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Norwegen 2022: Ein fauler Tag in Sola

Flagge_NorwegenHeute habe ich eigentlich nichts gemacht; fast nichts. 🙂
Auf jeder meiner Reisen gibt es immer einen Tag, an dem ich keine Lust auf grosse Unternehmungen habe. Das ist nie geplant, kommt aber mit einiger Sicherheit auf jeder Reise. Meistens an einem Ort, an dem ich mehrere Übernachtungen habe. Heute war so ein Tag. 🙂

Heute bin ich in Sola geblieben, meistens im Hotel und am Sandstrand.

Einen kleinen Ausflug habe ich dennoch gemacht: Ich bin ohne bestimmtes Ziel Richtung Sola losgefahren und habe ein bisschen die Umgebung erkundet. Dabei habe ich festgestellt, dass ich dem Ort gestern Unrecht getan habe.
Was ich gestern als Ortschaft Sola annahm, war bloss ein Aussenquartier. Kein Wunder war da nichts los. Auf der anderen Seite des Flugplatzes gibt es tatsächlich ein Stadtzentrum mit Verwaltung, Läden und sogar einem Spital. Was Restaurants betrifft, die ich gestern vermisst hatte, gibt es einige. Allerdings sind das fast alles Cafés, Fast-Food oder Take-away. Es gibt sogar einen McDonalds. Aber ein Restaurant im eigentlichen Sinne habe ich nicht gefunden. Dafür wird man wohl nach Stavanger hineinfahren müssen.

Ich habe dann noch die Ruinenkirche von Sola besucht. Dieses Gebäude gibt es seit dem 12. Jahrhundert. Allerdings war es seit dieser Zeit abwechselnd Kirche, Künstlerwohnung und -atelier sowie Ruine. Das letzte Mal rissen die deutschen Besatzer 1940 das Gebäude bis fast auf die Grundmauern ein. Weiss der Teufel, warum.
Heute ist die Kirche weitgehend restauriert. Gewisse Lücken in den Mauern sind mit Glas verschlossen. In dem Gebäude werden, soweit ich das mitbekommen habe, sowohl Gottesdienste als auch andere Veranstaltungen durchgeführt

Den Rest des Tages habe ich abwechselnd im Hotel (an der Strandbar) gelesen, bin am Strand spazieren gegangen oder habe am Laptop ein paar Bilder bearbeitet.
DAs Wetter war dank des Windes, der vom Meer her kommt, durchweg schön. Am Morgen waren da ein paar Wolken. Aber die wurden noch vor dem Mittag weggeblasen.

Morgens geht’s weiter nach Mandal, der südlichsten Stadt Norwegens. Ich werde nicht die kürzeste Strecke über die E39, sondern bewusst auf Haupt- und Nebenstrassen entlang der Küste fahren. Die E39 endet übrigens in Kristiansand, 45km westlich von Mandal. Ausserdem werde ich ab jetzt keine Fährpassagen mehr haben. Wie es mit Brücken und Tunnel aussehen wird, weiss ich noch nicht.

Einige Bilder von heute sowie von meinem zweiten Tag in Bergen (der 13. Tag der Reise mit Aquarium und Nachtaufnahmen) sind nun auf dem Server. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Stavanger

Flagge_NorwegenHeute war ich in Stavanger.
Ich bin direkt ins Stadtzentrum gefahren, an den Hafen.

Dort steht das Norwegische Ölmuseum, in dem die Geschichte der Norwegischen Öl- und Gasförderung im Meer dargestellt wird.
Der Besuch lohnt sich in meinen Augen aus zwei Gründen:
Ersten das Museum ist sehr gut gemacht, informativ und umfassend. Und dazu sehr modern gestaltet. Man erfährt (Interesse vorausgesetzt) viel Wissenswertes.
Es beginnt in der Zeit der Dinosaurier, erklärt die Entstehung der fossilen Brennstoffe, und schildert, wie Norwegen sich mit dem Beginn der Öl- und Gasförderungen in den 60er Jahren veränderte. Vor allem zeigt es auch, wie schlau die Norweger mit diesem Phänomen umgegangen sind, und von Anfang alles unter behördlicher Kontrolle hatten.
Eine norwegische Besonderheit kannte ich schon vorher: den Staatlichen Pensionsfonds, den grössten Staatsfond der Welt.
Ein Teil davon ist der Ölfonds, der 1990 gegründet wurde und der bis heute die direkten Einnahmen aus der Erdölförderung aufnimmt.
Der Staatlichen Pensionsfonds hat heute einen Wert von 11’378’162’812’220 Norwegischen Kronen. Das sind mehr als 1’200 Milliarden Schweizer Franken. Ihm gehören unter anderem 4,41 % UBS Aktien, 2,65 % Nestlé Aktien und 3,43 % CS Aktien, um nur einige wenige zu nennen. Zudem gehören ihm auch Immobilien wie zum Beispiel das Bostoner Bürohochhaus One Beacon Street und seit Juli 2017 der Neubau des Axel-Springer-Hochhauses in Berlin.
Ein weiterer Grund, das Museum zu besuchen ist der Umstand, dass Stavanger die Ölhauptstadt Norwegens ist. Die Stadt ist dank des Öls, was sie heute ist.
In Stavanger hat auch die staatliche Ölaufsichtsbehörde Norwegian Petroleum Directorate (NPD) ihren Sitz. Ein Besuch des Ölmuseums ist bei einem Besuch in Stavanger also schon fast ein Muss. Aber das ist natürlich bloss meine bescheidene Meinung… 😉
Offengestanden interessierte mich die Technik der Ölbohrung und der Bohrinseln mehr als die Geschichte. Aber auch das kommt nicht zu kurz.

