Normandie 2026: Utah Beach

Heute habe ich damit begonnen, die historischen Orte der Invasion der Aliierten (Operation Overlord) in der Normandie zu erkunden, die am 6. Juni 1944 begonnen hatte und das Ende des 2. Weltkriegs einläutete.

Ich bin auf die Halbinsel Contentin gefahren, wo seinerzeit am frühen Morgen des 6. Juni die Angriffe aus der Luft begannen, und wo der westlichste Strandabschnitt der Landung (Operation Neptune) liegt, Utah Beach.

Zuerst fuhr ich nach La Cambe zum dortigen deutschen Soldatenfriedhof (franz. Cimetière militaire allemand de La Cambe). Dabei handelt es sich um eine deutsche Kriegsgräberstätte, auf der mehr als 21’000 deutsche Soldaten begraben liegen.

Von La Cambe ging es weiter nach Carentan-les-Marais zur „D-Day Experience“. Dieses entpuppte sich allerding als grosses, modernes Kino, in dem Filme über die Landung und den Kampf in der Normandie gezeigt werden. Nichts für mich. Schon eher für die Busladungen von Schülern und amerikanischen Rentnern, die hier in Scharen auftauchen.
Neben dem Museum gibt es eine kleine Ausstellung „Dead Man’s Corner„, die beschreibt, was am 7. Juni 1944 geschah, als Soldaten der 101. amerikanischen Luftlandedivison (101st Airborne Division -The Sceaming Eagles) auf einen Posten des deutschen Fallschirmjägerregiments 6 trafen. Diese Strassenecke im Nirgendwo war anschliessend während Tagen schwer umkämpft.
Wenigstens ein bisschen echte Geschichte…

Meine nächste Station war das Dorf Sainte-Mère-Église, das erste Dorf, dass bei dem Angriff der Alliierten befreit wurde.
Ich ging in erster Linie wegen der Kirche hin, an deren Turm tatsächlich eine Puppe eines amerikanischen Falslchirmjägers hängt, in Erinnerung an den Vorfall der Fallschirmjäger John Steele und Ken Russel, die bei Absprung am Morgen des 6. Juni 1944 am Kirchturm von Sainte-Mère-Église hängenblieben (und überlebten).
Ausserdem gibt es in dem Dorf gleich gegenüber der Kirche ein Airborne Museum, das detailliert den Angriff der ersten Welle auf das Dorf dokumentiert.
Die Kämpfe mussten damals sehr heftig gewesen sein. Die beiden amerikanischen Luftlandedivisionen der ersten Welle (82nd Airborne Division & 101st Aiborne Division) haben dabei fast die Hälfte ihres Bestandes verloren (gefallen, vermisst oder verwundet).
Zusammen mit den Verlusten der Deutschen liegen auf den Soldatenfriedhöfen rund um Sainte-Mère-Église insgesamt gegen 14’000 Soldaten begraben.

Weiter fuhr ich an die Küste, genauer an den Abschnitt Utah Beach, den westlichsten Landungabschnitt der Operation Neptune (die anderen Abschnitte waren Omaha, Gold, Juno & Sword), um erst einmal ein bisschen Meeresluft zu schnuppern.
Dabei machte ich einen kleinen Umweg nach Azeville, um die Batterie d’Azeville zu besichtigen.
Das ist eine eingebunkerte Artilleriebatterie des sogenannten „Atlantikwalls„, von der aus die Deutschen bei der Landung den Alliierten im Bereich des Utah Beach schwere Verluste zufügten. Azeville galt als eine Schlüsselstellung und konnte erst nach langen, schweren Kämpfen ausgeschaltet werden.

Meine letzter Halt war das „Musée du Débarquement de Utah Beach“, das ausschliesslich der Landung an Utah Beach und den daran beteiligten Verbänden gewidmet ist.
Die Leute, die dort arbeiten, sind es gewohnt, dass die Besucher englisch sprechen. Sie antworten jedem auf englisch, auch wenn dieser französisch spricht. 😉
Ich habe mich kurz mit einem Angestellten in einem Café unterhalten. Der hat mir gesagt, dass vor allem Amerikaner und Holländer das Museum besuchen würden. 85% ihrer Gäste würden englisch sprechen.
Die Wände dieses Cafés sind bedeckt mit Unterschriften von Veteranen der Landung, die als Besucher zurückgekehrt waren. Allerdings werden heute nicht mehr viele Veteranen leben, denn selbst wenn ein junger Soldat am D-Day 1944 18-jährig gewesen war, hätte er Jahrgang 1926 gehabt und wäre jetzt 100 Jahre alt. Das Durchschnittsalter der amerikanischen Soldaten im 2. Weltkrieg betrug aber 27 Jahre.

