Norwegen 2022: Ein weiterer sonniger Tag in Bergen

Flagge_NorwegenDas gute Wetter hält an.
Auch heute war kein Wölkchen am Himmel zu sehen und die Sonne „brannte“ unentwegt herunter. 😉
Tatsächlich war heute wieder T-Shirt Wetter in Bergen. Wenn man bedenkt, dass Bergen die regenreichste Gegend von Norwegen sein soll. Mind 10% aller Tage im Jahr regnet es in Bergen.
Und ich bin nun für drei Tage hier und habe nur Sonne gesehen: Sonne 100% : Regen 0%
Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich die andere Seite von Bergen auch schon erlebt. Als ich vor drei Jahren das erste Mal hier war, regnete es drei Tage durch: Sonne 0% : Regen 100%.

Heute habe ich wie geplant das Akvariet i Bergen (Aquarium in Bergen) besucht.
Das bedeutete erst einmal einen 25 minütigen Fussmarsch hin (und später auch wieder zurück). Dank dem guten Wetter ein schöner Morgenspaziergang.
Im Aquarium angekommen, musste ich feststellen, dass gefühlt jeder zweite Kindergarten an dem Tag einen Ausflug dorthin gemacht hat. Geschätzte mindestens 100 Kinder im Vorschul- und Grundschulalter waren nicht zu überhören. 😉

Das Akvariet i Bergen ist etwas grösser als das Aquarium in Ålesund. Und die haben hier auch exotische Tiere wie Schlangen, Kaimane, Leguane, Geckos und Taranteln. Aber natürlich vor allem Fische aus allen Weltmeeren. Im Aussenbereich werden wie in Ålesund Seelöwen (in Ålesund sind es allerdings Seehunde, die in Norwegen heimisch sind), Pinguine und Fischotter gehalten. Aber abgesehen vom Habitat der Fischotter waren die Aussengehege um ein Vielfaches kleiner als in Ålesund.
Und anders als in Ålesund habe ich hier die Fütterung der Eselspinguine und eine Show mit den kalifornischen Seelöwen mitverfolgen können. Zwei Stunden nach den Seelöwen wäre noch die Fütterung der Fischotter gewesen. Aber solange wollte ich dann doch nicht dort bleiben.
Die Bildausbeute ist recht gross. Ich werde wohl einige Zeit brauchen, bis die alle aussortiert und bearbeitet sind.

Am Nachmittag bin ich dann ins Stadtzentrum zurück gelaufen.
Dort bin ich hauptsächlich im oberen Teil rund um den See Lille Lungegårdsvannet herumspaziert und habe das warme Frühlingswetter genossen.
Und ich habe heute (wie übrigens auch gestern) etwas gesehen, von dem ich dachte, dass es in Westeuropa nicht mehr gibt: eine mehr oder weniger offene Drogenszene.
Dies ist zwar nicht so gross wie seinerzeit der Platzspitz in Zürich. Aber scheinbar versammeln sich ca zehn bis zwölf Junkies jeden Tag bei der Korskirken (Kreuzkirche) im Zentrum von Bergen und lungern dort herum.
Ich habe es schon sehr lange nicht mehr gesehen, dass man auf der Strasse (notabene neben Gartenrestaurants) offen mit Spritzen hantiert.
Und vor dem nahen Supermarkt sassen mehrere Junkies völlig wegtreten auf dem Trottoir.

Später habe ich dann noch das Festungsmuseum besucht. Dort wird etwas über die Geschichte der Festung Bergenhus, sehr viel über die Zeit der Besetzung Bergens durch die Deutschen im zweiten Weltkrieg und letztlich auch eine Übersicht über die Auslandeinsätze der Norwegischen Armee gezeigt.

Nun warte ich darauf, dass es endlich dunkel wird. Die Sonne geht ca gegen 21:00 unter. Dann möchte ich noch einmal auf den Fløyen hinauf, um mit dem Stativ einige Bilder von Bergen am Abend zu schiessen.

Morgen geht’s dann weiter entlang der E39 nach Stavanger. Allerdings werde ich südlich der Stadt in Sola, direkt beim Flughafen von Stavanger im Sola Strand Hotel absteigen. Ich hoffe, das Wetter hält weiterhin. Der Strand von Sola soll sehr schön sein.
Dort werde ich das Wochenende verbringen.

Die ersten Bilder aus dem Aquarium, auch von der Pinguinfütterung und von der Seelöwenshow sind bereits auf dem Server. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Bergen von oben

Flagge_NorwegenHeute habe ich Bergen einmal von oben betrachtet.
Ich bin am Morgen mit der Fløibanen auf den „Hausberg“ Fløyen (399 m über Meer) gefahren, um dort in erster Linie ein paar Panaromabilder der Stadt zu schiessen.
Die Fløibanen ist eine steile Standseilbahn. Die Neigung entspricht in etwa der der Polybahn in Zürich. Bloss ist die Fløibanen moderner, länger und überwindet mehr Höhenmeter.
Praktischerweise für mich ist die Talstation der Fløibanen bloss ein paar Schritte von meinem Hotel entfernt.

