Island 2025: Ein sonniger Tag in Ostisland

Island_flagHeute fuhr ich wie geplant nach Borgarfjörður eystri, um Papageientaucher (Fratercula arctica) zu fotografieren.
Diese arktischen Vögel leben den ganzen Winter durch auf hoher See und kommen ca Mitte April an Land, um ihre Jungen aufzuziehen. Sobald diese flügge sind, fliegen die Vögel im August wieder auf das Meer hinaus.
Die Puffins, wie sie in Englisch heissen, sind monogam. Jedes Paar bleibt ein Leben lang zusammen und brütet pro Jahr ein Ei in einer Erdhöhle aus, das es bevorzugt an einer Steilküste gräbt.
Diese Vögel sind können nicht nur gut und schnell fliegen. Sie sind auch sehr gute Taucher, die bis 60 m Meter tief im Wasser auf Futtersuche gehen können.

Der Hafen von Borgarfjörður eystri, Borgarfjarðarhöfn, wird von einer kleinen Halbinsel geschützt. Und auf dieser Halbinsel brüten mehrere Vogelarten, vor allem Puffins. Tausende dieser kleinen Vögel haben dort paarweise je eine Nesthöhle gegraben, bewachen und versorgen ihren Nachwuchs und gehen von dort auf Futtersuche.

Das besondere an diesem Ort ist, dass es eine Beobachtungsstation sowie Stege und Treppen gibt, über die man mitten ins Brutgebiet gehen kann. Die Vögel nisten auf Armlänge der Besucher und scheinen sich nicht an den Touristen zu stören, die sie tagein, tagaus zu Hunderten besuchen und fotografieren. 🙂
Das Dörfchen Borgarfjörður eystri liegt sehr abgelegen (von Egilsstaðir ist eine Stunde Fahrt). Auch wenn es dort einen Camping- und Wandertourismus gibt, ist der Vogelfelsen die Hauptattraktion, der natürlich in allen gängigen Reiseführern genannt wird.

Ich war vor vier Jahren Ende August schon einmal hier. Da war der Felsen bis auf ein paar Möwen leer. Sechs Tage, nachdem ich auf den Westmännerinseln an der isländischen Südküste Puffins fotografieren konnte, war kein einziger der Vögel mehr da. Die Puffins verlassen in der zweiten Hälfte August alle gleichzeitig das Land und fliegen aufs offenen Meer hinaus.

Heute war das anders. Da hatte sich die rund 100 km lange Fahrt gelohnt.
Puffins, wo das Auge hinschaute. Und zu meinem Erstaunen gar nicht so viele Touristen wie befürchtet. Die, die da waren, verhielten sich auffallend ruhig. Auf dem Vogelfelsen war kein einziges lautes Wort zu hören und es wurde auch nicht gedrängelt.

Aber bevor ich zum Vogelfelsen fahren konnte, musste ich etwas tun, das ich in Island noch nie getan hatte, und ich mir nie hätte träumen lassen, dass es einmal nötig sein wird:
Ich musste in Egilsstaðir kurz zum Nettó (isländische Supermarktkette), um Sonnencreme zu kaufen!
Schon der sonnige Vormittag am vergangenen Sonntag an der Südküste hatte dazu geführt, dass mein sich Kopf etwas warm und meine Haut trocken anfühlte. Ein Blick in den Spiegel zeigte mir, dass ich ordentlich „Farbe“ im Gesicht gekriegt hatte. Dieses Gefühl verstärkte sich gestern trotz des Regens.
Das wunderte mich, bis mir einfiel, dass ich gestern Nachmittag über eine Stunde im Hotpool lag und die Sonne durch die Wolken schien. Das reichte offenbar. Ich habe auch an vielen Stellen am Körper den typischen Ausschlag, den ich immer kriege, wenn ich das erste Mal viel Sonne abkriege. Der klingt nach ein paar Tagen wieder ab. Das kommt defintiv vom Baden.
Direkt spührt man die Sonne ja nicht wirklich, wenn man draussen ist, weil praktisch immer ein wenig Wind da ist.

Als ich nun heute Morgen aufstand, herrschte strahlender Sonneschein!
Da ich wusste, dass ich wieder stundenlang draussen an der Sonnen stehen würde, musste ich etwas tun, um mich zu schützen: in Form von Sonnencreme mit Schutzfaktor 50.
Das ist mir hier in Island echt noch nie passiert. 😉

Ich habe mich noch nicht festgelegt, wohin ich morgen fahren werde.
Je nach Wetter wird es wohl das Dorf Seyðisfjörður sein, wo alle Fähren aus Dänemark ankommen und viele Kreuzfahrtschiffe anlegen, oder der Stuðlagil Canyon, oder vielleicht beides. Es gibt aber noch weitere Optionen.
Ich schaue morgen nach dem Frühstück mal, worauf ich Lust habe.