Morgen fahre ich zum Omaha Beach.
Dort befindet sich der Pointe du Hoc, ein Felsen am Strand, den die Soldaten des 2. Ranger-Batallions unter schwerem Feuer erklommen und neutralisiert hatten.
Ausserdem werde ich unter anderem einen amerikanischen Soldatenfriedhof aufsuchen und dort das Grab von Brigadier General Theodore Roosevelt jr suchen, dem ältesten Sohn das amerikanischen Präsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelt.

Stay tuned.

Normandie 2026: In der Normandie angekommen

Nun bin ich in Bayeux in der Normandie. Hier werde ich die nächsten sechs Nächte bleiben und von hier aus werde ich ab morgen meine Entdeckungstouren durch die Normandie beginnen.

Die dritte und letzte Etappe meiner Fahrt in die Normandie war mit 294 km die kürzeste. Dafür habe ich rund fünf Stunden gebraucht, wobei ich eine kurze Mittagspause mit Picknick eingelegt habe.
Auch heute habe ich alle Autobahnen gemieden und bin quasi über „Stock und Stein“ gefahren. So habe ich fast eine Stunde gebraucht, um aus Orléans herauszukommen, weil mich das Navi durch Quartierstrassen gelotst hatte. zum Glück war Samstagmorgen und es gab keinen Pendlerverkehr. 😉
Alles in allem war es wie bei den anderen beiden Etappen eine schöne und entspannte Fahrt.
Insgesamt war die Strecke, die ich in drei Tagen zwischen Zuhause und hier zurückgelegt habe, 940 km lang.

Nun bin ich im Hotel Campanile Bayeux abgestiegen. Hier übernachte ich diese Woche, bevor ich am Freitag weiter nach Pontorson fahren werde.

Bayeux war übrigens die erste Stadt der Normandie, die nach der Landung der Alliierten in der Normandie am 4.Juni 1944 von der deutscher Besetzung befreit wurde.
Die erste Stadt Frankreichs, die befreit wurde, war Ajaccio, die Hauptstadt Korsikas. Das geschah allerdings schon am 9. September 1943.
Die erste Gemeinde der Normandie, die befreit wurde, war Sainte-Mère-Église.
Dieses Dorf wurde durch den Film „The Longest Day“ (dt der längste Tag) aus dem Jahr 1962 bekannt.
Dort wurde die wahre Begebenheit gezeigt, wie ein amerikanischer Fallschirmjäger mit seinem Fallschirm am Kirchenturm von Sainte-Mère-Église hängen blieb und sich nicht befreien konnte, während unter ihm eine heftiger Kampf seiner Kameraden der 82. amerikanischen Luftlandedivision und den deutschen Besatzern tobte. Während im Film nur einer hängen blieb, waren es in Wirklichkeit zwei Fallschirmjäger. Beide überlebten den Zwischenfall.
Noch heute hängt in Erinnerung daran (und natürlich als Touristenattraktion) die Puppe eines Fallschirmjägers am Kirchturm von Sainte-Mère-Église. Es versteht sich von selbst, dass ich mir das anschauen will, wenn ich schon in der Nähe bin.

Ausserdem habe ich heute bei meiner Ankunft entdeckt, dass es wohl auch einiges in Bayeux zu sehen gibt, nicht nur den Teppich von Bayeux, der zum UNSECO Weltkulturerbe zählt. Alleine die Kathedrale ist sehenswert.
Das habe ich alles während der Vorbereitungen nicht gesehen. Da werde ich den Reservetag, den ich bei jeder Reise einbaue und nicht verplane, wohl in Bayeux verbringen.;-)

Stay tuned.

Normandie 2026: Die zweite Etappe

Nun bin ich in Ardon, in der Nähe von Orléans, ca 150 km südlich von Paris.