In Stavanger ist auch das Joint Warfare Centre der NATO angesiedelt. Das dürfte der Grund sein, weshalb ich heute im Hafen ein französisches Kriegsschiff gesehen habe, und weshalb man in der Stadt relativ viel Englisch hört.
Ich habe letzte Woche unterwegs mit einem Norweger in meinem Alter und einer ca 30 Jahre alten Norwegerin gesprochen, die mir beide erzählt hatten, in Stavanger bei der Marine ihren Militärdienst geleistet zu haben. Beide sagten, sie hätten sich in Stavanger sehr wohl gefühlt.

Nach dem Ölmuseum bin ich in die Altstadt von Stavanger gegangen. Dies ist sehr schön mit engen Gässchen und Kopfsteinpflaster. Ein Teil davon ist Fussgängerzone, so dass man gemütlich spazieren kann. Besonders ist dabei Fargegaten, in der alle Häuser sehr bunt gestrichen sind.
Da heute Sonntag ist, waren natürlich alle Geschäfte und einige Restaurants geschlossen. Trotzdem gab es einige geöffnete Strassencafés, und die Leute nutzten das sonnige Wetter aus, um  ihren Kaffee draussen zu trinken. An einem windstillen Ort konnte man heute in der Sonne durchaus mit dem T-Shirt und den Short draussen sitzen.

Nach dem, was ich heute gesehen habe, mag ich Stavanger.
Natürlich ist das nur ein kleiner Teil der Stadt. Immerhin ist es die viertgrösste Stadt Norwegens. Aber die Kombination von Hafen/Wasser und Altstadt hat es mir schon angetan.

Auf dem Rückweg von der Stadt zum Hotel machte ich noch einen Abstecher in den Ort Sola. Das ist an sich nichts Besonderes. Die haben nicht einmal ein richtiges Restaurant.
Aber dort gibt es, wie ich beim vorbeifahren herausfand, ein Fliegermuseum.  Eigentlich heisst es Luftfahrthistorisches Museum Sola.
Blöd war bloss, dass es geschlossen war. Und später fand ich im Internet heraus, dass die bloss von Mitte Juni bis Mitte August geöffnet haben. Tja, Pech gehabt. Ausser zwei Saab 35 Draken und einem kleineren Verkehrsflugzeug, die draussen ausgestellt waren, habe ich nichts gesehen.

Morgen gehe ich eventuell noch einmal nach Stavanger. Ich werde mich morgen entscheiden. Oder ich erkunde die Umgebung nördlich von Stavanger.
Dort bin ich gestern bloss durchgefahren und habe von Weiten ein riesiges Baggerschiff gesehen, das Kräne an Bord hatte, die höher als die umliegenden Hügel waren. Da scheint im Meer etwas Grösseres gebaut zu werden. Vielleicht komme ich etwas näher an den Koloss heran.

Auch von heute habe ich erste Bilder aus Stavanger hochgeladen, auch von der bunten Strasse Fargegaten bearbeitet und hochgeladen. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Die Reise geht weiter

Flagge_NorwegenHeute habe ich Bergen in Richtung Süden verlassen. Ziel war Sola, ein paar Kilomater südlich von Stavanger.
Der Himmel war heute immer etwas bedeckt, aber in der Regel war beim Fahren immer noch eine Sonnenbrille nötig (schliesslich fuhr ich nach Süden). Und die Temperaturen bewegten sich um die fünfzehn Grad.

Auf dem Weg hierher (ca 230 km) fuhr ich über zahlreiche Brücken, hatte zwei Fährpassagen und war drei Mal unter dem Meeresspiegel:
Drei der Tunnel, die ich benutzte, unterquerten Fjorde, und so war ich mal 260 m, ein anderes Mal 133 m und das dritte Mal 223 m unter dem Meeresspiegel.
Die ganze Strecke war ein richtiggehendes „Inselhopping“.

Leider war ein schöner Teil davon Autostrasse, zuletzt sogar Autobahn. Da konnte ich nirgends anhalten und ein paar Bilder der schönen Landschaft machen. Und an den offiziellen Raststätten war nicht Sehenswertes. Die Bilderausbeute von heute ist also etwas mager.
Ich merkte, dass ich nun im Süden angekommen war. Alles war ein bisschen grüner als im Norden. Der Frühling ist hier etwas weiter.
Mein nächster Etappenort Mandal, den ich am Dienstag anfahren werde, wird nicht nur der südlichste Punkt der Reise sein. Mandal ist die südlichste Stadt Norwegens.

