Oslo 2023: Viel Schnee & Edvard Munch

Flagge_NorwegenUnd nun (es ist leider unvermeidlich): Nach meinem letzten Post im 2023 folgt der erste Post im Neuen Jahr 2024 . 😉

Am heutigen Neujahrstag ist in Oslo noch mehr Feiertag als gestern am Sylvester. Wirklich alle Geschäfte, die meisten Restaurants und auch fast alle Museen sind geschlossen. Man hat Mühe, ausserhalb des Bahnhofs ein offenes Restaurant zu finden.
Dazu kommt, dass es seit gestern Abend ununterbrochen schneit. In der Nacht sind in der City sicher 20 cm Schnee liegengeblieben. Der Wind, der in der Nacht ziemlich stark war, hat nun etwas an Stärke verloren, ist aber zusammen mit den Schneeflocken immer noch recht bissig. Temperaturmässig bewegen wir uns hier tagsüber zwischen -5 und -10 Grad Celsius.

Natürlich wusste ich von den Feiertagen hier und was sie bedeuteten. Ich habe vor meiner Reise mit visitolso.no Kontakt aufgenommen, und die haben mir je eine Liste mit den Öffnungszeiten der Restaurants und der Museen gemailt. So habe ich wohlweislich für gestern und heute zum Abendessen je eine Reservation in einem Restaurant gemacht.

Deshalb wusste ich auch, dass das grosse Munch-Museum eines der wenigen, wenn nicht das einzige Museum im Zentrum ist, das heute geöffnet hatte. Also hatte ich den Besuch bei Edvard Munch für heute eingeplant, während der Besuch der Halbinsel Bygdøy, auf der es mehrere Museen (die heute notabene geschlossen waren) gibt, für morgen geplant ist.

Edvard Munch (1863-1944) ist der wohl bekannteste Maler Norwegens. Er war schon zu Lebzeiten ein international anerkannter Kunstmaler, der überall auf der Welt Ausstellungen hatte, und mindestens im letzten Drittel seines Leben komfortabel von seiner Kunst leben konnte.
Sein wohl bekanntestes Werk ist der Skrik“ (der Schrei). Munch hat den Schrei auf Karton gezeichnet, gemalt und als Lithografie gedruckt. Es gibt vier Versionen dieses kleinen Bilds (plus die Lithografie), allesamt Originale von Munch.
Als ich davor stand (nicht lange, denn es herrschte ein ziemliches Gedränge vor dem Bild), war ich doch ein bisschen enttäuscht. Ich hatte mir das Bild grösser vorgestellt. Munch hatte schliesslich auch meterhohe Gemälde gemalt.
Ich habe mir sagen lassen, dass es den Besucher des Louvre mit der Mona Lisa ähnlich ergeht. Die sei auch kleiner als man sich das vorstellen würde.
Viel mehr als für die eigentlichen Gemälde, von denen mir einige besser und andere weniger gut gefielen, interessierte mich die Lebensgeschichte von Munch, die auch sehr ausführlich mit moderner Multimedia dargestellt war.

Mit dem Museum hatte auch die Cafeteria im Museum (und natürlich der Souvenir Shop) geöffnet. Das gab mir Gelegenheit, nach dem langen Museumsbesuch (Die Ausstellung umfasst 7 der 12 Stockwerke mit verschiedenen Ausstellungen und Installationen) in aller Ruhe ausserhalb des Bahnhofs einen Kaffee zu trinken. Draussen schneite es derweilen munter weiter und die Asiaten kauften im Souvenirshop so ziemlich jeden Ramsch, der angeboten wurde.

Der Rest des Nachmittags verbrachte ich dann wieder in einem ruhigen Restaurant mit dem vierten Roman von Yrsa Sigurðardóttir.
Dazwischen erhielt ich noch einen Anruf von dem Restaurant, in dem ich für heute Abend reserviert hatte. Man teilte mir mit (was ich längst wusste), dass die Küche um 19:00 schliessen würde und man meine Reservation um 19:00 gerne nach vorne verschieben möchte.
Man merke: Die Reservation erfolgte vor mehr als drei Wochen online und wurde per eMail und SMS bestätigt. Meine eMails betreffend diesem Konflikt (den ich längst auf der Homepage des Restaurants gesehen hatte) wurden nie beantwortet, und dann ruft einer drei Stunden vorher an… (sic!)
Ich bin dann halt schon um 18:00 zum Abendessen. 🙂