Für die zweite Etappe von 350 km habe ich über sechs Stunden gebraucht, allerdings mit drei Pause, einmal zum Tanken und zwei Mal um Mitagessen einzukaufen und auf einem Picknickplatz zu essen. Die effektive Fahrzeit dürfte etwas weniger als 5 Stunden betragen haben.

Wie gestern war das Wetter sehr schön: Sonne und strahlend blauer Himmel ohne die kleinste Wolke. Da ich wie gestern ausschliesslich auf Haupt- und Landstrassen gefahren bin (was auch der Grund für die längere Fahrzeit ist), konnte ich einen Tag mit einer entspannten Überlandfahrt geniessen.

Nun bin ich im Hôtel Mercure Orléans Portes de Sologne abgestiegen, einem Golferhotel der Accor Gruppe mit angeschlossenem Golfplatz. Das Bild unten zeigt die Sicht von meinem Zimmer im zweiten Stock.
Entsprechend sind auch die Gäste hier: Kaum jünger als ich, in gestylter Golfkleidung, die Golftasche auf Räder hinter sich her ziehend, Handy ständig am Ohr und teueren SUV auf dem Parkplatz. 😉

Die morgige dritte Etappe bringt mich über ca 380 km nach Bayeux, meinem Ziel in der Normandie.

Stay tuned.

Normandie 2026: Die erste Etappe

Nun bin ich in Frankreich.
Genauer auf dem Weg in die Normandie.
Dort will ich 10 Tage lang die historischen Orte besuchen, die beim Angriff der Alliierten am 4. Juni 1944 und den folgdenden Tagen und Wochen eine Rolle gespielt haben.

Die Anfahrt, und später auch wieder die Rückfahrt, fahre ich in drei Etappen mit je zwei Übernachtungen unterwegs.

Heute bin ich die erste Etappe gefahren.
Für die rund 300 km von zuhause nach Dole habe ich fast 7 Stunden (inkl 2 Stunden Pause) gebraucht, bei wunderbarem Wetter.

Ich bin zuerst nach Crémines gefahren und habe dort den Sikypark besucht. Ich habe einige Bilder der Tiere dort eingefangen und habe im Sikypark auch zu Mittag gegessen. Nach etwas mehr als zwei Stunden bin ich dann weiter.

Auf der Fahrt von Crémines nach Dole habe ich bewusst alle Autobahnen gemieden, und bin gemütlich über Land durch den schweizerischen und französoschen Jura entlang des Doubs gefahren. Hinter Saignelégier habe ich in Goumois den Doubs und damit die Grenze zu Frankreich überquert.

Die ganze Fahrt verlief problemlos. auch der Verkehr stellte kaum ein Problem dar. Am meisten Stau hatte ich auf der A1 zwischen Winterthur und dem Gubristtunnel… 😉

Heute übernachte ich am Stadtrand von Dole im Sure Hotel by Best Western Dole. Morgen geht’s dann weiter auf der zweirten Etappe bis in die Nähe von Orléans.

Stay tuned.

Dresden 2025: Neujahrstag

Dresden war heute morgen sehr ruhig.
Nicht nur verglichen mit der gesterigen Knallerei, und auch nicht nur, weil heute ein Feiertag ist. Wohl auch, weil die Leute nach der Sylvesterfete heute ausgeschlafen hatten.
Auf jeden Fall sassen um 11:00, als ich das Hotel verliess, immer noch viele beim Frühstück. 🙂

In Dresden war es heute den ganzen Tag trüb, aber trocken. Dazu wehte ein ziemlich bissiger Wind.

Dass alle Läden und viele Restaurants heute geschlossen waren, ist klar. Aber auch fast alle Museen waren heute geschlossen, und die Strassenbahnen fuhren in einer deutlich tieferen Frequenz.
Am Morgen waren die Strassen in der Stadt ziemlich leer. Auch weil die Weihnachtsmärkte auch geschlossen waren. Ab Mittag änderte sich das dann vor allem in der Altstadt und die Strassen und Gassen füllten sich.

Nach einem Spaziergang vom Bahnhof bis in die Altstadt und einigen Stationen dort (Frauenkirche, Fürstenzug und Sächsisches Ständehaus) besuchte ich das Residenzschloss, eines der wenigern geöffneten Museen.
Angesichts der kalten Witterung kann man sich vorstellen, dass ich nicht der Einzige war, der auf diese Idee kam. Aber das Residenzschloss ist gross genug, um auch diese Besuchermenge zu schlucken.

