Island 2024: Die nächste Etappe

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Nun bin ich auf der Snæfellsnes Halbinsel.
Ich habe mein Quartier für drei Nächte im Helgrindur Gästehaus in Grundarfjörður bezogen.

Das Gästehaus liegt mitten im Ort, im ersten Stock über einer Bank.
Die Räume sind scheinbar neu renoviert und recht grosszügig ausgelegt. Besonders das Bad hat mich in seiner Grösse und Ausstattung positiv überrascht.
Jedes Zimmer hat einen Microwellen-Grill, einen Kühlschrank und ein Lavabo. Weiter hat es je zwei Sets an Tellern, Tassen und Besteck. Und einen Wasserkocher. 🙂
Der Check-In fand eigentlich gar nicht statt. Ich erhielt heute Morgen eine eMail und meldete mich telefonisch an, weil ich aufgrund des nicht so schönen Wetters erwartet hatte, früher in Grundarfjörður einzutreffen, als das Zimmer bereit wäre.
Aber alles kein Problem. Mein Zimmer wurde als erstes bereit gemacht, und das Wetter erwies sich auf Snæfellsnes viel besser als gedacht. Da konnte ich unterwegs trotzdem den einen oder anderen Foto-Stopp machen.
Als ich ankam, klebte ein Post-It mit meinem Namen an der Zimmertür und der Schlüssel steckt von aussen im Schloss.
Für einmal wohne ich also nicht in einem Hotel, sondern in einer Einzimmer-Fereinwohnung.
Das ist etwas günstiger, aber ich kriege am Morgen also nicht automatisch Frühstück, sondern muss wie zu Hause selber dafür sorgen. Das heisst, ich muss einkaufen gehen. Aber das habe ich heute Morgen bereits erledigt, kurz nachdem ich losgefahren bin. 🙂
Ansonsten könnte sich so manches 3*- oder sogar 4*-Hotel hier etwas abschauen, was Ausstattung, Zustand und Sauberkeit anbelangt.

Das Wetter war heute wieder einmal typisch Island. 🙂
Gestern Nacht wurde ich wach vom Regen, der heftig gegen mein Zimmerfenster trommelte.
Am Morgen nieselte es zwar nur ein bisschen, als ich losfuhr. Und ab und zu drückte sogar die Sonne durch die Wolken. Aber es wehte ein starker Wind. Und der ist ein Garant für schnelle Wetterwechsel.
Aber 5 Minuten, nachdem ich losgefahren war, fuhr ich schon wieder in heftigem Regen, um dann weitere 10 Minuten später wieder auf trockener Strasse zu fahren.
Und als ich auf die Nordseite der Snæfellsnes Halbinsel kam, gab es plötzlich strahlend blauen Himmel und Sonne pur. Aber der relativ starke Wind blieb. Dem verdankten wir vermutlich, dass die Sonne schien.

Nun, während ich das hier um 22:00 schreibe, scheint draussen immer noch die Sonne. Dank dem Wind ist es ca acht Grad Celsius. Die Wolken kleben geradezu an den Berggipfeln rund um Grundarfjörður und scheinen nur darauf zu warten, dass der Wind nachlässt.
Auch ohne den Wetterbericht zu konsultieren, bin ich mir ziemlich sicher, dass es morgen auch hier regnen oder zumindest bewölkt sein wird.

Wenn morgen das Wetter nur ein bisschen mitspielt, will ich rund um die Halbinsel fahren und verschiedene Orte aufsuchen.
Besonders das Dorf Arnarstapi insteressiert mich. Dort gibt es einen Vogelfelsen, der bei meinen bisherigen Besuchen immer schon leer war, weil die Zugvögel alle schon weggeflogen waren. Vielleicht sehe ich morgen ein paar Tiere.

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Unterwegs auf Snæfellsnes

Stay tuned.

Island 2024: Wieder in Island

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Jetzt bin ich wieder hier. 🙂
Nach acht Monaten bin ich zurück in Island.

