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Island 2021: Zwischenstopp in Kopenhagen

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Inzwischen bin ich hier in Kopenhagen angekommen. Es ist jetzt 09:45 und mein Weiterflug nach Reykjavik geht hier um 14:10. Ich muss also ein bisschen Zeit „totschlagen“ bis ich weiterfliegen kann.

Alles ist bis hierher absolut problemlos verlaufen und ich weiss jetzt auch, wie Dänemark mit COVID-19 umgeht:
– Niemand hat hier bei der Ankunft einen negativen Test verlangt.
– Alle Flugpassagiere, die in Dänemark ankommen, müssen so oder so einen Antigen Test machen.
– Vom Test ausgenommen sind lediglich Passagiere aus dem Schengenraum, die vollständig geimpft sind, falls sie nicht aus einem „roten Gebiet“ kommen (aktuell gibt es in Europa gemäss der dänischen Definition nur eine „rote Region“ in Frankreich –> Homepage der Dänischen Behörden mit der Klassifizierung der Länder und Regionen).
– Das Impfzertifikat wird bei der Passkontrolle kontrolliert, durch die alle müssen, auch die Transitpassagiere. Dabei wird auch der Pass resp die ID Karte gescannt und überprüft.
Faktisch heben die Dänen damit den freien Personenverkehr auf, der innerhalb der Schengengrenze eigentlich gilt. Schliesslich reise ich von der Schweiz über Dänemark nach Island. Damit verlasse ich den Schengenraum nie und sollte eigentlich nicht kontrolliert werden. Offenbar wird das auch von der EU akzeptiert. Ich finde es eine schlaue Lösung, und es stört mich auch nicht. Vielleicht sollten das andere Länder, insbesondere Nicht-EU-Staaten wie die Schweiz, auch in Erwägung ziehen. So können die Einreisenden bezüglich COVID sicher besser kontrolliert werden.
Fazit: Ich hatte gestern Recht und hätte vor der Abreise keinen PCR-Test machen müssen. 🙂
Die SWISS und Swissport in Zürich lagen falsch.

Wie schon in Zürich ist auch der Flughafen Kopenhagen Kastrup ziemlich leer. Der Abflugbereich mit all den Gates ist menschenleer und die meisten Läden und Restaurants sind geschlossen. Ich habe schliesslich nach 20 Minuten suchen ein Restaurant gefunden, in dem ich etwas zu essen kriege und das sogar Tische hat, bei denen es Steckdosen gibt. So kann ich nun bis zu meinem Weiterflug mit dem Laptop arbeiten. Damit vergeht die Wartezeit viel schneller.

Ich hänge diesem Post noch ein Bild an, das ich gestern um 15:00 am Flughafen Zürich beim Check In im Terminal 1 geschossen habe. Von den über 40 Gepäckaufgabe Schaltern waren gerade mal 8 geöffnet. Und heute Morgen um 06:00 war immer noch jeder zweite Schalter geschlossen.
Man sieht an den Flughäfen überall deutlich, welche Auswirkungen COVID-19 auf die Reisebranche hat!

Flughafen Zürich
Flughafen Zürich

Stay tuned.

Island 2021: All checked in and ready to go

Island_flagNeun Monate nach meiner letzten Reise nach Island kann ich nun morgen wieder verreisen. Alle anderen geplanten und gebuchten Reisen dazwischen musste ich wegen COVID-19 absagen.
Ich fahre wieder nach Island, obwohl das eigentlich erst im kommenden August geplant und gebucht ist. Dann werde ich wieder 16 Tage mit dem Mietwagen unterwegs sein, schwergewichtig im Osten der Insel.

Die morgige Reise ist im Grunde ein Ersatz für eine bereits für letztes Jahr geplante und gebuchte 3-wöchige Reise durch den Süden Norwegen. Wegen COVID-19 musste ich diese Reise auf dieses Jahr verschieben, und schlussendlich im April dann absagen. Norwegens Grenzen sind wegen COVID-19 immer noch geschlossen.