Das Residenzschloss Dresden ist die ehemalige Hauptresidenz der Kurfürsten und Könige von Sachsen in der Altstadt von Dresden.
Die Vierflügelanlage wurde 1548 durch Kurfürst Moritz im Renaissancestil begonnen und 1901 durch König Albert im Neurenaissancestil vollendet.
Nach der Zerstörung 1945 durch die allierte Bombardierung wurde das Residenzschloss seit 1986 für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wiederaufgebaut und ist inzwischen eines der meistbesuchten Museen der Stadt.
Hervorzuheben sind das Grüne Gewölbe, das Kupferstich-Kabinett, das Münzkabinett, die Rüstkammer und die Paraderäume Augusts des Starken. (Quelle: Wikipedia)
Ich habe mich gefragt, wie alle die Schätze gerettet werden konnten, die dort ausgestellt sind. Immerhin brannte das Residenzschloss bei den Bombenangriffen im Februar 1945 genauso wie die Frauenkirche, die Semperoper und der Zwinger bis auf die Grundmauern nieder.
Dass diese Gebäude wiederaufgebaut worden sind, weiss man. Schliesslich dauerte der Wiederaufbau der Frauenkirche bis ins 21. Jahrhundert.
Aber wenn die Sammlungen damals darin gewesen wären, würde man heute nichts mehr ausstellen können.
Ich bin der Sache nicht auf den Grund gegangen, aber die Ausstellungsstücke von heute müssen damals an einem völlig anderen Ort gelagert worden sein.

Das Mittagessen habe ich wiederum im Café des Sophienkeller im Taschenbergpalais eingenommen.
Ich liebe die sächsische Kartoffelsuppe mit Wurstscheiben. Sie schmeckt ausgezeichnet, und eine kleine Portion davon ist gerade richtig für ein kleines, aber sättigendes Mittagessen.
Da die Bäckerei Schwerdtner heute geschlossen war, hatte es dann leider am Nachmittag keinen Christstollen mehr zum Kaffee gegeben.

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich wieder in meinem warmen Zimmer mit der Auswertung und erster Bearbeitung der heutigen Bilder sowie mit Lesen.

Morgen soll es schneien. Je nach Wetterbericht am Nachmittag oder erst am Abend.
Da ein Flug morgen erst um 19:20 geht, werde ich mein Gepäck im Hotel einstellen und noch einmal in die Stadt gehen (im Verkehrsmuseum war ich auch noch nicht), bis ich gegen Abend den Zug zum Flughafen nehmen muss.

Stay tuned.

Kulturpalast Dresden

Dresden 2025: Sylvester

Am letzten Tag des Jahres hat es in Dresden am Morgen geschneit. Alles war weiss. Allerdings änderte sich der Niederschlag gegen Mittag, als es etwas wärmer wurde, in Schneeregen und am Abend regnete es nur noch. Der Schnee war am Nachmittag grösstenteils wieder aweggewaschen.

Wegen dem trüben Wetter habe ich mich enschlossen, das Deutsche Hygiene-Museum zu besuchen. Ich kannte dieses Museum von meinem ersten Besuch in Dresden 2002 bereits.
Es liegt gegenüber dem Grossen Garten, in dem heute natürlich auch nicht sehr viel los war. 😉
Und das Museum ist vom Bahnhof mit der Strassenbahn nach nur zwei Haltestellen bequem zu erreichen.
Man sieht dem Bau an, dass er aus DDR Zeiten stammt.
Ein grosser, klobiger, aber protzender Betonbau von aussen, und innen grosse, hohe Säle, wie ich sie auch in Prag und Budapest kurz nach der Wende in öffentlichen Gebäuden gesehen.

