Stockholm 2024: Ein sonniger, aber kalter Tag

Heute war es in Stockholm sehr schön. Den ganzen Tag schien die Sonne, wenn halt auch nicht sehr lange. Richtig hell wird’s hier zwischen 9 und 10 am Morgen, und um 4 Uhr am Nachmittag ist schon wieder dunkel.
Aber es war auch sehr kalt. Mindestens -10 Grad am Tag, und wenn man Wind abkriegte, so sank die gefühlte Temperatur noch einmal um ein paar Grad.

Wie geplant habe ich heute das Armémuseum besucht.
Da dieses aber erst um 11:00 öffnet, bin ich auch erst kurz nach 10:00 losgezogen und gemütlich durch die Einkaufsstrassen zur Tramhaltestelle spaziert.
Dabei habe ich etwas gesehen, das mir schon vor zwei Tagen aufgefallen war:
Vor dem Konserthuset, dem Konzerthaus mit dem Stockholmer Sinfonieorchester Kungliga Filharmonikerna, werden in klirrender Kälte an Markständen frische Schnittblumen feil geboten. Da kriegt man von Tulpen bis Rosen fast alles…

Das Armémuseum zeigt in einer sehr informativen und grossen Ausstellung über zwei Stockwerke die schwedische Militärgeschichte vom Mittelalter bis heute.
Schweden war früher eine Grossmacht, die ständig in Kriege verwickelt war. Meistens ging es um Territorialansprüche, Erbstreitigkeiten, oder ganz einfach darum, Geld zu beschaffen.
Der grösste dieser Kriege war wohl der dreissigjährige Krieg von 1618 bis 1648, in dem sich die Grossmächte von fast ganz Europa bekriegten. Schweden war zuvorderst mit dabei.
Aber auch schon vorher, und vorallem danach war Schweden immer wieder in Konflikte mit seinen Nachbarn, aber auch mit anderen Ländern verwickelt. Man gewann und verlor immer wieder Territorien. Das letzte Mal, als es zu einer solchen Grenzänderung kam, war 1814, als Norwegen in eine „Union“ mit Schweden geriet. Faktisch war das eine Erweiterung des Einflussbereichs Schwedens, auch wenn niemand das Wort „Besetzung“ benutzte.
Allerdings hatten die Norweger 1905 genug von der „Union“ und wurden selbständig. (Zitat einer norwegischen Stadtführerin in Oslo vor 5 Jahren: „Deshalb wollen wir Norweger nicht wieder einer Union beitreten!“). Norwegen ist nicht Mitglied der EU.
Seit 1814 hat Schweden an keinem Krieg mehr teilgenommen und die aussenpolitische Linie verfolgt, im Frieden allianzfrei und im Krieg neutral zu bleiben.
Mit dem Entscheid, wegen dem russischen Angriff auf die Ukraine der NATO beizutreten, gab Schweden 2022 diese Haltung und somit seine Neutralität auf.

Die Ausstellung war sehr interessant und umfangreich. Ich blieb fast 3 Stunden in dem Armémuseum. 🙂

Der geplante Besuch des Nobelpreismuseum fand deshalb nicht statt.
Ich beschloss, erst einmal einen ausgedehnten Besuch eine Esspresso House zu machen, um auch etwas zu essen.
Seit dem Morgenessen um 08:30 hatte ich weder etwas gegessen noch getrunken. Der Magen knurrte ganz schön. Das musste korrigiert werden. 😉
Ausserdem konnte ich bei Kaffee und Kuchen gemütlich ein bisschen lesen.

Danach bin ich zurück ins Hotel, um vor dem Abendessen noch meine Sachen zu packen.
Morgen um 13:00 fliege ich mit SAS Flug SK605 zurück in die Schweiz. Ich kann als gemütlich frühstücken, zum Bahnhof gehen (5 Minuten), und dann mit dem Arlanda Express zum Flughafen fahren. Die Fahrt dauert auch nur 20 Minuten

Armémuseum Stockholm

Stockholm 2024: Der letzte Tag des Jahres

Wie schon letztes Jahr in Oslo: Dies ist der letzte Post von 2024. 🙂

Das Wetter hier in Stockholm ist immer noch schön. Die Sonne schien den ganzen Tag und am Himmel zeigten sich bloss ein paar dünne Schleierwolken.
Aber es ist noch kälter geworden. Die Temperaturen sind nun auch tagsüber in den Minus-Bereichen. Zusammen mit dem Wind kommt man nun locker auf -8 Grad Celsius oder tiefer gefühlte Temperatur.
Eigentlich so, wie ich es erwartet hätte. Richtig Winter! Bloss, es fehlt der Schnee.
Doch das könnte sich allerdings heute Nacht ändern: Zum einen ist der Schnee in den Meteo-Apps für heute Nacht schon länger angesagt (und für morgen den ganzen Tag).
Zum anderen fahren seit heute Abend die Streufahrzeuge durch die Stast und streuen auf eine trockene Strasse…
Wie es aussieht, erwartet die Stadtverwaltung in der heutigen Nacht offenbar etwas Niederschlag.
Nun, wir werden es spätestens morgen früh sehen.