Von der Aussichtsplattform, die direkt neben der Bergstation liegt, hat man eine gewaltige Aussicht über die ganze Stadt. Und wenn man am Morgen dort oben ist, hat man die Sonne im Rücken und die Stadt wird praktisch schattenfrei von der Morgensonne beleuchtet.
Auf dem Fløyen wird einem erst bewusst, wie gross Bergen eigentlich ist.
Sie ist mit 286’930 Einwohnern die zweitgrösste Stadt Norwegens. Aber das realisiert man gar nicht, wenn man sich nur im Stadtzentrum aufhält. Und der Flughafen von Bergen liegt soweit südlich, dass ich noch nie ein Flugzeug habe über die Stadt fliegen sehen.

Doch Fløyen hat nicht nur eine super Aussicht zu bieten.
Ich habe entdeckt, dass es dort oben ein ganzes Naherholungsgebiet gibt. Spontan habe ich mich zu einem Rundgang im Wald auf dem Fløyen entschieden. Natürlich hatte ich dafür nicht die richtigen Schuhe angezogen, aber es war ja trocken und die Waldwege waren befestigt.
Sehr schnell wurde die Jacke zu warm und ich kam ganz schön ins Schwitzen. Im Wald gab es keinen Wind, und dank der Sonne waren Temperaturen um 18 Grad angesagt, und natürlich immer noch tiefblauer Himmel mit viel Sonnenschein.
Aus dem Waldspaziergang wurde dann eine eineinhalbstündige Wanderung zu einem See mitten im Wald und wieder zurück. Dabei kam ich auch an einem Spielplatz mitten im Wald vorbei, inklusive Seilpark und Tyrolienne. Kinder ab 7 Jahren waren zugelassen, und die Kids hatten einen Riesenspass. Das Geschrei war schon von Weitem zu hören.

Am Nachmittag habe ich mich erst einmal mit der nächsten Tranche an Tautra Klosterkrem eingedeckt. Die Produkte des Tautra Mariaklosters am Trondheimfjord kriegt man hier nur in einer katholischen Buchhandlung neben dem Dom. Grund genug also, dieser Buchhandlung einen Besuch abzustatten, auch wenn ich den Laden wegen deren Literatur kaum je betreten hätte.

Anschliessend habe ich noch das Gelände der alten Festung Bergen erkundet und mir im Hafen die Schiffe angesehen.
Dabei entdeckte ich die „Shinkai“ (japanisch für „Tiefe See“), eine unter den Top 10% der Welt rangierenden Motoryacht, die erst 2021 in den Niederlanden fertiggestellt und ausgeliefert wurde. Sie hat sogar ein eigenes kleines U-Boot an Bord.
Und sie soll dem russischen Oligarchen und Putin KGB Kameraden Vladimir Strzhalkovsky gehören.
Offenbar liegt die Yacht schon seit Ende März hier, weil sich die lokalen Unternehmen weigern, das Schiff zu betanken.
Etwas bitter finde ich den Umstand, dass die Yacht in direkter Sicht vor dem Hotel liegt, in dem Bergen ein Erstaufnahmezentrum für ukrainische Flüchtlinge eingerichtet hat…
Das nun schon die zweite Oligarchenyacht, der ich zufällig begegnet bin. Letztes Jahr entdeckt ich in Island die Sy A vor der Küste von Reykjanes.

Morgen habe ich unter anderem das Aquarium und das Festungsmuseum auf meiner To-Do Liste. Und will ich mir den oberen Teil des Stadtzentrums anschauen.

Heute Morgen habe ich übrigens noch den Wäscheservice des Hotels getestet. Heute ist der zwölfte Reisetag, und somit bin ich in der Mitte meiner Norwegen Tour 2022.
Da sind mir langsam die sauberen Kleider ausgegangen. Aber kein Problem: Am Morgen an der Rezeption abgegeben, am Nachmittag gewaschen wieder an der Rezeption abgeholt. Bin bloss gespannt, was der Spass kosten wird… 

Auch von heute hat’s erste Bilder auf dem Server. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Ein kurzer Trip bis Bergen

Flagge_NorwegenNun bin ich also in Bergen und für die nächsten drei Tage im Thon Hotel Rosenkrantz abgestiegen.
Ursprünglich hatte ich ja im Thon Hotel Orion gebucht, weil ich dieses Hotel von einem früheren Besuch schon kannte. Ich wurde aber wegen ukrainischer Flüchtlinge kurzfristig ins Rosenkrantz umgebucht.
Die beiden Hotels liegen nur einige hundert Meter auseinander und haben den gleichen Standard. Es sind moderne ****Hotels. Daher bedeutet die Umbuchung für mich keinen Nachteil. Das Rosenkrantz liegt sogar noch etwas näher am Stadtzentrum.
Ich habe ein tolles Doppelzimmer zur Einzelbenutzung zu einem sehr guten Preis bekommen. Hier lässt es sich die nächsten drei Tage gut leben.

