
Heute habe ich den Zoo de Jurque besucht.
Ich wollte heute ‚mal etwas anderes machen, als historische Orte abzuklappern.
Den Zoo habe ich per Zufall bei Browsen auf Google Maps gefunden. Da ich überall, wo ich hingehe, nach Möglichkeit einen Zoobesuch einschalte, kam mir dies ganz gelegen.
Das Wetter war bewölkt, schien aber stabil zu sein.
Bis nach dem Mittag war der Himmel wolkenverhangen, die Temperaturen sehr angenehm.
Nach dem Mittag frischte der Wind auf und die Wolken verschwanden. Wie gestern war es nun sonnig, aber mit einem starken Wind.
Der Zoo de Jurque liegt ca 30 km, resp 40 Autominuten südlich von Bayeux, in der Nähe der Gemeinde Jurques.
Er ist recht gross. Man kann ihn auf zwei verschiedenen Routen erkunden: eine, die ca eine Stunde dauert und eine zweite, die mit eineinhalb Stunden etwas länger ist. Man braucht also mindestens zweieinhalb Stunden, wenn man den ganzen Zoo sehen will.
Im Zoo de Jurque kriegt man sehr viele verschiedene Tierarten zu sehen, die zum Teil in grossen, sehr weitläufigen Gehegen gehalten werden.
Besonders bei den Grosskatzen gibt es einiges zu sehen. Ich habe noch keinen Zoo besuchte, der Amurttiger, weisse Bengaltiger, afrikanische Löwen, weisse Löwen, Geparden, Pumas, Servals und Schneeleoparden gleichzeitig gehalten hat.
Weiter gibt es begehbare Volieren und zum Teil werden mehrere Tierarten zusammengehalten. Das ganze ist in einem offenen Wald angelegt, so dass man auch im Sommer immer etwas Schatten hat.
Mit einem kleinen Mittagessen zwischen den beiden Routen habe ich mehrere Stunden dort verbracht und über 500 Aufnahmen gemacht. Letzteres wird dann Zuhause in ziemliche Arbeit ausarten, wenn ich die Bilder sortieren, auswählen und bearbeiten muss. 😉
Von Jurques bin ich zurück in mein Hotel gefahren, habe den Wagen abgestellt und bin mit dem Fotoapparte zu Fuss ins Stadtzentrum von Bayeux gegangen.
Mein erstes Ziel war natürlich die Kathedrale von Bayeux, deren Geschichte bis ins 10. Jahrhundert zurückgeht. Die Kathedrale ist vorallem von aussen ein beeindruckender Bau, den man wegen seiner Grösse von weitem sieht: Das Hauptschiff ist 23 Meter hoch, die beiden Türme 70 Meter und der Vierungsturm in der Mitte ca 95 Meter. Die Fassade ist gotisch gehalten, aber man sieht überall auch Teile aus verschiedenen anderen Epochen.
Ich hatte den Eindruck, dass die Kathedrale von aussen grösser wirkt als von innen.
Ich bin dann noch ein bisschen durch die engen Gassen des Stadtzentrums gestreift. Dort sieht man einige, offensichtlich sehr alte Fachwerkbauten. Wahrscheinlich ist es dem Umstand zu verdanken, dass Bayeux im 2. Weltkrieg nie angegriffen worden ist, dass diese Gebäude heute noch stehen.
Die Stadt war voller Touristen, besonders natürlich rund um die Kathedrale herum. Aber das hat mich eigentlich gar nicht gestört. Bin ja schliesslich auch einer. 😉
Gestört hat mich vielmehr, dass die Stadt es offenbar nicht geschafft hat, im Zentrum mit seinen engen Gassen eine autofreie Zone einzurichten. Dabei spreche ich nicht von den Einheimischen, die hier wohnen und mit ihren Autos hineinfahren können müssen. Denen könnte man Sonderbewilligungen ausstellen.
Ich meine die Touristen, Franzosen und Ausländer, die mit ihren Autos durch die Gässchen irren. Weshalb muss ein Engländer mit einem aufgemotzten Porsche-Geländewagen über den Domplatz fahren?
In der Stadt hat es zudem chronisch zu wenig Pakrplätze, was das Herumfahren auf der Suche nach einem Parkplatz noch vertärkt. Ich war auf jeden Fall sehr froh darüber, dass mir ein Hotelangestellter geraten hat, zu Fuss in die Stadt zu gehen und mir gleich auch noch den kürzesten Weg gezeigt hat.
Fazit: Bayeux ist ein schönes, altes, normannisches Städtchen, dem es gut tun würde, wenn ein paar Autos weniger durch das Stadtzentrum zirkulieren würden. 😉
Ich weiss nich nicht, was ich morgen machen werde. Tendenziell wird es noch einmal die Küste sein, oder vielleicht ein anderer Zoo. Oder, am wahrscheinlichsten, beides…
Mal schauen. 🙂
Stay tuned.