Ich habe mich realtiv spät am Morgen nach einem gemütlichen Morgenessen zu Fuss nach Gamla Stan aufgemacht. Dabei habe ich vor allem nach Strassenszenen und auffälligen Leute Ausschau gehalten, um einige Bilder für meine Galerie „The Street“ zu schiessen. Dabei wollte ich auch gleich ein neues Teleobjktiv testen.
Trotz der Kälte hatte es heute vor allem in Gamla Stan recht viele Leute in den Strassen. Zum einen wohl wegen dem schönen Wetter (gegen die Kälte kann man sich ja schützen), zum anderen sicher auch, weil ausser dem königlichen Schloss fast alle Museen geschlossen waren. 😉

Eher zufällig bin ich am Schloss vorbei gekommen, und gesehen, dass die Soldaten Absperrungen errichteten. Offenbar war Zeit für die Wachtablösung (ich weiss nie genau, wann die ist, obwohl ich schon mehrere Male dabei war).
Also bin ich stehen geblieben und habe mir einen Logenplatz direkt an der Absperrung gesichert. Das war auch gut so, denn als die Wachtablösung begann, war der ganze Platz vor dem Schloss voll.
Allerdings bedeutete das, dass ich wohl über eineinhalb Stunden auf dem Platz im Wind stand und mich kaum bewegen konnte. Die Wachtablösung dauert inklusive Kurzkonzert des Militärspiels gute 45 Minuten, und ungefähr genau so lange stand ich vorher da…
Irgendwann gibt jede noch so gute Isolierung auf und die Kälte kriecht sich langsam durch Mark und Bein. Der einize Ort, an dem ich am Schluss nicht kalt hatte, waren meine Füsse. Gute Schuhe sind halt auch in der Stadt Gold wert. 🙂 Danke Onkel Sam. 😉

Der anschliessende Spaziergang zurück zum Hotel mit Umweg durch die Bahnhofshalle (natürlich auf der Suche nach Motiven) und mit Zwischenstopp im Espresso House hat mich relativ schnell wieder aufgewärmt. 🙂

Heute Abend bin ich relativ früh zum Dinner gegangen.
Das Hotel hat einen Vier-Gänger angeboten, und Anfang Dezember kam eine eMail von Concierge mit der Einladung, doch bitte früh zu reservieren, da die Plätze begehrt seien. Das habe ich dann auch gleich gemacht. Und man hat sich sehr flexibel gezeigt: Da die ersten beiden Gänge Rogen (also Fischeier) und Hummer waren, konnte ich diese durch die beiden ersten Gängen aus dem Vegi-Menü ersetzen: Heisser Ziegenkäse und gebratener Tofu. Anschliessend gab’s Rindfilet mit Entenleber. Und zum Dessert weisse Schokoladenmousse mit Pistazienglacé. Hat super geschmeckt. 🙂

Nun schreibe ich diesen Post etwas früher als sonst.
Später soll es in der Stadt Feuerwerk geben. Eigentlich knallt es bereits jetzt schon, um 21:30.
Eventuell gehe ich noch mal raus und schaue mit das an. Aber ich glaube nicht, dass man hier das schlägt, das ich in Reykjavík gesehen habe. 😉

Stay tuned.

Wachtablösung vor dem Königlichen Schloss in Stockholm

Stockholm 2024: Gamla Stan

Das Wetter hier in Stockholm hat sich gebessert. Heute kam die Sonne durch die Wolken. Allerdings wurde es auch kälter und vom Meer her wehte ein bissiger, kalter Wind.
Wenn man sich an windgeschützter Stelle in die Sonne stellen konnte, war es ein sehr angenehmer Wintertag. Aber der Wind drückte die gefühlte Temperatur so deutlich nach unten, dass Mütze und Handschuhe nötig wurden, wenn man sich länger im Freien aufhielt. Das Winterfeeling war definitiv da.

Heute Morgen habe ich als Erstes das Fotografiemuseum „Fotografiska“ besucht. Nach eigenen Angaben ist es ein zeitgenössisches Museum für Fotografie, Kunst & Kultur. „Zeitgenössisch“ stimmt ganz sicher. Aber ich habe es eher wie eine Galerie empfunden, in der Ausstellungen von einzelnen Fotografen oder zu bestimmten Themen stattfinden. Unter einem „Museum“ stelle ich mir etwas anderes vor.
Von den drei Ausstellungen waren zwei bestimmten Fotografen gewidmet, und eine dem Thema „Space A Visual Journey“. In letzterer kam so viel Multimedia zum Einsatz, dass ich etwas Mühe hatte, das Ganze mit Fotografie zu verbinden. Nichts desto trotz eine sehr gute, interessante Ausstellung, wenn vielleicht auch unter falschem Label.
Von den Fotografen haben mir vor allem die Arbeiten von Bruce Gilden gefallen. Der 78-jährige, amerikanische Portrait- und Street-Fotograf hat für die Ausstellung die in seinen Augen besten 45 Bilder aus seinem Archiv zusammengestellt. Ich habe Bruce Gilden noch nicht gekant, bin aber von seinen Arbeiten fasziniert.