Die Fahrt hierher glich wiederum einer Sonntagsausfahrt. Natürlich nahm der Verkehr zu, je näher ich Bergen kam. Die Stadt ist immerhin die zweitgrösste Stadt Norwegens. Aber bei strahlendem Sonnenschein den ganzen Tag und umwerfenden Landschaften in den Bergen und entlang der Fjorde konnte ich die kurzen 100 km Fahrt richtig geniessen.

Das Wetter spielt weiter mit. Die Prognosen verheissen Gutes: strahlender Sonnenschein ohne Wolken mit Temperaturen bis 20 Grad während der nächsten drei Tage. Hier in Bergen war es heute um 20:30 noch 17 Grad und am Nachmittag sah man die Leute in der Stadt in T-Shirt und Shorts.

Bergen ist eine alte Stadt. Sie ist ca 1’000 Jahre alt. Und sie ist eine Hansestadt.
Dank der hanseatischen Handelsleuten wurde aus dem kleinen Bergen im Mittelalter schon die bedeutendste Handelsstadt des Nordens. Man sagt, ohne die Hanse wäre Bergen niemals das geworden, was es heute ist.
Der Einfluss der hanseatischen Handelsleute war gross. Sie errichteten nicht nur Gebäude in ihrem eigenen Stil, in denen sie Handel trieben (ursprünglich Getreide gegen Stockfisch), sich verpflegten und übernachteten.
Sie erliessen für diese Gebäudekomplexe am Hafen (das Bryggen) sogar Regeln. Wer dagegen verstiess, wurde gebüsst (diese Bussen wurden in der Regel für „Bier für alle“ verwendet).
Und man sagt, dass der Einfluss ihrer niederdeutschen Sprache so grossen Einfluss auf die skandinavische Sprache hatte, dass selbst heute kein Skandinavier einen Satz ohne ein deutsches Wort sagen kann. Das kann ich nicht überprüfen, und wahrscheinlich stimmt es in dieser Absolutheit nicht. Aber der Einfluss des Niederdeutschen dürfte schon beträchtlich gewesen sein.

Heute versucht man, das Hanseviertel in Bergen, eben das Bryggen so echt wie möglich zu erhalten. Wo renoviert werden muss, wird in dem Baustil renoviert, in dem die Häuser ursprünglich gebaut waren. Leider wird das hanseatische Museum hier gerade renoviert und öffnet erst 2025 wieder. Das wäre sicher sehr interessant.

Morgen sehe ich mich in der Stadt um. Als ich vor drei Jahren das letzte Mal hier war, hat es geregnet und es war kalt (im Februar). Nun zeigt sich die Stadt von einer ganz anderen Seite.
Ich werde ganz sicher auf den Fløyen fahren, einen der sieben Hügel Bergens. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt. Darauf habe ich das letzte Mal wegen des Regens verzichtet.

Heute morgen habe ich erfahren, dass der Zugang zu meinem Bilderserver nicht funktioniert. Es stellte sich heraus, dass ich die Berechtigungen für den neuen Norwegen-Ordner nicht richtig eingestellt hatte. Das ist nun korrigiert.
Wer also bisher erfolglos versucht hat, die Bilder dieser Reise anzuschauen, hat nun Zugang. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Weiter Richtung Süden

Flagge_NorwegenHeute habe ich Måløy verlassen und bin weiter südwärts gefahren.

Der Himmel war nun bewölkt, aber die Sonne drang immer wieder durch und dann wurde es richtig warm.
Selbst auf den Bergpässen, wo noch richtig Schnee liegt (ich bin heute an einem See vorbeigefahren, der noch fast völlig zugefroren war), war die Temperatur um die 9 bis 10 Grad Celsius.

Unterwegs merkte ich bald, dass die Feiertage vorbei waren, und die Norweger wieder arbeiteten.
Nicht nur war jeder Supermarkt an der Strecke geöffnet. Es hatte spürbar mehr Verkehr und vor allem fuhren viele 40t-Lastwagen auf meiner Route.
Das lag hauptsächlich daran, dass ich auf der Hauptstrasse E39 (Europastrasse 39) fuhr, die von Trondheim entlang der Atlantikküste über Bergen und Stavanger bis nach Kristianssand hinunter führt.
Es gibt hier entlang der Küste keine Autobahn, sondern eben die E39. Und auf der darf man ausserorts höchstens 80km/h fahren. Die Strasse ist eigentlich gut ausgebaut und hat viele Tunnel. Aber heute bin ich an Stellen vorbeigekommen, an denen zwei Lastwagen nicht kreuzen konnten; auf einer Hauptstrasse…

Die Fahrt verlief ansonsten problemlos. Ich sah wieder viele schöne Landschaften (leider konnte ich nicht überall anhalten und die Szenerie festhalten).
Besonders eindrücklich finde ich den jeweils übergangslosen Wechsel zwischen Meer und Bergen. Da fuhr ich zum Beispiel eine halbe Stunde durch ein Tal zwischen hohen, schneebedeckten Bergen, und dann plötzlich wieder entlang eines Fjords.