Solas Besonderheit ist sein Strand: ca zwei Kilometer feinster, weisser Sand.
Und an diesem Strand steht meine Unterkunft für das Wochenende: das Sola Strand Hotel.
Das Hotel ist ein Komplex von verschiedenen Gebäuden, die mit einander verbunden sind. Offenbar ist es über die Jahre gewachsen. Die verschiedenen Häuser scheinen aber nicht alle das gleiche Niveau zu haben. Auf jeden Fall  musste ich heute mit meinem Gepäck durch mehrere Gänge und mehrere Treppen hoch, um zu meinem Zimmer zu gelangen.
Und ich bin wieder in einem skandinavischen Hotelzimmer angekommen: klein, eng und ohne jegliche Möbel, in die man seine Sachen verstauen könnte. Also bleibt alles im Koffer.
Vorbei ist die Zeit in Lavik und Bergen, wo ich Zimmer mit einer Menge Platz erhalten hatte. Übrigen war der Zimmerpreis in Bergen der tiefste der ganzen Reise. Und dabei war das Zimmer das grösste und modernste der ganzen Reise. 😉
Mein jetziges Zimmer ist schön und sauber, aber halt etwas sehr klein. Darin hält man sich definitiv nur zum Schlafen auf.
Im Moment tanzt hier der Bär. Auf der einen Seite wimmelt es nur so von Wochenendausflüglern, die das schöne Wetter am Sandstrand geniessen wollen. Und zum anderen findet offenbar im Hotel irgend ein Treffen statt. Die Konferenzsäle sind belegt und im Hotel wimmelt es nur so von norwegischen Trachten.
Das Restaurant ist brechend voll. Etwas zu essen kriegt man aber auch in der Bar. Wenn man denn einen Platz findet…

Morgen möchte ich zum ersten Mal nach Stavanger. Es wird vermutlich ziemlich still sein, da  morgen Sonntag ist. Aber ich schaue mal.

Trotz der kleinen Bilderausbeute habe ich ein paar Bilder von heute bearbeite und hochgeladen. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Ein weiterer sonniger Tag in Bergen

Flagge_NorwegenDas gute Wetter hält an.
Auch heute war kein Wölkchen am Himmel zu sehen und die Sonne „brannte“ unentwegt herunter. 😉
Tatsächlich war heute wieder T-Shirt Wetter in Bergen. Wenn man bedenkt, dass Bergen die regenreichste Gegend von Norwegen sein soll. Mind 10% aller Tage im Jahr regnet es in Bergen.
Und ich bin nun für drei Tage hier und habe nur Sonne gesehen: Sonne 100% : Regen 0%
Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich die andere Seite von Bergen auch schon erlebt. Als ich vor drei Jahren das erste Mal hier war, regnete es drei Tage durch: Sonne 0% : Regen 100%.

Heute habe ich wie geplant das Akvariet i Bergen (Aquarium in Bergen) besucht.
Das bedeutete erst einmal einen 25 minütigen Fussmarsch hin (und später auch wieder zurück). Dank dem guten Wetter ein schöner Morgenspaziergang.
Im Aquarium angekommen, musste ich feststellen, dass gefühlt jeder zweite Kindergarten an dem Tag einen Ausflug dorthin gemacht hat. Geschätzte mindestens 100 Kinder im Vorschul- und Grundschulalter waren nicht zu überhören. 😉

Das Akvariet i Bergen ist etwas grösser als das Aquarium in Ålesund. Und die haben hier auch exotische Tiere wie Schlangen, Kaimane, Leguane, Geckos und Taranteln. Aber natürlich vor allem Fische aus allen Weltmeeren. Im Aussenbereich werden wie in Ålesund Seelöwen (in Ålesund sind es allerdings Seehunde, die in Norwegen heimisch sind), Pinguine und Fischotter gehalten. Aber abgesehen vom Habitat der Fischotter waren die Aussengehege um ein Vielfaches kleiner als in Ålesund.
Und anders als in Ålesund habe ich hier die Fütterung der Eselspinguine und eine Show mit den kalifornischen Seelöwen mitverfolgen können. Zwei Stunden nach den Seelöwen wäre noch die Fütterung der Fischotter gewesen. Aber solange wollte ich dann doch nicht dort bleiben.
Die Bildausbeute ist recht gross. Ich werde wohl einige Zeit brauchen, bis die alle aussortiert und bearbeitet sind.

Am Nachmittag bin ich dann ins Stadtzentrum zurück gelaufen.
Dort bin ich hauptsächlich im oberen Teil rund um den See Lille Lungegårdsvannet herumspaziert und habe das warme Frühlingswetter genossen.
Und ich habe heute (wie übrigens auch gestern) etwas gesehen, von dem ich dachte, dass es in Westeuropa nicht mehr gibt: eine mehr oder weniger offene Drogenszene.
Dies ist zwar nicht so gross wie seinerzeit der Platzspitz in Zürich. Aber scheinbar versammeln sich ca zehn bis zwölf Junkies jeden Tag bei der Korskirken (Kreuzkirche) im Zentrum von Bergen und lungern dort herum.
Ich habe es schon sehr lange nicht mehr gesehen, dass man auf der Strasse (notabene neben Gartenrestaurants) offen mit Spritzen hantiert.
Und vor dem nahen Supermarkt sassen mehrere Junkies völlig wegtreten auf dem Trottoir.