Im Deutschen Hygiene-Museum gibt es zwei Ausstellungen:
Die Dauerausstellung zum Thema menschlicher Körper, das menschliche Leben, die Gesundheit und die Krankheiten des Menschen. Darin werden zum Teil ältere Modelle von Körpern, Körperteilen und Krankheiten ausgestellt, und die Geschichte der Medizin, sowie die Geschichte der Gesundheitserhaltung (Sex, Ernährung, Fitness) und Heilung von Krankheiten gezeigt.
Die zweite Ausstellung ist eine befristete Sonderausstellung zum Thema „Freiheit“, wobei der Schwerpunkt hier auf der politischen Entwicklung im Ostblock nach dem 2. Weltkrieg (hauptsächlich Tschechoslowakei und Polen) liegt.
Dort habe ich mindestens eine Stunde mit einem der Museumsangestellten über Politik diskutiert. Dabei musste ich aufpassen, nicht zu sehr „westlich“ zu argumentieren.
Der Mann in meinem Alter war gebürtiger Dresdener, ex DDR, heute AfD und Russenfreund. Da kamen die bekannten Argumente wie zum Beispiel, dass ihm in der DDR nie etwas gefehlt hätte. Und auch dass die Russen vom Westen ungerecht behandelt und ausgeschlossen werden (die Armen). Auch für den russischen Überfall auf die Ukraine sowie die Annexion der Krim hatte er eine logische Erklärung. (sic!) Von seinen Ansichten über die Deutsche Regierung ‚mal ganz zu schweigen. Und Migranten waren sowieso an allem schuld. Auch wenn er sehr zurückhaltend und ohne Polemik argumentierte, war schon klar, wohin die Reise gehen sollte. Er war sehr höflich, aber unmissverständlich.
Ich wollte niemanden beleidigen oder sonst wütend machen. Also habe ich meine Argumente vorsichtig vorgebracht. Ich konnte die meisten seiner Argumente entkräften und er gab mir oft Recht. Ganz einfach, weil ich mehr Hintergrundwissen hatte als er. Aber das hat seine Einstellung mit Sicherheit nicht verändert.
Er war auch sehr interessiert daran, etwas über die Schweiz zu hören, die er nur aus dem Fernseh kannte.
Alles in allem hatten wir ein gutes Gespräch, bei dem ich viel über das Leben in der DDR von jemandem erfahren habe, der dort aufgewachsen ist.

Nach einer leckeren sächsischen Kartoffelsuppe im Museumscafé zum Mittagessen bin ich trotz des Schneeregens zu Fuss in die Altstadt gegangen und von dort in’s Hotel.
Allerdings musste ich kurz vor dem Bahnhof noch einen Zwischenstopp einlegen:
Wenn ich schon mal in Dresden bin, wollte ich unbedingt noch ein Stück Dresdner Christstollen mit Kaffee essen. In der Bäckerei Schwerdtner wurde ich fündig. 🙂

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich in meinem warmen Zimmer mit der Auswertung und erster Bearbeitung meiner Bilder sowie mit Lesen.

Schon um 17:30 hatte ich jedoch schon eine Reservation am Sylvesterbuffet im Hotel.
Das Buffet wurde aus Platzgründen wie auf einem Kreuzfahrtschiff in zwei Gruppen durchgeführt. Ich war in der ersten Gruppe von 17:30 bis 19:30 eingeteilt. Die zweite Gruppen bestand hauptsächlich aus zwei Reisegruppen mit deutschen Rentnern, die gestern angekommen waren.
Das Hotel hatte das Buffet Anfang Dezember per eMail angeboten und ich habe gerne reserviert, denn an Sylvester ist es erfahrungsgemäss recht schwierig, kurzfristig irgendwo einen Tisch zu kriegen
Das Buffet beinhaltete ein Salat- und Vorspeisenbuffet, vier verschiedene Hauptgerichte sowie zwei verschieschdene Desserts. „All you can eat“ zum Pauschalpreis. Lediglich die Getränke mussten separat bezahlt werden.
Es hat sehr gut geschmeckt.

In der Stadt knallt es seit dem Nachmittag ununterbrochen.
Nicht nur wegen des Regens werde ich darauf verzichten, noch einmal in die Stadt zu gehen. Die Hotspots wie der Theaterplatz (gleich bei der Semperoper) oder der Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche sind komplett überfüllt. Die Strassenbahnen fahren die Haltestelle am Theaterplatz heute Abend gar nicht mehr an.
Den Trouble brauche ich nicht mehr. 😉

Morgen ist auch Niederschlag angesagt, aber es soll auch trockene Phasen geben.
Ich werde am Morgen in die Altstadt gehen und erwarte etwas weniger Menschen als heute. 😉

Stay tuned.