Morgen mache ich mit dem Bus den Ausflug zur Halbinsel Bygdøy, um unter anderem das Kontiki-Museum zu besuchen. Leider ist das Vikingerschiff-Museum noch bis 2026 geschlossen. Dort wird ein komplett neues Konzept, verbunden mit einem drei Mal grösseren Neubau, umgesetzt.
Aber es gibt auf der Halbinsel auch noch das Norwegische Seefahrtsmuseum und das Frammuseum (Museum zur Erkundung des Polargebietes).
Da es morgen nicht schneien wird, könnte man auch allenfalls noch das Norsk Folkemuseum (Freilichtmuseum) in Betracht ziehen. Mal schauen, ob ich dann noch Lust dazu habe.
Eigentlich könnte man auch mit der Fähre zur Halbinsel fahren. Das wäre landschaftlich gesehen um einiges attraktiver als der Bus. Aber leider fährt die Fähre zur Zeit nicht, weil es im Hafen und im Fjord Eis hat.

Stay tuned.

Oslo 2023: Vigelandsanlegget & Akershus festning

Flagge_NorwegenErst einmal etwas Offensichtliches: Dies wird mein letzter Post in diesem Jahr. 😉

Heute ist nicht nur Sylvester und damit ein Feiertag in Norwegen. Es ist auch Sonntag.
Das bedeutet, dass in Oslo alle Geschäfte und auch einige Restaurants und Museen geschlossen sind. In den Strassen hat’s kaum Verkehr, auch nicht im Zentrum, und die öV fahren in grösseren zeitlichen Abständen.
Oslo ist fast doppelt so gross wie Zürich, mit nicht ganz doppelt so vielen Einwohnern. Aber heute kam mir die Stadt verlassener vor als Zürich an Morgen nach einem „Züri-Fest“.
Um 11:00 waren einzig ein paar Touristen in der Stadt unterwegs. Die Norweger waren entweder am Skifahren oder Rodeln, oder blieben an einem solchen Tag lieber zu Hause, bis sie dann abends zur Sylvesterparty gingen.

Deshalb hatte ich heute den Besuch von zwei Freiluftanlagen geplant.

Als Erstes fuhr ich mit dem Tram zum Vigeland-Park (Vigelandsanlegget).
Das ist eine grosse Parkanlage mitten in Oslo, in der ausschliesslich Skulpturen des norwegischen Bildhauers Gustav Vigeland aufgestellt sind. Er gilt als der wohl bedeutendste Bildhauer Norwegens. Von ihm stammt unter anderem auch die Medaille für den Friedensnobelpreis, die die jeweiligen Preisträger in Gold erhalten.
Im Park war dann doch einiges los. Etliche Touristengruppen, die mit Bussen gekommen waren. Am Eingang zählt ich zwei norwegische Busse, einen schwedischen und einen aus Lithauen. Aber es waren auch viele Norweger dort: Familien mit Kinderwagen, Spaziergänger und Leute mit Langlaufski.

Das Wetter war heute nicht berauschend. Zwar hatte ich am Morgen den Eindruck, dass es etwas wärmer geworden war, und einiges an Schnee weggeschmolzen war. Und was vom Himmel kam, konnte man im besten Fall als Nieselregen bezeichnen, aber sicher nicht als Schneefall. TRotzdem war es deutlich unter Null Grad, denn es wehte ein bissiger Wind.

Trotzdem ging ich als nächstes auf die Festung Akershus (Akershus festning), von der aus früher der ganze Schiffverkehr im Osloer Fjord, und damit vor allem die Hafeneinfahrt kontrolliert wurde.
Die militärische Bedeutung der Festung ist heute natürlich gleich Null. Trotzdem ist das norwegische Militär immer noch dort stationiert. Es gibt Wachposten, ein Museum der norwegischen Streitkräfte und die Militärakademie in der Festung. Sogar einige Pferde werden noch dort gehalten.r
Wie erwartet waren auch in der Festung sämtliche Museen und Ausstellungen geschlossen. Man konnte nur das Festungswerk besuchen. Und dort oben lag nicht nur reichlich Schnee. Vom Fjord her wehte auch ein ziemlich bissiger, kalter Wind.

Den Rest des Nachmittags verbrachte bei Waffeln und Kaffee mit einem weiteren isländischen Krimi von Yrsa Sigurðardóttir.

