Norwegen 2022: Die nächste Etappe nach Måløy

Flagge_NorwegenHeute ging es weiter in Richtung Süden. Ziel war das Städtchen Måløy.

Allerdings bin ich, wie gestern angekündigt, einen kleinen Umweg ins Landesinnere gefahren. Ziel war es, den berühmten Geirangerfjord (UNESCO Weltkulturerbe seit 2005) zu besuchen.

Leider konnte ich die ursprünglich geplante Strecke, die mich ins Dorf Geiranger am Ende des Fjord geführt hätte, nicht fahren, weil dort die Fähre nach Hellesylt nur drei Mal am Tag fährt und ich sie von Ålesund aus nicht rechtzeitig erreicht hätte, um danach meinen Zeitplan einhalten zu können.
Also beschloss ich, auf der anderen Seite des Fjords über Stranda nach Hellesylt zu fahren.
Da diese Route kürzer war, als die ursprünglich geplante, konnte ich mir Zeit lassen und unter anderem in Hellesylt eine kleine Kaffeepause einlegen.
Dort habe ich auch das erste Mal auf dieser Reise getankt. Der Sprit ist in Norwegen teurer als bei uns, obwohl Norwegen eigenes Öl hat. Trotzdem macht sich auch in Norwegen der Krieg in der Ukraine an der Zapfsäule (nicht nur dort) bemerkbar: Als ich im letzten November begonnen habe, diese Reise zu planen, lag der Durchschnittspreis pro Liter bleifreies Benzin bei ca NOK 19.50 (CHF 2.09).
Als ich vor einer Woche in Trondheim ankam, lag der Preis über 22 Kronen (CHF 2.36). Inzwischen hat sich der Preis wieder bei etwas über 20 Kronen (CHF 2.14) eingependelt.
Heute habe ich in Hellesylt NOK 20.48 (CHF 2.20) für einen Liter Benzin bezahlt. Mit etwas Glück fällt der Preis weiter.
Zudem lerne ich laufend dazu: Die Firma, bei der ich heute getankt habe, gehört offenbar zu den teureren hier. Also werde ich in Zukunft darauf achten, andere Tankstellen anzufahren. Und der Sprit ist auf dem Land billiger als in den Städten.

Wie gestern angekündigt, führte mich meine Fahrt heute wieder in die Berge. Ich fuhr über Pässe, bei denen lediglich die Strasse schneefrei war. Links und rechts der Strasse türmte sich der Schnee zum Teil meterhoch. Und als ich aus den Bergen herunter nach Stranda hinunterfuhr, kam ich durch ein sehr grosses Skigebiet, in dem viel Betrieb herrschte. Die Parkplätze waren voll und die Leute standen bei den Bahnen und Liften Schlange.
Natürlich ist es nicht mehr so kalt wie im Winter. In der Sonne und ohne Wind lässt es sich mit einem Pullover problemlos aushalten. Entsprechend ist der Schnee nass und schwer, richtiger Frühlingsschnee halt. Das lange freie Wochenende und das schöne Wetter bescherten den Skiregionen hier volle Häuser und Lifte.
Dagegen herrscht auf Meereshöhe Frühling mit Temperaturen über 12 Grad. Das schöne Wetter tut natürlich auch das Seine dazu. Aber selbst heute, als der Himmel immer wieder bedeckt war, war es nicht kalt.

Wenn ich vorher geschrieben habe, dass der Krieg in der Ukraine hier die Preise beeinflusst, ist das nicht das Einzige. Ich wurde vor meiner Abreise von meinem Hotel in Bergen, dem Thon Hotel Orion, in ein anderes Hotel umquartiert (Thon Hotel Rosenkrantz), weil das Orion nun als Erstunterkunft für ukrainische Flüchtlinge dient. Norwegen lässt sich offenbar nicht lumpen, denn das Orion ist ein ****Hotel.
Nun fielen mir gestern beim Frühstück im Scandic Parken in Ålesund mehrere Familien (und zum Teil auch junge Frauen mit kleinen Kindern) auf, die meiner Meinung nach ein slawisches Aussehen hatten. Und als ich in der Lobby mehrere Aushänge der Polizei in kyrillischer Schrift sah, habe ich die Rezeptionistin gefragt. Die bestätigte mir, dass diese Leute ukrainische Flüchtlinge waren, und das Scandic Parken die Erstunterkunft in Ålesund für Flüchtlinge aus der Ukraine ist. Allerdings sagte sie auch, dass bisher nicht viele Flüchtlinge bei ihnen eingetroffen wären, obwohl Norwegen eine sehr offene Aufnahmepolitik betreibt.
Ich habe bei meiner Abreise in der Lobby noch eine dieser jungen Frauen, die mit ihrer ganzen Habe darauf wartete, abgeholt zu werden: drei Taschen und ein Plüschtier. Eine Touristin hat unter Umständen mehr dabei…

Nun bin ich also in Måløy. Obwohl dieses Städtchen eine gewisse Grösse hat, gibt es heute in der ganzen Stadt genau ein Hotel, ein Restaurant (eher ein Pub mit kleiner Speisekarte), ein Tankstellenshop und ein Take away, die geöffnet sind. Und morgen wird das Pub/Restaurant auch geschlossen sein. Dann wird’s wohl ein gemütliches Dinner im Tankstellenshop geben… 😉

Ich habe heute noch einige Bilder von dieser Etappe bearbeitet und auf den Server geladen. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

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