Island 2017: Mein siebter Tag unterwegs in Island

Island_flagHeute hatte ich nur eine kurze Strecke von Grundafjörður nach Stykkishólmur zurücklegen.

Allerdings war das Wetter so garstig, dass ich unterwegs kaum Zwischenhalte eingelegt habe.
Schon als ich in Grundafjörður aufgestanden bin, regnete und stürmte es.
Daher beschloss ich, erst noch in Grundafjörður gemütlich und ausgiebig zu frühstücken, um dann erst einmal Richtung Bjarnarhöfn zu fahren.

Auf diesem etwas abgelegenen Hof gibt es ein Museum zum Fang von Haifischen. Dort wird auch das Fleisch von Grönlandhaien verarbeitet.
Der Grönlandhai (Somniosus microcephalus), oder auch Eishai, wird durchschnittlich 4 – 5 Meter lang und zwischen 1 – 2 Tonnen schwer. Die Tiere wachsen langsam und werden sehr alt. Man nimmt an, das einzelne Haie über hundert Jahre werden können.
Weil die Grönlandhaie in einer sehr kalten Umgebung leben, haben sie ein besonderes System, um sich gegen die Kälte zu schützen: Anstatt Harnstoffe durch Urin auszuscheiden, werden diese im Körper verteilt; quasi als natürliches Forstschutzmittel. Das macht das Fleisch der Haie unbehandelt für den Menschen so ungeniessbar, dass man daran sterben kann.
Der Fang von Haifischen ist in Island zwar legal. Allerdings wird der Haifischfang seit über 60 Jahren nicht mehr betrieben, weil er ziemlich teuer ist, und sich daher nicht mehr lohnt.
Die Leute in Bjarnarhöfn kaufen deshalb den Fischern in Reykjavik sogenannten Beifang ab. Das sind Haie, die in den Schleppnetzen der grossen Fischkutter landen, aber für die Fischer keinen Wert darstellen.
Auf Bjarnarhöfn werden die Haie dann zerlegt und das Fleisch in Stücke zerteilt. Dieses Fleisch wird danach so gelagert, dass es fermentiert. So werden die Harnstoffe in Ammoniak umgewandelt. Anschliessend wird das Fleisch im „Trockenhaus“ mehrere Monate luftgetrocknet, damit der Ammoniak sich verflüchtigt. Erst dann ist das Fleisch geniessbar.
Im Museum wird eine Degustation angeboten. Ich habe davon probiert. Das Fleisch riecht nicht nach Fisch, sondern eher leicht nach Ammoniak. Allerdings ist die Konsistenz des Fleisches sehr gewöhnungsbedürftig. Es ist irgendwie wie Gummi. Nach einem Stückchen hatte ich genug… 

Von Bjarnarhöfn fuhr ich im Regen weiter nach Stykkishólmur, wo ich kurz nach Mittag im Hotel Fransiskus eincheckte.

Da das Wetter hier bei meiner Ankunft viel besser war als unterwegs, habe ich mich noch ein bisschen in dem Städtchen umgesehen.

Morgen geht es dann zurück Richtung Süden, an den Flughafen Keflavík. Dort werde ich meine letzte Nacht in Island im Airport Hotel Aurora Star verbringen, bevor ich dann am Montag um 07:20 nach Zürich zurückfliege.

Summary
Today I had only a short drive from Grundafjörður to Stykkishólmur. But since the weather was really awful with rain and wind, when I got up this morning, I decided to take it easy and to have a good and long breakfast first.

Then I headed for Bjarnarhöfn to visit the shark museum. There they also process the meat of the Greenland shark.

The ride from Bjarnarhöfn to Stykkishólmur took me only about twenty minutes. So I check in at the Hotel Fransiskus pretty early and had enough time to explore this nice little city.

Tomorrow I will drive drive back to the Keflavík International Airport from I will fly back home on monday.

Getrocknetes Haifischfleisch
Getrocknetes Haifischfleisch
Die Kirche von Stykkishólmur
Die Kirche von Stykkishólmur

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