Morgen soll noch ruhiger werden. Ich wurde an der Rezeption gewarnt, dass ich in der Stadt kaum ein offenes Restaurant finden würde.
Ausserdem sei bis zu einem Meter Schnee angesagt. Wohl nicht gerade im Stadtzentrum, aber dort würde es auch ganz schön hinschmeissen. Von meiner Wetter-App weiss ich zudem, dass der Wind im Verlauf der Nacht immer stärker werden soll, und es zeitweise Orkanböen geben soll.
Na, mal schauen, wie dann morgen wirklich aussieht. 😉

Nun wünsche ich allen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.

HAPPY NEW YEAR

Stay tuned.

Oslo 2023: Nobelpreis & Holmenkollen

Flagge_NorwegenFür einmal hat es sich in doppelter Hinsicht gelohnt, früher aufzustehen. Eigentlich etwas, dass ich vor allem in den Ferien nicht gerne mache.
Aber heute wollte ich vor dem grossen Run beim Frühstück sein, um nicht anstehen und mühsam einen freien Tisch suchen zu müssen.
Das hat auch ganz gut geklappt und ich konnte in Ruhe frühstücken, ohne am Buffet in den Kampf ziehen zu müssen…
Aber der eigentliche Vorteil meines frühen Aufstehen ergab sich während dem Frühstück: Als ich nach dem Frühstück in die Hotellobby zurückkehrte, herrschte dort eine grosse Aufregung. Die Rezeption wurde von Gästen belagert und die beiden Damen kamen kaum nach, Telefonanrufe und die Fragen der Gäste vor dem Tresen zu beantworten.
Es stellte sich heraus, dass es inzwischen irgendwo einen gröberen Wasserrohrbruch gegeben haben musste, und nicht nur das ganze Hotel sondern das ganze Viertel ohne Wasser, genauer ohne kaltes Wasser war. In den Zimmern gab es zwar noch heisses Wasser (wahrscheinlich aus den hoteleigenen Biolern). Aber das war so heiss, dass man kaum richtig die Hände waschen konnte, geschweige denn zu Duschen.
Mir war’s egal: Als ich vor acht Uhr geduscht hatte, hatte alles noch funktioniert.
Wäre ich wie gewohnt später aufgestanden, hätte ich wohl auch nicht duschen können. Und ob dann meine Toilette noch funktioniert hätte, weiss ich nicht.
Also ging ich erst einmal in die Stadt. Bis zu meiner Rückkehr am Nachmittag würde das Ganze schon wieder funktionieren.

Am Morgen hatte es hier noch etwas geschneit und die Wolken lagen sehr tief. Aber der Schneefall hörte bald auf und es wurde auch heller und freundlicher.

Also besuchte ich erst einmal das Nobel-Friedenszentrum. Während eigentlich alle Nobelpreise von der schwedischen Akademie in Stockholm verliehen werden, wird der Friedensnobelpreis von einem Komitee in Oslo verliehen. Entsprechend findet dann auch die Verleihungszeremonie hier in Rathaus von Oslo statt.
Das Nobel-Friedenszentrum ist ein Museum, dass sich ausschliesslich mit Alfred Nobel als Stifter und dem Friedensnobelpreis befasst.
Aktuell gibt es neben den ständigen Installationen zwei Ausstellungen: eine über die diesjährige Preisträgerin Narges Mohammadi, die zur Zeit im Iran im Gefängnis sitzt, und eine zweite Ausstellung über Yoko Ono, die Frau von John Lennon, die dieses Jahr 90 Jahre alt geworden ist.

Als ich aus dem Zentrum kam, hatte es ein bisschen aufgeklart und mit etwas Phantasie konnte man in den Wolken die Sonne schimmern sehen. 😉
Also beschloss ich, auf den Holmenkollen zu fahren. Ich nahm die Metro Linie 1 und musste ca eine halbe Stunden stadtauswärts fahren.

Der Holmenkollen ist nicht nur ein Naherholungsgebiet der Osloer, auf dem man im Winter langlaufen und rodeln kann. Er ist vor allem auch ein international bekanntes Wintersportzentrum, insbesondere natürlich durch seine Skisprungschanzen. Ich habe schon oft von internationalen nordischen Wettkämpfen auf dem Holmenkollen gehört, wusste aber bis vor vier Jahren nicht, dass der „Berg“ (er ist 371 Meter über Meer) auf dem Stadtgebiet von Oslo liegt.
Vom Holmenkollen hat man auch eine sehr schönes Aussicht über das ganze Stadtgebiet und den Osloer Fjord.