Also habe ich mich umgeschaut und festgestellt, dass Island im April 2021 das einzige Land war, das geimpfte Personen ohne Quarantäne einreisen liess. Inzwischen haben weitere Länder nachgezogen, aber ich musste mich im April entscheiden. Da Island eine meiner bevorzugten Reisedestinationen ist,  fiel mir die Entscheidung ausgesprochen leicht.

Es ist eher ein „Kurztrip“, und ich werde auch nicht gross herumfahren wie sonst. Ich bleibe „bloss“ 9 Tage/8 Nächte in Island und ich werde 5 Nächte in einer Ferienwohnung auf einem Bauernhof im Westen verbringen, knapp eineinhalb Stunden nordöstlich der Hauptstadt Reykjavik. Und die restlichen drei Nächte werde ich auf der Halbinsel Reykjanes in der Nähe des Flughafens übernachten.
Von meinem jeweiligen Standort werde ich Tagesauflüge unternehmen, die aber mit einer Ausnahme noch nicht feststehen.
Ich möchte unter anderem zu Fuss zum aktiven Vulkan (der 10km Luftlinie von meiner zweiten Unterkunft entfernt liegt) am Fagradalsfjall. Das hängt aber stark vom Wetter und den Windverhältnissen ab. Kälte und Wind schreckt mich grundsätzlich nicht ab. Aber aus der Lava des Vulkans entweicht giftiges Gas und wenn der Wind dieses zu den Wanderwegen treibt, kommt man nicht durch.
Aber ich habe zusätzlich noch einen Heliflug zum Vulkan gebucht. Wenn das Wetter den Flug nicht verunmöglicht, habe ich so noch eine ganz andere Sicht.
Alles andere wird sich zeigen.

Die Organisation der Reise erwies sich im Vorfeld in bestimmten Bereichen als etwas mühsam.
Nachdem alles fixiert war, wurden bei Iceland Air die direkten Flüge nach Zürich wegen zu geringem Passagieraufkommen (COVID-19 lässt grüssen) gestrichen. Also musste mehrfach umgebucht werden, weil auch andere Flüge immer wieder wegfielen. Nun habe ich Hin- und Rückflug via Kopenhagen mit je 5 Stunden Aufenthalt in Kopenhagen. Ein Weg, der normalerweise dreidreiviertel Stunden dauert, dauert jetzt zehn Stunden…
Weil alles bei SAS, der schlechtesten Airline, mit der ich je geflogen bin, gebucht ist, war es nicht möglich, ein zweites Gepäckstück mit meiner Fotoausrüstung zu buchen. Also musste ich umpacken und meine Ausrüstung verkleinern, damit alles in einem Koffer Platz hatte.
Mit SAS habe ich jedes Mal solche Schwierigkeiten. Deren Flugzeuge sind alt und unbequem und der Service ist in allen Belangen fast nicht existent. Leider kann ich denen in Skandinavien nur schwer ausweichen, aber ich tue mein Bestes…
Der Hinflug ist aber mit Swiss bis Kopenhagen und mit Iceland Air ab Kopenhagen, meinen beiden bevorzugten Airlines. Der Rückflug ist mit Iceland Air bis Kopenhagen und mit SAS bis Zürich.

Und dann noch das Theater mit den COVID-Tests. Jedes Land hat andere Einreisebedingungen, insbesondere, wenn es um geimpfte Passagiere geht. Laut den Homepages der Gesundheitsbehörden von Island und Dänemark brauchen vollständig geimpfte Personen keinen PCR-Test, um an Bord gehen und einreisen zu dürfen. Mann muss stattdessen ein Impfzertifikat vorlegen, das gewisse Bedingungen erfüllt. Und in Island wird man bei der Einreise getestet.
Aber das weiss weder die SWISS noch das Bodenpersonal am Flughafen Zürich.
Als ich heute mein Gepäck aufgegeben habe, behauptete der Herr am Schalter allen Ernstes, dass es sowohl für Dänemark wie auch für Island einen Test brauche. Zum Glück habe ich gestern vorsorglich einen Test gemacht (und bezahlt). Sonst hätte der mich trotz Impfausweis nicht einsteigen lassen. So kann man auch Geld zu Fenster hinauswerfen. Immerhin weiss ich, dass ich bis gestern keine COVID-19 Infektion hatte…
Nachdem der Bundesrat heute die Test- und Quarantänepflicht für geimpfte Personen aufgehoben hat, bis ich gespannt, ob das Flughafenpersonal in Keflavik und Kopenhagen das bei meiner Heimreise weiss? Wahrscheinlich werde ich mich auch vor der Rückreise wieder testen lassen müssen.