Die Anreise verlief problemlos und ohne Verzögerung. Alles wie immer.
Hier in Keflavík war verhältnismässig wenig los. Man merkt, dass noch nicht Hauptsaison ist.
Zwar war der Flieger fast kommplett belegt. Aber das lag wohl an einer relativ grossen Gruppe der Firma SwissLife, die offenbar einen Betriebsausflug macht. Betreut wurden die von einem Reiseführer des Reisebüros Mittelthurgau.
Ausserdem waren einige Amerikaner an Board, die in Keflavík zum grössten Teil auf einen Interkontinentalflug nach Hause umgestiegen sind.
Ausserdem wurde der Flughafen Keflavík in verschiedenen Teilen umgebaut. Unter anderem die Gepäckanlage, bei der man sein Gepäck nach der Ankunft in Empfang nimmt. Da wurde mehrere neue, leistungsfähige Bänder installiert,

Auch die Fahrt zu meiner ersten Unterkunft, dem Hótel Bifröst, verlief ohne grössere Probleme. Bifröst liegt in West Island. Es ist ein kleines Kaff, hat aber eine eigene Universität und eben ein Hotel.
Vom Flughafen dorthin dauerte die Fahrt rund zwei Stunden.
Stau und Kolonnen im Hauptstadtgebiet: Zur Feierabendzeit fährt alles aus der Stadt heraus in die umliegenden Wohngemeinden.
Je weiter nach Norden ich kam, desto weniger Autos fuhren vor und hinter mir. Wie ich es aus Island kenne.

Hier ist es jetzt zwanzig nach zehn am Abend. Wegen der westlichen Lage der Insel und auch, weil Island keine Sommerzeit kennt, liegen die Uhren hier um 2 Stunden hinter der Mitteleuropäischen Zeit. Zu Hause ist es jetzt also zwanzig Minuten nach Mitternacht. 😉
Bloss ist es hier taghell. Und es wird wohl auch nicht dunkel werden.
Der Himmel ist bewölkt und morgen wird es vermutlich regnen. Ausserdem bläst ein kalter Wind. Im Moment ist es draussen 8 Grad Celsius.
Auch wenn es hier in Westisland im Moment noch keine richtige Mitternachtssonne gibt (das heisst, dass die Sonne den Horizont nie berührt), sind die Tage fast 24 Stunden lang.
Je weiter ich in den nächsten Tagen nach Norden fahren werde, desto länger werden die Tage. Mit etwas Glück sehe ich in den Westfjorden (Vestfirðir) dann die Mitternachtssonne (falls das Wetter mitspielt)…. 😉

Morgen geht’s dann weiter auf die Halbinsel Snæfellsnes. Dort bleibe ich für drei Nächte in Grundarfjörður.

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In Keflavík angekommen

Stay tuned.

Turin 2024: Ein langer, aber interessanter Tag in Turin

Flagge_ItalienHeute Morgen war der Regen hier in Turin weg, und die Sonne drückte stellenweise durch die Wolken. Danke eines leichten Windes änderte sich dies zwar immer wieder ein wenig, aber heute konnte man die Sonnenbrille wirklich gebrauchen. 🙂
Am frappantesten war allerdings der Temperaturanstieg von 10 Grad gesten auf gute 20 Grad heute.
Am Abend begann es zwar während dem Abendessen wieder zu regnen, aber zum Einen war das kaum der Rede wert und zum anderen fielen die Temperaturen kaum.
Auf jeden Fall habe ich bis halb acht draussen gegessen. 🙂

Wie geplant bin ich also heute auf den Markt auf der Piazza della Repubblica gegangen.
Dieser Markt ist riesig und es wimmelt nur dort so von Leuten. Mir ist aufgefallen, dass die Fleisch-, Fisch-, Früchte- und Gemüseverkäufer zu einem grossen Teil Italiener/innen waren, während bei den Kleider-, Haushaltwaren-, „Schmuck“- und Ramschständen vorwiegend Arabisch gesprochen und geschriehen wurde.
Und ich habe ein beträchtliche Anzahl Bettler und Ramschverkäufer mit sehr dunkler Hautfarbe gesehen. Die Bettler auf dem Markt erschienen mir zudem äusserst aggressiv und hardnäckig. Ich war innerlich mehr als einmal kurz davor, einem solchen Bettler physisch deutlich zu machen, dass er mich in Ruhe lassen soll.
Mir hat es dort sehr gefallen: Sehr viele Eindrücke, sehr viele Fotomotive, sehr viele Beobachtungen. ICh hätte den ganzen Tag dort verbringen können.
Und wenn ich hier wohnen würde, würde ich wohl öfters hier einkaufen. Die Waren, besonders die Früchte und das Gemüse machten mir einen sehr guten, frischen Eindruck.

