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Die Vesterålen & Lofoten

Eine weitere kurze Nacht

Auch die letzte Nacht war verhältnismässig kurz. Ich habe knapp sechs Stunden geschlafen.
Das lag daran, dass wir von 23:45 bis 01:45 in Tromsø angelegt hatten und ich zusammen mit meinen Tischnachbarn (zwei Niederösterreicher) unterwegs war, um Nachtbilder zu schiessen; mit einer kleinen Hoffnung, dass dabei auch ein paar Nordlichter auftauchten. Diese Hoffnung wurde jedoch nicht erfüllt. Trotzdem war ich erst um 01:30 wieder an Bord, und bis ich im Bett war, war es nach zwei Uhr…
Also ist der Plan, heute vor Mitternacht schlafen zu gehen. Mal schauen.
Wir haben heute Nacht eine 4 stündige Passage über relativ offenes Meer und werden erst gegen 02:30 in Bodø anlegen. Da passiert die ganze Nacht nichts Besonderes, wenn das Meer ruhig bleibt…

Die verwinkelten Inseln und Inselchen Vesterålen und Lofoten

Heute sind wir den ganzen Tag durch die Wasserstrassen der Vesterålen und Lofoten gefahren. Die Inseln kamen manchmal so nahe, dass man das Gefühl hatte, sie berühren zu können.
Es ist faszinierend, zu sehen, wie die Seeleute dieses grosse Schiff mit grosser Genauigkeit da durch führen. So ist der ausgebaggerte Kanal vor Risøyhamn gerade mal 100 Meter breit und sieben Meter tief. Unser Schiff hat einen Tiefgang von 4 Meter 90.

Doch noch ein paar Nordlichter

In Svolvær bin ich dann noch einmal von Bord gegangen, um zu fotografieren. Zum Einen wollte ich die Magic Ice Bar wieder besuchen, und ein paar Bilder von den Eisskulpturen machen. Das letzte Mal hatte ich bei meinem ersten Besuch dort nicht die richtige Kamera dabei.
Zu Anderen wollte ich ein paar Nachtaufnahmen von dem Städtchen machen, denn bei meinem letzten Besuch hatten die dort Mitternachtssonne. Es wurde nie richtig dunkel.
Mit Nordlichtern hatte ich aufgrund der Prognosen und der Lage der Stadt nicht mehr gerechnet.
Aber genau die tauchten zum Ende meines Langgangs auf. So habe ich in aller Eile (ich wollte auf keinen Fall das Schiff verpassen…) noch ein paar Nordlichter fotografieren können. 🙂

Das Wetter war übrigens den ganzen Tag bewölkt und diesig. Die Temperaturen bewegten sich auch in der Nacht kaum unter -6 Grad. Also nicht mehr wirklich kalt…

 
Der schmale Kanal und die Brücke bei Risøyhamn
Der schmale Kanal und die Brücke bei Risøyhamn

Der zweite Tag auf See

Kurze Nacht

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es geht mir heute viel besser. Ich spüre keine Symptome der Seekrankheit mehr. 🙂
Auch die Nacht verlief ruhig, aber ich habe wenig geschlafen.
Das lag aber nicht an der Seekrankheit, sondern daran, dass ich zum Einen erst um zwei Uhr ins Bett kam, weil ich noch den Nordlichtern zugeschaut hatte (Fotografieren ohne Stativ auf einem fahrenden und schwankenden Schiff ist fast nicht möglich…), und zum Anderen, dass das Schiff auch in der Nacht immer wieder anlegt und be- und entladen wird. Da wird man ständig von Vibrationen und Lärm geweckt.
Die Hurtigruten-Schiffe sind halt noch Post- und keine Kreuzfahrtschiffe.