Jedenfalls liegt dort oben, wie eigentlich auch unten in der Stadt, viel Schnee. Bloss die Strassen sind geräumt. Gehwege, Trottoirs und Treppen sind schnee- und eisbedeckt.
Von der Metrostation geht es noch 10 bis 15 Minuten zu Fuss den Berg hoch, wobei der Schnee das Ganze noch etwas in die Länge zieht. Mit jedem Schritt rutscht man wieder ein wenig nach hinten.
Solange man hochgeht, braucht das lediglich ein bisschen Kraft. Beim runtergehen sollte man Spikes an die Schuhe montieren. Das habe ich später dann auch gemacht, nachdem es mich nach ein paar Schritten talwärts umgehauen hat. Nun schmerzt mich meine rechte Schulter ein wenig. Selber schuld… 😦

Ganz oben steht man auf halber Höhe zwischen Sprungturm und Landezone der grossen Schanze. Ich weiss nicht, ob man auch hoch in den Sprungturm fahren könnte (wie das in Innsbruck zumindest im Sommer möglich ist). Heute habe ich dort oben aber niemanden gesehen. Auch gesprungen wurde nicht, obwohl ich den Eindruck hatte, dass das Wetter dafür geeignet gewesen wäre. Allerdings weiss ich nichts über die Windverhältnisse, die beim Skisprung bekanntlich eine ausschlaggebende Rolle spielen.

Dort oben gibt es zudem einen Skisprungsimulator (den ich nicht ausprobiert habe) und ein Skimuseum. Für ein Land im Norden mit vielen Bergen und langen Wintern sind Ski seit jeher ein wichtiges Fortbewegungsmittel gewesen. Und für skandinavische Könige waren gute Skiskills ein wichtiges Attribut, um beim Volk anerkannt zu werden. Olav V., der Vater des heutigen Königs Harald V. war bekannt dafür, alleine, ohne Leibwächter, aber mit seinem Hund mit der Bahn auf den Holmenkollen zu fahren, um die oben Langlauf zu machen. Eine Eisenplastik seines Hundes steht heute oben auf dem Berg.

Den Rest des Nachmittages verbrachte ich nach meiner Rückkehr in die Stadt bei Kaffee und dem dritten Krimi von Yrsa Sigurðardóttir.

Stay tuned.

Oslo 2023: Es schneit

Flagge_NorwegenDas Erste heute war der direkte Weg zum Visitor Center, um einen Oslo Pass zu holen.
Damit habe ich nun während drei Tagen freie Fahrt auf allen öffentlichen Verkehrsmittel im Raum Oslo: Bus, Tram und U-Bahn. Zudem habe ich freien Eintritt in die meisten Museen in der Stadt. 🙂

Damit habe ich dann den Bus der Linie 37 genommen, um zum Oslo Reptile Park zu kommen, einem kleinen, aber feinen Terrarium, das ich jedes Mal besuche, wenn ich in Oslo bin.

Wie immer war dort der Teufel los. Das Terrarium ist klein und so wie es aussieht, gehen die Norweger mit ihren kleinen Kindern offenbar gerne Schlangen schauen. Der Lärm der Kinder wurde nur noch durch den schrillen Balzruf einer Pfeilgiftfroschart übertönt. Zum Glück haben Reptilien kein Gehör…
Und die Dame an der Kasse hat dann auch wieder prompt den Königspython (Python regius) herausgeholt und ihn von den Kindern halten lassen. Dieses Mal hatte keines der Kinder Angst vor Schlangen. Das letzte Mal hat diese Aktion bei einem Teenager-Mädchen Panik und einen Schreikrampf ausgelöst. 🙂
Die Frau hat mir dann auch gesagt, das sei die einzige Schlange, mit der sie das machen könne. Im Gegensatz zu anderen Schlangen sind Königspythons meistens sehr entspannt, und man weiss, das nicht passiert, wenn man sie vorsichtig und richtig anfasst.

Als ich aus dem Reptile Park herausgekommen bin, hat es ziemlich stark geschneit. Winter pur mit einer schönen Schneedecke, auch auf den Fahrbahnen. Das dauerte bis nach dem Mittag. Dann hellte es auf und hörte auch auf zu schneien.