Danach bin ich ins Museo Egizio.
Das Ticket hatte ich vor vier Tagen online gekauft.
Vor dem Museum gab es keine Schlange, denn heute Montag hatte es deutlich weniger Leute in der Stadt als am Wochenende. Soweit schon mal gut.
Aber trotzdem war das Museum gut gefüllt. Und die vielen Gruppen, die mit einem Führer durch die Gänge und Säle gingen, machten es auch nicht immer einfach, die Objekte genauer zu betrachtten.

Eine beeindruckende Sammlung, das ist sicher. Und ich bin mir auch sicher, dass ihr Beitrag zur Erforschung des alten Ägyptens sehr gross ist. Immerhin wurde Italien von Ägypten nach der Rettung von Abu Simbel für sein Mitwirken und seine Unterstützung mit einem kompletten Tempel beschenkt!
Dieser wurde im Museo Egizio wieder aufgebaut.
Trotzdem wurde ich das Gefühl nicht los, dass auch diese Sammlung das Ergebnis von grossangelegten, als archäologische Forschung getarnten Grabplünderungen ist: die Engländer, die Deutschen, die Franzosen und offenbar auch die Italiener bedienten sich in Ägypten, wie sie wollten. Und die kaum existente und verarmte ägyptische Regierung machte damit ein gutes Geschäft…

Heute Abend konnte ich dann doch noch einige Nachtbilder schiessen.
Da der Nieselregen nach dem Abendessen praktisch aufgehört hatte, bin ich noch für zweieinhalb Stunden mit der Kamera in die Stadt gegangen: Piazza Castello und Piazza San Carlo sowie die Via Roma.
Da ich jedes Bild mit der sogenannten Bracketing-Methode, also als Belichtungsreihe aufnahm, sind so über 600 Rohbilder zusammengekommen. Effektiv wird das Ergebnis zahlenmässig überschaubar sein. Viele dieser Bilder sind ausserdem Testaufnahmen, die ich später sowieso löschen werde.

Morgen geht’s schon wieder nach Hause.
Turin ist eine tolle Stadt, die viel zu bieten hat. Vier volle Tage und fünf Nächte reichen bei Weitem nicht, um alles zu sehen und kennenzulernen. Dafür braucht es wohl regelmässige Besuche über Jahre.
Ich nehme mal an, ich bin nicht das letzte Mal hier gewesen… 😉

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Stay tuned!

Turin 2024: Ein sehr regnerischer Tag in Turin

Flagge_ItalienHeute bin ich erst am Mittag losgezogen. 🙂

Es hatte den ganzen Morgen stark geregnet. So stark, dass ich trotz Regenjacke und Mütze nass geworden wäre, wenn ich nicht in den Arkanden (die ich ja schon kenne) geblieben wäre.
Also habe ich es mir im Hotelzimmer gemütlich gemacht, im Internet mögliche Ziele fürmorgen herausgesucht und ein paar Bilder bearbeitet.

Gegen Mittag liess der Regen nach und ging in den bereits bekannten Nieselregen über.

Also ging ich los zur Piazza Solferino.
Zum Einen, weil mich die Gegend dort interessierte. Und zum Anderen, um im Ristorante Solferino, welches an dieser Piazza liegt, einen Tisch für’s Abendessen zu reservieren.
Heute wollte ich wieder einmal pietmontesische Küche gönnen. Aber ohne Reservation geht am Abend hier in der guten Restaurants gar nichts.
Die Reservation hatte sich allerdings gelohnt. Die Küche im Ristorante Solferino ist hervorragend. Ich habe dort gleich noch einmal für morgen Abend reserviert, denn das Rindsfilet war ein Gedicht. Und zu einem Preis von bloss €26.–. Das will ich noch einmal.
Aber auch die anderen Gänge, vom Anitpasto bis zum Dolce waren super. 🙂