Der wilde arktische Winter

Dass es mir besser geht, kann kaum daran liegen, dass sich die See beruhigt hat.
Im Gegenteil: Es herrschte fast den ganzen Tag ablandiger Wind in Windstärken bis zu 7 auf der Beaufort-Skala (= 50-61 km/h).
Da der Wind aber vom Land auf die See bläst und nicht umgekehrt, gibt es keine besonders grossen Wellen. So werden die Stabilisatoren des Schiffes besser mit dem Seegang fertig.
Allerdings kann man sich nicht mehr überall draussen auf Deck aufhalten. Der Wind ist einfach zu stark (und zu eisig).
Die Temperaturen sind um gute 10 Grad wärmer als in Finnland, also um die -11 Grad Celsius. Das wäre an und für sich kein Problem. Aber der Wind lässt das Ganze dann noch kälter werden.
Dass es mir trotz dieses Wetters im Gegenteil zu gestern gut geht, wird also eher daran liegen, dass ich mich an den Seegang gewöhnt habe. Und ich nehme prophylaktisch jeden Tag noch eine Tablette.

Zum Thema „Prophylaxe“ hat übrigens Peter, der „Expeditionsleiter“ (im wesentlichen der Leiter des Reisebüros an Bord), der bei den Vorträgen die betagten Deutschen (und davon hat’s viele hier an Bord, sehr viele…) mit alten, schlüpfrigen Witzen unterhält, schon gestern geraten, sich Spikes für die Schuhe zu besorgen, wenn man an Land will.
Heute hat er es erneut getan, und es die „billigste Reiseversicherung“ genannt, weil man damit nicht mit einem gebrochenen Arm oder Bein als Resultat von einem Sturz im Spital landet.

Ich habe mir die Spikes schon zu Hause beschafft und mitgenommen. Und ich muss sagen, die haben sich heute beim Landgang in Hammerfest sehr bewährt. 🙂

Hammerfest

Die Stadt Hammerfest nennt sich mit ihren rund 10’000 Einwohnern die nördlichste Stadt der Welt.
Zwar gibt es noch eine Stadt, die weiter nördlich liegt, nämlich Vardø mit etwas mehr als 2’000 Einwohner. Aber Vardø hatte seinerzeit das Stadtrecht wegen einer Gesetzeslücke erwerben können.
Heute aber braucht eine norwegische Gemeinde mindestens 5’000 Einwohner, um sich Stadt nennen zu dürfen.

Hammerfest lebte einst von der Fischindustrie und gedieh sehr gut. Die Firma „FINDUS“ wurde hier gegründet, ist aber nicht mehr in der Stadt ansässig.
Heutzutage prosperiert die Stadt noch mehr durch die Energieindustrie, die den Fischfang und -handel abgelöst hat.
In Hammerfest wird unter anderem Erdgas in grossem Stil hochgepumpt, verarbeitet und verschifft. Und die Erdgasvorräte dort scheinen noch ca 30 Jahre zu halten.

Heute Abend, kurz vor Mitternacht, werden wir in Tromsø anlegen und zwei Stunden dort bleiben.
Da ich mich da ein bisschen auskenne (ich war letztes Jahr insgesamt fünf Tage dort), habe ich mich entschieden, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und mich nicht einer geführten Gruppe anzuschliessen.

Hütten der Samen

Eingeschifft

200 km weiter nach Norden

Wieder hat mich heute ein Fahrer direkt beim Hotel abgeholt und mich nach Kirkenes gefahren.
Hat alles tiptop geklappt. Pünktlich um 08:00 stand der Bus vor dem Hotel und wir fuhren, unterbrochen durch eine Kaffeepause, die 200 km nach Kirkenes in einem Zug durch.
Dank der Spikes, die das Fahrzeug aufgezogen hatte, und auch weil es kaum Verkehr hatte, konnte der Fahrer fast durchweg 80 bis 100 km/h fahren.
Lediglich Rentiere, die immer wieder gemütlich über die Strasse gingen, als ob nichts wäre, zwangen den Fahrer zum Verlangsamen.
Ansonsten traf ich um 09:30 Ortszeit direkt am Hurtigruten-Anleger ein. Mein Schiff, die MS Finnmarken lag schon da, und die letzten Passagiere gingen von Bord.
Ich konnte direkt einchecken, aber die Kabine war erst mit der Abfahrt in ca 2.5 Stunden bereit. Also ging ich erst einmal in den Ort, um mir einen Kaffee und ein Sandwich zu gönnen. Draussen herumzuspazieren war eine zeitlich eingeschränkte Option, denn es herrschte um die -21 Grad Celsius.
Danach ging ich an Bord auf das Panoramadeck, bis wir ablegten, und ich in die Kabine konnte, um mein Gepäck auszupacken.

