplan achten. Ausserdem fotografiert es sich aus einem Sightseeing-Bus oder einer Strassenbahn ziemlich schlecht.
Entsprechend schmerzen jetzt meine Füsse und eines meiner Fussgelenke, und auch der Rücken hat sich heute zwischendurch gemeldet. Aber das ist egal. Denn ich habe viel gesehen und dabei über 400 Rohbilder geschossen. 😉

Und wenn ich schon bei den Statistiken bin:
Ich habe mir die Mühe gemacht, meine gestrige und heutige Tour auszumessen.
Gestern bin ich gute 4 Kilometer gelaufen (ohne die Strecken in der Galeria d’Italia und in den Nebenarkaden…) und heute waren es über 7.5 Kilometer.
Morgen und am Montag werden es je wohl auch noch ein paar Kilometer werden, allerdings in eine andere Richtung als heute. 😉

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Ponte Umberto I

Stay tuned!

Turin 2024: Erste Tour durch das Stadtzentrum

Flagge_ItalienHeute habe ich die erste Tour durch das Stadtzentrum von Turin unternommen, notabene mit meiner Kamera.

Ich habe, wie in den Ferien üblich, ausgeschlafen, spät gemütlich gefrühstückt, und bin dann gegen 9 Uhr 30 losgezogen.
Das Wetter war nicht zu schlecht: gegen 12 bis 14 Gad und regnerisch.
Wobei Letzteres keine grosse Rolle spielte, da der Regen nicht stark war, und es in Turin wie in Bern entlang der wichtigsten Strassen Arkaden gibt.
Und die Temperatur war wie immer eine Ansichtssache: Während ich mit T-Shirt und einer Softshell-Jacke gut angezogen war, liefen viele Touristen und Einheimische dick eingepackt herum, als wäre es tiefster Winter; einige sogar mit Schal, Wollmütze und dicken Handschuhe…

Wie gestern Abend bin ich entlang der Shoppingmeile Via Roma zuerst zur Piazza San Carlo gegangen. Von dort bin ich weiter zur Piazza Castello. Dabei bin ich immer wieder in eine Seitengasse oder eine Arkade abgebogen oder eine der vielen barocken Kirchen angeschaut.
Die Luxusläden in der Via Roma öffnen erst um 10:00.
Trotzdem standen vor einigen der Läden schon 15 Minuten vorher einige Leute und warteten auf Einlass. Offenbar brannte das Geld Löcher in die Taschen… 😉

Die Arkaden und das schlechte Wetter lockten natürlich nicht nur Touristen an, sondern auch Gaukler, Strassenkünstler und Bettler (einige davon waren ziemlich agressiv).
Ich habe noch in keiner Stadt in so kurzer Zeit so viele verschiedene „Leute auf der Strasse“ fotografieren können. Nach Auswahl und Bearbeiteung sind alleine heute 18 solche s/w Bilder entstanden.
Die werde ich später noch auf meine Homepage hochladen.

Heute war kein Tag für Museumsbesuche. Zwar hätte das Wetter dazu eingeladen, aber auf die Idee waren auch andere gekommen: Die Schlange vor dem Palazzo Reale war über hundert Meter lang, und vor dem Palazzo Madama waren es immer noch gut 20 Meter Schlange.
Blöd ist auch, dass der Palazzo Madama zur Zeit renoviert wird und deshalb die Front komplett eingerüstet ist. Das gibt keine guten Bilder. 😉
Aber das ist mir mehrfach schon mit dem Big Ben und dem Parlament in London passiert. Ist halt so…

Ich habe trotzdem etwas sehr Interessantes gefunden, das ich mir anschauen konnte:
In der Galeria d’Italia an der Piazza San Carlo gab es eine Ausstellung der mexikanischen Fotografin Cristina „Mitty“ Mittermeier. Ich kannte diese Fotografin bisher noch nicht. Die Ausstellung in der Galeria d’Italia ist auch ihre erste Ausstellung.
Ich bin sehr beeindruckt von Ihren Bildern, die sie auf der ganzen Welt geschossen hat. Von grossartigen Portraits von indigenen Völkern (zB aus Brasilien oder Papua-Neuguinea), über sehr schöne Gletscherbildern aus der Arktis und Antarktis bis zu Unterwasseraufnahmen von Walen und Haien. Besonders hat mir ein schwarz-weisses, grossformatiges Bild einer Gruppe von schlafenden Potwalen gefesselt.
Ich werde die Bilder von „Mitty“ in Zukunft sicher immer wieder anschauen. Sie macht genau die Art von Bildern, die ich besonders mag, und die ich auch gerne selber mache; wenn auch nicht in der gleichen Qualität.