Stay tuned.

Island 2025: Unterwegs in wechselhaftem Wetter

Island_flagDie heutige Etappe war mit etwas mehr als 300 km nicht ganz so lang wie die gestrige, aber immer noch lang.
Eigentlich wäre sie nur halb so lang gewesen wie gestern. Aber wegen dem Wetter habe ich nicht die Abkürzung über den Öxi-Pass genommen, sondern bin der Küste entlang auf der Ringstrasse gefahren.
Der Öxi-Pass ist eine holprige und an manchen Stellen enge Naturstrasse mit vielen Schlaglöchern, die nur im Sommer offen ist.
Der Hauptgrund, weshalb ich heute nicht über den Öxi-Pass gefahren bin, waren die tiefhängenden Wolken. Das hätte zur Folge gehabt, dass ich in den oberen Regionen nichts gesehen hätte.
Ich bin den Öxi-Pass schon einmal unter diesen Bedingungen gefahren. Das war eine Fahrt in dichtem Nebel. Vorausschauen war nicht möglich. Ein entgegenkommendes Fahrzeug sah man erst im letzten Augenblick. Und man sah nichts von der Umgebung.
Das wollte ich mir heute nicht antun.

Also blieb ich auf der Ringstrasse, die sich entlang einiger der Ostfjorde schlängelt.
Es regnete die ganze Zeit mehr oder weniger stark, und an gewissen Orten blies ein kräftiger Wind. Mein Bordcomputer warnte mich mehrere Male vor möglichem Glatteis, weil die Aussentemperatur unter 4 Grad Celsius fiel. Aber da war zum Glück nix mit Glatteis. 😉

Auf dieser Strecke gibt es auch ohne Regen und Wind nicht so viel Spektakuläres zu sehen.

Also konnte ich entspannt fahren und in Djupivogur einen gemüstlichen Mittagshalt einlegen.

Das Wetter änderte sich schlagartig, als ich durch den Tunnel fuhr, der den Fáskrúðsfjörður mit dem Reyðarfjörður verbindet, also einige Kilometer und einen Pass vor Egilsstaðir. Als ich aus dem Tunnel kam, schien dort die Sonne. Und die Temperaturen waren sicher 5 bis 8 Grad höher.

Da ich noch etwas zu früh war für den Check-In in meinem Hotel, besuchte ich noch die Vök Baths ausserhalb von Egilsstaðir und weichte mich eine Stunde lang mit einem Drink im heissen Wasser ein.
Ein teurer Spass, aber alleweil wert. 🙂

Nun bleibe ich für drei Nächte hier. Ich wohne im Hótel Hallormsstaður, einem grossen Hotelkomplex ca 30 Fahrminuten südlich von Egilsstaðir, mitten im Wald. Von hier werde ich die nächsten zwei Tage Ausflüge unternehmen.

Stay tuned.

Island 2025: Ein schöner Tag an der Südküste

Island_flagHeute hatte ich eine lange Etappe; von Armót bei Hvolsvöllur nach Stokksnes östlich von Höfn. Das waren 364 km.
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von max 90 km/h und den verschiedenen Sehenswürdigkeiten, die ich unterwegs besucht habe, war ich achteinhalb Stunden unterwegs. Hätte ich alles besucht, das sich an der Südküste anbeitet, wäre ich wohl erst gegen Mittnacht hier angekommen.
Aber die ganze Fahrt verlief problemlos und recht entspannt.
Bis nach dem Mittag war ich in strahlendem Sonnenschein unterwegs. Mein Gesicht fühlt sich im Moment ziemlich heiss an. Ich habe offenbar eine gute Dosis Sonne abbekommen.
Nach dem Mittag nahm die Bewölkung zu, je weiter ich nach Osten fuhr. Ab und zu fuhr ich durch Regenzellen, aber nie lange.
Jetzt ist es hier bewölkt, es hat ein bisschen Wind und die Temperatur ist um die 8 Grad. Ganz angenehm also.

