Warschau 2025: Ein Tag im Zoo

Was für ein Unterschied zu gestern: Heute fiel das Thermometer hier in Warschau tatsächlich um gute 10 Grad. Am Morgen und am Abend war’s noch kühler.

Das machte den Aufenthalt im Freien natürlich viel angenehmer. Wenn man in der Sonne stand, war’s immer noch recht warm, aber dank einiger Schleierwolken und einem angenehm kühlen Wind hielt selbst ich es gut aus. 😉

Also bin ich, wie geplant, in den Warschauer Zoo.
Dieser ist ein 40 Hektaren (400’000 m2) grosser Park, der 1928 als grösster Zoo Europas eröffnet wurde. Für mich passt hier die Bezeichnung „Tierpark“ sehr gut. Das Gelände ist recht weitläufig und die Gehege sind im ganzen Park verteilt. Einige sind schon ganz schön in die Jahre gekommen, während andere recht neu zu sein scheinen.
Die Grösse des Parks bedeutet nicht nur, dass man mehrere Stunden braucht, wenn man sich alles anschauen will.
Es bedeutet auch, dass lärmende Kindergarten- und Schulklassen (mit einem oder mehreren noch lauteren Lehrerinnen) sowie quengelnde Kleinkinder kaum auffallen, und es sehr viel Platz gibt, um mit Kinderwagen zu spazieren, ohne die anderen Zoobesucher zu stören.
Heute sind mir diese beiden Gruppen von Besuchern kaum aufgefallen (resp ich konnte ihnen sehr gut ausweichen); anders als in anderen Zoos, wo ich mich regelmässig darüber nerve.

Ob der Zoo wirklich 550 Tierarten hält, wie Wikipedia behauptet, weiss ich nicht.
Ich weiss auch nicht, ob ich alles gesehen habe. Ich war fast drei Stunden dort drin und habe viele Tiere gesehen. Bei einigen auch nur das leere Gehege, weil sich die Tierchen gut versteckten. Das erlebe ich aber in jedem Zoo und hat mit Wetter, Lärm und Lebensweise der Tiere zu tun. Das gehört zu einem Zoobesuch.

Wie gesagt, einige der Gehege schienen mir schon älteren Datums zu sein. Nicht weil sie in schlechtem Zustand waren. Das waren sie nicht.
Aber die Bauweise von Zoos und deren Gehegen hat sich mit den Jahren geändert, und man sieht hier gut, welche Bauten aus dem letzten Jahrhundert stammen und welche einem neueren Trend entsprechen. 😉

Ein besonderes Augenmerk habe ich auf das Terrarium gelegt: Jeder Zoo hat auch da so seine Spezialitäten, was die Auswahl der gehaltenen Tierarten angeht.
Mir fiel auf, dass viele verschiedene (Wasser-) Schildkröten gezeigt werden. Ausserdem hält man hier in Warschau abgesehen von Gila-Krustenechsen und ein paar Pfeilgiftfroscharten keine Gifttiere. Wobei letztere aber in Gefangenschaft bekanntlich auch nicht giftig sind.
Daneben fand ich mehrere tropische Froscharten, die ich noch nicht kannte.
Sehr schön fand ich auch, dass die beiden gehaltenen Krokodilarten (Siam-Krokodil & Stumpfkrokodil) neben ihrem Terrarium je einen Aussenbereich hatten, in den sie bei entsprechend warmem Wetter rausgelassen wurden. So etwas kannte ich bisher nur von Affen und Vögeln.

Ich habe eine in Deutsch verfasste Google Beurteilung einer Mutter gelesen, die offenbar mit ihrem kleinen Sohn im Warschauer Zoo war, und sich darüber beschwerte, dass der Zoo so gross und so weitläufig sei. Das sei mit ihrem Kleinen sehr mühsam gewesen, und sie hätte, wenn sie das gewusst hätte, einen Kinderwagen mitgenommen, weil der Kleine schon in der Hälfte so müde war…
Kleiner Tipp von mir: Es gibt diese grossartige Sache, die INTERNET heisst!
Ich wusste schon, wie gross das Gelände war, bevor ich überhaupt zu Hause wegegangen bin. Google Maps zeigt das ganze Gelände. Ausserdem hat der Zoo eine eigene Homepage mit Zooplan zu herunterladen.
Zu blöd, um sich richtig zu informieren und sich vorzubereiten. Und dann noch blöder, sich öffentlich zu beschweren. Aber im Internet ist halt jeder wichtig (-tuerisch) und kann sich beschweren, wie er (oder sie) will. Und einen Intelligenzcheck gibt’s dort halt (leider) auch nicht. 😉