Vom Fotografiska bin ich weiter nach Gamla Stan (schwedisch für Altstadt).
Ich wusste zwar, dass das Nobelpreismuseum am Montag geschlossen ist. Aber in Gamla Stan gibt es auch sonst viel zu sehen: das Stockholmer Schloss, die engen Gässchen mit den vielen Läden und Restaurants sowie etliche schöne, ältere Gebäude. Im Sommer hätte es zudem überall vor den Restaurant Tische und Stühle auf den Trottoirs und Plätzen. Die sind jetzt natürlich nicht da.

Da das Wetter gut war, schlenderte ich durch die Gassen, wie immer ständig auf der Suche nach Motiven.
Dabei ich mir einen Spass daraus gemacht, meine „Mit-Touristen“ ein bisschen zu beobachten. Dabei sieht man viel, und man versteht nicht alles. Einiges ist ziemlich lustig, wie zum Beispiel das asiatische Mädchen mit den grünen Haaren, pinken Fingernägel und Designerklamotten, die an ihrer Mini-Kompaktkamera den Blitz eingeschaltet hatte (der reicht knapp zwei Meter weit, wenn überhaupt) und damit Gebäude fotografierte. Oder der junge Mann, der dick eingepackt in einen Marken-Daunenmantel mit einem Herrentäschen umgehängt seinen Eltern nachtrottete und dabei permanent auf sein Smartphone glotzte. Ein Wunder, dass der nirgends heruntergefallen ist oder mit jemandem zusammengestossen ist. 🙂 Man sah ihm deutlich an, dass ihn das Ganze nicht interessierte. Er hatte kein Auge für irgendetwas rund um ihn herum. Vermutlich musste er mit Mama und Papa mitkommen, und hätte aber Sylvester lieber mit ein paar Kumpels zu Hause gefeiert.

Mit mir waren viele andere Touristen dort. Die Stadt ist jetzt in der Altjahreswoche ziemlich voll.
Allerdings konzentriert sich das Ganze vor allem auf Touristen-Hot-Spots wie eben Gamla Stan oder gestern Djurgården.
Im restlichen Stockholm würde ich das Publikumsaufkommen als eher normal für so eine grosse Stadt bezeichnen. Man kriegt eigentlich überall einen Platz in einem Restaurant, und wenn es nicht gerade die Linie 7 von und nach Djurgården ist, dann sind U-Bahn und Trams in meinen Augen auch durchschnittlich belegt.
Gestern Abend musste ich 20 Minuten in einem mir bekannten Grill-Restaurant warten, weil ich keinen Tisch reserviert hatte. Das war’s. Danach kriegte ich sogar einen 4-er Tisch für mich alleine. Und nach 20:00 leerte sich das Restaurant zusehends.
Das Fleisch, dass ich dort kriegte, war die Warterei übrigens alle Mal Wert. 😉

Den morgigen Besuch des Militärmuseums musste ich auf den 2. Januar verschieben, weil das Museum bis dann geschlossen ist. Das Gleiche gilt auch für das Nobelpreismuseum.
Somit ist das Programm für den 2. Januar 2025 gemacht. 🙂
Was ich morgen mache, weiss ich noch nicht. Schauen wir einmal.
Der einzige Fixpunkt ist 18:00 für das Sylvester-Dinner im Hotel. Da habe ich einen Platz reserviert.

Stay tuned.

Das Rathaus von Stockholm

Stockholm 2024: Djurgården

Heute war ich den ganzen Tag auf Djurgården.
Auf der Insel im Süden des königlichen Parkes mit dem gleichen Namen findet man eine ungewöhnliche Dichte an Museen.
Ausserdem ist der Park ein Naherholungsgebiet mitten in Stockholm. Entsprechend hat es dort auch einen Vergnügungspark und diverse Verpflegungsmöglichkeiten vom HotDog Stand bis zum gediegenen Speiserestaurant.
Und die Tramlinie 7 fährt vom Hauptbahnhof nach Djurgården und zurück.

Allerdings wurde ich am Morgen noch etwas im Hotel aufgehalten, bevor ich los konnte.
Gestern Abend liess sich mein Zimmersafe plötzlich nicht mehr öffnen. Mein Code schien zu funktionieren, aber der Riegel bewegte sich nicht mehr.
Blöderweise hatte ich bei meiner Ankunft meine Kamera in den Safe gelegt. Und ohne Kamera brauchte ich schon gar nicht nach Djurgården zu gehen.
Sämtliche Versuche des Hotels mittels Universalcode den Safe zu öffnen, waren erfolglos. Man versprach mir, für heute Morgen die „Maintenance“ aufzubieten.
Bloss erklärte man mir dann heute Morgen, dass keine Maintenance verfügbar sei. Am Sonntag arbeiten die schlicht nicht.
Ich stelle mich also darauf ein, frühestens morgen wieder an meine Kamera zu kommen, und begann, mein Tagesprogramm umzustellen. In Museen brauchte ich die Kamera kaum, wohl aber im Skansen Aquarium, das eigentlich heute auf dem Plan stand…
Aus irgendeinem Grund kam nach dem Morgenessen nocheinmal ein Hotelmitarbeiter auf mein Zimmer und versuchte es wieder mit den Universalcode. Und plötzlich, nach einigen erfolglosen Versuchen konnte ich den Safe wieder mit meinem Code öffnen. 🙂
Ich werde den Safe sicher nicht mehr benutzen, denn der Fehler könnte durch ein Softwareproblem hervorgerufen worden sein, oder schlicht und einfach durch eine schwache Batterie.
Mir egal. Soll sich das Hotel darum kümmern.

