Island 2026: Ein sonniger Tag in Reykjavík

Island_flagHeute war ein ruhiger Tag für mich in Reykjavík.

Die Sonne schien den ganzen Tag und wie gestern war es um die 12 Grad mit etwas Wind. Die Strassencafés waren voll. Die Leute genossen die Sonne und gegen den Wind und die Temperaturen gab es schliesslich entsprechend warme Kleider. 😉
Das ist Reykjavík resp Island. Bei Temperaturen, bei denen bei uns längst alle Gartenrestaurants und Strassencafés geschlossen wären, sitzt man hier immer noch draussen und geniesst ein Bierchen oder einen Kaffee. 🙂

Wie vermutet lief vor 10:00 nicht sehr viel in der Stadt. Die meistens Geschäfte und Restaurants öffneten erst um 10:00 oder sogar später. Die meisten Isländer mussten nicht zur Arbeit und die meisten Touristen genossen wohl ein spätes Frühstück.

Danach füllte sich die Stadt aber rasch und ich hatte nicht den Eindruck, dass heute ein Wochenende in der Nebensaison ist. Die Stadt ist voll von Touristen jeglicher Couleur. Man hört in den Strassen etliche Sprachen.
Und natürlich fielen meine „Lieblingstouristengruppen“ einmal mehr auf: leider immer die gleichen paar Nationen halt, mit nicht besonders vorteilhaftem Benehmen, besonders wenn sie in Rudeln auftreten.

Ich bin ein paar Stunden durch die Stadt gestreift und habe ein paar Bilder geschossen. Im Zentrum habe ich mir auf der Terasse eines Restaurants einen Snack zum Mittag gegönnt: Einen „Brotkorb“ voll grilliertes Brot mit Salz-Knoblauch-Butter. Da mein Morgenessen noch nicht allzu lange zurücklag, ich aber bis zum Abendessen etwas essen musste, war das gerade richtig.

Lustig wurde es beim Eingang zum Pönksafn, den isländischen Punkmuseum, das sich in einer ehemaligen, unterirdischen Toilette befindet.
Hineingegangen bin ich heute nicht, da ich schon drin war.
Aber es war amüsant, die erstaunten Gesichter der Touristen zu sehen, die vorbeigingen und nicht wussten, woher die laute Punkmusik kommt, die man bis auf die Strasse hörte. Insbesondere auch, weil gegenüber dem Punkmuseum der Sitz der Ministerpräsidentin steht. Ich nehme nicht an, dass dort heute jemand gearbeitet hat. Aber falls doch, hatten die defintiv gratis Musik in den Büros.
Man stelle sich vor, gegenüber dem Bundeshaus Ost (VBS) oder Bundeshaus West (EFD) resp auf dem Bundesplatz in Bern spielt jemand den ganzen Tag lautstark Punkmusik… 😉

Auch kann es ganz amüsant sein, den verschiedenen Fremdenführern zuzuhören. Da lernt man auch immer wieder dazu. Aber es gibt viele lustige Situationen.
Klar sind die Isländer die besten. Die leben schliesslich hier, und ich weiss auch, dass die einen Kurs mit Abschlussprüfung machen müssen, um als Tourguide arbeiten zu dürfen. Die wissen viel, auch Geschichtliches. Bei den Ausländern ist das wohl nicht ganz so streng. Selbst ich als Laie und Fremder höre manchmal richtigen Mist, der den Leuten erzählt wird.

Morgen geht’s weiter in den Norden Islands, nach Akureyri.
Dort soll das Wetter im Moment ähnlich sein wie hier in Reykjavík, bloss ein paar Grad kühler. Und für den Abend soll etwas Regen angesagt sein. und generell wird der Norden in den nächsten Tagen regenerischer. Mal schauen.

Stay tuned.

Harpa Concert Hall
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