Auf dem Rückweg zum Hotel kam ich wieder an der Galeria d’Italia vorbei, in der ich vor zwei Tagen die Ausstellung der Fotografin Cristina Mittermeier besuchte.
Dieses Mal standen da zwei Manschafts- und mehrere Personenwagen der Carabinieri, sowie vier Streifenwagen der Polizei. Insgesamt standen mehr als 20 Beamte in und um die Galerie herum. Ich weiss nicht, was los war. Vielleicht ein hoher Besuch in der Galerie, der geschützt werden musste?
Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mit Lesen und Internet bei einer sehr grossen Tasse Caffe Latte im Starbucks.

Morgen soll das Wetter besser werden. Falls dem so ist, will ich noch einmal eine etwas grössere Tour machen. Ausserdem habe ich um 13:00 einen Termin. Dann ist nämlich mein Zeitfenster, um ins Museo Egizio, dem ägyptischen Museum zu gelangen. Das Ticket habe ich online gekauft. Bei diesem Museum ist das ein Muss. Der Ticketschalter öffnet erst im Juni. Ohne Onlineticket kommt man gar nicht erst hinein.

Mal schauen, was sonst noch geht.

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Stay tuned!

Turin 2024: An den Ufern des Po

Flagge_ItalienHeute bin ich zum Po gegangen. 😉

Nach dem Frühstück bin ich zuerst in den Bahnhof Porta Nuova, um dort ein paar Bilder zu schiessen. por ist nach Roma Termini und Milano Centrale der drittgrösste Bahnhof Italiens. Den wollte ich mir einfach mal anschauen.

Das Wetter war wie gestern: um die 10 Grad und regnerisch. Aber wie gestern war der Regen nicht stark, eher wie ein leichtes Nieseln. Also habe ich keinen Regenschutz gebraucht. Meine Softshell-Jacke hält das ab.

Vom Bahnhof bin ich dann durch die Quartiere bis zum Ufer des Po spaziert.
Eigentlich wollte ich dort in einen Park und zum Castello del Valentino.
Aber als ich dann bei der Ponte Umberto I stand, habe ich mich umentschieden. Anstatt flussaufwärts zum Schloss ging ich am Poufer entlang flussabwärts bis zur Ponte Vittorio Emanuele I.
Auf der anderen Seite der Brücke habe ich noch die Chiesa della Gran Madre di Dio besucht, eine Kirche, die mich mit ihrer Kuppel von aussen an das Panteão Nacional (Igreja de Santa Engrácia) in Lissabon erinnerte. Letzteres ist allerding deutlich grösser.
Um in der Fussgängerzone hinter der Kirche habe ich mir dann ein echtes, hausgemachtes, italienisches Gelato genehmigt. 🙂

Von allem, was ich bis jetzt hier in Turin gesehen habe, hat mir das Poufer (Murazzi del Po Gipo Farassino) am Besten gefallen. Da der Po unterhalb der Ponte Vittorio Emanuele I etwas gestaut wird und auch sonst kein grosses Gefälle hat, ist er zwischen den beiden Brücken ziemlich ruhig.
Und die Touristenströme, die sonst überall anzutreffen sind, fehlten hier fast ganz. Hier spazierten nur einige Familien, während die Massen oben auf der Ponte Vittorio Emanuele I Richtung Kirche strömten.
Aber vielleicht war es um 12:00 einfach noch zu früh. 😉

Von der Ponte Vittorio Emanuele I ging’s dann über die Piazza Vittorio Veneto Richtung Piazza San Carlo und von dort zurück zu Hotel.
Je näher ich der Piazza San Carlo kam, desto grösser wurden wieder Touristenmassen wieder. Und die standen Schlange vor den Museen.
Doch vorher musste ich noch einen Umweg machen, denn die Piazza Carlo Emanuele I war von Polizia Municipale und Carabinieri weiträumig abgesperrt worden. Wieso das so war, habe ich nicht herausgefunden.