Deutsches Hygiene-Museum Dresden

Dresden 2025: Zoobesuch

Heute habe ich wie geplant den Zoo Dresden besucht.
Wie beim Militärhistorischen Museum der Bundeswehr liegt mein letzter Besuch auch beim Zoo 23 Jahren zurück.
Da ist klar, dass sich der Zoo verändert hat. 🙂
Auch klar ist, dass viele Tiere nicht in den Aussengehegen zu sehen sind, wenn sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt herum bewegen.

Das Wetter war wiederum anders, als gestern im Wetterbericht angezeigt: Sonnenschein.
Heute war ein schöner Tag.
Allerdings war auch der bissige kalte Wind, der trotz Sonne Winterkleider mit Kappe und Handschuhen nötig machte.

Der Zoo ist nicht sehr gross, und leider ist das Terrarium dauerhaft geschlossen. Was ich natürlich besonders bedaure.
Das Gebäude war alt und verursacht hohe Energiekosten, die laut Zooleitung nicht mehr zu verantworten waren. Eine Renovierung hätte sich wohl auch nicht mehr gelohnt.
Damit hat der Zoo Dresden die Reptilienhaltung leider wohl weitgehenst aufgegeben. Ein kleine Anzahl Reptilien wurde in anderen Gebäuden untergebracht. Aber die kann man an einer Hand abzählen.
Schade, aber vom wirtschaftlichen Standpunkt verständlich.

Trotzdem kann man im Zoo Dresden eine Vielfalt von Arten beobachten. Und ich habe Arten entdeckt, die ich in anderen Zoos noch nicht gesehen habe.
Ich war erstaunt, Elefanten, Geparde, Zebras und auch Löwen draussen anzutreffen.
Alle diese Tierarten stammen aus Afrika, wo es bekanntermassen nur in grossen Höhen wie dem Kilimandscharo Schnee und Eis gibt. Aber während die Elefanten ungeduldig vor den Toren zum Innenbereich des Afrikahauses warteten, weil sie wohl an die Wärme wollten, haben die anderen der genannten Tiere völlig entspannt gewirkt.

Mir ist aufgefallen, dass viele Familien mit kleinen Kindern den Zoo besuchten. Alle diese Kinder waren ein bis zwei Jahre alt.
Später habe ich erfahren, dass die Stadt Dresden jeder Mutter, die in Dresden entbindet, zur GEburt des Nachwuchses Zootickets schenkt. Ein nette Geste der Stadt. 🙂
Auch heute hier in Dresden waren aber nicht die Kleinen das Problem. 😉
Oft waren die Eltern diejenigen, die alles blockierten und versuchten, ihren kleinen Nachwuchs dazu zu bringen, sich ein Tier anzusehen, obwohl das Kind offensichtlich nicht daran interessiert war.
Den Vogel schoss eine Familie mit Teenagern ab, die vor der Scheibe zu einem Gehege der Brühlaffen lagerte und dort nicht nur ihre Kleider und Rucksäcke deponierte, sondern ungeniert ihr mitgebrachtes Essen auspackte und ein Picknick veranstaltete.
Andere Besucher hatten keine Chance, einen Blick auf die Affen zu werfen. Erst nach eine halben Stunde packte die Bande zusammen, und ich konnte ein Bild der Brühlaffen machen. 😦
Wie wollen die Kids Anstand und Rücksicht lernen, wenn ihnen das Muttertier etwas anderes vorlebt? Die Worte, die mir vor Ort in den Sinn kamen, will ich hier nicht wiederholen. 😉

Nach ca zweieinhalb Stunden hatte ich über 400 Bilde im Kasten (von 49 verschiedenen Tierarten), und ich fuhr zurück in die Stadt, um in eine Café etwas Kleines zu essen.

Später, gegen 16:00, war ich zu einem frühen Abendessen mit einer alten Bekannten verabredet. Sie lebt hier und wir hatten uns sechs Jahre nicht mehr gesehen. War ein schöner und interessanter Abend. 🙂

Stay tuned.