Die nächsten zwei Tage wird sich die Situation in, respektive vor den Museen kaum ändern. Es ist Wochenende und schlechtes, kühles Wetter. Da wollen die Leute rein…
Vielleicht kriege ich online ein Ticket mit direktem Zugang (ohne Schlange stehen zu müssen). In Florenz hat das funktioniert. Mal schauen. Ansonsten werde ich am Montag das eine oder ander Museum besuchen, sofern die geöffnet haben.
Ich habe mir so bereits ein Ticket für das ägyptische Museum, das Museo Egizio besorgt, am Montag um 13:00. Vorher würde es mir zeitlich reichen, die Armeria reale besuchen.

Heute Abend wollte ich eigentlich ein paar Nachtaufnahmen machen.
Aber leider ist der Regen stärker geworden. (@Markus: Kommt Dir das bekannt vor?)
Ich kann zwar mich und das Equipment schützen. Aber gegen die Regentropfen auf der Linse, die bei längerer Belichtung zwangsläufig da sein werden, kann ich nicht viel machen. Dieser Effekt wäre auf dem einen oder anderen Bild zwar ganz nett, aber eine ganze Serie voll davon?
Daher wäre zu erwarten, dass ich nicht die Resultate kriegen würde, die ich möchte.
Also lasse ich es lieber bleiben und hoffe, dass einer der folgenden Abende trocken sein werden. 🙂

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Palazzo Reale

Stay tuned!

Turin 2024: Angekommen

Flagge_ItalienIch bin gut in Turin angekommen.

Allerdings war der einzige Zug heute, der nicht Verspätung hatte, die S3, die mich von Effretikon nach Züich brachte.
Zürich-Mailand hatte 15 Minuten Verspätung. Aber nicht wegen der Italiener, sondern wegen der SBB. Wegen Baurabeiten wurde der Zug nach Bellinzona über die alte, langsamere Strecke umgeleitet.
Da ich in Mailand 25 Minuten Umsteigezeit hatte, reichte es trotzdem noch auf den Regionalzug. Dieser brauchte allerdings gute 2 Stunden nach Turin, doppelt so viel wie der Schnellzug.
Und kaum war er in Mailand abgefahren, hatte auch dieser Zug Verspätung…
Aber dann passierte etwas Komisches: Bis eine Station vor Porta Nuova in Turin, meinem Ziel, hatte auch dieser Zug ca 15 Minuten Verspätung. Aber er kam pünktlich in Porta Nuova an.
Offenbar hatte der Lokführer im Endspurt einen Bleifuss… 😉

Hier in Turin war auf der Strasse einiges los. Man merkte, dass die Leute wohl frei hatten. Allerdings waren die Läden trotz Feiertag geöffnet, wenigstens die teuren…
Und die Strassen und Plätze waren trotz des kühlen Wetter voll. Das liess erst nach, als es dunkler wurde und zu kühl, um drausen zu sitzen.

Das Wetter war bei meiner Ankunft für mich angenehm kühl mit einigen Wolken.
Das änderte sich im Verlauf des Abends, und als ich nach dem Nachtessen nach 21 Uhr auf die Strasse trat, regnete es leicht. Nun bin ich gespannt, wie es morgen aussehen wird.

Apropos Nachtessen: Ich habe einen Tipp gekriegt für eine Osteria, die gleich neben meinem Hotel liegt. Also habe ich heute gleich nach meiner Ankunft für mich dort einen Tisch reserviert (ohne Reservation geht gar nichts), und bin zum Abendessen in die Osteria nuova, auf deren Karte man piemontesische Spezialitäten (unter anderen selbstgemachte Pasta) findet. Ausserdem hat die Osteria neben viel Wein auch ein eigenes Bier, das sehr gut ist. 😉
Das Essen war sehr gut, wenn auch nicht ganz billig. Aber die Preise sind gerechtfertigt.
Ich habe heute die wohl beste Pasta gehabt, die ich je gegessen habe. Die beste Lasagne, die je gegessen habe, habe ich in einem italienischen Restaurant in Stockholm gegessen. Das ist immer noch so.
Aber die Angelloti, die ich heute als Primo Piatto hatte, waren der Hammer. 🙂

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Stay tuned!