Heute war ich über fünf Stunden zu Fuss in der Stadt unterwegs. Gestern waren es um die vier Stunden. Ich bin in Städten immer zu Fuss unterwegs, wenn ich das erste Mal dort bin. So habe ich die Gelegenheit, etwas zu fotografieren, das ich spontan sehe. Ich habe dabei Zeit und muss nicht auf einen Fahrplan achten. Ausserdem fotografiert es sich aus einem Sightseeing-Bus oder einer Strassenbahn ziemlich schlecht.
Entsprechend schmerzen jetzt meine Füsse und eines meiner Fussgelenke, und auch der Rücken hat sich heute zwischendurch gemeldet. Aber das ist egal. Denn ich habe viel gesehen und dabei über 400 Rohbilder geschossen. 😉

Und wenn ich schon bei den Statistiken bin:
Ich habe mir die Mühe gemacht, meine gestrige und heutige Tour auszumessen.
Gestern bin ich gute 4 Kilometer gelaufen (ohne die Strecken in der Galeria d’Italia und in den Nebenarkaden…) und heute waren es über 7.5 Kilometer.
Morgen und am Montag werden es je wohl auch noch ein paar Kilometer werden, allerdings in eine andere Richtung als heute. 😉

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Ponte Umberto I

Stay tuned!

Turin 2024: Erste Tour durch das Stadtzentrum

Flagge_ItalienHeute habe ich die erste Tour durch das Stadtzentrum von Turin unternommen, notabene mit meiner Kamera.

Ich habe, wie in den Ferien üblich, ausgeschlafen, spät gemütlich gefrühstückt, und bin dann gegen 9 Uhr 30 losgezogen.
Das Wetter war nicht zu schlecht: gegen 12 bis 14 Gad und regnerisch.
Wobei Letzteres keine grosse Rolle spielte, da der Regen nicht stark war, und es in Turin wie in Bern entlang der wichtigsten Strassen Arkaden gibt.
Und die Temperatur war wie immer eine Ansichtssache: Während ich mit T-Shirt und einer Softshell-Jacke gut angezogen war, liefen viele Touristen und Einheimische dick eingepackt herum, als wäre es tiefster Winter; einige sogar mit Schal, Wollmütze und dicken Handschuhe…

Wie gestern Abend bin ich entlang der Shoppingmeile Via Roma zuerst zur Piazza San Carlo gegangen. Von dort bin ich weiter zur Piazza Castello. Dabei bin ich immer wieder in eine Seitengasse oder eine Arkade abgebogen oder eine der vielen barocken Kirchen angeschaut.
Die Luxusläden in der Via Roma öffnen erst um 10:00.
Trotzdem standen vor einigen der Läden schon 15 Minuten vorher einige Leute und warteten auf Einlass. Offenbar brannte das Geld Löcher in die Taschen… 😉

Die Arkaden und das schlechte Wetter lockten natürlich nicht nur Touristen an, sondern auch Gaukler, Strassenkünstler und Bettler (einige davon waren ziemlich agressiv).
Ich habe noch in keiner Stadt in so kurzer Zeit so viele verschiedene „Leute auf der Strasse“ fotografieren können. Nach Auswahl und Bearbeiteung sind alleine heute 18 solche s/w Bilder entstanden.
Die werde ich später noch auf meine Homepage hochladen.

Heute war kein Tag für Museumsbesuche. Zwar hätte das Wetter dazu eingeladen, aber auf die Idee waren auch andere gekommen: Die Schlange vor dem Palazzo Reale war über hundert Meter lang, und vor dem Palazzo Madama waren es immer noch gut 20 Meter Schlange.
Blöd ist auch, dass der Palazzo Madama zur Zeit renoviert wird und deshalb die Front komplett eingerüstet ist. Das gibt keine guten Bilder. 😉
Aber das ist mir mehrfach schon mit dem Big Ben und dem Parlament in London passiert. Ist halt so…

