
Sonntag in Helsingborg bedeutet vor allem eines: Ruhe.
Da ist nicht viel los. Die meisten Läden und viele Restaurants sind geschlossen. Sogar in meinem Hotel ist die Hotelbar und das Restaurant am Sonntag geschlossen. Auch auf den Strassen ist spürbar weniger Verkehr unterwegs.
Einzig die Fähren von und nach Helsingør fahren den ganzen Tag schön regelmässig ca alle halbe Stunde.
Helsingborg in Schweden und Helsingør in Dänemark liegen einander gegenüber an der Stelle, an der der Öresund am schmalsten ist, nämlich knapp 4 km. Bei gutem Wetter sieht man von hier aus die Türme des Schlosses Kronborg in Helsingør.
Hier herrscht strahlender Sonnenschein, und ohne den Wind, der hier völlig normal zu sein scheint, wurde es am Nachmittag bis zu 23 Grad Celsius. Wetterberichte melden bis mögliche 27 Grad in den nächsten Tagen.
Allerdings traue ich denen nicht mehr so richtig. Für heute waren maximal 19 Grad angesagt. Also habe ich meine Softshell-Jacke angezogen, als ich aus dem Hotel ging. Und was soll ich sagen? Ich habe schon nach einer halben Stunde angefangen zu schwitzen. 😦
Zurück ins Hotel, um mich umzuziehen, war mir zu weit und zu mühsam. Meine Lösung sah anders aus: Ich setzte mich wenn immer möglich dem Wind aus und blieb im Schatten. So hatte ich es immer schön kühl.
Ich war etwas über 4 Stunden in der Stadt unterwegs, die einen sehr modernen und neuen Eindruck macht. Natürlich habe ich nur den Bereich entlang des Hafens (und ein bisschen der unteren Stadtteile) gesehen. Aber die Stadt machte mir den Eindruck einer aktiven Stadtentwicklung. Sehr viele Neubauten an bester Lage, insbesondere beim Yachthafen. Ich frage mich, was es wohl kostet, dort zu wohnen.
Der Yachthafen war übrigens voll. Vor allem kleinere und grössere Segelyachten prägten das Bild. Aber es hatte auch einige richtig grosse Motoryachten. Aber alle Yachten, die ich gesehen hatte, waren in Schweden oder Dänemark registriert. Da war keine aus den Bahamas oder einem anderen Steuerparadies, wie man sie am Mittelmeer oft antrifft.
Natürlich habe ich den Kärnan besucht, einen alten Turm, der in den Resten der alten Stadtbefestigungen steht. Dort wo früher auch eine Burg stand, ist heute ein Park, der Slottshagen.
Zum Kärnan und den Slottshagen gelangt man über die Treppenterrassen.
Für die gesamte Anlage habe ich in verschiedenen Beschreibungen immer wieder die Bezeichnung „Kern oder Wahrzeichen von Helsingborg“ gelesen.
Ebenfalls sehenswert ist das Rathaus von Helsingborg. Der imposante Bau mit seinem 65m hohen Turm ist so ziemlich das Erste, das einem auffällt, wenn man in die Stadt. Der Turm verfügt über ein Glockenspiel, das jeweils um 9, 12, 15, 18 und 21 Uhr spielt.
Das Rathaus stammt aus dem 19. Jahrhundert. Trotzdem wird es als Symbol für das sich modernisierende Helsingborg angesehen, während der Kärnan das alte Helsingborg ist.
Die beiden Bauwerke stehen im Übrigen nah beieinander. Vom Slottshagen sieht man gut auf das Rathaus hinab.
Den Rest des Tages verbrachte ich vorwiegen am Hafen und tat, was die Einheimischen auch taten: Spazieren und in einem Café an der frischen Luft den Sonntag geniessen.
Morgen muss ich mir wohl erst einen neuen Mietwagen organisieren.
Ich werde zu Europcar fahren. Und wenn klar ist, dass ich den Wagen unmöglich noch eine Woche über 1’000 km fahren kann, kriege ich entweder von denen einen neuen Wagen, oder ich finde bei einer anderen Firma einen Mietwagen, mit dem ich den Rest der Strecke bis Göteborg fahren kann.
Alles in allem sollte ich morgen Abend in Växjö im Hotel einchecken. Auf jeden Fall habe ich heute eine SMS mit deren Buchungsbestätigung bekommen. 🙂