Vom Hotel zum nächsten Zooeingang waren es gute 20 Minuten zu gehen, wobei die letzten 5 Minuten durch einen grossen Park führten.
Dank des guten und milden Wetters war der Weg hin und zurück kein Problem.
Gestern hätte ich das nicht machen wollen, denn ein schöner Teil des Wegs führte über die Most Śląsko-Dąbrowski Brücke über die Weichsel, welche deutlich breiter ist als jeder Fluss in der Schweiz. Versteht sich von selbst, dass es auf der Brücke keinen Schatten gibt…

Ursprünglich wollte ich mein Ticket wie immer im Voraus im Internet kaufen. Das ging aber nur mit einer polnischen Handynummer. Also musste ich das Ticket (35 Sloty = Fr. 7.70) an der Kasse kaufen. Die haben dort neben dem Boxoffice mehrere Automaten (ähnlich wie in Parkhäusern) aufgestellt, an denen man das Ticket kaufen konnte. So kam ich trotzdem ohne Anstehen rein.

Den Rest des Tages habe ich gechillt. 😉
Zum Mittagessen bloss eine leichte Vietnamesische Nudelsuppe mit Rindfleisch und dann am Abend noch einmal ausgiebig die sehr gute italienische Küche im Restauracja Giovanni Rubino, das ich schon am ersten Abend gefunden hatte.
Nach 21:00 wurde es dann in TShirt und Shorts doch etwas kühl, weil halt auch jetzt noch eine Brise durch die Strassen weht. Aber es ist ein schöner Sommerabend, an dem man gerne in einem Strassenbistro sitzt.
Zudem wurde die Strasse, an der mein Hotel liegt, von heute Abend bis Sonntag für den Verkehr gesperrt, weil nun am Wochende die Leute in Scharen kommen. Und es hat tatsächlich mehr Leute auf der Strasse als an den beiden vergangenen Abenden. Aber verglichen mit La Rambla in Barcelona wirkt es immer noch ziemlich leer… 😉

Selbstverständlich habe ich im Zoo ein paar Bilder geschossen. Deswegen bin ich ja auch dort hin.
Die werde ich zusammen mit den anderen Bilder aus Warschau später bearbeiten und auf meine Homepage hochladen.
Erste Beispiele habe ich bereits auf Instagram veröffentlicht.

Stay tuned.

Warschau 2025: Ein verdammt heisser Tag

Heute hat der Hitzehammer hier in Warschau wie angekündigt zugeschlagen: Statt der angekündigten 37 Grad Celsius wurden es am Nachmittag „nur“ 35 Grad.
Aber zumindest mir hat das völlig gereicht.
Dass ich die Hitze nicht mag, und mich schon bei normalen sommerlichen Temperaturen schnell unwohl fühle und heftig schwitze, dürfte hinlänglich bekannt sein.
Aber heute war es für mich sehr heftig. So etwas habe ich noch nie erlebt: mir wurde abwechlungsweise schwindlig und schlecht. Nicht nur in der prallen Sonne, auch im Schatten.

Ich bin nach dem Frühstück kurz nach neun mit der Kamera losgezogen, um in der Altstadt ein paar Bilder zu schiessen.
Ich merkte schnell, dass ich trotz Kopfbedeckung nicht lange in der Sonne stehen sollte und habe versucht, mich hauptsächlich im Schatten der Häuser zu bewegen.
Das war aber nicht immer möglich.
Das Wasser, das ich in einem Laden gekauft hatte, half ein bisschen. Und auch, wenn gelegentlich ein kühles Lüftchen durch die Strassen wehte.
Aber es wurde immer heisser und mir war immer unwohler. Ausserdem habe ich geschwitzt als würde ich auslaufen.
Auch im Schatten der Bäume im sächsischen Garten war es nicht viel besser.