Ich habe trotzdem etwas sehr Interessantes gefunden, das ich mir anschauen konnte:
In der Galeria d’Italia an der Piazza San Carlo gab es eine Ausstellung der mexikanischen Fotografin Cristina „Mitty“ Mittermeier. Ich kannte diese Fotografin bisher noch nicht. Die Ausstellung in der Galeria d’Italia ist auch ihre erste Ausstellung.
Ich bin sehr beeindruckt von Ihren Bildern, die sie auf der ganzen Welt geschossen hat. Von grossartigen Portraits von indigenen Völkern (zB aus Brasilien oder Papua-Neuguinea), über sehr schöne Gletscherbildern aus der Arktis und Antarktis bis zu Unterwasseraufnahmen von Walen und Haien. Besonders hat mir ein schwarz-weisses, grossformatiges Bild einer Gruppe von schlafenden Potwalen gefesselt.
Ich werde die Bilder von „Mitty“ in Zukunft sicher immer wieder anschauen. Sie macht genau die Art von Bildern, die ich besonders mag, und die ich auch gerne selber mache; wenn auch nicht in der gleichen Qualität.

Die nächsten zwei Tage wird sich die Situation in, respektive vor den Museen kaum ändern. Es ist Wochenende und schlechtes, kühles Wetter. Da wollen die Leute rein…
Vielleicht kriege ich online ein Ticket mit direktem Zugang (ohne Schlange stehen zu müssen). In Florenz hat das funktioniert. Mal schauen. Ansonsten werde ich am Montag das eine oder ander Museum besuchen, sofern die geöffnet haben.
Ich habe mir so bereits ein Ticket für das ägyptische Museum, das Museo Egizio besorgt, am Montag um 13:00. Vorher würde es mir zeitlich reichen, die Armeria reale besuchen.

Heute Abend wollte ich eigentlich ein paar Nachtaufnahmen machen.
Aber leider ist der Regen stärker geworden. (@Markus: Kommt Dir das bekannt vor?)
Ich kann zwar mich und das Equipment schützen. Aber gegen die Regentropfen auf der Linse, die bei längerer Belichtung zwangsläufig da sein werden, kann ich nicht viel machen. Dieser Effekt wäre auf dem einen oder anderen Bild zwar ganz nett, aber eine ganze Serie voll davon?
Daher wäre zu erwarten, dass ich nicht die Resultate kriegen würde, die ich möchte.
Also lasse ich es lieber bleiben und hoffe, dass einer der folgenden Abende trocken sein werden. 🙂

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Palazzo Reale

Stay tuned!

Turin 2024: Angekommen

Flagge_ItalienIch bin gut in Turin angekommen.

Allerdings war der einzige Zug heute, der nicht Verspätung hatte, die S3, die mich von Effretikon nach Züich brachte.
Zürich-Mailand hatte 15 Minuten Verspätung. Aber nicht wegen der Italiener, sondern wegen der SBB. Wegen Baurabeiten wurde der Zug nach Bellinzona über die alte, langsamere Strecke umgeleitet.
Da ich in Mailand 25 Minuten Umsteigezeit hatte, reichte es trotzdem noch auf den Regionalzug. Dieser brauchte allerdings gute 2 Stunden nach Turin, doppelt so viel wie der Schnellzug.
Und kaum war er in Mailand abgefahren, hatte auch dieser Zug Verspätung…
Aber dann passierte etwas Komisches: Bis eine Station vor Porta Nuova in Turin, meinem Ziel, hatte auch dieser Zug ca 15 Minuten Verspätung. Aber er kam pünktlich in Porta Nuova an.
Offenbar hatte der Lokführer im Endspurt einen Bleifuss… 😉

Hier in Turin war auf der Strasse einiges los. Man merkte, dass die Leute wohl frei hatten. Allerdings waren die Läden trotz Feiertag geöffnet, wenigstens die teuren…
Und die Strassen und Plätze waren trotz des kühlen Wetter voll. Das liess erst nach, als es dunkler wurde und zu kühl, um drausen zu sitzen.

Das Wetter war bei meiner Ankunft für mich angenehm kühl mit einigen Wolken.
Das änderte sich im Verlauf des Abends, und als ich nach dem Nachtessen nach 21 Uhr auf die Strasse trat, regnete es leicht. Nun bin ich gespannt, wie es morgen aussehen wird.

