Eine lange Bahnfahrt

Die Bergenbahn von Bergen nach Oslo war mein heutiges Transportmittel.
Die Fahrt dauert etwas weniger als sieben Stunden, und ich hatte mich auf eine allenfalls langweilige Fahrt eingestellt, denn bei meiner Abfahrt um acht Uhr morgens regnete es in Bergen, und selbst die schönste Landschaft wird bei schlechtem Wetter unansehnlich.
Da war ich froh, bei meinem Platz eine Steckdose zu finden. So konnte ich im schlimmsten Fall den Laptop auspacken und ein paar Bilder bearbeiten oder mir mit surfen die Zeit vertreiben. Denn gratis WLAN gab es im Zug auch. 🙂

Ich brauchte aber keine Ablenkung. Denn es stellte sich heraus, dass mein Gegenüber im Zug auch ein alleinreisender Schweizer in gleichen Alter war. Man kannte sich vom Sehen vom Schiff, aber Kontakt hatten wir nie.
Wir haben gegenseitig von unseren Erfahrungen im Norden berichtet, wobei sein Erfahrungsschatz und ein Vielfaches grösser war, und ich etliche interessante Hinweise und brauchbar Tipps erhalten habe. So verging die Zeit fast wie im Flug.

Heute habe ich keine Bilder gemacht.
Denn auch einem fahrenden Zug heraus durch eine Fensterscheibe zu fotografieren macht das schönste Landschaftsbild kaputt.
Allerdings war die Landschaft sehenswert, denn nach einer halben Stunde klarte es auf und wir fuhren durch ein verschneites Südnorwegen mit einer Höhendifferenz von 0 bis 1222 m ü M (wir sind von einem Hafen zu einem anderen gefahren und dazwischen lagen Berge) auf dem ganzen Streckenprofil. Und im Landesinnern ist auch im Süden noch tiefster Winter mit Unmengen von Schnee und zugefrorenen Seen.

In Ermangelung neuer Bilder von heute habe ich nun ein paar weitere Bilder des 8., 9. und 10. Reisetags bearbeitet und in die entsprechenden Galerien hochgeladen.

Nun bin ich also in Oslo, und morgen werde ich nach Hause fliegen. Damit ist auch diese Reise schon wieder zu Ende.
Es wird noch einige Zeit dauern, bis alle Bilder sortiert, gesichtet, ausgewählt und bearbeitet sind. In den nächsten Wochen werden deshalb immer wieder Bilder in den Galerien zu finden sein.

Die Bahnhofshalle von Bergen
Die Bahnhofshalle von Bergen

 

Ein Tag in Bergen

Der heutige Tag in Bergen war regnerisch und, obwohl die Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt lagen, unangenehm kühl.
Die Kombination von Nässe und ein kühlem Wind ist deutlich unangenehmer als -25 Grad Celsius ohne Wind.

Aber hier liegt kein Schnee mehr und auf dem See Lille Lungegårdsvannet mitten in der Stadt liegt noch eine dünne Eisschicht, die sich aber auch schon auflöst.

Hansestadt

Trotzdem habe ich die Innenstadt zu Fuss erkundet.
Mir gefällt es hier. Die Stadt lebt und trotzdem ist es kein Grossstadtmoloch. Immer hin hat die Stadt gut 279’000 Einwohner und ist die zweitgrösste Stadt Norwegens.
Aber sie hat einen eigenen Charme, der nicht zuletzt der Architektur in der Innenstadt zu verdanken ist, an der die Stadt ganz klar als Hansestadt zu erkennen ist.
Man kann leicht erkennen, dass es Bergen immer gut gegangen ist. Man wurde offenbar durch den Handel innerhalb der Hanse wie andere dieser Städte reich.
Ein weiterer Pluspunkt ist die für eine so grosse Stadt geringe Verkehrsdichte. Die ist in meinen Augen in der Innenstadt definitiv viel geringer als in Zürich oder ähnlich grossen Städten, die ich kenne. Und die grosszügig angelegten Fussgängerzonen machen es einfach, sich in der Stadt zu Fuss zu bewegen, und man findet leicht ein ruhiges Plätzchen.

Die ersten bearbeiteten Bilder von Heute habe ich in eine entsprechende Galerie für den 10. Reisetag hochgeladen.

Die Bergenbahn

Morgen nehme ich die letzte Etappe in Norwegen in Angriff:
Ich fahre mit der Bergensbanen nach Oslo.
Das dauert nach Fahrplan rund sechseinhalb Stunden und soll eine der schönsten Bahnstrecken Europas sein.
Ich hoffe, dass einigermassen gutes Wetter herrscht, damit ich auch etwas sehe und fotografieren kann.
Ich bin gespannt. 🙂

Bryggen, das Hanseviertel von Bergen
Bryggen, das Hanseviertel von Bergen