Gestern Abend und auch die Nacht durch hat es geregnet. Das brachte eine gewisse Abkühlung und vor allem ist die Schwüle von gestern nun wieder weg. Die Luftfeuchtigkeit war gestern so hoch, dass ich ständig schwitzte, obwohl es kaum wärmer als 22 Grad war.
Heute Morgen schien die Sonne wieder und der Wind, den ich in Skandinavien so schätze, sorgte dafür, dass es nicht zu heiss wurde.
Ich machte mich auf in die Stadt, um die Innenstadt zu erkunden und natürlich auch, um zu sehen, was die hier so alles über Hans Christian Andersen haben. Immerhin ist er hier geboren und wurde noch zu Lebzeiten Ehrenbürger der Stadt.
Es gibt im Wesentlichen zwei Museen über H.C. Andersen:
Ein kleines, unscheinbares Häuschen mit gerade mal drei Räumen und einem Garten, indem er seine Kindheit verbracht haben soll.
Und dann das Grosse, das H. C. Andersens Hus. Das ist eine grosse Anlage aus mehreren Häusern mit spezieller Architektur, für die es fast bekannter ist als wegen H.C. Andersen.
Darin ist eine grosse Ausstellung über das Leben und Werk von Hans Christian Andersen untergebracht. Die ganze Sache ist sehr modern gemacht, audiovisuell mit Lichteffekten.
Jeder Besucher kriegt ein Set Kopfhörer, in dem jede einzelne Station in einer wählbaren Sprache erzählt wird. Dabei hat man nicht einfach einen Text in verschiedenen Sprachen übersetzt, sondern für jede Sprache einen Autor engagiert, der die Geschichte in seiner Sprache erzählt.
Die Ausstellung ist umfangreich und wenn man alles genau hören (und sehen) will, braucht man dafür sicher zwei Stunden.
Ebenfalls in diesem Komplex integriert ist das eigentliche Geburtshaus, das aber bloss leere Räume hat, in denen die eine oder andere Gedenktafel angebracht sind.
Den Rest des Tages erkundete ich weiter die Innenstadt, bis ich dann zum Kaffee ins Hotel zurückkehrte und dort auch ein bisschen las. Ausserdem hatte ich noch die eine oder andere eMail zu erledigen.
Morgen fahre ich nach Nykøbing Falster. Dort werde ich noch einmal übernachten, bevor ich dann am Sonntag nach Kopenhagen fahren werde.
Das Besondere an der morgigen Fahrt wird die Brücke über den Grossen Belt, die Storebælt Brücke sein, wenn ich von der Insel Fünen (Fyn) auf die Insel Seeland (Sjælland) fahre. Die ist nämlich 18km lang.
Aber vorher habe ich morgen gleich als Erstes noch etwas anderes vor.