Apropos Nachtessen: Ich habe einen Tipp gekriegt für eine Osteria, die gleich neben meinem Hotel liegt. Also habe ich heute gleich nach meiner Ankunft für mich dort einen Tisch reserviert (ohne Reservation geht gar nichts), und bin zum Abendessen in die Osteria nuova, auf deren Karte man piemontesische Spezialitäten (unter anderen selbstgemachte Pasta) findet. Ausserdem hat die Osteria neben viel Wein auch ein eigenes Bier, das sehr gut ist. 😉
Das Essen war sehr gut, wenn auch nicht ganz billig. Aber die Preise sind gerechtfertigt.
Ich habe heute die wohl beste Pasta gehabt, die ich je gegessen habe. Die beste Lasagne, die je gegessen habe, habe ich in einem italienischen Restaurant in Stockholm gegessen. Das ist immer noch so.
Aber die Angelloti, die ich heute als Primo Piatto hatte, waren der Hammer. 🙂

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Stay tuned!

Turin 2024: On my way

Flagge_ItalienDies ist ein kurzer Bericht von unterwegs:
Ich bin gerade auf dem Weg nach Turin.
Ich sitze im EuroCity 387 von Zürich nach Mailand. Die Fahrt dauert ca 4 Stunden und 20 Minuten. Dies ist meine erste Fahrt durch den neuen Gotthardtunnel. 😉

Um 13:50 werde ich in Mailand ankommen und 25 Minuten später geht’s weiter nach Turin, wo ich um 16:11 ankommen werde, wenn es keine Verspätung gibt.

Ich bleibe 6 Tage in Turin, um diese Stadt ein bisschen kennenzulernen. Am 30. April geht’s dann wieder nach Hause.

Heute ist in Italien ein Feiertag: Der Tag der Befreiung Italiens vom Faschismus am 25. April 1945.
Davon werde ich aber wohl nicht viel mitkriegen, weil ich fast den ganzen Tag unterwegs bin. Aber in Turin werden wohl alle Geschäfte geschlossen sein.

Island: News aus Reykjavík

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Ich bin zur Zeit leider nicht unterwegs. Ich sitze zu Hause und bearbeite die Bilder meiner letzten Islandreise.
Mein nächster Trip ist für Ende Mai geplant. Ziel: natürlich Island.
Weiter wird’s dieses Jahr Ende Juli auch auf die Spitzbergen (norwegisch Svalbart) gehen. Eine ganz besondere Reise auf einem Forschungsschiff, die ich bei travel worldwide gebucht habe, und auf die ich mich sehr freue.
Eine Roadtrip durch Finnland ist 2025 vorgesehen. Da habe ich nun mit der Planung begonnen.

Trotzdem verfolge ich im Netz täglich, was in Island, Norwegen und den anderen skandinavischen Ländern läuft.
Natürlich interessiert mich im Moment besonders, was auf der Halbinsel Reykjanes in Island passiert. Ich kenne die Gegend dort von etlichen Fahrten über die Halbinsel recht gut, und ich war nach dem ersten Vulkanausbruch 2021 beim Fagradalsfjall zu Fuss und später mit dem Helikopter bei diesem Vulkan, der inzwischen längst wieder erloschen ist.
Da die seismischen Aktivitäten auf Reykjanes seit Jahren anhalten und immer wieder zu Vulkanausbrüchen führen, ist es für mich besonders spannend, was dort im Moment passiert.
Ich bewundere auch immer wieder, wie die Isländer mit diesen Naturgewalten umgehen und auch, wie sie auf katastrophale Auswirkungen reagieren. Sie geben einfach nie auf, handeln schnell und effizient, und sind unter einander sehr solidarisch.

Nun bin ich aber auf eine Meldung aus der Hauptstadt Reykjavík gestossen, die ich gleichermassen bemerkenswert wie auch absurd fand:

In Reykjavík gibt’s schon seit Monaten täglich grössere Staus auf einer der Hauptverkehrsachsen durch die Stadt.
Der Grund: Falsch eingestellte oder inaktive Sensoren bei einer einzigen Lichtsignalanlage. Dies führt dazu, dass die Grünphasen an dieser Kreuzung zu kurz sind (sic!) und dadurch die Staus entstehen.
Die Stadt kennt das Problem und dessen Ursache genau. Man verspricht Besserung… 😉
Warum ist das nicht längst repariert? Wo bitte liegt das Problem?
Behörden scheinen in gewissen Bereichen überall auf der Welt gleich zu funktionieren…😅

Reykjavik Traffic Lights

Stay tuned.