Also bin ich mit ein bisschen Verspätung dann doch noch in Skansen Aqurium gefahren.
Der Skansenpark ist viel mehr als bloss das Aquarium. Es ist im Wesentlichen ein Freilichtmuseum mit Zoo und eben dem Aquarium. Wobei das Aqurium ein separater Teil ist, für den man zusätzlich bezahlen muss.
Den Park und den Zoo (der nur einheimische Tierart hält) habe ich mir heute geschenkt. Im Winter sieht man in den Aussenhegen in der Regel nicht viel, und ausserdem ist die Anlage recht weitläufig.
Ich bin also ins Aquarium, das genauso gut Terrarium heissen könnte, und habe ein paar Reptilien und Affen fotografiert. 😉

Nach dem Skansen Aquarium bin ich zum ABBA Museum gegangen. Aber dort bin ich vor der Kasse wieder raus, als ich hörte, dass ich über 20 Minuten hätte warten müssen, bis ich ins Museum gekonnt hätte. Man merkte, dass Sonntag war. Da waren viele Familien mit Kindern und zudem auch viele Touristen.

Also bin ich weiter ins Wikingermuseum.
Leider glich das einem Kinderspielplatz. Irgendwie glaubten offenbar viele Familien, dass ein solches Museum für ihre Nachkommen eine grosser Spass wäre.
Naja, das Museum wäre sehr informativ und man könnte dort viele sehr interessante Sachen über die Wikinger, ihre Geschichte, Lebensweise und Religion erfahren. Alles sehr gut und absolut nicht reisserisch gemacht.
Aber laute und drängelnde Kinder, die alles betaschen mussten, weil sie von ihren Eltern (aller möglicher Nationen) nicht unter Kontrolle gehalten wurden, verunmöglichten leider einen langen und interessanten Aufenthalt.
Immerhin konnte niemand mit dem Kinderwagen rein, weil das Museum einige Treppen hatte, die man auf dem Rundgang rauf und runter gehen musste. 😉

Also ging ich weiter ins Vasamuseum. Auf dem Weg dorthin ging ich am Spritmuseum, Wrackmuseum und dem Nordischen Museum vorbei.
Auch im Vasamuseum hatte es sehr viele Leute. Allerdings ist das Gebäude, das um das Wrack der Vasa herumgebaut wurde, sehr gross, und die Massen können sich verteilen.

Anschliessend bin ich mit dem Tram wieder zum Hauptbahnhof und von dort zu Fuss zurück zum Hotel. Dabei habe ich gesehen, wie viele Leute an diesem Sonntag in der Innenstadt (also nicht nur in Djurgården) unterwegs waren. Die Fussgängerzone war kurz vor 15:00 so voll, wie ich es bisher nur in New York und Barcelona angetroffen hatte. Die Leute strömten in Scharen durch die Strassen.

Ich habe mir noch nicht überlegt, wohin ich morgen gehen werde.
Wahrscheinlich gehe ich in die Altstadt Gamla stan. Dort gibt es dan Nobelpreismuseum, in dem ich noch nie war. Oder auch das königliche Schloss mit Wachtablösung, Schatzkammer, Rüstungskammer etc.
Und ich habe ein Fotografiemuseum gefunden, von dem ich bisher noch nichts wusste. Das werde ich diese Tage ganz sicher noch besuchen.

Stay tuned.

Die Innenstadt von Stockholm am Sonntagnachmittag

Stockholm 2024: Zum Jahreswechsel in die schwedische Hauptstadt

Heute bin ich nach Stockholm geflogen, um den Jahreswechsel 2024/25 in der schwedischen Hauptstadt zu verbringen.

Die Anreise verlief problemlos und ohne Verzögerungen. Der Flug mit SAS war ganz angenehm und kam pünktlich auf dem Flughafen Arlanda nördlich von Stockholm an. Das Gepäck kam recht rasch auf dem Gepäckband und dank dem Arlanda Express, der in Stosszeiten ca alle 15 Minuten direkt vom Flughafen an den Hauptbahnhof von Stockholm fährt, war ich ca eine Stunde nach der Landung schon im Hotel.