Nun übernachte ich hier in Lavik im Lavik Fjord Hotel.
Und hier konnte ich endlich wieder in einem normalen Restaurant etwas anderes als Burger oder Pizza essen. Die kulinarische Durststrecke hat nun nach den Feiertagen auch ein Ende.
Das Menü war ganz nach meinem Geschmack: Tomatensuppe, Schweinsfiletmedaillons mit Kartoffelgratin und Gemüse, und zum Dessert ein Stück Sanddorn-Quarktorte. 🙂

Morgen werde ich dann zuerst die Fähre nach Oppedal nehmen und dann von dort nach Bergen fahren. Da das bloss ca 100 km sind und das Fährterminal gleich neben dem Hotel liegt, kann ich morgen ausschlafen und mir auch sonst Zeit nehmen. Meistens sind die Zimmer in den Hotels nicht vor 15:00 bereit. Es hat also keinen Zweck, zu früh in Bergen zu sein.

Ein, zwei Bilder hat’s dann heute doch gegeben. Die ersten davonsind dem Server. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Die Insel Vågsøy

Flagge_NorwegenMåløy liegt auf der Insel Vågsøy, und die hatte ich heute ein wenig erkundet.

Bei bestem Wetter (heute war ein T-Shirt Tag) fuhr ich zuerst entlang der südlichen und östlichen Küste ins nächste Dorf Vågsvåg.
Von dort ging’s weiter über einen Pass in die nächste Bucht und dann durch mehrere kleinere Weiler bis die Strasse nicht mehr weiter ging. So waren die Anweisungen, die ich am Morgen vom Hotelbesitzer erhalten hatte.
Die Strasse, die Oppedalsvegen, ist im Übrigen so schmal und kurvig, dass zwei Autos nur an Ausweichstellen kreuzen können. Das hindert die Einheimischen, die dort hinten leben, allerdings nicht daran, das Geschwindigkeitslimit von 70 km/h bei jeder Gelegenheit auszunutzen.
Nun, eben am Ende dieser schmalen Strasse war auch mein Ziel, der Kannesteinen.
Dieser ca drei Meter hohe Fels am Ufer wurde über die Jahre durch die Brandung und das darin befindliche, lose Gestein so abgeschliffen, dass er nun die einzigartige Form einer Flasche hat (ich persönlich finde zwar, dass er eher einer Sanduhr gleicht).

Von dort fuhr ich wieder zurück nach Måløy und weiter entlang der östlichen Küste der Insel nach Raudeberg. In diesem Ort drehte ich dann ins Innere der Insel Richtung Kvalheim ab und fuhr über den ersten, kleineren Pass, auf den gleich ein zweiter, grösserer Pass folgte. Nach Kvalheim kam dann der dritte Pass, der mich zu meinem Ziel führte: die Atlantikküste beim Kråkenes fyr (Kråkenes fyrstasjon = Leuchtturm von Kråkenes).
Nach einem kurzen Aufstieg zum ehemaligen Leuchtturm hatte ich eine grandios Aussicht über die umliegende Küste und den offenen Ozean. Ganz weit in der Ferne konnte man sogar Containerschiffe vorbei fahren sehen.
Hier an der Küste war es ein wenig windig, aber im Grossen und Ganzen brauchte man keine Jacke. Die Sonne wärmte genug (Mein Gesicht ist jetzt immer noch ganz warm).
Im ehemaligen Leuchtturm ist ein kleines Kaffee untergebracht. Da habe ich frische norwegische Waffeln mit Erdbeermus und Kaffee gekriegt. 🙂
Ausserdem gibt es offenbar die Möglichkeit, zuoberst im Leuchtturm, wo früher das Leuchtfeuer drehte, zu übernachten. Sicher ein besonderes Erlebnis, besonders wenn wie jetzt bei schönem Wetter auch noch Vollmond ist.

Als ich am Nachmittag wieder zurück in Måløy war, habe ich in am Hafen bei einem Zitronensorbet das schöne Wetter genossen.
Gegessen habe ich heute Abend tatsächlich am Stehimbiss: Hamburger und Cola. Etwas anderes gab es heute in der Stadt nicht, da, wie schon erwähnt, alle Restaurants geschlossen sind.
Wenn morgen die Feiertage vorbei sind, kehrt auch in Norwegen das normal Tagesgeschehen wieder ein.

Auch von heute habe ich schon einige Bilder und auf den Server geladen. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Die nächste Etappe nach Måløy

Flagge_NorwegenHeute ging es weiter in Richtung Süden. Ziel war das Städtchen Måløy.

Allerdings bin ich, wie gestern angekündigt, einen kleinen Umweg ins Landesinnere gefahren. Ziel war es, den berühmten Geirangerfjord (UNESCO Weltkulturerbe seit 2005) zu besuchen.