Später habe ich dann noch das Festungsmuseum besucht. Dort wird etwas über die Geschichte der Festung Bergenhus, sehr viel über die Zeit der Besetzung Bergens durch die Deutschen im zweiten Weltkrieg und letztlich auch eine Übersicht über die Auslandeinsätze der Norwegischen Armee gezeigt.

Nun warte ich darauf, dass es endlich dunkel wird. Die Sonne geht ca gegen 21:00 unter. Dann möchte ich noch einmal auf den Fløyen hinauf, um mit dem Stativ einige Bilder von Bergen am Abend zu schiessen.

Morgen geht’s dann weiter entlang der E39 nach Stavanger. Allerdings werde ich südlich der Stadt in Sola, direkt beim Flughafen von Stavanger im Sola Strand Hotel absteigen. Ich hoffe, das Wetter hält weiterhin. Der Strand von Sola soll sehr schön sein.
Dort werde ich das Wochenende verbringen.

Die ersten Bilder aus dem Aquarium, auch von der Pinguinfütterung und von der Seelöwenshow sind bereits auf dem Server. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Bergen von oben

Flagge_NorwegenHeute habe ich Bergen einmal von oben betrachtet.
Ich bin am Morgen mit der Fløibanen auf den „Hausberg“ Fløyen (399 m über Meer) gefahren, um dort in erster Linie ein paar Panaromabilder der Stadt zu schiessen.
Die Fløibanen ist eine steile Standseilbahn. Die Neigung entspricht in etwa der der Polybahn in Zürich. Bloss ist die Fløibanen moderner, länger und überwindet mehr Höhenmeter.
Praktischerweise für mich ist die Talstation der Fløibanen bloss ein paar Schritte von meinem Hotel entfernt.

Von der Aussichtsplattform, die direkt neben der Bergstation liegt, hat man eine gewaltige Aussicht über die ganze Stadt. Und wenn man am Morgen dort oben ist, hat man die Sonne im Rücken und die Stadt wird praktisch schattenfrei von der Morgensonne beleuchtet.
Auf dem Fløyen wird einem erst bewusst, wie gross Bergen eigentlich ist.
Sie ist mit 286’930 Einwohnern die zweitgrösste Stadt Norwegens. Aber das realisiert man gar nicht, wenn man sich nur im Stadtzentrum aufhält. Und der Flughafen von Bergen liegt soweit südlich, dass ich noch nie ein Flugzeug habe über die Stadt fliegen sehen.

Doch Fløyen hat nicht nur eine super Aussicht zu bieten.
Ich habe entdeckt, dass es dort oben ein ganzes Naherholungsgebiet gibt. Spontan habe ich mich zu einem Rundgang im Wald auf dem Fløyen entschieden. Natürlich hatte ich dafür nicht die richtigen Schuhe angezogen, aber es war ja trocken und die Waldwege waren befestigt.
Sehr schnell wurde die Jacke zu warm und ich kam ganz schön ins Schwitzen. Im Wald gab es keinen Wind, und dank der Sonne waren Temperaturen um 18 Grad angesagt, und natürlich immer noch tiefblauer Himmel mit viel Sonnenschein.
Aus dem Waldspaziergang wurde dann eine eineinhalbstündige Wanderung zu einem See mitten im Wald und wieder zurück. Dabei kam ich auch an einem Spielplatz mitten im Wald vorbei, inklusive Seilpark und Tyrolienne. Kinder ab 7 Jahren waren zugelassen, und die Kids hatten einen Riesenspass. Das Geschrei war schon von Weitem zu hören.

Am Nachmittag habe ich mich erst einmal mit der nächsten Tranche an Tautra Klosterkrem eingedeckt. Die Produkte des Tautra Mariaklosters am Trondheimfjord kriegt man hier nur in einer katholischen Buchhandlung neben dem Dom. Grund genug also, dieser Buchhandlung einen Besuch abzustatten, auch wenn ich den Laden wegen deren Literatur kaum je betreten hätte.

Anschliessend habe ich noch das Gelände der alten Festung Bergen erkundet und mir im Hafen die Schiffe angesehen.
Dabei entdeckte ich die „Shinkai“ (japanisch für „Tiefe See“), eine unter den Top 10% der Welt rangierenden Motoryacht, die erst 2021 in den Niederlanden fertiggestellt und ausgeliefert wurde. Sie hat sogar ein eigenes kleines U-Boot an Bord.
Und sie soll dem russischen Oligarchen und Putin KGB Kameraden Vladimir Strzhalkovsky gehören.
Offenbar liegt die Yacht schon seit Ende März hier, weil sich die lokalen Unternehmen weigern, das Schiff zu betanken.
Etwas bitter finde ich den Umstand, dass die Yacht in direkter Sicht vor dem Hotel liegt, in dem Bergen ein Erstaufnahmezentrum für ukrainische Flüchtlinge eingerichtet hat…
Das nun schon die zweite Oligarchenyacht, der ich zufällig begegnet bin. Letztes Jahr entdeckt ich in Island die Sy A vor der Küste von Reykjanes.