Am Eingang des sächsischen Gartens steht das Grabmal des unbekannten Soldaten.
Dieses wird ständig von zwei Soldaten in voller Uniform inkl Helm und Sturmgewehr in Achtungsstellung bewacht.
Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, wie diese Jungs das bei der Hitze aushalten. Obwohl sie im Schatten stehen, muss das eine gewaltige Tortur sein. Ich würde wahrscheinlich schon nach ein paar Minuten umkippen.
Aber die beiden haben sich keinen Milimeter bewegt, solange ich dort war. Respekt!

Ich ging dann gegen Mittag zurück zum Hotel, weil ich es draussen schlicht nicht mehr aushielt.
Im hoteleigenen Restaurant (Asian Food) ass ich erst einmal etwas Kleines (vietmanesische Nudelsuppe mit Rindfleisch – lecker) und kühlte mich ab. Ausserdem brachte ich bei der Gelegenheit meinen Wasserhaushalt wieder auf Vordermann.

Danach ging ich in mein klimatisiertes Zimmer, wo ich den Nachmittag mit Lesen und Bildbearbeitung verbrachte, bis draussen die Temperaturen wieder sanken.

Das ging dann recht schnell. Um 15:00 erreichte die Hitze mit mindestens 35 Grad ihren Höhepunkt und um 18:00, als ich zum Abendessen ging, war der Himmel bewölkt und es herrschten vielleicht noch 26 Grad. Ausserdem wehte ein ziemlich starker Wind.
So wie der Himmel um 21:00 aussah, könnte es diese Nacht noch zu Gewittern kommen.
Aber laut Wetterbericht sollte es trocken bleiben. Wir werden sehen…

Apropos Abendessen: Ich sage immer wieder, dass ich meine beste Lasagne 2018 in einem italienischen Restaurant in Stockholm (mit italienischer Original-Nonna am Herd) gegessen habe. Das ist bis heute so geblieben.
Heute hatte ich Spaghetti Carbonara, die genau dem Originalrezept entsprachen: mit Guanciale und Pecorino; und vorallem ohne Rahm! 🙂
Und die Spaghetti waren auf den Punkt al dente gekocht; nicht zu hart und nicht zu weich. Delizioso!
Da das Servicepersonal alles Polen waren, nehme ich mal an, dass in der Küche ein italienischer Koch, der sich auskennt, das Sagen hat. Dort gehe ich morgen Abend wieder hin. 🙂

Morgen soll es nicht wärmer als 24 Grad werden. Am Morgen soll es sogar nur 20 Grad sein.
Das wäre für mich optimal.
Wenn die Wettervorhersagen zutreffen, werde ich mich morgen auf den Weg zum Warschauer Zoo machen. Das sind zu Fuss rund 20 Minuten, wobei ein Teil durch einen Park geht. Bei 20 bis 24 Grad kein Problem. Heute war es um 09:00 schon fast 29 Grad…

Stay tuned.

Streetperformance um 09:00

Warschau 2025: Zum ersten Mal in Polen

Nun bin ich in Warschau, der Hauptstadt Polens.
Ich bin zum ersten Mal hier und bin gespannt, was ich in Chopins Heimatstadt alles entdecke.

Die Anreise verlief ohne Verzögerungen. Der Flug mit LOT, der polnischen Airline, dauerte von Zürich zwei Stunden. Wir starteten pünktlich und landeten ebenso pünktlich.
An Bord gab es gratis einen kleinen Snack, was heutzutage fast keine Airlane mehr anbietet. Normalerweise muss man für alles ausser Kaffee und Wasser bezahlen. Inzwischen kostet sogar der Tomatensaft bei Icelandair. Der war letztes Jahr noch gratis.
Ein definitives Plus für LOT!