Aber nun freue ich mich auf Island. 🙂

Stay tuned.

Besuch im Schlangenzoo

Heute war ich nach 9 Jahren wieder einmal im Schlangenzoo in Eschlikon TG.
Reptilien, insbesondere Schlangen waren für mich schon immer faszinierende Fotosujets. Dazu kommt die Herausforderung, bei schwachem Licht durch eine Terrariumscheibe brauchbare Bilder hinzukriegen.
Deshalb kann ich mich stundenlang in solchen Ausstellungen aufhalten, diese Tiere beobachten und dabei versuchen, spannende Bilder zu schiessen. So bin ich auch gestern nach über 2 Stunden mit fast 400 Rohbildern nach Hause gefahren.

Der Schlangenzoo öffnet am Samstag und Sonntag um 11:00. Wegen CORONA bedingten Beschränkungen dürfen sich maximal 35 Personen in den Räumen dort aufhalten.
Als ich kurz vor Mittag dort ankam, warteten bereits 6 Personen vor der Türe, und nur wenn jemand den Zoo verliess, durfte wieder jemand anders hinein. Ich wartete ca 15 Minuten, dann war ich drin. Wenn es nicht regnet, ist die Warterei meines Erachtens kein Problem.
Als ich zwei Stunden später den Schlangenzoo wieder verliess, wartete niemand mehr vor der Türe.

Der Schlangenzoo stellt über 200 verschiedene Schlangenarten aus, darunter mehrere Klapperschlangen, Kobras und einige Kornnattern. Es gibt aber auch eine Königkobra, einen Netzpython und eine grüne Mamba zu sehen.
Es waren auffallend viele Eltern und Grosseltern da, die den Schlangenzoo mit kleinen Kindern besuchten. Die Kinder haben dann auch die Gelegenheit, unter Anleitung ein Schlange anzufassen oder sogar herumzutragen.
Wegen den CORONA Beschränkungen sind aber leider öffentliche Fütterungen im Moment nicht möglich. Bei meinem letzten Besuch habe ich zwei solcher Fütterungen direkt vor den Augen einer Primarschulklasse erlebt.


Zoo Zürich

Heute war ich nach Langem wieder einmal im Zoo Zürich.
Ich habe den schönsten Tag des verlängerten Auffahrtswochenende genutzt und bin am Morgen zum Zoo gefahren, nachdem ich das Ticket bereits zu Hause online gekauft hatte.
Zum Glück ging ich am Morgen. Der Zoo öffnet um 09:00 und als ich um 09:05 dort war, hatte sich schon eine lange Autoschlange bis zum Parkplatz gebildet. Ich war definitiv nicht der Einzige, der auf diese Idee gekommen war…
Nach ca 10 Minuten anstehen konnte ich dann parkieren, und ging zum Haupteingang. Dort hatte sich bereits die nächste Schlange gebildet. Aber es lief eigentlich ganz gut und rund 15 Minuten später war ich drin.

Als ich nach ca 4 Stunden wieder hinaus kam, war die Schlange vor dem Haupteingang immer noch gleich lang und die Strasse zum Zoo gesperrt. Alle Parkplätze waren voll.
Ich denke, das war die Kombination „Brückentag“ und „schönes Wetter“ kombiniert mit dem Bedürfnis, die gelockerten CORONA-Restriktionen auszunutzen.

