Auffahrt 2022: Kurztrip nach Florenz

Flagge_ItalienHeute bin ich nach Florenz geflogen, um über das verlängerte Wochenende die Hauptstadt der Toscana ein bisschen kennenzulernen.

Ich bin um ersten Mal hier und habe bisher nur von dieser Stadt gelesen oder gehört.
Ich wusste, dass es die Stadt der Medici war, bis diese Dynastie der Renaissance im 17. Jahrhundert ausstarb.
Ich wusste auch, dass sich im Mittelalter viele bekannte Künstler zeitweise in Florenz niederliessen; zum Beispiel  Botticelli, Michelangelo und  Leonardo da Vinci. Aber auch Philosophen, Politiker und Gelehrte wie Machiavelli und Galileo Galilei lebten und arbeiteten hier.
Florenz war im Mittelalter ein kultureller und finanzieller „Hotspot“ in Italien, das Zentrum der Macht schlechthin neben dem Vatikan. Immerhin waren die Medici während einer gewissen Zeit die Bankiers des Papstes.

Die Stadt ist voll von Geschichte und Kultur. Ich werde in den nächsten zwei Tagen wohl nur einen Bruchteil davon sehen.
Das liegt aber nicht nur an der Fülle von Museen und Orten, die ich besichtigen könnte. Es liegt auch daran, dass die Stadt voll Touristen ist. Nach Rom dürfte Florenz einer der grössten Touristenmagnete Italiens sein.
Die Ankunft am kleinen Flughafen von Florenz war ziemlich chaotisch. Das Gepäck von sechs Flugzeugen (aus Paris, London, Kopenhagen und Zürich) kam auf den drei einzigen Gepäckbändern fast gleichzeitig. Das Gedränge war unbeschreiblich. Und eine Maske trug auch da kaum jemand, obwohl es immer noch gesetzlich vorgeschrieben ist, im öffentlichen Verkehr und in Innenräumen, die öffentlich zugänglich sind, eine FF2-Maske zu tragen. Aber das ignorieren die meisten hier im Flughafen und Bahnhöfen. Bloss ab und zu sieht man einen Touristen, der sich daran hält.

Entsprechend gross ist auch der Andrang bei den Museen, in den Strassen drängeln sich die Leute und die Restaurants sind voll. Ich musste heute in der Innenstadt eine Weile suchen, bis ich eine Gelateria fand, bei der ich nicht auf der Strasse anstehen musste. Und ich stehe aus Prinzip nur an, wenn es nicht anders geht, aber ganz sicher nicht für ein Museum, bei dem ich Eintritt zahlen muss. Oder in einem Restaurant. Das überlasse ich gerne den amerikanischen Touristen, von denen es hier mehr als genug hat.
Zu letzteren habe ich übrigens eine interessante Beobachtung gemacht: Die Florentiner scheinen nicht wirklich gut Englisch zu sprechen (wenn, dann mit starkem Akzent). Sie tun es, aber wenn einer ein paar Brocken Italienisch spricht, wird er sofort ein bisschen aufmerksamer bedient. 😉 Irgendwie kommt mir das bekannt vor, aus meiner Militärzeit in der Romandie.
Ich versuche Italienisch zu sprechen, so lange ich mich verständlich machen kann. Denn so bin ich für die Einheimischen hier sicher keine Amerikaner…
Dazu kommt, dass ich von dem Italienisch, das hier gesprochen wird, einiges verstehe. Nicht immer alles, aber ich komme zurecht. Soweit ich weiss, hätte ich weiter südlich viel mehr Mühe, die Leute zu verstehen.
Die vier Jahre Italienischkurs in der Migrosklubschule Winterthur zeigen langsam Wirkung. 😉

Mein Italienisch ist weit davon entfernt, gut zu sein. Aber es hat heute schon gereicht, dass ich mein Taxi zum Flughafen am Sonntag schon organisiert habe. Ich muss bloss noch den Taxifahrer anrufen, um die Zeit durchzugeben, zu der er mich abholen soll.
Und die gesamte Konversation mit dem Kellner beim Abendessen lief in Italienisch.

Im Übrigen habe ich heute mindestens vier Autos mit Schweizer Kennzeichen gesehen, die sich durch den dichten Innenstadtverkehr quälten. Ich habe neben Englisch viel Französisch und ab und zu auch ein bisschen Deutsch gehört.
Lustig wurde es beim Abendessen, als am Nebentisch zwei Französinnen bestellen wollten und weder die beiden jungen Damen noch die Kellnerin gut Englisch konnten, von Italienisch resp Französisch ganz zu schweigen. 🙂

Es ist verdammt heiss hier, über 30 Grad Celsius.  Heute Abend gegen sieben lief mir beim Abendessen auf der Piazza di Santa Maria Novella immer noch der Schweiss in Strömen hinunter. Und morgen soll es am Nachmittag bis zu 34 Grad werden.
Das pure Gegenteil ist mein Hotelzimmer. Das ist völlig OK mit einem grossen, bequemen Bett. Aber das Erste, das ich machen musste, als ich ankam, war die Klimaanlage hochzudrehen. Und ich werde sie in der Nacht wohl abstellen, sonst erkälte ich mich noch.

Heute habe ich mich ein wenig in der Stadt umgeschaut. Morgen ziehe ich mit der Kamera los. Das Wetter soll schön und heiss sein.

Natürlich habe ich auch heute ein paar Bilder geschossen. Allerding hatte ich aus Bequemlichkeit die kleine Kamera dabei. Ich werde nach meiner Rückkehr auch wieder eine Galerie anlegen und diese hier verlinken.

Stay tuned.

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