Skandinavien 2023: Göteborg zum Zweiten

Flaggen_Schweden_Dänemark

Heute habe ich ausgeschlafen. 😉
Frühstück erst um 09:30. Das passiert selten, weil ich ja nicht die ganze Reise verschlafen, sondern möglichst viel sehen will. 🙂
Ausserdem sind die Frühstückszeiten in den meisten Hotels so gelegt, dass es eigentlich nur am Wochenende möglich ist, auszuschlafen.
Aber da ich gestern schon in der Stadt war, und da ich genau wusste, wohin ich heute wollte, und weil nicht mit Spitzenwetter zu rechnen war (in der Nacht hat es ausgiebig geregnet), und weil ich morgen schon um 06:00 aufstehen muss, blieb ich heute so lange wie möglich liegen, ohne das Frühstück zu verpassen.

Nach dem Frühstück machte ich mich mit der Kamera auf in Richtung Wasser. 🙂
Mein Ziel war das Marinemuseum im Hafen. Aber ich streifte erst noch ein wenig durch die Stadt, auf der Suche nach ein paar Motiven. Dazu gehören in einer Stadt immer auch die sogenannten „Menschen auf der Strasse“. Das sind Bettler, Obdachlose, Strassenmusiker, Schausteller, Nepper, Spieler und auch moderne Missionare.
Seit ich 1986 im Londoner St. James Park mit meiner analogen NIKON FE die ersten dieser Bilder schoss, hat sich bei mir im Laufe der Zeit ein umfangreiches Archiv an schwarz/weissen Bildern angesammelt, das ich unter dem Titel „Menschen auf der Strasse“ auf meiner Homepage in eine Galerie geladen habe.
Heute sind dort drei neue Bilder dazugekommen.

Unten am Hafen, gleich neben der Oper fand ich dann Maritinam, das Marinemuseum von Göteborg.
Im Gegensatz zum Marinemuseum in Karlskrona, das in einem grossen Gebäude untergebracht ist und mehrere Ausstellungen hat, besteht das Maritiman darin, dass mehrere ausser Dienst gestellte Schiffe miteinander vertäut am Pier liegen. Diese Schiffe können selbst erkundet werden, und an Bord findet man immer wieder Tafeln, welche zum Einen die Schiffe vorstellen und zum Anderen Details zum Einsatz oder, bei Kriegsschiffen, zur Bewaffnung geben.
Das grösste Schiff, das dort liegt, ist der Zerstörer HMS Småland. Er ist die Hauptattraktion des Museums. Der letzte Zerstörer der schwedischen Marine, der noch existiert, wurde 1979 ausser Dienst genommen. Zerstörer waren sehr schnelle, schwer bewaffnete Kriegsschiffe. Man sieht schon von aussen, dass die Småland vor Waffen nur so strotzte. Diese Schiffe waren gebaut worden, um auf See seinen Willen durchsetzen und Handelsschiffe vor Angriffen schützen zu können.
Daneben liegen noch ein Schlepper, ein U-Boot, ein Vorpostenboot, Löschboot und ein sogenanntes Feuerschiff. Letzteres war nicht anderes als ein schwimmender Leuchtturm, der andere Schiffe von Untiefen warnen sollte.
Als ich die deutsche Bezeichnung und Beschreibung dieses Schiffs im Museum las, erinnerte ich mich an einen Roman mit dem Titel „Das Feuerschiff“ von Siegfried Lenz, den wir in der Mittelschule lesen mussten. Ich erinnere mich allerdings nicht mehr an den Inhalt des Buches. Ist ja schliesslich schon über 40 Jahre her… 😉

Der Himmel war den ganzen Tag bewölkt, auch wenn der Wind die Wolken umher blies. Gelegentlich nieselte es. Aber niemals so stark, dass man einen Regenschirm gebraucht hätte. Und die Temperaturen waren wie gestern gerade noch warm genug, dass man in T-Shirt und Short raus konnte.

Ich machte danach einen gemütlichen Spaziergang durch die gegen Mittag doch recht hektisch gewordene Stadt, suchte noch ein paar interessante Sujets (sprich „Menschen auf der Strasse„), und genehmigte mir auch noch einen schönen Kaffee.

Den Rest des Tages verbrachte ich mit Lesen in verschiedenen Restaurants und mit der Bearbeitung erster Bilder von heute. Diese sind wie immer in der Schweden/Dänemark Galerie hochgeladen.

Morgen setze ich meine Reise fort.
Um 09:00 fährt die Fähre nach Dänemark los. Einchecken ist ca eine Stunde vorher.
Die Überfahrt dauert bloss 3 Stunden. Ich hoffe auf ruhiges Wetter. Abgesehen von einem gewissen Regenrisiko sagt die Wettervorhersage aber nichts Besonderes.
Kurz nach Mittag sollte ich dann in Frederickshavn auf dänischen Boden kommen.

Stay tuned.

2 Gedanken zu “Skandinavien 2023: Göteborg zum Zweiten

  1. Nepper sind Trickbetrüger, die mit Täuschung und Spielmanipulation den Leuten auf der Strasse das Geld aus der Tasche ziehen. Die bekannten Hütchen-Spieler laufen in dieser Kategorie. 🙂

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