Schmutzgeier


Städtereise nach Amsterdam – Bilder fertig bearbeitet

Nachdem ich alle Bilder meiner diesjährigen Islandreise fertig bearbeitet hatte, konnte ich mich nun den Bildern meines Städtetrip nach Amsterdam im Juli dieses Jahres widmen.

Nun sind alle Bilder, ich dort geschossen hatte, bearbeitet und in die Galerie „Amsterdam“ hochgeladen. Besondere Galerien gibt es von meinen Besuchen der Körperwelten und bei Madame Tussaud’s.

Ich wünsche viel Spass beim betrachten.

Island 2020: Neue Bilder von der zweiten Hälfte der Reise

Island_flagNun sind die Bilder der Reisetage 8 und 9  fertiggestellt und in die Galerien hochgeladen.

Inzwischen habe auch schon die ersten Bilder von Tag 10 fertig und auch hochgeladen.

Ich bin immer noch optimistisch, dass ich bis Weihnachten fertig bin und auch das zweite Buch gedruckt ist.
Das Buch der ersten Hälfte habe ich schon. 🙂

Da ich wegen der COVID-19 bedingten Einreisebestimmungen in Island meine geplante Sylvesterreise nach Reykjavik abgesagt habe, möchte ich mich nach Weihnachten mit den Restanzen meiner Reisen in die Romandie und nach Amterdam beschäftigen.

Stay tuned.

Island 2020: Halbzeit bei den Bildern

Island_flagGut zwei Monate nach meiner Rückkehr aus Island habe ich es geschafft, die Hälfte aller Bilder resp die Bilder der ersten Hälfte der Reise fertigzustellen und in die Galerien hochzuladen.

Ich habe also so quasi die Halbzeit erreicht und mache mich nun an die Bearbeitung der zweiten Hälfte. 😉
Ich hoffe, dass ich dafür nicht auch wieder zwei Monate brauche, aber das hängt weitgehend davon ab, wieviel meiner Freizeit ich der Bearbeitung der Bilder widmen kann.

Mein Ziel ist es, in jedem Fall die Bilder (und die entsprechenden Fotobücher) bis Weihnachten fertigzustellen.

Dann würde ich mich gerne noch anderen Reisen (zB Amsterdam und Westschweiz) und Fotoshootings widmen, von denen noch ein grosse Menge unbearbeiteter Bilder auf meiner Festplatte darauf wartet, gezeigt zu werden.

Stay tuned.

Island 2020: Neue Bilder in den Galerien

Island_flagInzwischen ist es schon wieder fast einen Monat her, seit ich von meiner diesjährigen Islandreise nach Hause gekommen bin. Die Arbeitswelt und der Alltag hat mich wieder.
Hier ist der Herbst überraschend schön und warm, aber in Island hat sich in gewissen Gebieten, durch die ich im August bei schönstem und warmen Wetter gefahren bin, der Winter deutlich bemerkbar gemacht. Nicht nur das die Tage spürbar kürzer werden und die Nordlichter immer öfter auftauchen (wenn der Himmel klar ist), liegt in Nordisland der erste Schnee.

Kaldidalur

Gleich nach meiner Rückkehr habe ich damit begonnen, die Bilder, die ich auf der Reise geschossen habe, zu sortieren, die besten auszuwählen und zu bearbeiten. Dabei gehe ich Tag um Tag vor, und lade die fertigen Bilder jeweils in die Galerien hoch.

Aktuell bin ich an den Bildern vom 5. Reisetag. Die Tag 1 bis 4 sind abgeschlossen und die bearbeiteten Bilder können in den Galerien betrachtet werden.

Ich bearbeite inzwischen fleissig weiter (jeweils nach Feierabend) und melde mich wieder, sobald ich wieder einige Tag abschliessen konnte.

Stay tuned.