Am Gepänkband erlebte ich eine absolute Premiere: Laut Anzeige würde es mindestens 30 Minuten dauern, bis das Gepäck da sein würde. Nach 15 Minuten kam aber bereits der erste Koffer. Zu meiner Überraschung war es meiner. Das hatte ich noch nie. 🙂
Mein UBER Fahrer, den ich schon von zu Hause aus bestellte hatte, meldete sich schon bei der Landung per WhatsApp, kaum hatte ich mein Smartphone eigeschaltet. Er hiess Singh und gehörte der Glaubengemeinschaft der Sikh an.

Auch hier verlief alles ohne Probleme. Singh brachte mich sicher durch den Grossstadtverkehr bis vor mein Hotel in der Warschauer Altstadt.
Und als ich noch vor 14:00 im Hotel ankam (Check in war ab 15:00 möglich), war sogar mein Zimmer schon bereit und ich konnte mich einrichten.

Hier ist es auch heiss. Heute waren es 31 bis 32 Grad Celsius. Ab Freitag sollen die Temperaturen auf ca 25 Grad fallen. Singh hatte mir auf der Fahrt vom Flughafen erzählt, dass dies nicht wirklich heiss wäre in Warschau. Das seien nur einzelne Tage. Letztes Jahr wäre es ingesamt viel heisser gewesen. Gut bin letztes Jahr nicht hierher gekommen.

Ich möchte unter anderem auch den Warschauer Zoo besuchen.
Das plane ich nun auf Freitag oder Samstag ein, wenn es nicht ganz so heiss sein wird.
Morgen werde ich die Altstadt erkunden und mich wenn möglich im Schatten aufhalten. Wenn nötig gehe ich zurück ins klimatisierte Hotelzimmer, um mich abzukühlen.
Und morgen Abend mache ich dann allenfalls nach dem Abendessen ein bisschen Nachtfotografie in der Altstadt. Ich habe festgestellt, dass die Gebäude hier sehr schön beleuchtet werden.

Stay tuned.

Warschauer Königsschloss
Zamek Królewski w Warszawie
Zamek Królewski w Warszawie (Warschauer Königsschloss )

Stockholm 2024: Ein sonniger, aber kalter Tag

Heute war es in Stockholm sehr schön. Den ganzen Tag schien die Sonne, wenn halt auch nicht sehr lange. Richtig hell wird’s hier zwischen 9 und 10 am Morgen, und um 4 Uhr am Nachmittag ist schon wieder dunkel.
Aber es war auch sehr kalt. Mindestens -10 Grad am Tag, und wenn man Wind abkriegte, so sank die gefühlte Temperatur noch einmal um ein paar Grad.

Wie geplant habe ich heute das Armémuseum besucht.
Da dieses aber erst um 11:00 öffnet, bin ich auch erst kurz nach 10:00 losgezogen und gemütlich durch die Einkaufsstrassen zur Tramhaltestelle spaziert.
Dabei habe ich etwas gesehen, das mir schon vor zwei Tagen aufgefallen war:
Vor dem Konserthuset, dem Konzerthaus mit dem Stockholmer Sinfonieorchester Kungliga Filharmonikerna, werden in klirrender Kälte an Markständen frische Schnittblumen feil geboten. Da kriegt man von Tulpen bis Rosen fast alles…

Das Armémuseum zeigt in einer sehr informativen und grossen Ausstellung über zwei Stockwerke die schwedische Militärgeschichte vom Mittelalter bis heute.
Schweden war früher eine Grossmacht, die ständig in Kriege verwickelt war. Meistens ging es um Territorialansprüche, Erbstreitigkeiten, oder ganz einfach darum, Geld zu beschaffen.
Der grösste dieser Kriege war wohl der dreissigjährige Krieg von 1618 bis 1648, in dem sich die Grossmächte von fast ganz Europa bekriegten. Schweden war zuvorderst mit dabei.
Aber auch schon vorher, und vorallem danach war Schweden immer wieder in Konflikte mit seinen Nachbarn, aber auch mit anderen Ländern verwickelt. Man gewann und verlor immer wieder Territorien. Das letzte Mal, als es zu einer solchen Grenzänderung kam, war 1814, als Norwegen in eine „Union“ mit Schweden geriet. Faktisch war das eine Erweiterung des Einflussbereichs Schwedens, auch wenn niemand das Wort „Besetzung“ benutzte.
Allerdings hatten die Norweger 1905 genug von der „Union“ und wurden selbständig. (Zitat einer norwegischen Stadtführerin in Oslo vor 5 Jahren: „Deshalb wollen wir Norweger nicht wieder einer Union beitreten!“). Norwegen ist nicht Mitglied der EU.
Seit 1814 hat Schweden an keinem Krieg mehr teilgenommen und die aussenpolitische Linie verfolgt, im Frieden allianzfrei und im Krieg neutral zu bleiben.
Mit dem Entscheid, wegen dem russischen Angriff auf die Ukraine der NATO beizutreten, gab Schweden 2022 diese Haltung und somit seine Neutralität auf.