Hier in Stockholm regnet es immer wieder ganz leicht. Eigentlich ist es mehr ein Nieseln als Regen. Die Temperaturen liegen im einstelligen Bereich über Null. Aber die gefühlte Temperatur ist wegen der Nässe einige Grad tiefer.
Ich komme auch in der Nacht zwar gut ohne Mütze und Handschuhe aus, aber man muss sich schon warm anziehen, wenn man längere Zeit draussen sein will.
Eigentlich bin ich ja wegen dem Winter hierher gekommen, den wir zu Hause zumindest im Flachland nicht mehr haben.
Aber weit gefehlt: Hier liegt gar kein Schnee und der Niederschlag ist wie schon erwähnt Regen.
Tja, ich hätte wohl nach Reykjavík fliegen sollen. Die hatten über Weihnachten einen heftigen Schneesturm und nun liegt dort genug Schnee… 😉

Morgen gehe ich das erste Mal in die Stadt. Von meinen früheren Besuchen hier kenne ich einiges schon. Allerdings gibt es auch noch Vieles, das ich noch nicht besucht habe.
Ich habe mir einen Stockholm Pass gekauft. Damit habe ich nun 5 Tage freie Fahrt auf allen öV und freien Eintritt oder Reduktion bei vielen Museen und Ausstellungen.

Stay tuned.

Liverpool 2024: Ein sonniger Tag am Mersey

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Heute hatte ich insofern frei, als dass ich keine Tour resp keinen Eintritt gebucht hatte.
Ich habe also ein bisschen länger geschlafen, mir beim Frühstück noch ein bisschen mehr Zeit gelassen als sonst, und bin dann gemütlich bei schönem, aber windigem Wetter noch einmal zum Fluss Mersey spaziert.

Ich habe in den letzten Tagen eine lebensgrosse Skulpturgruppe der Beatles gesucht, die ich letzte Woche auf einem Bild gesehen hatten. Gestern Abend habe ich sie gefunden: Sie steht unweit des Museum of Liverpool gleich beim Fährterminal am Flussufer.
Die habe ich heute noch fotografiert. Und dank des schönen Wetters bei bestem Licht. 🙂

Danach bin ich ins Museum of Liverpool und habe mir die Geschichte Liverpools für über zwei Stunden zu Gemüte geführt. 🙂
Dabei habe ich wieder interessante Dinge über Liverpool erfahren.

Den Nachmittag habe ich in Fussgängerzone resp im Liverpool ONE verbracht, auf der Suche nach guten Fotosujets. Dabei bin ich auf zwei junge Sänger gestossen, die mit grossartigen Stimmen Klassik sangen.
Und ich habe zwei italienische Restaurants in der Nähe meines Hotels entdeckt. Schade nur, dass heute mein letzter Tag ist, denn das Essen in dem Restaraunt heute Abend war wirklich gut. Kein Vergleich mit dem Italiener, bei dem ich vorgestern war. Ich merke mir das für’s nächste Mal.

Nun muss ich ins Bett, denn morgen ist sehr früh Tagwache. Mein Bus nach Manchester fährt um 05:25. Zur Busstation beim Liverpool ONE ist’s zwar bloss 10 Minuten zu Fuss, aber morgen früh soll es hier regnen. Mal schauen.

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Stay tuned.

Liverpool 2024: The Beatles

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Liverpool ist die Heimat der Beatles.
Alle Bandmitglieder wurden in Liverpool geboren und sind hier aufgewachsen: John Lennon und Ringo Starr *1940, Paul McCartney *1942 und George Harrison *1943.

Heute bin ich ihren Spuren gefolgt. 😉

Letzte Woche hatte ich per eMail bei der Rezeption meines Hotels angefragt, was denn zum Thema Beatles zu empfehlen sei. Es gibt hier ein grosses Angebot verschiedenster Museen und Touren, und nicht alles ist wirklich sein Geld wert.
Ich habe dann die folgenden zwei Vorschläge erhalten und gebucht:
das „The Beatles Story“ Museum und eine private Taxitour durch Liverpool an die Originalschauplätze

Also bin ich am Morgen noch einmal zum Royal Albert Dock, um das „The Beatles Story“ Museum zu besuchen.
Man kriegt dort einen Audio-& Videoguide mit vielen Informationen und wird so durch die Entstehungsgeschichte der Beatles geführt: vom ersten Zusammentreffen von John Lennon und Paul McCartney 1957 bis zur Auflösung der Beatles nach dem legendären Rooftop-Konzert 1969.
Über jedes der Bandmitglieder gibt es viele Informationen. Aber auch über die Leute, die hinter den Beatles standen, wie zum Beispiel ihren ersten Manager Brian Epstein oder ihren Produzenten Sir George Martin. Auf dem Gerät befinden sich auch viele Originalaufnahmen von Interviews sowie einige Originalvideos.
Alles in allem eine sehr informative Tour, die man im eigenen Tempo und nach eigenen Interessen durchgehen kann. Ich war über eine Stunde dort drin.
Aber den obligaten Souvenirshop am Schluss habe ich übersprungen. 😉

Den Rest des Morgens verbrachte ich in den Docks und besuchte dort auch noch das Seefahrt- und das Sklaverei-Museum. Die beiden Museen befinden sich im gleichen Gebäude und können gratis besucht werden.
Besonders interessant fand ich den Teil im Maritime Museums, der sich eingehend mit der Titanic und ihrem Untergang im April 1912 befasst.
Da die White Star Line als Besitzerin der Titanic ihren Sitz bis heute in Liverpool hat, waren ein grosser Teil Besatzung des Schiffs Einwohner von Liverpool. Diesen Leuten ist der besagte Teil des Maritime Museums gewidmet.