Island 2020: Going home

Island_flagHeute halte ich mich kurz, denn ich muss (für meine Verhältnisse) früh ins Bett.
Ich bin in meiner letzten Unterkunft angelangt, dem Aurora Star Hotel am Flughafen Keflavík.
Morgen um 07:20 (Ortszeit) hebt mein Flug nach Zürich hier ab. Dann ist auch die Islandreise 2020 schon wieder Geschichte.
Deshalb habe ich heute Abend auch keine Zeit, noch ein paar Bilder zu bearbeiten. Das muss warten, bis ich wieder zu Hause bin.

Der heutige Tag begann schon mal anders als die letzten: Beim Aufstehen regnete es draussen. Nicht stark, und wenn, dann nur kurz und heftig. Dann brach auch ab und zu die Sonne durch die Wolken, gefolgt vom nächsten Schauer. Und dazu gab es Wind.

Meine letzte Etappe führte mich über die Halbinsel Reykjanes. Ich ziehe es vor, entlang der Küste auf (heute komplett leeren) Hauptstrassen nach Westen zum Flughafen Keflavík zu fahren, anstatt die etwas nördlicher gelegene Schnellstrasse zu nehmen, die mich durch die Hauptregion führen würde.
An der Küste fährt man über lange Strecken durch ausgedehnte Lavafelder, die zum grossen Teil mit Moos überwachsen sind. Ausserdem kommt man durch mindestens zwei aktive Geothermalgebiete, wo die Erde kocht und Schwefelgeruch in der Luft liegt.
Dort hat der Boden dann auch einen ockerfarbenen Stich, was man schon von sehr weit sehen kann.

Ich habe in Krýsuvík und Gunnuhver Halt gemacht, um ein paar Bilder zu schiessen, und meinen obligaten Kaffee in der selben Tankstelle in Grindavík getrunken, in der ich die letzten beiden Jahre schon Kaffee getrunken hatte.

Grindavík war übrigens in den letzten Monaten in Island im Fokus der Öffentlichkeit, weil man dort schon seit Längerem verstärktes Erdbebenaufkommen gemessen hatte. Das könnte ein Anzeichen eines bevorstehenden Vulkanausbruchs sein. Nicht die Erdbeben an sich beunruhigen die Leute. Leichte Erdbeben sind normal in Island. Aber die Häufung solcher Erdstösse ist kein wirklich gutes Zeichen.
Dazu muss man wissen, dass die Halbinsel Reykjanes mehr oder weniger ein grosses, sehr aktives Vulkansystem ist.
Heute war es allerdings ruhig. Ich habe nichts gespürt oder gehört, und das Leben in der kleinen Stadt verlief sehr ruhig.

Damit endet nicht nur meine diesjährige Islandreise, sondern natürlich auch die Berichterstattung hier.
In den folgenden Wochen und Monaten werde ich immer wieder neue Bilder in die Galerien hochladen. Je nachdem, wie viel Zeit ich für die Bearbeitung haben werde, kann es durchaus bis Weihnachten dauern, bis das letzte Bild hochgeladen ist.

Ich melde mich wieder auf diesem Kanal, wenn ich wieder verreisen werde; wann und wohin auch immer.

Stay tuned.

Island 2020: Vestmannaeyjar

Island_flagHeute bin ich zwei Stunden in einem Lavafeld herumgelaufen, das zehn Jahre jünger ist als ich. 😉

Heute war auch der erste Tag dieser Reise, an dem nicht strahlender Sonnenschein herrschte. Es war bewölkt, und ab und zu drückte die Sonne durch die Wolken. Aber halt nie dort, wo ich mich gerade aufhielt.
Dadurch war es auch etwas kühler, und am Meer hatte es einen konstanten auflandigen Wind.

Heute besuchte ich die Vestmannaeyjar (Westmännerinseln), resp deren Hauptinsel Heimaey. Diese Inselgruppe vor der isländischen Südküste umfasst mehrere Inseln, von denen längst nicht alle bewohnt sind. Aber es leben dort immerhin rund 4’300 Leute.