Ganz nebenbei hatte ich heute noch ein kleines Problem zu lösen.
Ich habe nämlich vergessen, einen Steckeradapter einzupacken.
Während zweipolige Stecker auch ohne Adapter problemlos in die Schuko Stecker hier eingesteckt werden können, geht das mit dreipoligen Steckern nicht. Und genau so einen Stecker hat das Ladegerät meiner Laptops… 😦
Ich musste also einen Adapter auftreiben, sonst wäre dies hier mein letzter Post auf dieser Reise.;-)

Gar nicht so einfach an einem Sonntag in einem Land, in dem es gefühlt maximal alle 200 km einen Elektroladen gibt. In Reykjavík wäre dies wohl relaitv einfach gewesen. Aber hier? Auf dem Land?
Schlussendlich wurde ich in einer kleinen Tankstelle fündig, die ich eigentlich nur zum Tanken angefahren hatte.
Nach dem Tanken entschloss ich mich spontan, mich kurz im Laden umzuschauen. Nach meiner Erfahrung eigentlich aussichtslos. Die letzten vier Tankstellen hatten keine Adapter. Wer weiss?
Und siehe da. Da gab es tatsächlich einen Adapter, in den mein Ladekable passte. Mission erfüllt. 🙂
Wäre ich dort nach dem Tanken nicht noch hineingegangen, würde ich wohl noch immer suchen…

Morgen fahre durch die Ostfjorde bis nach Egilsstaðir. Das ist nur die Hälfte der Strecke, die ich heute gefahren bin. Dort bleibe ich für drei Tage in einem Hotel ausserhalb der Stadt, und werde von dort aus Ausflüge unternehmen.

Stay tuned.

Island 2025: Zurück in Island

Island_flagNach fast genau einem Jahr bin ich wieder hier in Island.

Die Anreise verlief im Grunde problemlos.
Allerdings habe ich etliche Verspätungen und Wartezeiten hinnehmen müssen.
Das ging in Zürich los, als unser Flugzeug aus Island mit 20 Minuten Verspätung landete. Das hatte natürlich zur Folge, dass auch unser Abflug nicht pünktlich stattfinden konnte. Schlussendlich waren es dann 50 Minuten Abflugverspätung.
Die Piloten schafften es, dreissig Minuten aufzuholen und wir landeten um 16:20 in Keflavík.
Für mich kein Problem, aber das halbe Flugzeug hatte in Keflavík Anschlussflüge nach den USA und Kanada. Und für die wurde es richtig knapp, denn zwischen den Terminals sind 15 Minuten Verschiebungszeit angegeben und für Übersee muss man ja noch durch die Passkontrolle. Ich weiss nicht, ob es alle auf ihren Anschlussflug geschafft haben.
Am Gepäckband ging es dann weiter. Weil ein Flugzeug aus Kopenhagen, das eingentlich nach uns hätte ankommen sollen, nun vor uns entladen wurde: eine weitere halbe Stunde warten, bis unser Gepäck da war.
Der Betrieb am Flughafen Keflavík entsprach eigentlich dem, was ich aus den letzten Jahren kenn. Es ist ein kleiner Flughafen und der ist immer voll. Soweit so gut.
Bis ich an den Europcar Schalter kam, um meinen Mietwagen abzuholen:
Man musste eine Nummer ziehen (wie zum Beispiel bei uns bei der Post) und darauf warten, dass die Nummer aufgerufen wurde. Das hatte ich so noch nie erlebt.
An sieben Schalter wurden die Leute abgefertigt, und als ich ankam, war gerade Nummer 103 dran. Ich zog die 128!
Ich wartete eine geschlagene Stunde, bis ich dran kam. Das war aber nicht den Mitarbeitern an den Schaltern anzulasten. Die arbeiteten im Akkord. Aber die Kundschaft, besonders die aus den Fernen Osten brauchten zum Teil ziemlich viel und lange Betreuung und Erklärung. Wenn sie denn überhaupt Englisch verstanden…
Als meine Nummer endlich aufleuchtete, ging es relativ zügig, da ich das Auto schon vor acht Monaten online gebucht und bezahlt hatte und mir die isländischen Verkehrsregeln nicht ganz unbekannt sind. Aber…
Mein Wagen war noch nicht bereit. Er musste erst von der Werkstatt, in der er nach der Rückgabe überprüft, gereinigt und aufgetankt worden war, hergefahren werden. Das dauerte dann noch einmal 10 Minuten.
Eine Stunde und 45 Minuten nach der Landung konnte ich dann endlich losfahren.

Die Fahrt zum meinem ersten Etapenziel war 120 km lang, dauerte zwei Stunden und 15 Minuten und verlief völlig entspannt. Unterwegs ging ich noch zum Abendessen.
Zudem zeigte sich Island wettermässig von seiner guten Seite:
8 Grad, kaum Wind und viel Sonnenschein, auch wenn es unterwegs ab und zu ein bisschen regnete. Aber das waren nur sehr kurze, lokal beschränkte Schauer.