Da die eine Buchhandlung, die in Oslo Tautra Klosterkrem verkauft und gleich in der Nähe des Reptile Park liegt, geschlossen hatte, machte ich mich zu Fuss auf zur anderen mir bekannten Adresse, eine weitere katholische Buchhandlung. Dort angekommen hatte ich gefühlt mehrere Zentimeter Schnee auf dem Kopf und meinem Rucksack. 😉
Diese Buchhandlung hatte tatsächlich noch ein paar Döschen dieser besonderen Handcreme. Leider nicht mehr so viele, wie ich gerne gekauft hätte, um meinen Stock für eine Weil aufzufüllen. Aber..
Ich habe endlich eine Adresse erhalten, bei der ich die Creme im Internet bestellen kann, und die dann in die Schweiz geliefert wird. Das Kloster selbst liefert nämlich nicht ins Ausland. So bin ich in Zukunft für Nachschub nicht mehr von Besuchen in Norwegen abhängig. 🙂

Den Rest des Tages bin ich mit der Kamera in der Stadt herumgestreift. Dabei habe ich insbesondere das Weihnachtsdorf Jul i Vinterland, die Oper und die Deichmann Bibliothek besucht. Letztere ist die riesige Stadtbibliothek von Oslo. Es gibt sie zwar schon seit 1780. Aber das neue Gebäude wurde erst 2020 eröffnet. Es ist fünf Stockwerke hoch, hat eine besondere, sehr moderne Architektur und liegt zwischen Hauptbahnhof und Oper.

Nach dem Nachtessen bin ich noch einmal raus und habe ein paar Nachtaufnahmen gemacht. Dies auch als Test für kommende Nächte, in denen ich weitere Touren mit der Kamera machen will.

Morgen soll es nicht schneien. Das Wetter scheint etwas freundlicher zu sein und die Sicht besser. Für mich Grund genug, auf den Holmenkollen zu fahren, um die Schanze aus der Nähe zu sehen und mit etwas Glück auch die Aussicht über Oslo zu fotografieren. Als ich vor vier Jahren schon einmal dort oben war, war das Wetter so schlecht, dass man vor lauter Nebel und Regen nicht einmal die Schanze sah.
Die Dame im Visitor Center hat mir auch gesagt, dass auf der grossen Schanze morgen Trainingssprünge gemacht werden sollen. Natürlich nur, wenn das Wetter mitspielt.

Stay tuned.

Oslo 2023: Zum Jahreswechsel ein paar Tage echten Winter

Flagge_NorwegenHeute bin ich also nach Oslo geflogen. 🙂
Hier bleibe ich über den Jahreswechsel und werde am 3. Januar wieder zurück in die Schweiz fliegen.

Nachdem ich vor zwei Jahren den Jahreswechsel in Reykjavík erlebt hatte, ist meine diesjährige Wahl auf die norwegische Hauptstadt gefallen.
Mir gefällt Oslo sehr. Ich bin gerne hier. Aber ich war noch nie im Winter hier.

Allerdings hatte die Anreise eine gröbere Verzögerung. Mein Flug von Zürich nach Oslo hatte zwei Stunden Verspätung.
Der Grund: In Oslo schneite es heute morgen so stark, dass praktisch alle Flüge von Oslo und die meisten nach Oslo einige Verspätung hatten. Das waren im Grunde für mich gute Nachrichten, denn ich wollte den Jahreswechsel im Winter verbringen. Aber die Maschine, die mich nach Oslo bringen sollte hob demnach anstatt um 09:30 erst um 11:00 in Oslo ab und war kurz nach 14:00 in Zürich, anstatt um 13:00 in Zürich abzufliegen.
Damit war der ganze Vorteil der SAS Plus Buchung wieder dahin. Dank dieser Buchungsklasse flog ich praktisch „Business“. Allerdings äusserte sich das im Flugzeug bloss mit ein paar Zentimeter mehr Beinfreiheit und einem Platz in Reihe 3. Und beim Rückflug werde ich in den Genuss der SAS Lounge kommen. Die gibt es in Zürich leider nicht.
Aber mein Gepäck wurde bevorzugt behandelt und mein Koffer war einer der ersten in der Gepäckausgabe. So kurz war meine Wartezeit an der Gepäckausgabe nach der Landung noch nie. 🙂
Und in Zürich konnte ich bei der Sicherheitskontrolle den „Fast Track“ nehmen, und war dort innert 5 Minuten anstatt 15 bis 20 Minuten durch. Bloss…
Es nützte nichts. Ich musste danach trotzdem noch zwei Stunden auf den Abflug warten.