Am Morgen fuhr ich erst einmal ein Stunde und 15 Minuten bis zum Fährhafen Landeyjahöfn. Dort liess ich meinen Wagen stehen und fuhr mit der Fähre rund 40 Minuten zur Insel Heimaey.
Ich ging bewusst ohne Wagen hinüber, weil ich nur fünf Stunden Zeit hatte, bis ich wieder zurückfahren musste. Da ich mir den Lavakegel vom Ausbruch des Eldfell (Eld heisst Feuer) in der Nacht vom 23. Januar 1973 ansehen wollte, und dieser bei resp in der Stadt ist, lohnte sich nicht, den Fahrpreis für das Auto zu bezahlen. Was ich vorhatte, konnte ich zu Fuss machen. Eventuell komme ich irgendwann noch einmal und bleibe für eine Nacht, damit ich mir in Ruhe auch den Rest der Insel ansehen kann.

Heute ging ich zu Fuss aus der Stadt über das Lavafeld bis etwa halbhoch zum Krater. Danach wurde mir der Aufstieg zu steil und zu lang.
Man sieht heute noch, wo die Lava vom Krater her hin „geflossen“ ist, und wie sich der Lavakegel Richtung Hafen wälzte. Und genau dieser Hafen musste erhalten bleiben. Also haben die Isländer versucht, die Lava mit Meerwasser zu kühlen und so zu stoppen. Und dies gelang schlussendlich auch (zum ersten Mal überhaupt). Der Ausbruch dauerte gute 5 Monate. Aber die Bewohner und ihre Helfer gaben nicht auf.
Was aber sehr schwer vorstellbar ist, sind die riesigen Mengen Asche, unter denen ein Teil der Stadt begraben wurde. Zwar begann man sehr rasch, die Asche wegzuschaufeln. So befreite man zu Beispiel den Friedhof (der mitten in der Stadt liegt) von Hand (wegen der Gräber durften keine Bagger eingesetzt werden)von einer meterdicken Ascheschicht, aber für gewisse Stadtteile gab es keine Rettung mehr. Ca ein Drittel der Bewohner kehrten nie wieder auf die Insel zurück. Sie hatten in dieser Nacht vom 23. Januar 1973 alles verloren, und es gab keine Chance mehr, irgend etwas wieder zurückzuholen.

Es ist schon ein besonderes Gefühl, zu wissen, dass 15 bis 20 Meter unter einem die Häuser verschüttet sind, die damals an der Stelle standen. Kaum vorstellbar ist auch, wie der Vulkanausbruch die Insel verändert hatte. Dort wo nun der 200 m hohe Krater und der Lavakegel stehen, war vorher nichts. Man sah aus der Stadt übers Meer bis nach Island hinüber. Heute sieht man das nur noch, wenn man auf den Berg klettert. Der Vulkanausbruch schuf einen neuen Berg.

Erst 2005 begann man, dort zu graben, wo einst ein Stadtteil mit 400 Gebäuden gewesen war. Man legte bis heute drei Gebäude frei.
Schlussendlich grub man ein Hause vollständig aus und baute drumherum ein Museum, das den Ausbruch, die Folgen und den Wiederaufbau dokumentiert.

Übrigens: In dieser Nacht 23. Januar 1973 musste ca 5’000 Leute fluchtartig verlassen, mit dem, was sie am Leib hatte und dem was sie tragen konnten. Sie wurde mit Fischerbooten evakuiert. Der Ausbruch richtete sehr viel Schaden an, veränderte dauerhaft die Form der Insel (die Insel wurde auch um ca 2.5 km2 grösser), aber er kostete keine Menschenleben.

Um 17:00 fuhr ich dann mit der Fähre wieder zurück nach Landeyjahöfn. Und von dort mit dem Wagen bis in meine Unterkunft.

Morgen ist mein letzter voller Reisetag, der mich am Schluss an den Flughafen führen wird. Ich habe mich noch entschlossen, wo ich morgen überall hinfahre. Das ist auch etwas vom Wetter abhängig. Ich lasse mich überraschen.

Stay tuned.