Leider konnte ich die ursprünglich geplante Strecke, die mich ins Dorf Geiranger am Ende des Fjord geführt hätte, nicht fahren, weil dort die Fähre nach Hellesylt nur drei Mal am Tag fährt und ich sie von Ålesund aus nicht rechtzeitig erreicht hätte, um danach meinen Zeitplan einhalten zu können.
Also beschloss ich, auf der anderen Seite des Fjords über Stranda nach Hellesylt zu fahren.
Da diese Route kürzer war, als die ursprünglich geplante, konnte ich mir Zeit lassen und unter anderem in Hellesylt eine kleine Kaffeepause einlegen.
Dort habe ich auch das erste Mal auf dieser Reise getankt. Der Sprit ist in Norwegen teurer als bei uns, obwohl Norwegen eigenes Öl hat. Trotzdem macht sich auch in Norwegen der Krieg in der Ukraine an der Zapfsäule (nicht nur dort) bemerkbar: Als ich im letzten November begonnen habe, diese Reise zu planen, lag der Durchschnittspreis pro Liter bleifreies Benzin bei ca NOK 19.50 (CHF 2.09).
Als ich vor einer Woche in Trondheim ankam, lag der Preis über 22 Kronen (CHF 2.36). Inzwischen hat sich der Preis wieder bei etwas über 20 Kronen (CHF 2.14) eingependelt.
Heute habe ich in Hellesylt NOK 20.48 (CHF 2.20) für einen Liter Benzin bezahlt. Mit etwas Glück fällt der Preis weiter.
Zudem lerne ich laufend dazu: Die Firma, bei der ich heute getankt habe, gehört offenbar zu den teureren hier. Also werde ich in Zukunft darauf achten, andere Tankstellen anzufahren. Und der Sprit ist auf dem Land billiger als in den Städten.

Wie gestern angekündigt, führte mich meine Fahrt heute wieder in die Berge. Ich fuhr über Pässe, bei denen lediglich die Strasse schneefrei war. Links und rechts der Strasse türmte sich der Schnee zum Teil meterhoch. Und als ich aus den Bergen herunter nach Stranda hinunterfuhr, kam ich durch ein sehr grosses Skigebiet, in dem viel Betrieb herrschte. Die Parkplätze waren voll und die Leute standen bei den Bahnen und Liften Schlange.
Natürlich ist es nicht mehr so kalt wie im Winter. In der Sonne und ohne Wind lässt es sich mit einem Pullover problemlos aushalten. Entsprechend ist der Schnee nass und schwer, richtiger Frühlingsschnee halt. Das lange freie Wochenende und das schöne Wetter bescherten den Skiregionen hier volle Häuser und Lifte.
Dagegen herrscht auf Meereshöhe Frühling mit Temperaturen über 12 Grad. Das schöne Wetter tut natürlich auch das Seine dazu. Aber selbst heute, als der Himmel immer wieder bedeckt war, war es nicht kalt.

Wenn ich vorher geschrieben habe, dass der Krieg in der Ukraine hier die Preise beeinflusst, ist das nicht das Einzige. Ich wurde vor meiner Abreise von meinem Hotel in Bergen, dem Thon Hotel Orion, in ein anderes Hotel umquartiert (Thon Hotel Rosenkrantz), weil das Orion nun als Erstunterkunft für ukrainische Flüchtlinge dient. Norwegen lässt sich offenbar nicht lumpen, denn das Orion ist ein ****Hotel.
Nun fielen mir gestern beim Frühstück im Scandic Parken in Ålesund mehrere Familien (und zum Teil auch junge Frauen mit kleinen Kindern) auf, die meiner Meinung nach ein slawisches Aussehen hatten. Und als ich in der Lobby mehrere Aushänge der Polizei in kyrillischer Schrift sah, habe ich die Rezeptionistin gefragt. Die bestätigte mir, dass diese Leute ukrainische Flüchtlinge waren, und das Scandic Parken die Erstunterkunft in Ålesund für Flüchtlinge aus der Ukraine ist. Allerdings sagte sie auch, dass bisher nicht viele Flüchtlinge bei ihnen eingetroffen wären, obwohl Norwegen eine sehr offene Aufnahmepolitik betreibt.
Ich habe bei meiner Abreise in der Lobby noch eine dieser jungen Frauen, die mit ihrer ganzen Habe darauf wartete, abgeholt zu werden: drei Taschen und ein Plüschtier. Eine Touristin hat unter Umständen mehr dabei…

Nun bin ich also in Måløy. Obwohl dieses Städtchen eine gewisse Grösse hat, gibt es heute in der ganzen Stadt genau ein Hotel, ein Restaurant (eher ein Pub mit kleiner Speisekarte), ein Tankstellenshop und ein Take away, die geöffnet sind. Und morgen wird das Pub/Restaurant auch geschlossen sein. Dann wird’s wohl ein gemütliches Dinner im Tankstellenshop geben… 😉

Ich habe heute noch einige Bilder von dieser Etappe bearbeitet und auf den Server geladen. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Ein schöner Tag in Ålesund

Flagge_NorwegenHeute war etwas mehr los in Ålesund.
Zum einen wohl, weil am Samstag die Geschäfte wieder geöffnet hatten. Gleichzeitig dürfte der arbeitsfreie Tag und das schöne Wetter die Leute animiert haben, nach draussen zu gehen. Jedenfalls sah man auch viele Familien, die unterwegs waren.