Die Schiffsreise beginnt

Schon bald nach dem Ablegen und dem Verlassen des Hafens zeigte sich allerdings, dass die See ziemlich unruhig war. Es war fast unmöglich, einigermassen geradeaus zu gehen.
Und ich kriegte das in meiner Kabine innerhalb kürzester Zeit zu spüren: Mir wurde schwindlig und übel, und ich hatte kalte Schweissausbrüche.
Ich weiss von früheren Fahrten auf dem Wasser, dass ich selbst eine sehr stürmische See gut überstehe, wenn ich mich nicht hinsetze und mich möglichst an der frischen Luft aufhalte.
Aber das war beides nur beschränkt möglich: zum einen musste (wollte) ich meine Koffer fertig auspacken, und zum anderen musste ich um 14:00 zum Sicherheits-und Informationsvortrag. Also mussten Medikamente her, welche ich in weiser Voraussicht gekauft und mitgenommen hatte.
Ob die wirkten oder ob es daran lag, dass wir ruhigere See kriegten? Auf alle Fälle ging es mir nach ca 2 Stunden wieder besser und das Abendessen um 19:30 (ich bin in der letzten Ablösung) musste nicht ausfallen.

Die See ist immer noch etwas unruhig und das Schiffe bewegt sich auf und ab. Sicher nicht schlimm, aber bei mir reicht es, dass ich mich fühle, wie früher beim nach Hause gehen nach einem ausgiebigen Kommers mit der Verbindung. Mir ist zwar nicht schlecht, aber das komische Gefühl im Magen ist zurückgekommen, und ich fühle mich wie betrunken.
Mal sehen, was die Nacht bringt….

Für Morgen habe ich eine Stadtrundfahrt in Hammerfest gebucht, der nördlichsten Stadt der Welt.
Und in der Nacht, wenn wir gegen Mitternacht anlegen, werde ich Tromsø auf eigene Faust erkunden. Ich kenne die Stadt ein wenig von früheren Besuchen her. Und ich habe meine Vorstellungen, wohin ich will. 

MS Finnmarken im Hafen von Kirkenes
MS Finnmarken im Hafen von Kirkenes

 

 

Es ist kalt in Lappland

Schönes Wetter

Heute war den ganzen Tag wunderschönes Wetter. Bis zum Abend keine einzige Wolke, und die Sonne schien, sobald sie aufgegangen war – von 11:30 bis 14:30…
Wie gesagt, schönes Wetter bis am Abend. Davon dann aber später.

Die Temperaturen war den ganzen Tag ungeachtet der Sonne um die -20 Grad Celsius.
Es ist aber eine sogenannt trockene Kälte, also gut zu ertragen; wenn man richtig angezogen ist. Aber das sollte sowieso klar sein. 😉

Am Morgen bin ich erst einmal mit der Kamera losgezogen, um ein paar schöne Winterbilder einzufangen.
Allerdings war nach einer guten Stunde ohne Bewegung genug. Die Kälte „kroch“ an kleinen Schwachstellen unter meine „Kälteschutzrüstung“: zum Beispiel an den Fingern, weil ich die immer wieder brauchte, um die Kamera zu bedienen.
Das ist ein generelles Problem für jeden Fotografen, und die Handschuhe mit den auf- und umklappbaren Fingerspitzen an Zeigefinger und Daumen verlängern die Widerstandsfähigkeit zwar (weil man die Handschuhe nicht mehr jedes Mal ausziehen muss), aber am Ende sind auch diese Fingerbeeren eingefroren und tun nur noch weh. Und dann lässt sich auch keine Kamera mehr bedienen.
Grund genug also, zurück ins Hotelzimmer zu gehen, und sich bei einer heissen Tasse Tee aufzuwärmen, während ich die Bilder sichtete, die ich eben gemacht hatte.