Am Nachmittag machte ich dann die private Taxitour zu den Originalschauplätzen.
Während zweieinhalb Stunden brachte mich der Taxifahrer zu den Quartieren und Häusern aller vier Beatles, aber auch an Orte, die vorallem Lennon & McCartney als Inspiration dienten:
-> die Strasse Penny Lane und der Barbershop dort, der in der ersten Zeile des Liedes „Penny Lane“ vorkommt. In diesem Barbershop liessen sich die Beatles als Teenager die Haar schneiden, weil er direkt neben einer Bushaltestelle liegt, an der sie immer umsteigen mussten. Später jobbte John Lennon in einem Restaurant an der Penny Lane und sah jeden Tag die Strasse hinunter;
-> die Strawberry Flields, ein Garten bei einem Waisenhaus der Heilsarmee, in dem John Lennon schon als Kind viel Zeit verbrachte, und der dem Lied „Strawberry Fields forever“ den Titel gab;
-> der Friedhof, auf dem John Lennon heimlich rauchte und dabei die Grabsteine studierte, auf denen man heute noch die Namen Eleanor Rigby und John Mackenziе findet, die im Lied „Eleanor Rigby“ vorkommen. Das Intro „Ah, look at all the lonely people“ des Lieds soll ein Ausspruch von Paul McCartney gewesen sein, als ihm  John Lennon den Friedhof zeigte.
Und im Festsaal der St Peters Church in Woolton, zu der dieser Friedhof gehört, haben sich John Lennon und Paul McCartney am 6. Juli 1957 das erste Mal getroffen. John spielte dort mit seiner Band an einem Quartierfest, weil seine Tante, bei der er aufwuchs, im Organisationskomitee des Festes war. Paul besuchte das Fest auf der Suche nach einer Freundin.

Der Taxifahrer wusste viel zu erzählen. Ob alle Ankedoten der Wahrheit entsprechen, weiss ich nicht. Sie waren allerdings schlüssig und stimmten auch mit den Infos überein, die ich am Morgen im „The Beatles Story“ Museum gehört hatte.
Mir ist dabei aufgefallen, wie viele Texte der Beatles ich immer noch auswendig kenne.
Als ich mit 14 begonnen habe, in der Schule Englisch zu lernen, waren diese Lieder die ersten englischen Texte, die ich aus eigenem Antrieb las und übersetzte. 🙂

Alles in allem ein cooler Nachmittag und eine interessante und unterhaltsame Tour, die ich jedem empfehle, der sich für die Beatles interessiert und natürlich den Liverpooler Akzent mindestens ein bisschen versteht. 😉
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„In Penny Lane, there is a barber showing photographs…“

Stay tuned.

Liverpool 2024: Albert Dock & Anfield Stadium

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Heute ging’s für einmal nicht um die Beatles.

Wie gestern angetönt, ging ich am Morgen nach einem ausgiebigen englischen Frühstück mit Eiern, Speck und Bohnen zu den Docks am Fluss Mersey.
Der Fluss war und ist die Anbindung Liverpools an die irische See und somit an die internationalen See- und Handelswege.
Die alten Docks entlang des Flusses wurden aufwändig umgebaut. Zum grössten Teil hat man die alten Lagerhäuser erhalten und sie zu Geschäften, Museen und Restaurants umgebaut, ähnlich der Hamburger Speicherstadt.
Vorallem im Royal Albert Dock zeigt sich das in einer spannenden Mischung von alten Häusern und topmodernen Bauten mit zum Teil sehr ausgefallener Architektur wie zum Beispiel das Museum of Liverpool. Das Ganze ist eine einzige, sehr grosse Sehenswürdigkeit und voll auf den Tourismus ausgerichtet. Morgen gehe ich noch einmal dorthin, um das „The Beatles Story“ Museum zu besuchen.

Kurz nach zwölf stieg ich dann in den Bus, der mich zum Anfield Stadion brachte, dem Heim der „Reds„.
Dort hatte ich letzte Woche eine Stadion Tour gebucht. Eigentlich wäre neben der Tour auch ein Eintritt in Museum des Liverpool Footballclub inbegriffen gewesen. Aber schon bei der Buchung wurde man darauf aufmerksam gemacht, dass das Museum im Juli wegen Umbau geschlossen war.
Für mich kein Problem, denn wie wenig mich Fussball interessiert, erkennt man daran, dass ich keinen einzigen Spieler des LFC kenne, und lediglich weiss, dass der deutsche Ex-Fussballspieler und Trainer Jürgen Klopp bis im Mai 2024 neun Jahre lang mit grossem Erfolg die Mannschaft der LFC trainierte. Wenn man im Anfield Stadion ist, spürt man die Verehrung von Klopp deutlich. Er ist dort einer der ganz grossen Helden.
Ansonsten sind mein Kenntnisse zum LFC gleich Null. 🙂