Also kam ich kurz nach fünf Uhr in Oslo an. Der Pilot machte eine halbe Stunde der Verspätung gut. Und vom Flughafen fährt alle 20 Minuten ein Schnellzug zum Hauptbahnhof. Alles in allem war ich schlussendlich um 18:15 im Hotel.
Mir war das im Grunde egal. Ich hatte ein gebuchtes Hotelzimmer direkt am Hauptbahnhof. Und heute hatte ich keinen fixen Programmpunkt mehr. Es spielte also keine grosse Rolle, ob ich ein oder zwei Stunden später ankommen würde.
Für die Leute mit Anschlussflügen war die Sache nicht so locker. Die, die nach Trondheim weiterflogen, wurden automatisch auf einen späteren Flug umgebucht. Wer nach Tromsø musste, hatte Pech. Dieser Flug wurde gestrichen und die Leute mussten in Oslo übernachten und morgen weiterfliegen. Alle anderen Anschlussflüge hatten auch Verspätung. Deshalb waren die zu kriegen, wenn auch knapp. Zum Glück ist der Flughafen Oslo/Gardermoen nicht so gross.

Morgen besorge ich mir als Erstes eine Oslo Card, damit ich auf dem öV Netz frei fahren kann. Dann gehe ich in der katholischen Buchhandlung vorbei, in der ich das letzte Mal Tautra Klosterkrem gekauft habe. Morgen ist Freitag. Es ist durchaus möglich, dass diese Buchhandlung morgen das letzte Mal geöffnet ist, bis ich wieder abreise. Ich muss meine Vorräte an Tautra Klosterkrem auffüllen…
Und vermutlich statte ich auch dem Oslo Reptilpark noch einen Besuch ab.

Noch ein Wort zum Wetter: Als ich heute Abend hier angekommen bin, hat es nicht mehr geschneit. In den Strassen liegt ein Gemisch aus Schnee und Salz. Da es aber deutlich unter Null ist, ist es kein Matsch. Die Gehwege sind beileibe nicht geräumt. Aber heute Abend habe ich auch keine Eisfläche gesehen. Im Moment reichen also gute Schuhe mit Profil, um sich in der Stadt bewegen zu können. 😉
Morgen soll es schneien bei einer Durchschnittstemperatur von -2 Grad Celsius.
Sonnenaufgang ist um 09:16 und Sonnenuntergang um 15:22.

Oslo 2023
Anflug auf Oslo um 17:00

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Alle Bilder der ganzen Reise bearbeitet und hochgeladen.

Flaggen_Schweden_Dänemark

Mit diesem unscheinbaren Bild vom Hauptbahnhof Kopenhagen habe ich heute die Bearbeitung der Bilder meiner langen Reise im Mai bis Juli 2023 durch Schweden und Dänemark abgeschlossen.
In den viereinhalb Monaten nachdem ich nach Hause gekommen war, sind nun aus all den Tausenden von Rohbildern 3’537 fertige Bilder entstanden. 😀👍
Davon habe ich rund einen Drittel in dreizehn verschiedenen Zoos aufgenommen, die ich unterwegs besucht habe.😎
Alle Bilder sind nun in den Galerien einsehbar.
Als nächstes warten die Rohbilder von meiner kurzen Islandreise im September auf die Bearbeitung.
Danach werde ich alle Bilder in Fotobüchern verarbeiten, zusammen mit meinen Posts, die ich während der Reisen in hier in meinem Reiseblog geschrieben habe.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Alle Bilder aus Schweden bearbeitet und hochgeladen.

Flaggen_Schweden_Dänemark

Heute habe ich die Bearbeitung der Bilder vom 33. Tag meiner siebenwöchigen Skandinavienreise 2023 abgeschlossen. Am 34. Tag, dem 21. Juni 2023 bin ich mit der Fähre von Göteborg in Schweden über den Kattegat nach Frederickshavn in Dänemark gefahren.

Somit sind alle Bilder aus Schweden gesichtet, sortiert, bearbeitet und in die Galerien hochgeladen worden.

Und ich habe eben mit der Bearbeitung der verbleibenden Bilder aus Dänemark begonnen.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Halbzeit bei der Bilderbearbeitung

Rund drei Monate nach dem Abschluss meiner siebenwöchigen Skandinavienreise bin ich nur  bei der Bearbeitung der über 11’000 Rohbilder in Hälfte angelangt.

Heute habe ich die Bearbeitung der Bilder des 25. Tages (von 49) der Reise abgeschlossen und die Bilder in die Galerien hochgeladen.

So viele Bilder zu sortieren, auszuwählen und schlussendlich zu bearbeiten brauchte halt seine Zeit. Dazu kommt, dass ich im September für zwei Wochen auf einem Roadtrip in Island war. Dort sind nicht nur weitere 5’000 Rohbilder entstanden, die auch auf ihre Bearbeitung warten.
In dieser Zeit habe ich natürlich nicht an den Bildern aus Schweden & Dänemark gearbeitet.