Snowmobile Safari

Für den Nachmittag hatte ich gestern eine zweistündige Snowmobile Safari gebucht.
Ich wurde um viertel vor Eins am Hotel abgeholt und zum Veranstalter gebracht, wo schon andere Teilnehmer warteten.
Als erstes wurden wir in Thermokleidung eingepackt: Schuhe, Overall, Kopfüberzug, Helm und Handschuhe.
Darunter behielten wir unsere Kleidung an. Ich war nun also in mehrere Schichten eingepackt und kam mir vor wie ein Michelin-Männchen. Aber das brauchte es auch, denn das Thermometer stand nun, um 13:00, auf unter -20 Grad Celsius, und mit dem Fahrtwind wurde es dann noch deutlich kälter. Der trockene Kommentar des finnischen Guides: „Wir gehen nicht tanzen, wir gehen Schneemobil fahren“.
Merke: Wenn Dir ein Finne sagt, „es ist kalt“, dann ist es auch. 😉

Nach einer kurzen Einführung auf der Maschine ging es dann los: Der Guide voraus und die sechs anderen Maschinen in Einerkolonne hinterher, ich zuletzt.
Dieses „Schneetöffs“ sind vollautomatisch. Alles was man machen muss, ist Gas geben und bremsen. Allerdings reicht es meistens, das Gas wegzunehmen, damit man zum stehen kommt.
Was ich allerdings unterschätzt hatte, war der Kraftaufwand, der beim Lenken nötig ist. Grundsätzlich geht es umso leichter, je schneller man fährt. Aber dann wird man ganz schön durchgeschüttelt. Diese Dinger haben keine Federung. Und als Anfänger weiss man zu Beginn noch nicht so recht, wie diese Maschine reagiert. also fährt man tendenziell etwas langsamer.
Das geht es vor allem am Anfang ganz schön in die Arme.
Das Schnellste, was ich aus dem Schneemobil bei voll durchgedrücktem Gashebel herausholen konnte, waren 40 km/h
Aber es macht wirklich Spass. Und die Landschaft auf dem zugefrorenen Inarijärvi (Inarisee) mit der absolut klaren Sicht war beeindruckend. Der See ist mit seinen über 1’000 km2 Fläche und über 3’000 Inseln der drittgrösste Finnlands.
Am Ende der rund 25 km langen Tour spürte ich die Kälte hauptsächlich an den Füssen, denn die Griffe der Maschine waren beheizt. Sogar der Gashebel, der mit dem Daumen der rechten Hand bedient werden muss, hatte eine eigene Heizung.
Ausserdem fror mein Helmvisier gegen Ende fast vollständig zu, so dass ich die Wahl hatte, entweder mein Gesicht zu schützen und meinen Vordermann nur schemenhaft zu sehen, oder mir den Fahrtwind in Gesicht blasen zu lassen, was nur eine kurze Zeit auszuhalten war.
Alles in allem hat sich dieser Ausflug gelohnt, und wenn ich wieder ‚mal nach Lappland komme, werde ich das sicher wieder buchen.

Am Abend war das schöne Wetter dann leider wieder zu Ende. Seit dem Eindunkeln wurde die Bewölkung immer stärker.
Und während ich das hier um 21:00 schreibe, ist wie gestern schon eine starke Nordlichter-Aktivität angesagt. Nur sieht man wie gestern schon nichts davon. Schade.
Aber ich hoffe auf die folgenden Abenden entlang der Hurtigruten Strecke.

Morgen früh um acht geht der Bus nach Kirkenes, wo ich dann 3 Stunden später an Bord der MS Finnmarken gehen werde.