Morgen geht’s dann weiter Richtung Osten bis zum Vestrahorn. Das sind etwas mehr als 300 km.
Unterwegs komme ich an diversen Sehenswürdigkeiten und Touristenmagnete vorbei. Die meisten kenne ich gut. Je nach Zeitverhältnissen und Wetter werde ich an dem einen oder anderen Ort anhalten, um Bilder zu schiessen.

Stay tuned.

Stockholm 2024: Ein sonniger, aber kalter Tag

Heute war es in Stockholm sehr schön. Den ganzen Tag schien die Sonne, wenn halt auch nicht sehr lange. Richtig hell wird’s hier zwischen 9 und 10 am Morgen, und um 4 Uhr am Nachmittag ist schon wieder dunkel.
Aber es war auch sehr kalt. Mindestens -10 Grad am Tag, und wenn man Wind abkriegte, so sank die gefühlte Temperatur noch einmal um ein paar Grad.

Wie geplant habe ich heute das Armémuseum besucht.
Da dieses aber erst um 11:00 öffnet, bin ich auch erst kurz nach 10:00 losgezogen und gemütlich durch die Einkaufsstrassen zur Tramhaltestelle spaziert.
Dabei habe ich etwas gesehen, das mir schon vor zwei Tagen aufgefallen war:
Vor dem Konserthuset, dem Konzerthaus mit dem Stockholmer Sinfonieorchester Kungliga Filharmonikerna, werden in klirrender Kälte an Markständen frische Schnittblumen feil geboten. Da kriegt man von Tulpen bis Rosen fast alles…

Das Armémuseum zeigt in einer sehr informativen und grossen Ausstellung über zwei Stockwerke die schwedische Militärgeschichte vom Mittelalter bis heute.
Schweden war früher eine Grossmacht, die ständig in Kriege verwickelt war. Meistens ging es um Territorialansprüche, Erbstreitigkeiten, oder ganz einfach darum, Geld zu beschaffen.
Der grösste dieser Kriege war wohl der dreissigjährige Krieg von 1618 bis 1648, in dem sich die Grossmächte von fast ganz Europa bekriegten. Schweden war zuvorderst mit dabei.
Aber auch schon vorher, und vorallem danach war Schweden immer wieder in Konflikte mit seinen Nachbarn, aber auch mit anderen Ländern verwickelt. Man gewann und verlor immer wieder Territorien. Das letzte Mal, als es zu einer solchen Grenzänderung kam, war 1814, als Norwegen in eine „Union“ mit Schweden geriet. Faktisch war das eine Erweiterung des Einflussbereichs Schwedens, auch wenn niemand das Wort „Besetzung“ benutzte.
Allerdings hatten die Norweger 1905 genug von der „Union“ und wurden selbständig. (Zitat einer norwegischen Stadtführerin in Oslo vor 5 Jahren: „Deshalb wollen wir Norweger nicht wieder einer Union beitreten!“). Norwegen ist nicht Mitglied der EU.
Seit 1814 hat Schweden an keinem Krieg mehr teilgenommen und die aussenpolitische Linie verfolgt, im Frieden allianzfrei und im Krieg neutral zu bleiben.
Mit dem Entscheid, wegen dem russischen Angriff auf die Ukraine der NATO beizutreten, gab Schweden 2022 diese Haltung und somit seine Neutralität auf.

Die Ausstellung war sehr interessant und umfangreich. Ich blieb fast 3 Stunden in dem Armémuseum. 🙂

Der geplante Besuch des Nobelpreismuseum fand deshalb nicht statt.
Ich beschloss, erst einmal einen ausgedehnten Besuch eine Esspresso House zu machen, um auch etwas zu essen.
Seit dem Morgenessen um 08:30 hatte ich weder etwas gegessen noch getrunken. Der Magen knurrte ganz schön. Das musste korrigiert werden. 😉
Ausserdem konnte ich bei Kaffee und Kuchen gemütlich ein bisschen lesen.