Nun sind in den Galerien also alle Bilder bis und mit dem 25. Reisetag hochgeladen. Von den restlichen 24 Tagen sind im Moment die Bilder hochgeladen, die ich unterwegs bearbeitet hatte.
Da werde ich nach und nach weitere Bilder hochladen.

Stay tuned.

Island 2023: Wieder zu Hause

Island_flag

Seit einer Woche bin ich nun wieder zu Hause. Die diesjährige Islandreise ist leider Geschichte.
Das waren dreizehn Tage, zwölf Übernachtungen in neun Hotels, fast 2’000 km im Mietwagen Mitsubishi Eclipse Cross PHEV, über 150 Liter Benzin, fast jede Form isländischen Wetters und rund 5’000 Bilder.

Ich hatte nicht erwartet, im Herbst so viele tolle Tage mit schönem Wetter zu erleben.
Die Reise bot mir einige Highlights wie z.B die stärksten und hellsten Nordlichter, die ich je gesehen habe, und das zwei Nächte hintereinander. Oder die Whalewatching-Tour in der Skjálfandi Bucht bei Húsavík, auf der wir nicht nur mehrere Buckelwale beobachten konnten, sondern fast eine Stunde von einem Schwarm Streifendelphine begleitet wurden. Und ich fuhr wieder stundenlang durch sehr besondere, schöne Landschaften, unter anderem durch das Eldhraun, das grösste Lavafeld der Welt.

Es regnete auf dieser Reise bloss zweieinhalb Tage, wobei an einem Tag in Ostisland so heftiger Regen niederging, dass in Seyðisfjörður mehrere Bereiche im Dorf evakuiert werden mussten, weil befürchtet wurde, dass sich an den Berghängen Schlammlawinen lösen würden, welche bis ins Dorf kommen könnten.
Das passierte dort zuletzt am 18. Dezember 2020, als eine Schlammlawine 13 Häuser des Dorfes wegriss. Damals gab es zum Glück keine Personenschäden.

Und ich erlebte an der Südküste, wo es praktisch immer windet, einen Tag mit Sturmböen von bis zu 100 km/h. Das macht mir im Grunde nichts aus. Man muss sich darauf einstellen und ein paar Vorsichtsmassnahmen ergreifen. Solange man nicht mit einem Camper, Wohnwagen oder Lastwagen unterwegs ist, kann man in der Regel fahren.
Man sollte zum Beispiel nicht mit dem Rücken zum Wind parkieren, da der Wind beim Öffnen der Autotür diese einem aus der Hand reissen und komplett aufklappen kann, was zu erheblichen Schäden an der Tür und dem Kotflügel führen kann.
Aber ich habe Respekt und bin sehr vorsichtig, wenn die geologischen Bedingungen zusammen mit starken Winden die Möglichkeit eines Sandsturmes ergeben. Gerade in den Sandwüsten und Lavafeldern an der Südküste gibt es diese Phänomen gerne mal. Schäden am Auto, die durch Sandstürme entstehen, zum Beispiel zerkratzter Lack, sind durch keine Versicherung gedeckt. Das kann dann recht teuer werden.

Der Rest der Reise war geprägt von schönem Wetter. Besonders an den letzten beiden Tagen sah man kein Wölkchen am Himmel. Der war einfach nur blau und die Sonne schien.

Die gut 5’000 Bilder, die ich mit verschiedenen Kameras gemacht habe, warten nun auf Sortierung, Auswahl und Bearbeitung.
Es wird allerdings noch eine Weile dauern, bis ich das in Angriff nehmen kann, da ich zur Zeit immer noch mit den Bildern meiner langen Reise durch Schweden und Dänemark beschäftigt bin.
Ich habe aber unterwegs jeden Tag bereits ein paar Bilder aus Island bearbeitet und hochgeladen. Man findet sie in den Galerien hier im Blog oder auf meiner neuen Homepage.