Zwischenhalt mit heissen Tee auf dem Inarijärvi
Zwischenhalt mit heissen Tee auf dem Inarijärvi

Und weiter geht’s Richtung Norden

Am Morgen in Ivalo

Heute Morgen habe ich die Umgebung des Hotels Ivalo erkundet, und bin auch ins Zentrum des kleinen Ort Ivalo gegangen.
Die Temperaturen lagen beim Aufstehen bei -12 Grad Celsius, der Himmel war bewölkt und es schneite leicht.
Und so blieb es den ganzen Tag.
Laut den Einheimischen war es Gottseidank nicht mehr so kalt. Offenbar hatten die hier am letzten Wochenende um die -35 Grad!
Ich musste feststellen, dass man sich selbst bei diesen Temperaturen zu warm anziehen kann.
Von meinem ersten Ausflug mit Kamera und Stativ kam ich komplett durchgeschwitzt zurück ins Hotel. Ich war patschnass trotz zweistelligen Minustemperaturen.
Meine Kleider, die ich extra für diesen Trip gekauft hatte, sind offenbar so gut, dass zwei Schichten reichen, wenn es nicht unter -20 Grad ist.
Ich lerne. 😉
Das Problem mit der Schwitzerei ist, dass es nicht nur ziemlich nervt, sondern dass man sich so sehr leicht eine Erkältung holen kann (denn kalt ist es ja trotzdem). Und das möchte ich hier eigentlich nicht mit mir herumschleppen.
Also gilt es, genau zu überlegen, was man bei welcher Gelegenheit anziehen soll.

Weiter nach Inari

Nach dem Mittag wurde ich im Hotel abgeholt und nach Inari gefahren. Die Fahrt dauert bloss ca 30 Minuten.
Dazu ist zu sagen, dass man hier mit Spikes fährt und deshalb auch auf schneebedeckter Strasse ausserorts gut 80 kmh oder mehr fahren kann.
Für mich war das am Anfang ziemlich gewöhnungbedürftig. Ich habe dann aber rasch gemerkt, dass der Fahrer den Wagen sehr gut im Griff hatte.

Nun habe ich im Hotel Kultahovi eingecheckt und werde die nächsten zwei Nächte hier übernachten.
Morgen werde ich am Morgen die nähere Gegend erkunden und nach Bildmotiven suchen.
Für den Nachmittag habe ich „Schneemobil fahren“ gebucht.
Der Spass kostet mich für zwei Stunden zwar €130.–. Aber das habe ich noch nie gemacht, und es sieht nach viel Spass aus… 😉

Selbstverständlich habe auch heute einige der Bilder bereits bearbeitet und in die Galerie „Norwegen & Finnland 2019“ hochgeladen.

Das Hotel Ivalo von gegenüberliegenden Ufer des zugefrohrenen Fluss Ivalojoki
Das Hotel Ivalo von gegenüberliegenden Ufer des zugefrorenen Fluss Ivalojoki

In Lappland angekommen

Am Ziel des ersten Reisetages

Der Weiterflug mit Finnair von Helsinki nach
Ivalo verlief genauso pünktlich und ereignislos wie schon der Flug nach Helsinki.
Allerdings ist es etwas überraschend, beim Aussteigen anstelle einer gedeckten Gangway (wie in Zürich und Helsinki) ein schneeebedecktes Rollfeld, -10 Grad Celsius und leichten Schneefall anzutreffen.
Aber es waren nur ein paar Meter bis zum Abfertigungsgebäude. Da musste jetzt wirklich niemand frieren. Zumindest ich im Hemd nicht (die Jacke war noch in der Tasche, denn im Flugzeug war es schliesslich geheizt…).
Die anderen verbrachten die Zeit, die sie gebraucht hätten, um ins Abfertigungsgebäude zu gehen, lieber damit, im Freien ihre Jacken anzuziehen, um dann vor dem Flugzeug Selfies zu schiessen… 😉
Des Schreibers Höflichkeit verbietet es, die Nationalität dieser ziemlich grossen Gruppe zu nennen…

Nun habe ich im Hotel Ivalo eingecheckt, und zu meiner Überraschung ein eigentliches Apartment mit Wohnzimmer, Schlafzimmer und eigener Sauna gekriegt. Nach dem Abendessen machte ich noch einen Spaziergang im tiefverschneiten Ivalo . 🙂

Wie immer bei meinen Reisen lade ich auch dieses Mal einige Bilder direk hier hoch, während ich das Gros dann nach meiner Rückkehr bearbeite und hochladen.
Ergo habe ich heute die Galerie „Finnland & Norwegen 2019“ eröffnet und werde dort in den folgenden Tagen immer wieder aktuelle Bilder hochladen.