Danach bin ich zurück ins Hotel, um vor dem Abendessen noch meine Sachen zu packen.
Morgen um 13:00 fliege ich mit SAS Flug SK605 zurück in die Schweiz. Ich kann als gemütlich frühstücken, zum Bahnhof gehen (5 Minuten), und dann mit dem Arlanda Express zum Flughafen fahren. Die Fahrt dauert auch nur 20 Minuten

Armémuseum Stockholm

Stockholm 2024: Der letzte Tag des Jahres

Wie schon letztes Jahr in Oslo: Dies ist der letzte Post von 2024. 🙂

Das Wetter hier in Stockholm ist immer noch schön. Die Sonne schien den ganzen Tag und am Himmel zeigten sich bloss ein paar dünne Schleierwolken.
Aber es ist noch kälter geworden. Die Temperaturen sind nun auch tagsüber in den Minus-Bereichen. Zusammen mit dem Wind kommt man nun locker auf -8 Grad Celsius oder tiefer gefühlte Temperatur.
Eigentlich so, wie ich es erwartet hätte. Richtig Winter! Bloss, es fehlt der Schnee.
Doch das könnte sich allerdings heute Nacht ändern: Zum einen ist der Schnee in den Meteo-Apps für heute Nacht schon länger angesagt (und für morgen den ganzen Tag).
Zum anderen fahren seit heute Abend die Streufahrzeuge durch die Stast und streuen auf eine trockene Strasse…
Wie es aussieht, erwartet die Stadtverwaltung in der heutigen Nacht offenbar etwas Niederschlag.
Nun, wir werden es spätestens morgen früh sehen.

Ich habe mich realtiv spät am Morgen nach einem gemütlichen Morgenessen zu Fuss nach Gamla Stan aufgemacht. Dabei habe ich vor allem nach Strassenszenen und auffälligen Leute Ausschau gehalten, um einige Bilder für meine Galerie „The Street“ zu schiessen. Dabei wollte ich auch gleich ein neues Teleobjktiv testen.
Trotz der Kälte hatte es heute vor allem in Gamla Stan recht viele Leute in den Strassen. Zum einen wohl wegen dem schönen Wetter (gegen die Kälte kann man sich ja schützen), zum anderen sicher auch, weil ausser dem königlichen Schloss fast alle Museen geschlossen waren. 😉

Eher zufällig bin ich am Schloss vorbei gekommen, und gesehen, dass die Soldaten Absperrungen errichteten. Offenbar war Zeit für die Wachtablösung (ich weiss nie genau, wann die ist, obwohl ich schon mehrere Male dabei war).
Also bin ich stehen geblieben und habe mir einen Logenplatz direkt an der Absperrung gesichert. Das war auch gut so, denn als die Wachtablösung begann, war der ganze Platz vor dem Schloss voll.
Allerdings bedeutete das, dass ich wohl über eineinhalb Stunden auf dem Platz im Wind stand und mich kaum bewegen konnte. Die Wachtablösung dauert inklusive Kurzkonzert des Militärspiels gute 45 Minuten, und ungefähr genau so lange stand ich vorher da…
Irgendwann gibt jede noch so gute Isolierung auf und die Kälte kriecht sich langsam durch Mark und Bein. Der einize Ort, an dem ich am Schluss nicht kalt hatte, waren meine Füsse. Gute Schuhe sind halt auch in der Stadt Gold wert. 🙂 Danke Onkel Sam. 😉

Der anschliessende Spaziergang zurück zum Hotel mit Umweg durch die Bahnhofshalle (natürlich auf der Suche nach Motiven) und mit Zwischenstopp im Espresso House hat mich relativ schnell wieder aufgewärmt. 🙂

Heute Abend bin ich relativ früh zum Dinner gegangen.
Das Hotel hat einen Vier-Gänger angeboten, und Anfang Dezember kam eine eMail von Concierge mit der Einladung, doch bitte früh zu reservieren, da die Plätze begehrt seien. Das habe ich dann auch gleich gemacht. Und man hat sich sehr flexibel gezeigt: Da die ersten beiden Gänge Rogen (also Fischeier) und Hummer waren, konnte ich diese durch die beiden ersten Gängen aus dem Vegi-Menü ersetzen: Heisser Ziegenkäse und gebratener Tofu. Anschliessend gab’s Rindfilet mit Entenleber. Und zum Dessert weisse Schokoladenmousse mit Pistazienglacé. Hat super geschmeckt. 🙂

Nun schreibe ich diesen Post etwas früher als sonst.
Später soll es in der Stadt Feuerwerk geben. Eigentlich knallt es bereits jetzt schon, um 21:30.
Eventuell gehe ich noch mal raus und schaue mit das an. Aber ich glaube nicht, dass man hier das schlägt, das ich in Reykjavík gesehen habe. 😉

Stay tuned.