Am Vormittag besuchte ich Atlanterhavsparken (dt Atlantikpark), das Norwegische Aquarium. Das Aquarium zeigt ausschliesslich Tiere und Pflanzen, die in den Gewässer Norwegens leben. Da das Aquarium auch eine Forschungsstation ist, wird sehr viel wert auch auf Information (besonders für Kinder) über die Fauna und Flora der norwegischen Meere gelegt.
Und es ist offenbar ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit kleinen Kindern. Schon als ich um ca 10:30 dort war, wimmelte es von spielenden und kreischenden Kleinkindern. Das nahm im Verlauf meines Besuchs weiter zu, und als ich nach über zwei Stunden wieder ging, waren die beiden grossen Parkplätze beim Aquarium komplett gefüllt. Ruhiger wurde es übrigens nur, wenn die Kleinen etwas zu essen bekamen. Eis am Stiel scheint ein bewährtes Mittel zu sein… 😉
Das Aquarium hat denn auch verschiedene Ausstellungen extra für Kinder, mit Fragen, die auf einem Fragebogen beantwortet können. Allerdings zweifle ich daran, dass der Grossteil der Kinder, die heute dort waren, überhaupt schon lesen können…
Beeindruckend fand ich die Aussenanlage. Dort werden Pinguin, Fischotter und Seehunde gehalten. Die Gehege sind sehr gross (viel grösser als in jedem Zoo, in dem ich bisher war) und so eingerichtet, dass sie der natürlichen Umgebung entsprechen. Ausserdem dürfte das Wasser direkt vom Meer kommen. Jedenfalls trennt nur eine Mauer das Seehundgehege vom offenen Meer.

Am Nachmittag setzte ich dann meine gestrige Erkundung der Innenstadt fort. Mir fiel auch, dass fast keine Holzhäuser sah. Wobei man auch sagen  muss, dass das Stadtzentrum aus vielen Neubauten besteht.
Nach ein paar Stunden war ich fast komplett durchgeschwitzt. Bei dem schönen Wetter hätte ich eigentlich auf eine Jacke verzichten können, wenn da nicht der Wind gewesen wäre…
An windstillen Orten kam man in der Sonne schon ins Schwitzen und meine Jacke war definitiv zu viel. Kaum kam man um die Ecke in den Wind, lief man Gefahr, sich zu erkälten, wenn man sich nicht entsprechend anzog.

Morgen geht die Reise weiter. Ziel wird Måløy sein, ein kleines Städtchen auf einer Insel vor der Küste. Aber auf dem Weg dahin will ich noch einmal in die Berge, um in den bekannten Geirangerfjord zu fahren. Der reicht nämlich ca 100km von der Küste ins Landesinnere und ist von hohen Bergen umgeben. Da gibt’s dann wohl die eine oder andere Passfahrt.

Weitere Bilder aus Ålesund sind auf den Server geladen. –> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Tote Hose in Kristiansund

Flagge_NorwegenVorgestern habe ich die Umgebung von Kristiansund erkundet. Bei schönstem Wetter, das bis heute anhält.

Mir fiel relativ schnell auf, dass an einem Donnerstag um 10:00 nicht wirklich viel los war. Kaum Autos in den Strassen, auch keine Leute. Und alle Geschäfte sowie viele Restaurants waren geschlossen.
Später erfuhr ich, dass in Norwegen auch der Gründonnerstag ein Feiertag ist. Zudem läuft in Norwegen in den Bergen die Skisaison immer noch auf Hochtouren. Die Norweger verbringen die Osterferien daher am liebsten in den Bergen beim Skifahren. Die Orte an der Küste haben kaum Feriengäste.
Da aber sehr schönes Wetter herrschte, fuhr ich in der Umgebung der Stadt herum und besuchte einige Orte ausserhalb. Eine davon ist ein Hügel mit einem Aussichtsturm, der Varden. Das war früher ein Wachtturm mit einem herrlichen Überblick über die Stadt. Und die Gegend dort ist ein schönes Naherholungsgebiet mit mehreren Süsswasserseen.
Mein Hotel, das Quality Grand Hotel Kristiansund, war übrigens das einzige Hotel in Kristiansund, das geöffnet hatte. Wegen der geringen Gästezahl waren alle anderen Hotels geschlossen und deren Gäste ins Quality Grand Hotel Kristiansund verlegt worden.