Turin 2024: On my way

Flagge_ItalienDies ist ein kurzer Bericht von unterwegs:
Ich bin gerade auf dem Weg nach Turin.
Ich sitze im EuroCity 387 von Zürich nach Mailand. Die Fahrt dauert ca 4 Stunden und 20 Minuten. Dies ist meine erste Fahrt durch den neuen Gotthardtunnel. 😉

Um 13:50 werde ich in Mailand ankommen und 25 Minuten später geht’s weiter nach Turin, wo ich um 16:11 ankommen werde, wenn es keine Verspätung gibt.

Ich bleibe 6 Tage in Turin, um diese Stadt ein bisschen kennenzulernen. Am 30. April geht’s dann wieder nach Hause.

Heute ist in Italien ein Feiertag: Der Tag der Befreiung Italiens vom Faschismus am 25. April 1945.
Davon werde ich aber wohl nicht viel mitkriegen, weil ich fast den ganzen Tag unterwegs bin. Aber in Turin werden wohl alle Geschäfte geschlossen sein.

Island: News aus Reykjavík

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Ich bin zur Zeit leider nicht unterwegs. Ich sitze zu Hause und bearbeite die Bilder meiner letzten Islandreise.
Mein nächster Trip ist für Ende Mai geplant. Ziel: natürlich Island.
Weiter wird’s dieses Jahr Ende Juli auch auf die Spitzbergen (norwegisch Svalbart) gehen. Eine ganz besondere Reise auf einem Forschungsschiff, die ich bei travel worldwide gebucht habe, und auf die ich mich sehr freue.
Eine Roadtrip durch Finnland ist 2025 vorgesehen. Da habe ich nun mit der Planung begonnen.

Trotzdem verfolge ich im Netz täglich, was in Island, Norwegen und den anderen skandinavischen Ländern läuft.
Natürlich interessiert mich im Moment besonders, was auf der Halbinsel Reykjanes in Island passiert. Ich kenne die Gegend dort von etlichen Fahrten über die Halbinsel recht gut, und ich war nach dem ersten Vulkanausbruch 2021 beim Fagradalsfjall zu Fuss und später mit dem Helikopter bei diesem Vulkan, der inzwischen längst wieder erloschen ist.
Da die seismischen Aktivitäten auf Reykjanes seit Jahren anhalten und immer wieder zu Vulkanausbrüchen führen, ist es für mich besonders spannend, was dort im Moment passiert.
Ich bewundere auch immer wieder, wie die Isländer mit diesen Naturgewalten umgehen und auch, wie sie auf katastrophale Auswirkungen reagieren. Sie geben einfach nie auf, handeln schnell und effizient, und sind unter einander sehr solidarisch.

Nun bin ich aber auf eine Meldung aus der Hauptstadt Reykjavík gestossen, die ich gleichermassen bemerkenswert wie auch absurd fand:

In Reykjavík gibt’s schon seit Monaten täglich grössere Staus auf einer der Hauptverkehrsachsen durch die Stadt.
Der Grund: Falsch eingestellte oder inaktive Sensoren bei einer einzigen Lichtsignalanlage. Dies führt dazu, dass die Grünphasen an dieser Kreuzung zu kurz sind (sic!) und dadurch die Staus entstehen.
Die Stadt kennt das Problem und dessen Ursache genau. Man verspricht Besserung… 😉
Warum ist das nicht längst repariert? Wo bitte liegt das Problem?
Behörden scheinen in gewissen Bereichen überall auf der Welt gleich zu funktionieren…😅

Reykjavik Traffic Lights

Stay tuned.