Die Ausstellung war sehr interessant und umfangreich. Ich blieb fast 3 Stunden in dem Armémuseum. 🙂

Der geplante Besuch des Nobelpreismuseum fand deshalb nicht statt.
Ich beschloss, erst einmal einen ausgedehnten Besuch eine Esspresso House zu machen, um auch etwas zu essen.
Seit dem Morgenessen um 08:30 hatte ich weder etwas gegessen noch getrunken. Der Magen knurrte ganz schön. Das musste korrigiert werden. 😉
Ausserdem konnte ich bei Kaffee und Kuchen gemütlich ein bisschen lesen.

Danach bin ich zurück ins Hotel, um vor dem Abendessen noch meine Sachen zu packen.
Morgen um 13:00 fliege ich mit SAS Flug SK605 zurück in die Schweiz. Ich kann als gemütlich frühstücken, zum Bahnhof gehen (5 Minuten), und dann mit dem Arlanda Express zum Flughafen fahren. Die Fahrt dauert auch nur 20 Minuten

Armémuseum Stockholm

Stockholm 2024: Der letzte Tag des Jahres

Wie schon letztes Jahr in Oslo: Dies ist der letzte Post von 2024. 🙂

Das Wetter hier in Stockholm ist immer noch schön. Die Sonne schien den ganzen Tag und am Himmel zeigten sich bloss ein paar dünne Schleierwolken.
Aber es ist noch kälter geworden. Die Temperaturen sind nun auch tagsüber in den Minus-Bereichen. Zusammen mit dem Wind kommt man nun locker auf -8 Grad Celsius oder tiefer gefühlte Temperatur.
Eigentlich so, wie ich es erwartet hätte. Richtig Winter! Bloss, es fehlt der Schnee.
Doch das könnte sich allerdings heute Nacht ändern: Zum einen ist der Schnee in den Meteo-Apps für heute Nacht schon länger angesagt (und für morgen den ganzen Tag).
Zum anderen fahren seit heute Abend die Streufahrzeuge durch die Stast und streuen auf eine trockene Strasse…
Wie es aussieht, erwartet die Stadtverwaltung in der heutigen Nacht offenbar etwas Niederschlag.
Nun, wir werden es spätestens morgen früh sehen.

Ich habe mich realtiv spät am Morgen nach einem gemütlichen Morgenessen zu Fuss nach Gamla Stan aufgemacht. Dabei habe ich vor allem nach Strassenszenen und auffälligen Leute Ausschau gehalten, um einige Bilder für meine Galerie „The Street“ zu schiessen. Dabei wollte ich auch gleich ein neues Teleobjktiv testen.
Trotz der Kälte hatte es heute vor allem in Gamla Stan recht viele Leute in den Strassen. Zum einen wohl wegen dem schönen Wetter (gegen die Kälte kann man sich ja schützen), zum anderen sicher auch, weil ausser dem königlichen Schloss fast alle Museen geschlossen waren. 😉