Gestern ging es dann weiter nach Ålesund. Da die Strecke mit ca 165 km relativ kurz war, nahm ich mir Zeit und fuhr erst gegen 10:00 in Kristiansund los. Ausserdem wählte ich eine etwas längere Route, damit ich einen Teil des Atlanterhavsveien (dem sogenannten „Atlantic Highway“) fahren konnte. Diese Strasse führt entlang der Küste über mehrere Inseln, die mit Brücken verbunden sind. Man hat dabei praktisch immer einen Blick auf den offenen Atlantik.
Eine dieser Brücken ist die Storseisundbrua, welche wegen ihrer etwas ungewöhnlichen Bauweise im Internet einige Bekanntheit erlangt hat. Sie hat sogar einen eigenen Eintrag bei Wikipedia.
Tatsächlich sieht sie etwas verrückt aus, wenn man von Norden auf sie zufährt. Beim Überqueren merkt man davon aber nicht viel. Sie ist halt in einem hohen Bogen gebaut, damit Schiffe unter ihr durchfahren können.
Weiter hatte ich eine wunderschönes Fahrt in einem Wechsel von Küste zu Bergpässen mit viel Schnee. Auch die Überfahrt mit der Fähre von Molde nach Vestnes war sehr ruhig.

Nach der Ankunft in Ålesund erkundet ich ein wenig die Innenstadt. Hier waren definitiv mehr Leute (Touristen) in den Strassen und es fuhren auch mehr Autos. Und der Hafen war voll mit grossen Privatyachten, deren Besitzer auf den Schiffen das Wetter genossen. Trotzdem waren auch hier alle Läden und einige Restaurants geschlossen. Immerhin war ja Karfreitag. Man erzählte mir, dass dieses Gegend hier die strikteste in ganz Norwegen sei, wenn es um Feiertage gehe.
Als ich dann ein offenes, irisches Pub fand, musste ich einmal mal mehr feststellen, dass nicht immer das drin ist, welches draufsteht. Als ich nämlich ein „Shandy“ (Panaché) bestellte, wusste weder die Bedienung noch einer der Gäste, was das ist. Als ich es erklärte und anmerkte, dass das aus England und Irland kommt, sagte man man mir, dass das hier Norwegen sei und man hier Bier trinke. Auf meine Bemerkung, dass aber da draussen an der Türe doch Irish Pub stünde, wusste niemand mehr eine Antwort…

Heute will ich die Umgebung von Ålesund ein wenige erkunden. Es gibt auch hier Aussichtspunkte, von denen man über die ganze Stadt sieht.

Die ersten Bilder aus Kristiansund und Ålesund sowie von unterwegs habe ich auf den Server geladen.
–> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Der Roadtrip beginnt

Flagge_NorwegenGleich vorweg: Heute war ein wunderschöner Tag. Den ganzen Tag schien die Sonne und am Himmel sah man keine einzige Wolke. Und wenn man sich im Windschatten aufhielt, war die Durchschnittstemperatur heute um die 10 Grad Celsius. Wenn das so weiter geht, muss ich mir noch Sonnencreme kaufen.

Am Morgen musste ich, nachdem ich aus dem Hotel ausgecheckt hatte, wieder zurück zum Flughafen, um meinen Mietwagen zu übernehmen. Die Fahrt vom Stadtzentrum Trondheim zum Flughafen dauert etwas mehr als eine halbe Stunde.
Dieses Mal hatte ich das Taxi am Vorabend in Trondheim bestellt und bekam so einen 25% günstigeren Preis als für das Taxi, welches ich von Zuhause für die Fahrt in die Stadt organisiert hatte. Diese Buchung hatte ich nämlich über booking.com gemacht, und ich denke, die schlagen jeweils noch ordentlich Gebühren drauf.

Am Flughafen von Trondheim kriegte ich bei Europcar einen praktisch neuen, roten Suzuki SX4 Hybrid. Der Kofferraum ist gerade gross genug, um meine beiden Koffer hineinzuzwängen. Aber ansonsten ist es ein praktischer Wagen mit genug Komfort. Und da ich ohnehin meistens über Land fahre, und somit nie schneller als 80km/h fahren darf, muss es auch keine Rakete sein.

Die Fahrt dauerte gute dreieinhalb Stunden. Ich hatte eine wunderschöne Fahrt strahlender Sonne. Die ersten 50 km waren Autobahn. Das war natürlich nichts besonderes. Aber danach fuhr ich auf Hauptstrassen, über Pässe, wo der Schnee neben der Strasse noch meterhoch liegt, entlang vollständig zugefrorener Seen und natürlich Kilometer lang entlang von Fjorden. Kurz vor Kristiansund hatte ich dann die erste Fähre. Ich konnte einfach auf die Fähre fahren und am Zielhafen wieder runter. Abgerechnet werden die Fähren wie auch die Maut von Brücken und Tunnel über das Nummernschild. Da werde ich dann nach der Fahrzeugabgabe eine Belastung von Europcar auf der Kreditkarte haben.

Nun bin ich für zwei Tage in Kristiansund. Die Stadt ist auf vier Inseln verteilt. Wenn morgen das Wetter immer noch so top ist, werde ich versuchen, mit einem Ausflugsschiff alle vier Inseln zu besuchen.

Weiter hoffe ich, dass es morgen Abend immer noch so sein wird, dass ich in der Stadt ein paar Nachtaufnahmen machen kann. Heute habe ich einige Test aus meinem Hotelzimmer gemacht. Ich kann von meinem Zimmer die ganze Bucht überschauen.