Die Pokale und Titel haben mich daher bei meinem Besuch im Anfield Stadion nicht sonderlich interessiert. Auch nicht die verschiedenen Personalien, die präsentiert wurden. Mich hat das Stadion an und für sich interessiert und das ist beeindruckend:
Das Stadion ist sechs Stockwerke hoch. Eigentlich wohl sieben, wenn man auf der Tribüne zu den obersten Sitzreihen hochsteigt.
Das Stadion hat keine Stehplätze, wie wir das in unserem Stadien zu Teil kennen, nur Sitzplätze. Davon gibt es aber 61’000!
Zur Zeit wird der Rasen neu verlegt. Nach der Ausnivelierung des Untergrunds wird nächste Woche der Rasen verlegt. Der Rasen besteht zu 95% aus Naturrasen. Die restlichen 5% Kunstrasen geben dem Rasen Stabilität. So hält er die ganze Saison.
Für das Verlegen braucht die Firma 3 Tage und das Ganze kostet über 600’000 Britische Pfund.
Nach dem Verlegen wird der Rasen noch wochenlang gepflegt, bevor darauf gespielt werden kann. Ein kleines Detail dabei: Nachts wird der Rasen mit der Flutlichtanlage beschienen, damit er schneller wächst…

Alles in allem war das eine sehr interessante Führung und hat sich gelohnt.
Es war eine sogenannte Self-guided Tour. Das hiess, man kriegte ein Pad, auf dem sehr viele Erklärungen und Videos gespeichert waren und konnte so schnell oder langsam machen wie man wollte. An den neuralgischen Punkten standen die Guides.Von denen erfuhr man noch mehr Details, wenn man mit ihnen sprach. Falls man ihren Akzent verstand… 😉

Morgen stehen dann die Beatles auf dem Programm. Ich bin gespannt.

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Stay tuned.

Liverpool 2024: A long day

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Der diesjährige Städtetrip im Juli führte mich nach Liverpool, der Heimat der Beatles und der „Reds„. 🙂

Da der einzig mögliche Flug nach Manchester in Zürich bereits um 07:05 abhob, war heute frühes Aufstehen angesagt.
Die frühen Morgenstunden sind am Flughafen Zürich erfahrungsgemäss eine Zeit, in denen die Langstreckenflüge ankommen und abfliegen. Entsprechend ist das Passagieraufkommen am Flughafen gross. Man sollte daher genügend früh am Flughafen sein.
Ich hatte zwar meinen Koffer schon gestern aufgegeben (einer der Vorteile, wenn man bloss 15 Minuten vom Flughafen entfernt wohnt…). Trotzdem war ich zwei Stunden vor Abflug am Flughafen.
Das Passagieraufkommen war aber einigermassen moderat, so dass ich noch in aller Ruhe nach der Sicherheitskontrolle ein kleines Frühstück zu mir nehmen konnte.
Übernächste Woche beginnen in vielen Kantonen die Sommerferien. Dann wird’s am Morgen am Flughafen nicht mehr so ruhig bleiben wie heute…

Fliegt man nach Grossbritannien, so kriegt man den Brexit noch vor dem Boarding zu spüren. Da die Briten nach ihrem Ausstieg aus der EU nun auch nicht mehr zum Schengenraum gehören, muss man wie früher zuerst durch die Passkontrolle. Dann werden die Pässe vor dem Boarding am Gate noch einmal kontrolliert, und nach der Landung in Manchester musste man noch einmal durch die Passkontrolle. Hier in Manchester (wie auch in London) passiert das fast automatisch, wenn man einen biometrischen Pass hat.
Eine Prozedur, wie sie früher bei jedem Flug völlig normal war. Die man aber heutzutage innerhalb von Europa nicht mehr kennt, sondern bloss noch für Reisen in Üebersee. Oder eben nach Grossbritannien.
Übrigens reicht dafür auch keine Identitätskarte oder Personalausweis. Es muss ein Reisepass sein, der noch mindestens 6 Monate gültig ist.

Nach der Landung in Manchester um 08:00 Ortszeit (In Grossbritannien haben sie GMT. Ich musste meine Uhr also eine Stunde zurückstellen.) nahm ich den Bus nach Liverpool. Und nach einer weiteren Stunde kam ich um 10:20 in Liverpool an. Die ganze Reise verlief ohne irgendwelche Probleme.

Check-In im Hard Days Night Hotel war aber erst um 15:00.

Also liess ich mein Gepäck beim Consierge und ging in die Stadt.
Ich erkundete die direkte Umgebung meines Hotel. Gleich um die Ecke ist der berühmte Cavern Club, in dem die Beatles unzählige Mal aufgetreten sind, das erste Mal 1961.
Allerding ist auch zu sagen, dass dies nicht der originale Cavern Club ist. Der wurde nämlich 1973 geschlossen und 1984 an anderer Stelle wiedereröffnet. Aber das wissen die meisten sowieso nicht. 😉
Und da fast gegenüber des Clubs eine lebensgrosse Bronzefigur von John Lennon steht, sieht das sowieso wie die Beatles-Ecke aus.