Unterwegs habe ich die drei Bücher von zwei isländischen Autoren gelesen:
Joachim B. Schmidt ist ein Schweizer Autor, der nach Island ausgewandert ist, und mit seiner Familie in Reykjavík lebt und auch dort arbeitet. Er hat auch die isländische Staatsbürgerschaft angenommen.
Seine Figur Kalmann ist ein etwas zurückgebliebener junger Mann, der in Raufarhöfn lebt, eines der wohl abgelegensten Dörfer in Nordostisland. Der erste Kalmann Roman war ein Erfolg und „Kalmann und der schlafende Berg“ ist nun das Folgewerk. Ich bin ein erklärter Fan von Kalmann und würde gerne einen dritten Roman lesen…
Ragnar Jónasson ist ein isländischer Krimiautor und Jurist. Seine Figur Ari Þór Arason ist ein junger Polizist, der nach der Ausbildung in Reykjavík nach Siglufjörður zieht, einem kleinen Dorf im Norden Islands, um dort seine erstes Stelle als Polizist anzutreten.
Jónasson gilt als Mitbegründer des „Nordic Noir„, dem skandinavischen Krimistil. Weitere Autoren des Nordic Noir, die ich kenne, sind Jussi Adler Olsen, Jo Nesbø und Henning Mankell. Ich mag diesen Stil sehr.

Das Besondere an den Romanen von Schmidt und Jónasson ist, dass ich die Orte, an denen sie spielen, alle schon mehrfach besucht habe. Ich kenne Raufarhöfn genauso wie Siglufjörður, war mehrfach in Reykjavík, Akureyri und Dalvík, und ich bin auch schon mehrere Male über die Lágheiði gefahren.
Damit entsteht beim Lesen ein besonderes Szenario vor dem geistigen Auge. Das macht diese Bücher für mich besonders interessant.

Buchtitel
Meine Reiseliteratur

Stay tuned.

Island 2023: Das schöne Wetter hält an

Island_flag

Heute war der letzte Tag meiner diesjährigen Islandreise. Morgen geht’s leider schon wieder nach Hause.
Island verabschiedete sich mit Prachtwetter. Den ganzen Tag durch habe ich nicht eine einzige Wolke am Himmel gesehen. Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel waren angesagt. 🙂
Wer nun glaubt, man hätte sonnenbaden können, irrt sich.
Ein relativ starker, bissiger Wind macht es durchaus notwendig, sich richtig anzuziehen. Wenn man allerdings ein windgeschützte Ecke fand, zu der die Sonne hin schien, kam man durchaus auf angenehme Herbsttemperaturen.

Auf meinem Weg zum Flughafen habe ich wieder ein paar Orte besucht, die ich von verschiedenen Besuchen durchaus schon kannte. Aber ich war noch nie am Morgen dort (so wie ich gestern mehrere Orte an der Südküste zu ersten Mal in der Abendsonne sah). Dadurch kriegte ich den Gullfoss, den Strokkur und den Kerið Krater in einem anderen Licht vor die Linse. Ausserdem versuchte ich, die Aufnahmen von anderen Punkten aus zu machen, als dass ich dies früher tat.

Am Nachmittag fuhr ich dann wie immer gemütlich entlang der Reykjanes Halbinsel Richtung Westen zum Flughafen Keflavík. Ich ziehe die Route über die Strasse 427 im Süden der Halbinsel der Schnellstrasse 43 im Norden vor. Im Süden hat es viel weniger Verkehr und man fährt durch grosse Lava-Felder. Und ich habe zwei Cafés an dieser Route, bei denen ich immer gerne eine kurzen Halt mache.

Die Reykjanes Halbinsel gilt als das heisseste Gebiet Islands. Hier kocht buchstäblich die Erde. Es gibt viele heisse Quellen und beim Geothermalgebiet Gunnuhver steht sogar ein Kraftwerk, das den heissen Dampf in Energie umwandelt. Und nicht zu vergessen: Die berühmte „Blaue Lagune“ befindet sich auch hier.
„Vulkantechnisch“ war es aber lange ruhig, bis 2021 nach 800 Jahren wieder ein Vulkan ausbrach. Auch wenn dieser Ausbruch nur ein paar Monate dauerte, scheint er doch der Beginn einer Serie von Ausbrüchen gewesen zu sein. Seither hat es in dem Gebiet jedes Jahr einen Ausbruch gegeben.

Nun sitze ich hier am Flughafen Keflavík in meinem Hotelzimmer und packe meine Koffer.
Bald muss ich ins Bett, denn mein Flug geht morgen um 07:20 Ortszeit.
Erfahrungsgemäss ist aber um 05:00 am Flughafen schon ziemlich viel los. Vor zwei Jahren bin ich über eine Stunde an der Gepäckabgabe angestanden. Es lohnt sich also, auch hier früh am Flughafen zu sein.

Island_23_12_0037932
Strokkur

Stay tuned.