Flughafen Ivalo
Ankunft auf dem Flughafen Ivalo

Unterwegs in den Norden


Zwischenstopp in Helsinki

Nun bin ich also nach einem pünktlichen und ereignislosen Flug mit Finnair von Zürich in Helsinki angekommen.
In einer knappen Stunde geht es dann weiter nach Ivalo im Norden von Lappland; meinem heutigen Ziel. Hier in Helsinki ist es um 16:00 Ortszeit zwar noch hell, aber man merkt schon, dass der Tag zu Ende geht.

Wenn ich in Ivalo in knapp zweieinhalb Stunden ankommen werde, wird dort bereits tiefste Nacht herrschen. 😉

Helsinki Airport
Helsinki Airport

Reiseplanung 2019

Nach der Reise ist vor der Reise

Nachdem ich Ende September von meiner letzten Reise 2018 aus Island zurückgekehrt war, stellte sich relativ rasch die Frage:

Wohin nächstes Jahr????? 😉

Da der Buchungszeitpunkt einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Preis einer Reise haben kann, habe ich jetzt, Ende November 2018 bereits alle Reisen im 2019 gebucht und zum grössten Teil auch bezahlt.
Dadurch kostet mich zum Beispiel ein Städteflug nach Stockholm und zurück im Juli 2019 mit Swiss bloss CHF 234.–. So billig bin ich noch nie nach Skandinavien geflogen.

Ich habe also folgende Reisen geplant und gebucht:

30. Januar – 10. Februar 2019
Die Hurtigruten im Winter
Ich fliege mit Finnair via Helsinki nach Ivalo [FIN] im nördlichen Lappland. Von dort geht es zuerst mit dem Bus nach Inari [FIN], wo ich zwei Tage bleiben werde.
Danach geht es ebenfalls mit dem Bus nach Kirkenes [N], wo ich an Bord des Hurtigrutenschiffs Finnmarken gehe und damit in sechs Tagen und fünf Nächten entlang der norwegischen Küste bis Bergen [N] fahre.
Nach einem zweitägigen Aufenthalt in Bergen fahre ich mit der Bergenbahn nach Oslo, von wo ich dann am Folgetag nach Zürich zurückfliege.
Die Reise hat für mich drei Besonderheiten:
Erstens ich fahre im Winter in den Norden. Das heisst, es wir sehr kalt (bis zu -25 Grad am Tag) und sehr dunkel (die Tage dauern von 09:00 bis 13:30 in Kirkenes). Ich werde mir noch besonders winterfeste Kleider kaufen müssen…
Zweitens ich fahre zum ersten Mal für mehrere Tage auf einem Schiff mit.
Und drittens ich benutze vier verschiedene Verkehrsmittel: Flugzeug, Bus, Schiff und Bahn.
Gebucht habe ich die Reise wieder bei Travel Scandinavia (World Wide Travel) in Zürich.

19. – 22. April 2019
Ostern in Colmar.
Wenn alle nach Süden fahren, fahre ich an Ostern nach Norden.
Mit dem Auto bin ich von mir zu Hause in zweieinhalb Stunden in Colmar, und wenn meine Überlegungen richtig sind, sollte ich auch keine grossen Verkehrsbehinderungen erleben, da ich antizyklisch fahre.
Ich bin gespannt, was diese Stadt im Elsass zu bieten hat.