Wachtablösung vor dem Königlichen Schloss in Stockholm

Stockholm 2024: Gamla Stan

Das Wetter hier in Stockholm hat sich gebessert. Heute kam die Sonne durch die Wolken. Allerdings wurde es auch kälter und vom Meer her wehte ein bissiger, kalter Wind.
Wenn man sich an windgeschützter Stelle in die Sonne stellen konnte, war es ein sehr angenehmer Wintertag. Aber der Wind drückte die gefühlte Temperatur so deutlich nach unten, dass Mütze und Handschuhe nötig wurden, wenn man sich länger im Freien aufhielt. Das Winterfeeling war definitiv da.

Heute Morgen habe ich als Erstes das Fotografiemuseum „Fotografiska“ besucht. Nach eigenen Angaben ist es ein zeitgenössisches Museum für Fotografie, Kunst & Kultur. „Zeitgenössisch“ stimmt ganz sicher. Aber ich habe es eher wie eine Galerie empfunden, in der Ausstellungen von einzelnen Fotografen oder zu bestimmten Themen stattfinden. Unter einem „Museum“ stelle ich mir etwas anderes vor.
Von den drei Ausstellungen waren zwei bestimmten Fotografen gewidmet, und eine dem Thema „Space A Visual Journey“. In letzterer kam so viel Multimedia zum Einsatz, dass ich etwas Mühe hatte, das Ganze mit Fotografie zu verbinden. Nichts desto trotz eine sehr gute, interessante Ausstellung, wenn vielleicht auch unter falschem Label.
Von den Fotografen haben mir vor allem die Arbeiten von Bruce Gilden gefallen. Der 78-jährige, amerikanische Portrait- und Street-Fotograf hat für die Ausstellung die in seinen Augen besten 45 Bilder aus seinem Archiv zusammengestellt. Ich habe Bruce Gilden noch nicht gekant, bin aber von seinen Arbeiten fasziniert.

Vom Fotografiska bin ich weiter nach Gamla Stan (schwedisch für Altstadt).
Ich wusste zwar, dass das Nobelpreismuseum am Montag geschlossen ist. Aber in Gamla Stan gibt es auch sonst viel zu sehen: das Stockholmer Schloss, die engen Gässchen mit den vielen Läden und Restaurants sowie etliche schöne, ältere Gebäude. Im Sommer hätte es zudem überall vor den Restaurant Tische und Stühle auf den Trottoirs und Plätzen. Die sind jetzt natürlich nicht da.

Da das Wetter gut war, schlenderte ich durch die Gassen, wie immer ständig auf der Suche nach Motiven.
Dabei ich mir einen Spass daraus gemacht, meine „Mit-Touristen“ ein bisschen zu beobachten. Dabei sieht man viel, und man versteht nicht alles. Einiges ist ziemlich lustig, wie zum Beispiel das asiatische Mädchen mit den grünen Haaren, pinken Fingernägel und Designerklamotten, die an ihrer Mini-Kompaktkamera den Blitz eingeschaltet hatte (der reicht knapp zwei Meter weit, wenn überhaupt) und damit Gebäude fotografierte. Oder der junge Mann, der dick eingepackt in einen Marken-Daunenmantel mit einem Herrentäschen umgehängt seinen Eltern nachtrottete und dabei permanent auf sein Smartphone glotzte. Ein Wunder, dass der nirgends heruntergefallen ist oder mit jemandem zusammengestossen ist. 🙂 Man sah ihm deutlich an, dass ihn das Ganze nicht interessierte. Er hatte kein Auge für irgendetwas rund um ihn herum. Vermutlich musste er mit Mama und Papa mitkommen, und hätte aber Sylvester lieber mit ein paar Kumpels zu Hause gefeiert.

Mit mir waren viele andere Touristen dort. Die Stadt ist jetzt in der Altjahreswoche ziemlich voll.
Allerdings konzentriert sich das Ganze vor allem auf Touristen-Hot-Spots wie eben Gamla Stan oder gestern Djurgården.
Im restlichen Stockholm würde ich das Publikumsaufkommen als eher normal für so eine grosse Stadt bezeichnen. Man kriegt eigentlich überall einen Platz in einem Restaurant, und wenn es nicht gerade die Linie 7 von und nach Djurgården ist, dann sind U-Bahn und Trams in meinen Augen auch durchschnittlich belegt.
Gestern Abend musste ich 20 Minuten in einem mir bekannten Grill-Restaurant warten, weil ich keinen Tisch reserviert hatte. Das war’s. Danach kriegte ich sogar einen 4-er Tisch für mich alleine. Und nach 20:00 leerte sich das Restaurant zusehends.
Das Fleisch, dass ich dort kriegte, war die Warterei übrigens alle Mal Wert. 😉

Den morgigen Besuch des Militärmuseums musste ich auf den 2. Januar verschieben, weil das Museum bis dann geschlossen ist. Das Gleiche gilt auch für das Nobelpreismuseum.
Somit ist das Programm für den 2. Januar 2025 gemacht. 🙂
Was ich morgen mache, weiss ich noch nicht. Schauen wir einmal.
Der einzige Fixpunkt ist 18:00 für das Sylvester-Dinner im Hotel. Da habe ich einen Platz reserviert.