Morgen habe ich unter anderem das Aquarium und das Festungsmuseum auf meiner To-Do Liste. Und will ich mir den oberen Teil des Stadtzentrums anschauen.

Heute Morgen habe ich übrigens noch den Wäscheservice des Hotels getestet. Heute ist der zwölfte Reisetag, und somit bin ich in der Mitte meiner Norwegen Tour 2022.
Da sind mir langsam die sauberen Kleider ausgegangen. Aber kein Problem: Am Morgen an der Rezeption abgegeben, am Nachmittag gewaschen wieder an der Rezeption abgeholt. Bin bloss gespannt, was der Spass kosten wird… 

Auch von heute hat’s erste Bilder auf dem Server. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Ein kurzer Trip bis Bergen

Flagge_NorwegenNun bin ich also in Bergen und für die nächsten drei Tage im Thon Hotel Rosenkrantz abgestiegen.
Ursprünglich hatte ich ja im Thon Hotel Orion gebucht, weil ich dieses Hotel von einem früheren Besuch schon kannte. Ich wurde aber wegen ukrainischer Flüchtlinge kurzfristig ins Rosenkrantz umgebucht.
Die beiden Hotels liegen nur einige hundert Meter auseinander und haben den gleichen Standard. Es sind moderne ****Hotels. Daher bedeutet die Umbuchung für mich keinen Nachteil. Das Rosenkrantz liegt sogar noch etwas näher am Stadtzentrum.
Ich habe ein tolles Doppelzimmer zur Einzelbenutzung zu einem sehr guten Preis bekommen. Hier lässt es sich die nächsten drei Tage gut leben.

Die Fahrt hierher glich wiederum einer Sonntagsausfahrt. Natürlich nahm der Verkehr zu, je näher ich Bergen kam. Die Stadt ist immerhin die zweitgrösste Stadt Norwegens. Aber bei strahlendem Sonnenschein den ganzen Tag und umwerfenden Landschaften in den Bergen und entlang der Fjorde konnte ich die kurzen 100 km Fahrt richtig geniessen.

Das Wetter spielt weiter mit. Die Prognosen verheissen Gutes: strahlender Sonnenschein ohne Wolken mit Temperaturen bis 20 Grad während der nächsten drei Tage. Hier in Bergen war es heute um 20:30 noch 17 Grad und am Nachmittag sah man die Leute in der Stadt in T-Shirt und Shorts.

Bergen ist eine alte Stadt. Sie ist ca 1’000 Jahre alt. Und sie ist eine Hansestadt.
Dank der hanseatischen Handelsleuten wurde aus dem kleinen Bergen im Mittelalter schon die bedeutendste Handelsstadt des Nordens. Man sagt, ohne die Hanse wäre Bergen niemals das geworden, was es heute ist.
Der Einfluss der hanseatischen Handelsleute war gross. Sie errichteten nicht nur Gebäude in ihrem eigenen Stil, in denen sie Handel trieben (ursprünglich Getreide gegen Stockfisch), sich verpflegten und übernachteten.
Sie erliessen für diese Gebäudekomplexe am Hafen (das Bryggen) sogar Regeln. Wer dagegen verstiess, wurde gebüsst (diese Bussen wurden in der Regel für „Bier für alle“ verwendet).
Und man sagt, dass der Einfluss ihrer niederdeutschen Sprache so grossen Einfluss auf die skandinavische Sprache hatte, dass selbst heute kein Skandinavier einen Satz ohne ein deutsches Wort sagen kann. Das kann ich nicht überprüfen, und wahrscheinlich stimmt es in dieser Absolutheit nicht. Aber der Einfluss des Niederdeutschen dürfte schon beträchtlich gewesen sein.

Heute versucht man, das Hanseviertel in Bergen, eben das Bryggen so echt wie möglich zu erhalten. Wo renoviert werden muss, wird in dem Baustil renoviert, in dem die Häuser ursprünglich gebaut waren. Leider wird das hanseatische Museum hier gerade renoviert und öffnet erst 2025 wieder. Das wäre sicher sehr interessant.

Morgen sehe ich mich in der Stadt um. Als ich vor drei Jahren das letzte Mal hier war, hat es geregnet und es war kalt (im Februar). Nun zeigt sich die Stadt von einer ganz anderen Seite.
Ich werde ganz sicher auf den Fløyen fahren, einen der sieben Hügel Bergens. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt. Darauf habe ich das letzte Mal wegen des Regens verzichtet.