29. Mai – 2. Juni 2019
Auffahrt in Oslo.
Da Auffahrt am Donnerstag ein Feiertag ist, lässt sich mit einem einzigen zusätzlichen Ferientag am Freitag ein verlängertes Wochenende machen, dass ich in Oslo verbringen will.
Es wird mein drittes Mal in Oslo sein. Allerdings bin ich die beiden vorherigen Male bloss umgestiegen: am Bahnhof und am Flughafen.
Dieses Mal möchte ich die norwegische Hauptstadt ein bisschen näher kennen lernen.

3. – 7. Juli 2019
Geburtstag in Stockholm.
Nachdem ich dieses Jahr an meinem Geburtstag relativ spontan und entsprechend kurzfristig nach Kopenhagen geflogen bin, habe ich meine Geburtstagsreise für nächstes Jahr etwas früher geplant und gebucht. Das hat sich natürlich auch auf den Preis von Flug und Hotel positiv ausgewirkt.
Das wird mein dritter Trip in die schwedische Hauptstadt, und ich bin gespannt, was noch so ist wie vor 13 Jahren, als ich beruflich bedingt das letzte Mal dort war, und was es Neues zu entdecken gibt.
Ich habe jetzt schon drei fixe Ausflugsziele: der Skansen Park mit Freilichtmuseum und Aquarium, das Abba Museum und das Vasa Museum. Der Rest wird sich ergeben, je nach Lust und Laune. Allenfalls auch ein Ausflug mit dem Schiff auf die Schären.
Stockholm bietet sehr viel.

1. – 4. August 2019
Den Feiertag am Donnerstag, 1. August nutze ich mit einem „Brückenferientag“ am Freitag gleich wie an der Auffahrt, um für ein verlängertes Wochenende nach Duisburg zu fliegen.
Ich kenne diese Stadt im Ruhrpott überhaupt nicht. Ausser vielleicht, dass dort früher Schimanski ermittelt hatte… 😉
Ich weiss auch nicht, was sie einem Touristen zu bieten hat. Es war reine Neugier, die mich auf die Idee gebracht hat, dorthin zu fliegen.
In jedem Fall gibt es dort einen Zoo, den ich sicher besuchen werde, um ein paar Tierbilder zu schiessen. Ansonsten lasse ich mich überraschen. 

16. – 28. September 2019
Meine dritte Islandreise.
Dieses Mal will ich die Westfjorde kennen lernen, eine der einsamsten Gegenden Islands.
Die Reise mache ich wiederum im Mietwagen in bewährte Art und Weise: Lediglich die Übernachtungen (und natürlich Flug und Mietwagen) habe ich durch das Reisebüro buchen lassen. Aber in der Routenwahl und der Orte, die ich besuchen will, habe ich alles offen gelassen, und werde jeden Tag entscheiden, was ich unterwegs wie und wann tue.
Das gibt mir die Freiheit, die Reisetage jeweils nach meinem Belieben zu gestalten, damit immer genug Zeit für das Fotografieren und das Baden in heissen Quellen bleibt (in Island einfach ein Muss).
Aus Komfortgründen habe ich auch für diese Reise einen Offroader in der Grössenordnung eines Toyota Rav4 4×4 gebucht. Obwohl ich nicht ins Hochland fahren werde, ist doch ein Teil meiner Route Schotterpiste, die mit einem 4×4 SUV einfach besser und sicherer gefahren werden kann. Ausserdem ist es nicht ausgeschlossen, dass Ende September in den Westfjorden Schnee fällt.
Ich habe auch diese Islandreise beim Reisebüro Erlingsson in Reykjavík gebucht.

Island 2018: Die Bearbeitung der Bilder von Tag 7 ist abgeschlossen

Island_flagIch habe die Bearbeitung der Bilder vom 7. Reisetag abgeschlossen. Die Ergebnisse sind wiederum hier zu begutachten.

Viel Spass beim Betrachten. 😉

Nun widme ich mich zur Abwechslung wieder einmal der Bearbeitung von ein paar Modelbildern, die dann auf meiner anderen Homepage zu begutachten sind.

Danach geht’s hier weiter mit den Bildern von Tag 8. 🙂

Mývatn

Goðafoss