Ganz allgemein ist hier sehr viel auf Beatles getrimmt, um damit ein Geschäft zu machen. Gefühlt jeder Pakistani oder Inder, der einen Souvenir- oder Getränkladen betreibt, nennt diesen „Let it be Souvenirs“ oder „Yesterday Coffee“ oder ähnlich.

Und mein Hotel heisst auch nicht umsonst „Hard Days Night Hotel„. Das ganze Hotel ist auf Beatles getrimmt.
A Hard Days Night“ ist ein Lied, ein Album und ein Film der Beatles, die 1964 herauskamen. Alleine der Film, in dem sich die Beatles teilweise selbst auf die Schippe nahmen, spielte 11 Millionen Dollar ein.
Überall hängen Bilder oder sogar Originalfotos der Beatles. Das hoteleigene Restaurant ist thematisch auf „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ getrimmt.
In jedem Zimmer hängt mindestens ein grossformatiges Beatles-Bild. Über meinem Bett wachen John Lennon und Paul McCartney über einen tiefen Schlaf. 😉
Ein solches Themenhotel ist ganz nett. Und ich muss sagen, das hier ist ganz gut gemacht. Aber letzlich zählen die Freundlichkeit des Personals, die Sauberkeit, die Betten und das Frühstück mehr.
Auf Letzteres bin ich gespannt. Laut Hotel handelt es sich um ein grosses Buffet mit English-Breakfast. 🙂

Natürlich gibt es unzählige Geschäfte und „Museen“, die einem das ultimative, echte Beatles-Feeling verkaufen wollen.
Ich habe mich deshalb letzte Woche bei der Rezeption des Hotels erkundigt, was die mir empfehlen würden. Entsprechend habe ich einen Eintritt in „The Beatles Story“ gekauft und eine zweistündige persönliche Taxitour gebucht. Das werde ich am Donnerstag machen.
Morgen werde ich zwei Orte etwas erkunden: Am Morgen die Docks, und am Nachmittag habe ich eine Führung im Anfield Stadium gebucht. Nicht das mich Fussball plötzlich sehr interessieren würde. Aber das Anfield ist legendär und es ist auch für mich interessant, hinter die Kulissen eines solchen Stadions zu schauen.

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Stay tuned.

Island 2024: Die letzte Etappe

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Der Sturm hatte letzte Nacht ziemlich getobt und am Haus, in dem ich untergebracht war, gerüttelt. Irgendwann nach Mitternacht bin ich eingeschlafen und heute Morgen war alles ruhig.
Es wehte zwar immer noch ein kräftiger Wind, der so stark war, dass auf sich auf dem Meer Schaumkronen bildeten. Aber zum Einen war das nichts gegen gestern Abend, und zum Anderen weht in Island immer ein mehr oder weniger starker Wind.

Heute ging’s Richtung Süden, in die Nähe des Flughafens.
Die Fahrt verlief absolut problem- und ereignislos. Sogar mein Zeitplan ging voll auf:
Ich hatte ausgerechnet, dass ich in der Mitte der rund vierstündigen Fahrt ziemlich genau bei Restaurant Hraunsnef in der Nähe von Bifröst sein würde.
In Bifröst habe ich vor zehn Tagen meine Rundreise über Snæfellsnes und die Westfjorde begonnen. Und zum Hotel/Restaurant Hrausnef gehört ein Hof mit eigener Rinderzucht. Das ist in Island nicht so häufig anzutreffen. Entsprechend kriegt man im Restaurant nicht bloss Gerichte mit Fisch oder Lamm, sondern auch mit Rindfleisch, und das zum Mittagessen. 🙂
Also bin ich in Drangsnes um kurz vor 10 uhr losgefahren und war genau um 12:00 im Hraunsnef. 🙂

Nach dem Mittagessen habe ich den zweiten Teil der Strecke in Angriff genommen. Die Fahrt verlief auch jetzt problemlos.
Leidglich im Bereich der Hauptstadt geriet ich in einen kurzen Stau. Das ist dort nicht ungewöhnlich, wenn man bedenkt, das fast drei Viertel der Bewohner Island in der Hauptstadt oder in einer der umliegenden Gemeinden leben. Also auch hier wie beim isländischen Wetter: Menschleere Strassen und plötzlich ein dreispuriger Stau. Island ist halt voller Gegensätze. 😉

Das Wetter wurde umso besser, je weiter südlich ich kam.
Während im Norden noch dunkle Wolken am Himmer hingen, und ich gelegentlich durch einen kleinen Nieselregen fuhr, schien hier auf Reykjanes, der Halbinsel im Südwesten (auf der auch der intl Flughafen Keflavík liegt) die Sonne und kein Wölkchen trübte den Himmel.

Nun heisst es, die Koffer zu packen und früh ins Bett gehen.
Morgen um 05:00 fahre ich an den Flughafen, gebe mein Mietauto ab und meine Koffer auf.
Um 07:20 hebt mein Flug (Icelandair FI 568) Richtung Zürich ab.

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Blick aus dem Fenster beim Mittagessen

Stay tuned.