Heute morgen habe ich erfahren, dass der Zugang zu meinem Bilderserver nicht funktioniert. Es stellte sich heraus, dass ich die Berechtigungen für den neuen Norwegen-Ordner nicht richtig eingestellt hatte. Das ist nun korrigiert.
Wer also bisher erfolglos versucht hat, die Bilder dieser Reise anzuschauen, hat nun Zugang. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Weiter Richtung Süden

Flagge_NorwegenHeute habe ich Måløy verlassen und bin weiter südwärts gefahren.

Der Himmel war nun bewölkt, aber die Sonne drang immer wieder durch und dann wurde es richtig warm.
Selbst auf den Bergpässen, wo noch richtig Schnee liegt (ich bin heute an einem See vorbeigefahren, der noch fast völlig zugefroren war), war die Temperatur um die 9 bis 10 Grad Celsius.

Unterwegs merkte ich bald, dass die Feiertage vorbei waren, und die Norweger wieder arbeiteten.
Nicht nur war jeder Supermarkt an der Strecke geöffnet. Es hatte spürbar mehr Verkehr und vor allem fuhren viele 40t-Lastwagen auf meiner Route.
Das lag hauptsächlich daran, dass ich auf der Hauptstrasse E39 (Europastrasse 39) fuhr, die von Trondheim entlang der Atlantikküste über Bergen und Stavanger bis nach Kristianssand hinunter führt.
Es gibt hier entlang der Küste keine Autobahn, sondern eben die E39. Und auf der darf man ausserorts höchstens 80km/h fahren. Die Strasse ist eigentlich gut ausgebaut und hat viele Tunnel. Aber heute bin ich an Stellen vorbeigekommen, an denen zwei Lastwagen nicht kreuzen konnten; auf einer Hauptstrasse…

Die Fahrt verlief ansonsten problemlos. Ich sah wieder viele schöne Landschaften (leider konnte ich nicht überall anhalten und die Szenerie festhalten).
Besonders eindrücklich finde ich den jeweils übergangslosen Wechsel zwischen Meer und Bergen. Da fuhr ich zum Beispiel eine halbe Stunde durch ein Tal zwischen hohen, schneebedeckten Bergen, und dann plötzlich wieder entlang eines Fjords.

Nun übernachte ich hier in Lavik im Lavik Fjord Hotel.
Und hier konnte ich endlich wieder in einem normalen Restaurant etwas anderes als Burger oder Pizza essen. Die kulinarische Durststrecke hat nun nach den Feiertagen auch ein Ende.
Das Menü war ganz nach meinem Geschmack: Tomatensuppe, Schweinsfiletmedaillons mit Kartoffelgratin und Gemüse, und zum Dessert ein Stück Sanddorn-Quarktorte. 🙂

Morgen werde ich dann zuerst die Fähre nach Oppedal nehmen und dann von dort nach Bergen fahren. Da das bloss ca 100 km sind und das Fährterminal gleich neben dem Hotel liegt, kann ich morgen ausschlafen und mir auch sonst Zeit nehmen. Meistens sind die Zimmer in den Hotels nicht vor 15:00 bereit. Es hat also keinen Zweck, zu früh in Bergen zu sein.

Ein, zwei Bilder hat’s dann heute doch gegeben. Die ersten davonsind dem Server. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Die Insel Vågsøy

Flagge_NorwegenMåløy liegt auf der Insel Vågsøy, und die hatte ich heute ein wenig erkundet.

Bei bestem Wetter (heute war ein T-Shirt Tag) fuhr ich zuerst entlang der südlichen und östlichen Küste ins nächste Dorf Vågsvåg.
Von dort ging’s weiter über einen Pass in die nächste Bucht und dann durch mehrere kleinere Weiler bis die Strasse nicht mehr weiter ging. So waren die Anweisungen, die ich am Morgen vom Hotelbesitzer erhalten hatte.
Die Strasse, die Oppedalsvegen, ist im Übrigen so schmal und kurvig, dass zwei Autos nur an Ausweichstellen kreuzen können. Das hindert die Einheimischen, die dort hinten leben, allerdings nicht daran, das Geschwindigkeitslimit von 70 km/h bei jeder Gelegenheit auszunutzen.
Nun, eben am Ende dieser schmalen Strasse war auch mein Ziel, der Kannesteinen.
Dieser ca drei Meter hohe Fels am Ufer wurde über die Jahre durch die Brandung und das darin befindliche, lose Gestein so abgeschliffen, dass er nun die einzigartige Form einer Flasche hat (ich persönlich finde zwar, dass er eher einer Sanduhr gleicht).