Stay tuned.

Das Rathaus von Stockholm

Stockholm 2024: Djurgården

Heute war ich den ganzen Tag auf Djurgården.
Auf der Insel im Süden des königlichen Parkes mit dem gleichen Namen findet man eine ungewöhnliche Dichte an Museen.
Ausserdem ist der Park ein Naherholungsgebiet mitten in Stockholm. Entsprechend hat es dort auch einen Vergnügungspark und diverse Verpflegungsmöglichkeiten vom HotDog Stand bis zum gediegenen Speiserestaurant.
Und die Tramlinie 7 fährt vom Hauptbahnhof nach Djurgården und zurück.

Allerdings wurde ich am Morgen noch etwas im Hotel aufgehalten, bevor ich los konnte.
Gestern Abend liess sich mein Zimmersafe plötzlich nicht mehr öffnen. Mein Code schien zu funktionieren, aber der Riegel bewegte sich nicht mehr.
Blöderweise hatte ich bei meiner Ankunft meine Kamera in den Safe gelegt. Und ohne Kamera brauchte ich schon gar nicht nach Djurgården zu gehen.
Sämtliche Versuche des Hotels mittels Universalcode den Safe zu öffnen, waren erfolglos. Man versprach mir, für heute Morgen die „Maintenance“ aufzubieten.
Bloss erklärte man mir dann heute Morgen, dass keine Maintenance verfügbar sei. Am Sonntag arbeiten die schlicht nicht.
Ich stelle mich also darauf ein, frühestens morgen wieder an meine Kamera zu kommen, und begann, mein Tagesprogramm umzustellen. In Museen brauchte ich die Kamera kaum, wohl aber im Skansen Aquarium, das eigentlich heute auf dem Plan stand…
Aus irgendeinem Grund kam nach dem Morgenessen nocheinmal ein Hotelmitarbeiter auf mein Zimmer und versuchte es wieder mit den Universalcode. Und plötzlich, nach einigen erfolglosen Versuchen konnte ich den Safe wieder mit meinem Code öffnen. 🙂
Ich werde den Safe sicher nicht mehr benutzen, denn der Fehler könnte durch ein Softwareproblem hervorgerufen worden sein, oder schlicht und einfach durch eine schwache Batterie.
Mir egal. Soll sich das Hotel darum kümmern.

Also bin ich mit ein bisschen Verspätung dann doch noch in Skansen Aqurium gefahren.
Der Skansenpark ist viel mehr als bloss das Aquarium. Es ist im Wesentlichen ein Freilichtmuseum mit Zoo und eben dem Aquarium. Wobei das Aqurium ein separater Teil ist, für den man zusätzlich bezahlen muss.
Den Park und den Zoo (der nur einheimische Tierart hält) habe ich mir heute geschenkt. Im Winter sieht man in den Aussenhegen in der Regel nicht viel, und ausserdem ist die Anlage recht weitläufig.
Ich bin also ins Aquarium, das genauso gut Terrarium heissen könnte, und habe ein paar Reptilien und Affen fotografiert. 😉

Nach dem Skansen Aquarium bin ich zum ABBA Museum gegangen. Aber dort bin ich vor der Kasse wieder raus, als ich hörte, dass ich über 20 Minuten hätte warten müssen, bis ich ins Museum gekonnt hätte. Man merkte, dass Sonntag war. Da waren viele Familien mit Kindern und zudem auch viele Touristen.