Oslo 2023: Heyerdahl, Nansen, Amundsen & Co

Flagge_NorwegenHeute hat es hier tatsächlich nicht mehr gescheit. Von der in der Wettervorhersage erwähnten Sonne habe ich nichts gesehen. Dafür war die Wolkendecke zu dick. Und es wehte ein giftiger Wind. Dadurch fühlten sich die -8 Grad C and wie -16 Grad.
Kurz: Es war den ganzen Tag ziemlich dunkel, es lag viel Schnee und es herrschte eine klirrende Kälte.
Das richtige Wetter für einen Museumsbesuch, denn nach ca 30 Minuten Spaziergang ging man heute gerne wieder rein. 😉

Wie geplant fuhr ich deshalb mit dem Bus auf die Halbinsel Bygdøy. Die Fahrt vom Bahnhof bis zur Endhaltestelle dauerte etwas mehr als 20 Minuten.
Gleich bei der Endhaltestelle der Linie 30 stehen drei Museen nebeneinander: das Kontiki-Museum, das Frammuseum (Museum zur Erkundung des Polargebietes) und das Norwegische Seefahrtsmuseum. Die ersten beiden sind durch private Stiftungen geführte Museen, das dritte steht in Verbindung mit der Universität Oslo.

Das Kontiki-Museum ist vollständig der Forschung von Thor Heyerdahl gewidmet und erklärt detailliert, wie seine Expeditionen abliefen und weshalb er sie überhaupt unternahm.
Sehenswert sind dabei vor allem zwei seiner Schiffe: die aus Balsaholz gebauter Kon-Tiki, mit der Heyerdahl 1947 zusammen mit fünf Kameraden von Peru nach Polynesien fuhr, und die aus Riet gebaute Ra II, mit der Heyerdahl 1970 von Marokko nach Barbados fuhr.

Das Frammuseum dokumentiert die verschiedenen Expeditionen zum Nord- und Südpol. Fram ist der Name des von Fridtjof Nansen entworfenen und in Auftrag gegebenen Schiffs, das extra dafür gebaut wurde, im Packeis eingeschlossen werden und mit dem Eis zu driften. Das Museum wurde um die Fram herum gebaut. Später kam ein zweiter Bau dazu, in dem die Gjøa ausgestellt wurde, das Schiff, mit dem Roald Amundsen als Erster die sogenannte Nordwestpassage schaffte.
Dabei ging es in erster Linie um einen kurzen Weg vom Atlantik in den Pazifik.
Vor dem Bau des Panamakanals mussten alle Schiffe die sehr gefährliche Route um das Kap Hoorn an der Südspitze von Südamerika nehmen, wenn sie den kürzesten Weg von einem in den anderen Ozean nehmen wollten. Die andere Route um das Kap der Guten Hoffnung, durch den indischen Ozean und das chinesische Meer war viel länger und teurer. Besonders wenn das Ziel die Westküste des amerikanischen Kontinents war.

Das dritte Museum, das Norwegische Seefahrtsmuseum ist der Schifffahrt in Norwegen ganz allgemein gewidmet.
Etwas besonderes gibt es im Untergeschoss: dort ist eines der kleineren Wikingerboote aus der Gokstad Ausgrabung (9. Jahrhundert) als Leihgabe des Vikingerschiffsmuseum (welches noch bis 2026 geschlossen ist) ausgestellt, und ein Zimmermann baut das Boot vor Ort nach. Sehr weit ist er allerdings noch nicht gekommen. Als ich heute dort war, arbeitete er immer noch am Kiel.
Allerdings war Schiffsbau bei den Wikingern vor über 1’000 Jahren eine Gemeinschaftsarbeit und keine Einzelarbeit.

Morgen fliege ich nach Hause. Wenn alles gut geht, und es zu keinen Verspätungen kommt, werde ich kurz nach Mittag in Zürich landen.

Oslo 2023: Viel Schnee & Edvard Munch

Flagge_NorwegenUnd nun (es ist leider unvermeidlich): Nach meinem letzten Post im 2023 folgt der erste Post im Neuen Jahr 2024 . 😉

Am heutigen Neujahrstag ist in Oslo noch mehr Feiertag als gestern am Sylvester. Wirklich alle Geschäfte, die meisten Restaurants und auch fast alle Museen sind geschlossen. Man hat Mühe, ausserhalb des Bahnhofs ein offenes Restaurant zu finden.
Dazu kommt, dass es seit gestern Abend ununterbrochen schneit. In der Nacht sind in der City sicher 20 cm Schnee liegengeblieben. Der Wind, der in der Nacht ziemlich stark war, hat nun etwas an Stärke verloren, ist aber zusammen mit den Schneeflocken immer noch recht bissig. Temperaturmässig bewegen wir uns hier tagsüber zwischen -5 und -10 Grad Celsius.