Von dort fuhr ich wieder zurück nach Måløy und weiter entlang der östlichen Küste der Insel nach Raudeberg. In diesem Ort drehte ich dann ins Innere der Insel Richtung Kvalheim ab und fuhr über den ersten, kleineren Pass, auf den gleich ein zweiter, grösserer Pass folgte. Nach Kvalheim kam dann der dritte Pass, der mich zu meinem Ziel führte: die Atlantikküste beim Kråkenes fyr (Kråkenes fyrstasjon = Leuchtturm von Kråkenes).
Nach einem kurzen Aufstieg zum ehemaligen Leuchtturm hatte ich eine grandios Aussicht über die umliegende Küste und den offenen Ozean. Ganz weit in der Ferne konnte man sogar Containerschiffe vorbei fahren sehen.
Hier an der Küste war es ein wenig windig, aber im Grossen und Ganzen brauchte man keine Jacke. Die Sonne wärmte genug (Mein Gesicht ist jetzt immer noch ganz warm).
Im ehemaligen Leuchtturm ist ein kleines Kaffee untergebracht. Da habe ich frische norwegische Waffeln mit Erdbeermus und Kaffee gekriegt. 🙂
Ausserdem gibt es offenbar die Möglichkeit, zuoberst im Leuchtturm, wo früher das Leuchtfeuer drehte, zu übernachten. Sicher ein besonderes Erlebnis, besonders wenn wie jetzt bei schönem Wetter auch noch Vollmond ist.

Als ich am Nachmittag wieder zurück in Måløy war, habe ich in am Hafen bei einem Zitronensorbet das schöne Wetter genossen.
Gegessen habe ich heute Abend tatsächlich am Stehimbiss: Hamburger und Cola. Etwas anderes gab es heute in der Stadt nicht, da, wie schon erwähnt, alle Restaurants geschlossen sind.
Wenn morgen die Feiertage vorbei sind, kehrt auch in Norwegen das normal Tagesgeschehen wieder ein.

Auch von heute habe ich schon einige Bilder und auf den Server geladen. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Die nächste Etappe nach Måløy

Flagge_NorwegenHeute ging es weiter in Richtung Süden. Ziel war das Städtchen Måløy.

Allerdings bin ich, wie gestern angekündigt, einen kleinen Umweg ins Landesinnere gefahren. Ziel war es, den berühmten Geirangerfjord (UNESCO Weltkulturerbe seit 2005) zu besuchen.

Leider konnte ich die ursprünglich geplante Strecke, die mich ins Dorf Geiranger am Ende des Fjord geführt hätte, nicht fahren, weil dort die Fähre nach Hellesylt nur drei Mal am Tag fährt und ich sie von Ålesund aus nicht rechtzeitig erreicht hätte, um danach meinen Zeitplan einhalten zu können.
Also beschloss ich, auf der anderen Seite des Fjords über Stranda nach Hellesylt zu fahren.
Da diese Route kürzer war, als die ursprünglich geplante, konnte ich mir Zeit lassen und unter anderem in Hellesylt eine kleine Kaffeepause einlegen.
Dort habe ich auch das erste Mal auf dieser Reise getankt. Der Sprit ist in Norwegen teurer als bei uns, obwohl Norwegen eigenes Öl hat. Trotzdem macht sich auch in Norwegen der Krieg in der Ukraine an der Zapfsäule (nicht nur dort) bemerkbar: Als ich im letzten November begonnen habe, diese Reise zu planen, lag der Durchschnittspreis pro Liter bleifreies Benzin bei ca NOK 19.50 (CHF 2.09).
Als ich vor einer Woche in Trondheim ankam, lag der Preis über 22 Kronen (CHF 2.36). Inzwischen hat sich der Preis wieder bei etwas über 20 Kronen (CHF 2.14) eingependelt.
Heute habe ich in Hellesylt NOK 20.48 (CHF 2.20) für einen Liter Benzin bezahlt. Mit etwas Glück fällt der Preis weiter.
Zudem lerne ich laufend dazu: Die Firma, bei der ich heute getankt habe, gehört offenbar zu den teureren hier. Also werde ich in Zukunft darauf achten, andere Tankstellen anzufahren. Und der Sprit ist auf dem Land billiger als in den Städten.

Wie gestern angekündigt, führte mich meine Fahrt heute wieder in die Berge. Ich fuhr über Pässe, bei denen lediglich die Strasse schneefrei war. Links und rechts der Strasse türmte sich der Schnee zum Teil meterhoch. Und als ich aus den Bergen herunter nach Stranda hinunterfuhr, kam ich durch ein sehr grosses Skigebiet, in dem viel Betrieb herrschte. Die Parkplätze waren voll und die Leute standen bei den Bahnen und Liften Schlange.
Natürlich ist es nicht mehr so kalt wie im Winter. In der Sonne und ohne Wind lässt es sich mit einem Pullover problemlos aushalten. Entsprechend ist der Schnee nass und schwer, richtiger Frühlingsschnee halt. Das lange freie Wochenende und das schöne Wetter bescherten den Skiregionen hier volle Häuser und Lifte.
Dagegen herrscht auf Meereshöhe Frühling mit Temperaturen über 12 Grad. Das schöne Wetter tut natürlich auch das Seine dazu. Aber selbst heute, als der Himmel immer wieder bedeckt war, war es nicht kalt.

