
Die heutige erste Etappe in Dänemark begann völlig untypisch mit einer Taxifahrt.
Da ich bei der Organisation der Reise vor mehr als einem halben Jahr in Frederikshavn keine Autovermietung fand, die national operiert (das heisst ich kann den Mietwagen woanders zurückgeben als ich ihn übernommen habe), musste ich meinen Mietwagen am Flughafen in Aalborg bestellen und einen Transport von Frederikshavn nach Aalborg organisieren.
Ich fand im Netz ein Taxiunternehmen, welches solche Airportshuttles zu einem Fixpreis anbot.
Also bin ich heute erst einmal Dreiviertelstunden und 65km mit dem Taxi nach Süden gefahren, habe meinen Mietwagen übernommen und bin dann wieder in den Norden gefahren. 😉
Ich habe gemerkt, dass ich mich in den letzten fünf Wochen in Schweden an einiges gewöhnt habe, das nun anders ist.
Zum Beispiel gilt in Dänemark innerorts so generell einen Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h, dass das am Ortseingang nicht signalisiert wird. Das Ortsschild markiert den Beginn der 50er Zone. Anfang wunderte ich mich über die blinkenden Geschwindigkeitstafeln („Sie fahren ….“ und ein Smiley oder eben nicht). Nun hab ich’s begriffen. 😉
Viel einschneidender ist der Umrechnungskurs der dänischen Krone zum Franken. Die dänische Krone ist viel stärker als die schwedische Krone. Für die Schweden ist Dänemark als Urlaubsland in letzter Zeit sehr viel teurer geworden. Einzige Ausnahme: Alkohol ist hier weniger stark besteuert als in Schweden, aber immer noch viel mehr als bei uns. 😉
Wenn in den letzten Wochen 100 schwedische Kronen ca CHF 8.50 waren, sind nun 100 dänische Kronen ca CHF 14.–. Also ist Vorsicht geboten bei der Umrechnung.
Im Übrigen hatte ich schon bei der Buchung das Gefühl, dass Dänemark teurer ist als Schweden. Das dürfte am Umrechnungskurs liegen.
Und ich schlage mich wieder mit einer weiteren Fremdsprache herum, die ich definitiv nicht verstehe. Allerdings sind Schwedisch und Dänisch doch so nahe, dass die beiden Nationen einander gegenseitig zu verstehen scheinen.
Ein schönes Beispiel ist die Krimiserie „Die Brücke“ (Original in dänisch „Broen“ und in schwedisch „Bron„), welche ich auf Netflix in der Originalversion geschaut habe. Da sprechen die Polizisten aus Kopenhagen dänisch und die Polizisten aus Malmö natürlich schwedisch. Kein Problem.
Da ich weder die eine noch die andere Sprache verstehe, geschweige denn spreche, muss ich das glauben.
Allerdings scheint mir die Sprachmelodie des Dänischen viel schwieriger als bei Schwedisch. Und ich muss neue Worte für den Alltag lernen: „Øl“ heisst hier Bier. 😉 Und „Is“ heisst Eis, was vorher in Schweden „Glass“ hiess.
Trinkgeld ist in Dänemark nicht üblich, während in Schweden 10% völlig normal sind und erwartet werden. Die habe dort sogar ihre Kreditkartenleser so programmiert, dass man beim Bezahlen aufgefordert wird, den Totalbetrag einzutippen. So kann man die Rechnung um das Trinkgeld erhöhen.
Heute bin ich bis an die Nordspitze von Dänemark gefahren. Der Ort heisst Grenen und liegt in der Gemeinde Skagen.
Hier treffen die Nordsee und der Kattegat aufeinander.
Der Ort ist einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Dänemarks. Laut Fremdenverkehrsbüro kommen pro Jahr über eine Million Touristen hier her. Und an einem Tag wie heute mit strahlender Sonne kam es mir vor, auf den eineinhalb Kilometer Sandstrand zum nördlichsten Punkt findet eine Völkerwanderung statt.
Aber ich habe noch eine weitere Beobachtung gemacht, die ich weit beindruckender fand als der schöne Sandstrand. Nämlich die ununterbrochene Kette von Tankern und Containerschiffe, die von Norden nach Süden und umgekehrt durch den Kattegat fährt. Die sieht man vom Strand aus bei gutem Wetter nämlich sehr gut. Da herrscht richtig Verkehr auf dem Wasser. Und keines der Schiffe ist klein. 🙂
Morgen besuche ich hier in Hirtshals erst einmal das Nordsøen Oceanarium, das hier beim Hotel gleichgegenüber liegt. Ein Ticket kriege ich im Hotel mit Rabatt.
Gegen Mittag werde ich mich dann auf den Weg nach Hanstholm an der Westküste machen werde.