Eher zufällig bin ich am Schloss vorbei gekommen, und gesehen, dass die Soldaten Absperrungen errichteten. Offenbar war Zeit für die Wachtablösung (ich weiss nie genau, wann die ist, obwohl ich schon mehrere Male dabei war).
Also bin ich stehen geblieben und habe mir einen Logenplatz direkt an der Absperrung gesichert. Das war auch gut so, denn als die Wachtablösung begann, war der ganze Platz vor dem Schloss voll.
Allerdings bedeutete das, dass ich wohl über eineinhalb Stunden auf dem Platz im Wind stand und mich kaum bewegen konnte. Die Wachtablösung dauert inklusive Kurzkonzert des Militärspiels gute 45 Minuten, und ungefähr genau so lange stand ich vorher da…
Irgendwann gibt jede noch so gute Isolierung auf und die Kälte kriecht sich langsam durch Mark und Bein. Der einize Ort, an dem ich am Schluss nicht kalt hatte, waren meine Füsse. Gute Schuhe sind halt auch in der Stadt Gold wert. 🙂 Danke Onkel Sam. 😉

Der anschliessende Spaziergang zurück zum Hotel mit Umweg durch die Bahnhofshalle (natürlich auf der Suche nach Motiven) und mit Zwischenstopp im Espresso House hat mich relativ schnell wieder aufgewärmt. 🙂

Heute Abend bin ich relativ früh zum Dinner gegangen.
Das Hotel hat einen Vier-Gänger angeboten, und Anfang Dezember kam eine eMail von Concierge mit der Einladung, doch bitte früh zu reservieren, da die Plätze begehrt seien. Das habe ich dann auch gleich gemacht. Und man hat sich sehr flexibel gezeigt: Da die ersten beiden Gänge Rogen (also Fischeier) und Hummer waren, konnte ich diese durch die beiden ersten Gängen aus dem Vegi-Menü ersetzen: Heisser Ziegenkäse und gebratener Tofu. Anschliessend gab’s Rindfilet mit Entenleber. Und zum Dessert weisse Schokoladenmousse mit Pistazienglacé. Hat super geschmeckt. 🙂

Nun schreibe ich diesen Post etwas früher als sonst.
Später soll es in der Stadt Feuerwerk geben. Eigentlich knallt es bereits jetzt schon, um 21:30.
Eventuell gehe ich noch mal raus und schaue mit das an. Aber ich glaube nicht, dass man hier das schlägt, das ich in Reykjavík gesehen habe. 😉

Stay tuned.

Wachtablösung vor dem Königlichen Schloss in Stockholm

Stockholm 2024: Zum Jahreswechsel in die schwedische Hauptstadt

Heute bin ich nach Stockholm geflogen, um den Jahreswechsel 2024/25 in der schwedischen Hauptstadt zu verbringen.

Die Anreise verlief problemlos und ohne Verzögerungen. Der Flug mit SAS war ganz angenehm und kam pünktlich auf dem Flughafen Arlanda nördlich von Stockholm an. Das Gepäck kam recht rasch auf dem Gepäckband und dank dem Arlanda Express, der in Stosszeiten ca alle 15 Minuten direkt vom Flughafen an den Hauptbahnhof von Stockholm fährt, war ich ca eine Stunde nach der Landung schon im Hotel.

Hier in Stockholm regnet es immer wieder ganz leicht. Eigentlich ist es mehr ein Nieseln als Regen. Die Temperaturen liegen im einstelligen Bereich über Null. Aber die gefühlte Temperatur ist wegen der Nässe einige Grad tiefer.
Ich komme auch in der Nacht zwar gut ohne Mütze und Handschuhe aus, aber man muss sich schon warm anziehen, wenn man längere Zeit draussen sein will.
Eigentlich bin ich ja wegen dem Winter hierher gekommen, den wir zu Hause zumindest im Flachland nicht mehr haben.
Aber weit gefehlt: Hier liegt gar kein Schnee und der Niederschlag ist wie schon erwähnt Regen.
Tja, ich hätte wohl nach Reykjavík fliegen sollen. Die hatten über Weihnachten einen heftigen Schneesturm und nun liegt dort genug Schnee… 😉

Morgen gehe ich das erste Mal in die Stadt. Von meinen früheren Besuchen hier kenne ich einiges schon. Allerdings gibt es auch noch Vieles, das ich noch nicht besucht habe.
Ich habe mir einen Stockholm Pass gekauft. Damit habe ich nun 5 Tage freie Fahrt auf allen öV und freien Eintritt oder Reduktion bei vielen Museen und Ausstellungen.

Stay tuned.