Natürlich wusste ich von den Feiertagen hier und was sie bedeuteten. Ich habe vor meiner Reise mit visitolso.no Kontakt aufgenommen, und die haben mir je eine Liste mit den Öffnungszeiten der Restaurants und der Museen gemailt. So habe ich wohlweislich für gestern und heute zum Abendessen je eine Reservation in einem Restaurant gemacht.

Deshalb wusste ich auch, dass das grosse Munch-Museum eines der wenigen, wenn nicht das einzige Museum im Zentrum ist, das heute geöffnet hatte. Also hatte ich den Besuch bei Edvard Munch für heute eingeplant, während der Besuch der Halbinsel Bygdøy, auf der es mehrere Museen (die heute notabene geschlossen waren) gibt, für morgen geplant ist.

Edvard Munch (1863-1944) ist der wohl bekannteste Maler Norwegens. Er war schon zu Lebzeiten ein international anerkannter Kunstmaler, der überall auf der Welt Ausstellungen hatte, und mindestens im letzten Drittel seines Leben komfortabel von seiner Kunst leben konnte.
Sein wohl bekanntestes Werk ist der Skrik“ (der Schrei). Munch hat den Schrei auf Karton gezeichnet, gemalt und als Lithografie gedruckt. Es gibt vier Versionen dieses kleinen Bilds (plus die Lithografie), allesamt Originale von Munch.
Als ich davor stand (nicht lange, denn es herrschte ein ziemliches Gedränge vor dem Bild), war ich doch ein bisschen enttäuscht. Ich hatte mir das Bild grösser vorgestellt. Munch hatte schliesslich auch meterhohe Gemälde gemalt.
Ich habe mir sagen lassen, dass es den Besucher des Louvre mit der Mona Lisa ähnlich ergeht. Die sei auch kleiner als man sich das vorstellen würde.
Viel mehr als für die eigentlichen Gemälde, von denen mir einige besser und andere weniger gut gefielen, interessierte mich die Lebensgeschichte von Munch, die auch sehr ausführlich mit moderner Multimedia dargestellt war.

Mit dem Museum hatte auch die Cafeteria im Museum (und natürlich der Souvenir Shop) geöffnet. Das gab mir Gelegenheit, nach dem langen Museumsbesuch (Die Ausstellung umfasst 7 der 12 Stockwerke mit verschiedenen Ausstellungen und Installationen) in aller Ruhe ausserhalb des Bahnhofs einen Kaffee zu trinken. Draussen schneite es derweilen munter weiter und die Asiaten kauften im Souvenirshop so ziemlich jeden Ramsch, der angeboten wurde.

Der Rest des Nachmittags verbrachte ich dann wieder in einem ruhigen Restaurant mit dem vierten Roman von Yrsa Sigurðardóttir.
Dazwischen erhielt ich noch einen Anruf von dem Restaurant, in dem ich für heute Abend reserviert hatte. Man teilte mir mit (was ich längst wusste), dass die Küche um 19:00 schliessen würde und man meine Reservation um 19:00 gerne nach vorne verschieben möchte.
Man merke: Die Reservation erfolgte vor mehr als drei Wochen online und wurde per eMail und SMS bestätigt. Meine eMails betreffend diesem Konflikt (den ich längst auf der Homepage des Restaurants gesehen hatte) wurden nie beantwortet, und dann ruft einer drei Stunden vorher an… (sic!)
Ich bin dann halt schon um 18:00 zum Abendessen. 🙂

Morgen mache ich mit dem Bus den Ausflug zur Halbinsel Bygdøy, um unter anderem das Kontiki-Museum zu besuchen. Leider ist das Vikingerschiff-Museum noch bis 2026 geschlossen. Dort wird ein komplett neues Konzept, verbunden mit einem drei Mal grösseren Neubau, umgesetzt.
Aber es gibt auf der Halbinsel auch noch das Norwegische Seefahrtsmuseum und das Frammuseum (Museum zur Erkundung des Polargebietes).
Da es morgen nicht schneien wird, könnte man auch allenfalls noch das Norsk Folkemuseum (Freilichtmuseum) in Betracht ziehen. Mal schauen, ob ich dann noch Lust dazu habe.
Eigentlich könnte man auch mit der Fähre zur Halbinsel fahren. Das wäre landschaftlich gesehen um einiges attraktiver als der Bus. Aber leider fährt die Fähre zur Zeit nicht, weil es im Hafen und im Fjord Eis hat.