Heute habe ich noch den Link zum Bilderserver eingerichtet, als ich in Trondheim auf das Taxi wartete.
–> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

Norwegen 2022: Auf den Spuren norwegischer Geschichte

Flagge_NorwegenHeute hat das Wetter gedreht. Während sich am Morgen Sonne und Wolken abwechselten, setzte sich die Sonne dann am Nachmittag durch. Auch der Wind hat abgeflaut.
Grund genug, die Stadt noch einmal zu erkunden, und sie bei einem anderen Licht zu fotografieren. Zudem hatten heute die Museen geöffnet.
Deshalb begann ich mit dem Nidarosdom. Dort kriegt man gegen Aufpreis bei der Dombesichtigung gleich noch zwei anderen Museen und ein drittes mit 50% Rabatt.

Der Dom ist sehr gross. Es ist die grösste Kirche in ganz Skandinavien, und es ist die Kirche, in der die norwegischen Könige gekrönt und seit Olav V. (dem Vater des heutigen Königs Harald V.) gesegnet werden. Eine Krönung gibt es seit 1905 nicht mehr.
Irgendwie erinnerte mich das Innere an den Kölner Dom, obwohl ich denke, dass dieser noch grösser ist. Der Nidarosdom ist in jedem Fall sehr beeindruckend. Er ist das Wahrzeichen der Stadt, und der Verwaltungsdirektor hat in einem Video gesagt, solange in Trondheim keine Hochhäuser gebaut würden, würde der Turm des Doms alles überragen (abgesehen von den Bergen, an die die Stadt angelehnt ist). Dieses fast einstündige Video erzählt im Weiteren die ganze 700 jährige Geschichte des Doms. Davon nur soviel: Der Dom heisst Nidarosdom, weil Trondheim früher Nidaros hiess.
Zum Domeintritt gehört auch der Eintritt in das Erzbischöfliche Museum (wobei anzumerken ist, dass Norwegen seit der Reformation evangelisch ist, und somit auch der Dom) und in die Ausstellung der Kronregalien. Weil Trondheim (und der Nidarosdom) in der norwegischen Verfassung als Krönungs- resp Segnungsort festgelegt wurde, wurden die Krönungsutensilien (Krone, Reichsapfel, Marschallstab und das Staatsschwert des König sowie die königliche Standarte) nach Trondheim gebracht und werden dort im Keller des erzbischöflichen Palais‘ ausgestellt.
Ebenfalls im Palais des Erzbischofs befindet sich die Rüstkammer. Allerdings handelt es sich dabei nicht um ein Zeughaus (wie zum Beispiel in Kopenhagen), sondern um eine militärgeschichtliche Ausstellung von den Wikingern bis heute. Einen grossen Teil der Ausstellung (eine von drei Etagen) widmet sich wie im Kriegsmuseum in Narvik der Zeit der Besatzung Norwegens durch Nazideutschland, hier mit Schwergewicht auf die Geschehnisse in Trondheim.

So verbrachte ich einige Stunden auf dem Gelände des Nidarosdom. Den Rest des Tage durchstreifte ich die Teile der Stadt, die ich gestern wegen des Regens ausgelassen hatte. Im Bereich des Hafens entsteht ein hochmodernes, und wie es den Anschein macht, eher teureres Viertel mit Wohnungen und Einkaufsmöglichkeiten. Hier findet man auch einige brandneue Hotels der gehoberen Klasse. Direkt beim Hafen befindet sich auch der Bahnhof. Und es fällt auch auf, dass hier nicht, wie sonst weit verbreitet, mit Holz gebaut wird, sondern mit Beton.
Tatsächlich hat Trondheim sehr viele Holzhäuser. Nicht nur alte Häuser sind aus Holz gebaut. Ich habe etliche neue Einfamilienhäuer gesehen, die im traditionellen Stil mit Holz gebaut wurden.
Das ist insofern bemerkenswert, dass Trondheim in der Vergangenheit schon viele grosse Brände gesehen hat. Sogar der Nidarosdom brannte mehrere Mal in seiner Geschichte. Man ist sich aber bewusst, dass die Dichte Bebauung mit Holzhäusern auch heute noch ein gewisses Risiko einer grossen Feuersbrunst in der Stadt darstellt.

Morgen geht meine Reise weiter. Ich werde meinen Mietwagen übernehmen und die erste Etappe in Richtung Süden nach Kristiansund in Angriff nehmen.
Laut Google Maps habe ich ca 230 km vor mir und muss mit ca dreieinhalb Stunden Fahrt rechnen, eine Fähre eingerechnet.
Ich denke, ich werde sicher etwas länger dafür brauchen, weil ich mehrere Stopps einlegen werde. Schliesslich bin ich in den Ferien und nicht auf der Flucht… 😉

Der versprochen Link zum Bilderserver kommt noch. Heute hatte ich dafür aber keine Zeit mehr.

Stay tuned.