
Erst einmal ein bisschen Statistik:
Heute bin fast zwei Wochen in Schweden unterwegs (morgen ist der 14. Tag). Ich habe die 2’000 km geknackt und heute habe ich meine erste Speicherkarte gefüllt: 2’524 Rohbilder habe ich mit der Hauptkamera geschossen. Das sind 240 GB Daten. 😉
Der Weg von Norrköping nach Linköping, wo ich heute übernachte, ist ziemlich kurz; bloss ca 50 km. Also kein tagfüllendes Programm.
Deshalb bin ich am Morgen erst einmal in den Kolmården gefahren, ca. eine halbe Autostunde östlich von Norrköping.
Dort liegt der Kolmårdens djurpark (Kolmårdens Tierpark) und das Tropicarium Kolmården.
Leider hatte der Zoo geschlossen. Er öffnet erst in drei Tagen wieder. Eigentlich schade, denn es scheint sich um einen grossen Zoo zu handeln, in dem es viel zu sehen geben würde. Schon allein die Grösse des Parkplatz ist beeindruckend.
Aber das Tropicarium hatte offen. Also blieb ich dort bis nach dem Mittag und versuchte, möglichst viele gute Tierbilder zu schiessen. Das ist besonders bei Reptilien wegen der Lichtverhältnisse in den Terrarien nicht immer einfach. Bei den Fischen ist es wegen der dicken Glaswände der Aquarien und der Lichtverhältnisse fast unmöglich.
Ich ging erst wieder, als meine Speicherkarte voll war (siehe oben).
Naja, vielleicht war es gut so. Sonst hätte ich allenfalls noch mehr Zeit dort verbracht. Aber geärgert habe ich mich über mich selbst dann doch. Ich hatte die Speicherkarte nicht überprüft, bevor ich rein ging. Und liess die Ersatzkarten deshalb im Auto zurück. Unverzeihlich!!!
Nach dem Mittag machte ich dann den Abstecher nach Norden. Wie geplant habe ich eine sehr schöne Strecke über Land fahren können, bis fast nach Örebro.
Eine schöne, aber auch entspannte und ereignislose Fahrt von mehreren Stunden.
Bis auf ein kleines, aber sehr nettes Detail: Auf der Suche nach einem Café (um eine Pause zu machen), bin ich mehrfach von meiner Route abgewichen und durch verschiedene Dörfer gefahren. In Odensbacken fand ich das Restaurant ZEUSMat, ein griechisches Restaurant mitten im schwedischen Hinterland.
Es stellte sich heraus, dass die Besitzer echte Griechen waren, die mir stolz einen griechischen Kaffee mit griechischem Gebäck anboten. Kosten? Ganze 25 schwedische Kronen. Das sind ca CHF 2.10.
Das war der billigste Kaffee, den ich seit Jahren in einem Restaurant hatte. Und er war sehr gut, kein löslicher Kaffee aus der Thermoskanne.
Nun bin ich also hier in Linköping im Park Hotell Linköpings Fawlty Towers abgestiegen.
Offenbar war der erste Besitzer ein riesiger Fan der Serie von John Cleese (alias Basil Fawlty) und liess sich bei der Einrichtung von eben dieser Serie inspirieren.
Das Hotel hat dadurch den Charme des Fawlty Towers Hotel aus der Serie.
Halt wie in den 60er und 70er Jahren. Zudem ist es mit vielen Kleinigkeiten dekoriert, wie zum Beispiel ein altes Telefon aus dem vorletzten Jahrhundert. Und auf der Treppe wacht eine vollständige, lebensgrosse (wenn auch nicht echte) Ritterrüstung. Und logischerweise hat das Hotel keinen Aufzug. Man muss seine Koffer selbst noch oben ins Zimmer schleppen. Sogar der Elchkopf, der in einer der Folgen der Serie eine Rolle spielt, hängt über der Rezeption.
Das Hotel hat auch eine kleine Karte für das Abendessen. Die besteht in erster Linie aus Hausmannskost. Ich hatte heute Abend Pyttipanna.
Das sind kleine Kartoffelwürfel mit Speckwürfel gebraten. Dazu gibt es Rote Beete und Spiegeleier. Das war ein tolles Abendessen und ein hoch willkommene Abwechslung zu dem, was ich unterwegs sonst so esse.
Hier gefällt es mir. Schade, dass ich nur eine Nacht hier bin.
Übrigens: Heute war wieder Prachtwetter. 21 Grad und Sonnenschein. 🙂
Morgen fahre ich auf die nächste Insel der Tour: Öland.