Norwegen 2022: Tote Hose in Kristiansund

Flagge_NorwegenVorgestern habe ich die Umgebung von Kristiansund erkundet. Bei schönstem Wetter, das bis heute anhält.

Mir fiel relativ schnell auf, dass an einem Donnerstag um 10:00 nicht wirklich viel los war. Kaum Autos in den Strassen, auch keine Leute. Und alle Geschäfte sowie viele Restaurants waren geschlossen.
Später erfuhr ich, dass in Norwegen auch der Gründonnerstag ein Feiertag ist. Zudem läuft in Norwegen in den Bergen die Skisaison immer noch auf Hochtouren. Die Norweger verbringen die Osterferien daher am liebsten in den Bergen beim Skifahren. Die Orte an der Küste haben kaum Feriengäste.
Da aber sehr schönes Wetter herrschte, fuhr ich in der Umgebung der Stadt herum und besuchte einige Orte ausserhalb. Eine davon ist ein Hügel mit einem Aussichtsturm, der Varden. Das war früher ein Wachtturm mit einem herrlichen Überblick über die Stadt. Und die Gegend dort ist ein schönes Naherholungsgebiet mit mehreren Süsswasserseen.
Mein Hotel, das Quality Grand Hotel Kristiansund, war übrigens das einzige Hotel in Kristiansund, das geöffnet hatte. Wegen der geringen Gästezahl waren alle anderen Hotels geschlossen und deren Gäste ins Quality Grand Hotel Kristiansund verlegt worden.

Gestern ging es dann weiter nach Ålesund. Da die Strecke mit ca 165 km relativ kurz war, nahm ich mir Zeit und fuhr erst gegen 10:00 in Kristiansund los. Ausserdem wählte ich eine etwas längere Route, damit ich einen Teil des Atlanterhavsveien (dem sogenannten „Atlantic Highway“) fahren konnte. Diese Strasse führt entlang der Küste über mehrere Inseln, die mit Brücken verbunden sind. Man hat dabei praktisch immer einen Blick auf den offenen Atlantik.
Eine dieser Brücken ist die Storseisundbrua, welche wegen ihrer etwas ungewöhnlichen Bauweise im Internet einige Bekanntheit erlangt hat. Sie hat sogar einen eigenen Eintrag bei Wikipedia.
Tatsächlich sieht sie etwas verrückt aus, wenn man von Norden auf sie zufährt. Beim Überqueren merkt man davon aber nicht viel. Sie ist halt in einem hohen Bogen gebaut, damit Schiffe unter ihr durchfahren können.
Weiter hatte ich eine wunderschönes Fahrt in einem Wechsel von Küste zu Bergpässen mit viel Schnee. Auch die Überfahrt mit der Fähre von Molde nach Vestnes war sehr ruhig.

Nach der Ankunft in Ålesund erkundet ich ein wenig die Innenstadt. Hier waren definitiv mehr Leute (Touristen) in den Strassen und es fuhren auch mehr Autos. Und der Hafen war voll mit grossen Privatyachten, deren Besitzer auf den Schiffen das Wetter genossen. Trotzdem waren auch hier alle Läden und einige Restaurants geschlossen. Immerhin war ja Karfreitag. Man erzählte mir, dass dieses Gegend hier die strikteste in ganz Norwegen sei, wenn es um Feiertage gehe.
Als ich dann ein offenes, irisches Pub fand, musste ich einmal mal mehr feststellen, dass nicht immer das drin ist, welches draufsteht. Als ich nämlich ein „Shandy“ (Panaché) bestellte, wusste weder die Bedienung noch einer der Gäste, was das ist. Als ich es erklärte und anmerkte, dass das aus England und Irland kommt, sagte man man mir, dass das hier Norwegen sei und man hier Bier trinke. Auf meine Bemerkung, dass aber da draussen an der Türe doch Irish Pub stünde, wusste niemand mehr eine Antwort…

Heute will ich die Umgebung von Ålesund ein wenige erkunden. Es gibt auch hier Aussichtspunkte, von denen man über die ganze Stadt sieht.

Die ersten Bilder aus Kristiansund und Ålesund sowie von unterwegs habe ich auf den Server geladen.
–> Galerie Norwegen 2022

Stay tuned.

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