Wenn ich vorher geschrieben habe, dass der Krieg in der Ukraine hier die Preise beeinflusst, ist das nicht das Einzige. Ich wurde vor meiner Abreise von meinem Hotel in Bergen, dem Thon Hotel Orion, in ein anderes Hotel umquartiert (Thon Hotel Rosenkrantz), weil das Orion nun als Erstunterkunft für ukrainische Flüchtlinge dient. Norwegen lässt sich offenbar nicht lumpen, denn das Orion ist ein ****Hotel.
Nun fielen mir gestern beim Frühstück im Scandic Parken in Ålesund mehrere Familien (und zum Teil auch junge Frauen mit kleinen Kindern) auf, die meiner Meinung nach ein slawisches Aussehen hatten. Und als ich in der Lobby mehrere Aushänge der Polizei in kyrillischer Schrift sah, habe ich die Rezeptionistin gefragt. Die bestätigte mir, dass diese Leute ukrainische Flüchtlinge waren, und das Scandic Parken die Erstunterkunft in Ålesund für Flüchtlinge aus der Ukraine ist. Allerdings sagte sie auch, dass bisher nicht viele Flüchtlinge bei ihnen eingetroffen wären, obwohl Norwegen eine sehr offene Aufnahmepolitik betreibt.
Ich habe bei meiner Abreise in der Lobby noch eine dieser jungen Frauen, die mit ihrer ganzen Habe darauf wartete, abgeholt zu werden: drei Taschen und ein Plüschtier. Eine Touristin hat unter Umständen mehr dabei…

Nun bin ich also in Måløy. Obwohl dieses Städtchen eine gewisse Grösse hat, gibt es heute in der ganzen Stadt genau ein Hotel, ein Restaurant (eher ein Pub mit kleiner Speisekarte), ein Tankstellenshop und ein Take away, die geöffnet sind. Und morgen wird das Pub/Restaurant auch geschlossen sein. Dann wird’s wohl ein gemütliches Dinner im Tankstellenshop geben… 😉

Ich habe heute noch einige Bilder von dieser Etappe bearbeitet und auf den Server geladen. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Ein schöner Tag in Ålesund

Flagge_NorwegenHeute war etwas mehr los in Ålesund.
Zum einen wohl, weil am Samstag die Geschäfte wieder geöffnet hatten. Gleichzeitig dürfte der arbeitsfreie Tag und das schöne Wetter die Leute animiert haben, nach draussen zu gehen. Jedenfalls sah man auch viele Familien, die unterwegs waren.

Am Vormittag besuchte ich Atlanterhavsparken (dt Atlantikpark), das Norwegische Aquarium. Das Aquarium zeigt ausschliesslich Tiere und Pflanzen, die in den Gewässer Norwegens leben. Da das Aquarium auch eine Forschungsstation ist, wird sehr viel wert auch auf Information (besonders für Kinder) über die Fauna und Flora der norwegischen Meere gelegt.
Und es ist offenbar ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit kleinen Kindern. Schon als ich um ca 10:30 dort war, wimmelte es von spielenden und kreischenden Kleinkindern. Das nahm im Verlauf meines Besuchs weiter zu, und als ich nach über zwei Stunden wieder ging, waren die beiden grossen Parkplätze beim Aquarium komplett gefüllt. Ruhiger wurde es übrigens nur, wenn die Kleinen etwas zu essen bekamen. Eis am Stiel scheint ein bewährtes Mittel zu sein… 😉
Das Aquarium hat denn auch verschiedene Ausstellungen extra für Kinder, mit Fragen, die auf einem Fragebogen beantwortet können. Allerdings zweifle ich daran, dass der Grossteil der Kinder, die heute dort waren, überhaupt schon lesen können…
Beeindruckend fand ich die Aussenanlage. Dort werden Pinguin, Fischotter und Seehunde gehalten. Die Gehege sind sehr gross (viel grösser als in jedem Zoo, in dem ich bisher war) und so eingerichtet, dass sie der natürlichen Umgebung entsprechen. Ausserdem dürfte das Wasser direkt vom Meer kommen. Jedenfalls trennt nur eine Mauer das Seehundgehege vom offenen Meer.

Am Nachmittag setzte ich dann meine gestrige Erkundung der Innenstadt fort. Mir fiel auch, dass fast keine Holzhäuser sah. Wobei man auch sagen  muss, dass das Stadtzentrum aus vielen Neubauten besteht.
Nach ein paar Stunden war ich fast komplett durchgeschwitzt. Bei dem schönen Wetter hätte ich eigentlich auf eine Jacke verzichten können, wenn da nicht der Wind gewesen wäre…
An windstillen Orten kam man in der Sonne schon ins Schwitzen und meine Jacke war definitiv zu viel. Kaum kam man um die Ecke in den Wind, lief man Gefahr, sich zu erkälten, wenn man sich nicht entsprechend anzog.

Morgen geht die Reise weiter. Ziel wird Måløy sein, ein kleines Städtchen auf einer Insel vor der Küste. Aber auf dem Weg dahin will ich noch einmal in die Berge, um in den bekannten Geirangerfjord zu fahren. Der reicht nämlich ca 100km von der Küste ins Landesinnere und ist von hohen Bergen umgeben. Da gibt’s dann wohl die eine oder andere Passfahrt.

Weitere Bilder aus Ålesund sind auf den Server geladen. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.