Skandinavien 2023: Die letzte Etappe

Heute ist der längste Road-Trip zu Ende gegangen, den ich je gemacht habe. 🙂
Ich fuhr die letzte Etappe von Nykøbing Falster auf der Insel Lolland im Süden an den Flughafen, wo ich am Nachmittag meinen Mietwagen abgeben musste.

Das wäre in knapp eineinhalb Stunden erledigt gewesen. Also hatte ich noch etwas Zeit, als ich um 10:00 vom Hotel losfuhr.
Der gestern erwähnte und geplante Zoobesuch in Nykøbing Falster fiel buchstäblich ins Wasser, denn es herrschte den ganzen Tag ein starker Wind (selbst noch heute Abend in der Innenstadt von Kopenhagen), der grosse, dunkle Gewitterwolken vor sich her trieb. So kam es immer wieder zu mehr oder weniger starken Gewittern mit sturmartigen Böen. Dazwischen drückte die Sonne aus immer wieder durch. Ein bisschen kam es mir vor wie in Island, wo das Wetter auch in solcher Manier wechseln kann.
Der Wind sorgte auch dafür, dass es den ganzen Tag kaum über 18-20 Grad warm wurde.

Ich entschied mich also, zuerst nach Helsingør zu fahren, das eine Dreiviertelstunde nördlich des Flughafens liegt.

Auf die Idee, Helsingør zu besuchen, kam ich vor drei Wochen, als ich auf der anderen Seite der Meeresenge am nördlichen Ausgang des Öresund in den Kattegat in Helsingborg in Schweden am Ufer stand und auf der dänischen Seite ein Schloss sah. Das wollte ich mir genauer ansehen.
Hier kommen sich Dänemark und Schweden am nächsten. Die Distanz wischen den beiden Städten mit ähnlich klingenden Namen beträgt an der engsten Stelle 4 Kilometer.

In erster Linie war mein Ziel in Helsingør das Schloss Kronborg. Dort wollte ich hin und nach Schweden hinüber schauen, wo ich vor drei Wochen gestanden hatte. 🙂

Als ich durch den Hafen zum Schloss ging, stellte ich fest, dass Helsingør noch einiges mehr zu bieten hat. Für diese Stadt bräuchte ich wohl noch mindestens einen Tag (oder mehr), um alles zu sehen, das mich interessiert. Schade. Aber vielleicht schaffe ich es ja noch einmal hierher.

Nach ca eineinhalb Stunden um das Schloss herum (mit Kaffee und Glace), ging ich zurück zum Auto und machte ich mich auf den Weg an den Flughafen.
Der Grund, weshalb ich nicht länger blieb und mir mir mehr anschaute, war eine pechschwarze, riesige Gewitterwolke.
Mit der hatte ich schon bei der Hinfahrt Bekanntschaft gemacht, als ich durch das Gewitter hindurch fuhr. Der Verkehr hatte in dem Gewitter auch ohne Signalisation an Geschwindigkeit verloren. Da kam soviel Wasser vom Himmel (unterstützt von starken Windböen), dass an die maximal erlaubte Geschwindigkeit von 130 km/h auf Autobahnen nicht zu denken war.
Ich wusste also, was da auf die Stadt zukam, und hatte keine Lust auf eine Dusche.
Also ab ins Auto und los Richtung Flughafen.

Nach einer Dreiviertelstunde konnte ich dann bei Europcar am Flughafen meinen Mietwagen problemlos abgeben.
Vom Parkplatz ging’s dann (mit allem Gepäck) mit den Flughafen-Shuttelbus zum Terminal 3, in dem sich der Bahnhof befindet. Ab da kannte ich mich wieder aus. Nicht mein erstes Mal in Kopenhagen. 🙂
Ich löste am Automaten ein Ticket und nahm den nächsten Zug an den Hauptbahnhof. Die Fahrt dauerte ca 15 Minuten.

Vom Bahnhof waren es dann noch 500 Meter bis zum Hotel.
In Kenntnis der Örtlichkeiten hier habe ich bewusst ein Hotel in der Nähe des Bahnhofs gewählt. So musste ich meine beiden schweren Koffer nicht allzu weit durch die Strassen schieben.
Und am Donnerstag werde ich am frühen Morgen wieder an den Hauptbahnhof gehen müssen, um an den Flughafen zu kommen.

Für die kommenden Tage habe ich noch kein Programm.
Ist auch nicht unbedingt nötig. Allerdings habe ich zwei fixe Örtlichkeiten, zu denen ich unbedingt hin muss: das Hard Rock Café (das besuche ich in jeder Stadt, in der es ein Hard Rock Café gibt) und der Zoo von Kopenhagen.
Letzterer ist für mich ein Muss, wenn ich in Kopenhagen bin.
Es ist ein grosser Zoo mit einer grossen Tiervielfalt. Und in mancher Hinsicht auch etwas unkonventionell. Der Zoo von Kopenhagen war einer der ersten, der bekannt gab, dass Tiere, die getötet werden müssen, an andere Zootiere verfüttert werden. Das tun alle Zoos. Bloss macht es nicht jeder bekannt.
Der Zoo von Kopenhagen ging aber noch einen Schritt weiter. Er schlachtete ein Giraffe öffentlich und verfütterte sie anschliessend an die Raubkatzen im Zoo. Das erregte international Aufsehen.
Der Zoo hat aber auch eine sehr gute Themenwelt „Polar“, die mir sehr gefällt. Und hier habe ich zum ersten Mal einen Tasmanischen Teufel in Natura gesehen und fotografieren können.

Ich werde voraussichtlich morgen in den Zoo gehen, weil die Wetterprognose für morgen von allen drei Tagen, die ich hier sein werde, die Beste ist.

Apropos Wetter: Heute, am 2. Juli um 23:15, während ich das hier schreiben, ist in Kopenhagen gerade mal 14 Grad Celsius. 😉

Stay tuned.

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