Stay tuned.

Oslo 2023: Vigelandsanlegget & Akershus festning

Flagge_NorwegenErst einmal etwas Offensichtliches: Dies wird mein letzter Post in diesem Jahr. 😉

Heute ist nicht nur Sylvester und damit ein Feiertag in Norwegen. Es ist auch Sonntag.
Das bedeutet, dass in Oslo alle Geschäfte und auch einige Restaurants und Museen geschlossen sind. In den Strassen hat’s kaum Verkehr, auch nicht im Zentrum, und die öV fahren in grösseren zeitlichen Abständen.
Oslo ist fast doppelt so gross wie Zürich, mit nicht ganz doppelt so vielen Einwohnern. Aber heute kam mir die Stadt verlassener vor als Zürich an Morgen nach einem „Züri-Fest“.
Um 11:00 waren einzig ein paar Touristen in der Stadt unterwegs. Die Norweger waren entweder am Skifahren oder Rodeln, oder blieben an einem solchen Tag lieber zu Hause, bis sie dann abends zur Sylvesterparty gingen.

Deshalb hatte ich heute den Besuch von zwei Freiluftanlagen geplant.

Als Erstes fuhr ich mit dem Tram zum Vigeland-Park (Vigelandsanlegget).
Das ist eine grosse Parkanlage mitten in Oslo, in der ausschliesslich Skulpturen des norwegischen Bildhauers Gustav Vigeland aufgestellt sind. Er gilt als der wohl bedeutendste Bildhauer Norwegens. Von ihm stammt unter anderem auch die Medaille für den Friedensnobelpreis, die die jeweiligen Preisträger in Gold erhalten.
Im Park war dann doch einiges los. Etliche Touristengruppen, die mit Bussen gekommen waren. Am Eingang zählt ich zwei norwegische Busse, einen schwedischen und einen aus Lithauen. Aber es waren auch viele Norweger dort: Familien mit Kinderwagen, Spaziergänger und Leute mit Langlaufski.

Das Wetter war heute nicht berauschend. Zwar hatte ich am Morgen den Eindruck, dass es etwas wärmer geworden war, und einiges an Schnee weggeschmolzen war. Und was vom Himmel kam, konnte man im besten Fall als Nieselregen bezeichnen, aber sicher nicht als Schneefall. TRotzdem war es deutlich unter Null Grad, denn es wehte ein bissiger Wind.

Trotzdem ging ich als nächstes auf die Festung Akershus (Akershus festning), von der aus früher der ganze Schiffverkehr im Osloer Fjord, und damit vor allem die Hafeneinfahrt kontrolliert wurde.
Die militärische Bedeutung der Festung ist heute natürlich gleich Null. Trotzdem ist das norwegische Militär immer noch dort stationiert. Es gibt Wachposten, ein Museum der norwegischen Streitkräfte und die Militärakademie in der Festung. Sogar einige Pferde werden noch dort gehalten.r
Wie erwartet waren auch in der Festung sämtliche Museen und Ausstellungen geschlossen. Man konnte nur das Festungswerk besuchen. Und dort oben lag nicht nur reichlich Schnee. Vom Fjord her wehte auch ein ziemlich bissiger, kalter Wind.

Den Rest des Nachmittags verbrachte bei Waffeln und Kaffee mit einem weiteren isländischen Krimi von Yrsa Sigurðardóttir.

Morgen soll noch ruhiger werden. Ich wurde an der Rezeption gewarnt, dass ich in der Stadt kaum ein offenes Restaurant finden würde.
Ausserdem sei bis zu einem Meter Schnee angesagt. Wohl nicht gerade im Stadtzentrum, aber dort würde es auch ganz schön hinschmeissen. Von meiner Wetter-App weiss ich zudem, dass der Wind im Verlauf der Nacht immer stärker werden soll, und es zeitweise Orkanböen geben soll.
Na, mal schauen, wie dann morgen wirklich aussieht. 😉

Nun wünsche ich allen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.

HAPPY NEW YEAR

Stay tuned.