Afrikanischer Löwe

Dresden 2025: Stadtbummel

Heute habe ich wie geplant in Dresden das Militärhistorische Museum der Bundeswehr besucht.
Es versteht sich von selbst, dass sich das Museum in den 23 Jahren seit meinem letzten Besuch komplett gewandelt hat.
Da gibt es nicht nur ein neues Ausstellungkonzept. Das Museum wurde total umgebaut.
Auf vier Stöcken wird die Militärgeschichte Deutschlands von 1300 bis ins letzte Jahrhundert dargestellt und erläutert.

Als ich kurz nach 10 am Morgen in meinem Hotel aufbrach, waren die Strassen und Gehwege noch ziemlich glitschig. Es hatte leichten Nieselregen und in der Nacht (und am Morgen auch noch) herrschten Minusgrade. Da musste man vorsichtig sein, um nicht auszurutschen. Ich war froh, dass die Tramhaltestelle nur einige Meter vom Hotel entfernt ist. Und das ganze Gelände rund um das Museum war mit Rollsplitt bestreut.
Ich war etwas länger als 2 Stunden im Museum und als ich wieder heraus kam, hatte es immer noch Schneeregen. Aber die Temperaturen waren gestiegen und der Boden nicht mehr vereist.

Eigentlich ist es hier in Dresden nicht wirklich kalt.
Immer um den Gefrierpunkt, was man mit der richtigen Kleidung sehr gut ertragen kann. Das Problem sind recht scharfe und kalte Winde, die in der Stadt wehen. Damit wird die gefühlte Temperatur (die Amis nennen das „Wind Chill Factor„) um einiges tiefer.
Das Wetter wechselte während des Tages immer wieder. Von strömendem Regen (gerade eben, als ich vom Abendessen ins Hotel zurück kam) über leichten Schneeregen bis zu kurzem Sonnenschein war alles dabei.

Trotz des Wetter ist die Stadt voll mit Touristen. Vorallem in der Innestadt sind die Gassen und Weihnachtsmärkte voll von Menschen.
Auf dem Rückweg vom Museum bin ich beim Goldenen Reiter ausgestiegen, bin über die Augustusbrücke gegangen und habe die grossen Touristenhotspots in der Innenstadt abgeklappert:
Katholische Hofkirche, Semperoper, Zwinger, Fürstenzug und Frauenkirche.

Dabei zeigte sich, dass ab 15:00 das Licht immer schwächer wurde und ab 16:00 trotz aller Tricks ohne Stativ keine vernünftigen Bilder mehr möglich waren.
Also ging ich zurück zum Hotel. Ich war gute sechs Stunden in der Stadt unterwegs und nun schmerzten nicht nur meine Füsse. Auch mein Rücken reklamierte ob der ungewohnt langen Tour.

Morgen soll es hier schneien. Gestern hiess es noch, am Mittwoch wäre das Wetter deutlich besser als heute. Leider weit gefehlt.
Wobei mir Schneefall viel lieber ist als Regen. Ich werde den geplanten Zoobesuch trotzdem machen. Mal schauen, wie das so ist und wie viele Tiere man sehen wird. 😉

Stay tuned.

Das militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden

Dresden 2025: Angekommen

Heute bin ich nach Dresden geflogen.
23 Jahre nach meinem ersten und 9 Jahre nach meinem letzten Besuch bin ich wieder hier. Dieses Mal, um den Jahreswechsel hier zu verbringen.

Die Reise verlief angenehm und reibungslos.
Da ich wieder einmal mit SWISS geflogen bin, konnte ich meinen Koffer vorzeitig, das heisst bereits am Morgen, aufgeben und dann mit leichtem Handgepäck mit Bus und Bahn am Nachmittag entspannt zum Flughafen fahren.

Am Flughafen war einiges los, aber bei der Sicherheitskontrolle und am Gate hatte es viel weniger Leute als erwartet. Hingegen musste ich am Morgen bei der Gepäckaufgabe mehr als eine halbe Stunde anstehen, bevor ich meinen Koffer an der automatischen Gepäckaufgabe loswurde. 🙂

Mein Flug von Zürich nach Dresden war ausgebucht, hauptsächlich mit deutschen Rentern, wie mir schien.
Das Boarding verlief rasch und sehr disziplinert.
Der Flug selbst war kürzer als vorher angezeigt. Nach einer Stunde und 14 Minuten landeten wir in Dresden.
Auch hier lief alles ruhig und rasch. Das Gepäck kam ebenfalls recht schnell auf dem Band (mein Koffer als Erster) und ich hatte sogar noch Zeit, mir einer Wochenkarte für den öV in Dresden zu kaufen, bevor ich die nächste S-Bahn in die Stadt erwischte.
Unter dem Strich checkte ich in weniger als einer Stunde nach der Landung im Hotel ein. 🙂