Oslo 2023: Heyerdahl, Nansen, Amundsen & Co

Flagge_NorwegenHeute hat es hier tatsächlich nicht mehr gescheit. Von der in der Wettervorhersage erwähnten Sonne habe ich nichts gesehen. Dafür war die Wolkendecke zu dick. Und es wehte ein giftiger Wind. Dadurch fühlten sich die -8 Grad C and wie -16 Grad.
Kurz: Es war den ganzen Tag ziemlich dunkel, es lag viel Schnee und es herrschte eine klirrende Kälte.
Das richtige Wetter für einen Museumsbesuch, denn nach ca 30 Minuten Spaziergang ging man heute gerne wieder rein. 😉

Wie geplant fuhr ich deshalb mit dem Bus auf die Halbinsel Bygdøy. Die Fahrt vom Bahnhof bis zur Endhaltestelle dauerte etwas mehr als 20 Minuten.
Gleich bei der Endhaltestelle der Linie 30 stehen drei Museen nebeneinander: das Kontiki-Museum, das Frammuseum (Museum zur Erkundung des Polargebietes) und das Norwegische Seefahrtsmuseum. Die ersten beiden sind durch private Stiftungen geführte Museen, das dritte steht in Verbindung mit der Universität Oslo.

Das Kontiki-Museum ist vollständig der Forschung von Thor Heyerdahl gewidmet und erklärt detailliert, wie seine Expeditionen abliefen und weshalb er sie überhaupt unternahm.
Sehenswert sind dabei vor allem zwei seiner Schiffe: die aus Balsaholz gebauter Kon-Tiki, mit der Heyerdahl 1947 zusammen mit fünf Kameraden von Peru nach Polynesien fuhr, und die aus Riet gebaute Ra II, mit der Heyerdahl 1970 von Marokko nach Barbados fuhr.

Das Frammuseum dokumentiert die verschiedenen Expeditionen zum Nord- und Südpol. Fram ist der Name des von Fridtjof Nansen entworfenen und in Auftrag gegebenen Schiffs, das extra dafür gebaut wurde, im Packeis eingeschlossen werden und mit dem Eis zu driften. Das Museum wurde um die Fram herum gebaut. Später kam ein zweiter Bau dazu, in dem die Gjøa ausgestellt wurde, das Schiff, mit dem Roald Amundsen als Erster die sogenannte Nordwestpassage schaffte.
Dabei ging es in erster Linie um einen kurzen Weg vom Atlantik in den Pazifik.
Vor dem Bau des Panamakanals mussten alle Schiffe die sehr gefährliche Route um das Kap Hoorn an der Südspitze von Südamerika nehmen, wenn sie den kürzesten Weg von einem in den anderen Ozean nehmen wollten. Die andere Route um das Kap der Guten Hoffnung, durch den indischen Ozean und das chinesische Meer war viel länger und teurer. Besonders wenn das Ziel die Westküste des amerikanischen Kontinents war.

Das dritte Museum, das Norwegische Seefahrtsmuseum ist der Schifffahrt in Norwegen ganz allgemein gewidmet.
Etwas besonderes gibt es im Untergeschoss: dort ist eines der kleineren Wikingerboote aus der Gokstad Ausgrabung (9. Jahrhundert) als Leihgabe des Vikingerschiffsmuseum (welches noch bis 2026 geschlossen ist) ausgestellt, und ein Zimmermann baut das Boot vor Ort nach. Sehr weit ist er allerdings noch nicht gekommen. Als ich heute dort war, arbeitete er immer noch am Kiel.
Allerdings war Schiffsbau bei den Wikingern vor über 1’000 Jahren eine Gemeinschaftsarbeit und keine Einzelarbeit.

Morgen fliege ich nach Hause. Wenn alles gut geht, und es zu keinen Verspätungen kommt, werde ich kurz nach Mittag in Zürich landen.