Also bin ich weiter ins Wikingermuseum.
Leider glich das einem Kinderspielplatz. Irgendwie glaubten offenbar viele Familien, dass ein solches Museum für ihre Nachkommen eine grosser Spass wäre.
Naja, das Museum wäre sehr informativ und man könnte dort viele sehr interessante Sachen über die Wikinger, ihre Geschichte, Lebensweise und Religion erfahren. Alles sehr gut und absolut nicht reisserisch gemacht.
Aber laute und drängelnde Kinder, die alles betaschen mussten, weil sie von ihren Eltern (aller möglicher Nationen) nicht unter Kontrolle gehalten wurden, verunmöglichten leider einen langen und interessanten Aufenthalt.
Immerhin konnte niemand mit dem Kinderwagen rein, weil das Museum einige Treppen hatte, die man auf dem Rundgang rauf und runter gehen musste. 😉

Also ging ich weiter ins Vasamuseum. Auf dem Weg dorthin ging ich am Spritmuseum, Wrackmuseum und dem Nordischen Museum vorbei.
Auch im Vasamuseum hatte es sehr viele Leute. Allerdings ist das Gebäude, das um das Wrack der Vasa herumgebaut wurde, sehr gross, und die Massen können sich verteilen.

Anschliessend bin ich mit dem Tram wieder zum Hauptbahnhof und von dort zu Fuss zurück zum Hotel. Dabei habe ich gesehen, wie viele Leute an diesem Sonntag in der Innenstadt (also nicht nur in Djurgården) unterwegs waren. Die Fussgängerzone war kurz vor 15:00 so voll, wie ich es bisher nur in New York und Barcelona angetroffen hatte. Die Leute strömten in Scharen durch die Strassen.

Ich habe mir noch nicht überlegt, wohin ich morgen gehen werde.
Wahrscheinlich gehe ich in die Altstadt Gamla stan. Dort gibt es dan Nobelpreismuseum, in dem ich noch nie war. Oder auch das königliche Schloss mit Wachtablösung, Schatzkammer, Rüstungskammer etc.
Und ich habe ein Fotografiemuseum gefunden, von dem ich bisher noch nichts wusste. Das werde ich diese Tage ganz sicher noch besuchen.

Stay tuned.

Die Innenstadt von Stockholm am Sonntagnachmittag

Stockholm 2024: Zum Jahreswechsel in die schwedische Hauptstadt

Heute bin ich nach Stockholm geflogen, um den Jahreswechsel 2024/25 in der schwedischen Hauptstadt zu verbringen.

Die Anreise verlief problemlos und ohne Verzögerungen. Der Flug mit SAS war ganz angenehm und kam pünktlich auf dem Flughafen Arlanda nördlich von Stockholm an. Das Gepäck kam recht rasch auf dem Gepäckband und dank dem Arlanda Express, der in Stosszeiten ca alle 15 Minuten direkt vom Flughafen an den Hauptbahnhof von Stockholm fährt, war ich ca eine Stunde nach der Landung schon im Hotel.

Hier in Stockholm regnet es immer wieder ganz leicht. Eigentlich ist es mehr ein Nieseln als Regen. Die Temperaturen liegen im einstelligen Bereich über Null. Aber die gefühlte Temperatur ist wegen der Nässe einige Grad tiefer.
Ich komme auch in der Nacht zwar gut ohne Mütze und Handschuhe aus, aber man muss sich schon warm anziehen, wenn man längere Zeit draussen sein will.
Eigentlich bin ich ja wegen dem Winter hierher gekommen, den wir zu Hause zumindest im Flachland nicht mehr haben.
Aber weit gefehlt: Hier liegt gar kein Schnee und der Niederschlag ist wie schon erwähnt Regen.
Tja, ich hätte wohl nach Reykjavík fliegen sollen. Die hatten über Weihnachten einen heftigen Schneesturm und nun liegt dort genug Schnee… 😉

Morgen gehe ich das erste Mal in die Stadt. Von meinen früheren Besuchen hier kenne ich einiges schon. Allerdings gibt es auch noch Vieles, das ich noch nicht besucht habe.
Ich habe mir einen Stockholm Pass gekauft. Damit habe ich nun 5 Tage freie Fahrt auf allen öV und freien Eintritt oder Reduktion bei vielen Museen und Ausstellungen.

Stay tuned.

2025: Meine nächsten Reisen

Flags-Sweden-Iceland Poland-GermanyNach der letzten Reise ist vor der nächsten Reise. 🙂

Mein Reiseprogramm für nächstes Jahr steht fest und ist gebucht. Faktisch beginnt es aber schon Ende dieses Jahres.

Die folgenden Reise stehen nun bei mir an:

  • 28.12.2024 – 03.01.2025   Stockholm, Schweden
  • 07. – 16.06.2025                Island (Rundreise mit Mietwagen)
  • 02. – 06.07.2025                Warschau, Polen (Geburtstagsreise)
  • 28.08. – 06.09.205             Flussschifffahrt Basel – Trier und zurück

Selbstverständlich werde ich auch von diesen Reisen hier berichten. 🙂

Stay tuned