In Dresden ist es kalt, aber trocken. Es hat aber keinen Schnee hier. Der soll laut Wetterbericht an Sylvester kommen.
Morgen soll es Niederschlag geben. Deshalb habe ich mich entschieden, das Militärhistorische Museum der Bundeswehr zu besuchen.
Am Mittwoch soll das Wetter deutlich besser sein. Dann ist der Zoobesuch eingeplant. Dazwischen natürlich immer wieder ein Stadtrundgang mit der Kamera und je nach Lust und Laune (und Öffnungszeiten) ein Museumsbesuch.

Stay tuned.

Hauptbahnhof Dresden

Flussschifffahrt 2025: Baden-Baden

Nun fahren wir in die letzte Nacht. Unser Schiff wird weiter rheinaufwärts fahren, bis wir im Laufe des Morgens in Basel anlegen werden. Dann ist diese Reise zu Ende und ich werde mit dem Zug via Zürich nach Hause fahren.

Heute haben wir nach dem Mittagessen in Plittersdorf angelegt, um die Teilnehmer des Ausflugs nach Baden-Baden aussteigen zu lassen.
Kaum waren alle Ausflügler von Bord, legte das Schiff sofort wieder ab und fuhr weiter bis Kehl, wo wir am Abend wieder an Bord gehen würden.
Doch zuerst fuhren wir mit einem Bus nach Baden-Baden. Dort hatten wir für einmal keine Führung, sondern hatten drei Stunden Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Die Stadt präsentiert sich als Bäder- und Kurstadt.
Wenn man sich die Schaufensterauslagen und auch die Autos in den Strassen auschaute, kriegte man sehr schnell den Eindruck von „teuer“, „reich“ und „Luxus“. Dazu gehörte natürlich auch das Casino, welches im marmorweissen Kurhaus untergebracht ist.
Baden-Baden hat auch einen sehr schönen, alten Park, der einer der grössten und schönsten in ganz Deutschland sein soll. Alles wirkt sehr gepflegt.
Daneben gibt es auch Museen (unter anderen ein Fabergé-Museum) und ein grosses Theater. In den Strassen, besonders in der Fussgängerzone, gibt es viele Strassencafés und auch gehobene Speiserestaurants. Im PArk und um das Kurhaus herum stehen zur Zeit auch mehrere Bühnen, auf dem verschiedene Veranstaltungen stattfinden.
Besonders fiel mir ein Schaufenster im Haus Goldenes Kreuz auf. Darin standen nämlich ein silbergrauer Aston-Martin DB5 Cabrio (James Bond hatten den gleichen, aber mit Hardtop), sowie eine kleinere Version (ca 60% der Originslgrösse), als quasi ein Aston-Martin für Kinder. Der Kleine war mit EUR 115’000.– angeschrieben, der Grosse hatte kein Preisschild…
In der Evangelischen Stadtkirche, die gleich neben dem Treffpunkt für unseren Bus lag, kam ich noch eine den Genuss des letzten Teiles eines kleinen Orgelkonzerts. Nichts offizielles. Offenbar hatte die Organistin etwas geübt. Die Kirche hatte aber eine tolle Akustik.

Um 17:15 ging’s dann mit dem Bus weiter nach Kehl, wo wir um 18:00 praktisch zeitgleich mit der MS Edelweiss eintrafen. Entsprechen rasch konnten wir alle wieder an Bord und das Schiff legte nach nur ein paar Minuten wieder ab.
Es folgte der Abschieds-Apéro und das letzte Nachtessen an Bord.

Morgen müssen bis 08:00 alle Koffer vor den Kabinen bereitstehen, damit die Crew sie bei der Ankunft in Basel von Bord bringen kann. Wir müssen die Koffer nicht selbst zur Strasse hochschleppen.
Bis 09:00 müssen die Kabinen geräumt sein und die Passagiere können an Deck und im Salon warten, bis wir von Bord gehen können.

Stay tuned.

Kurhaus Baden-Baden