
Skandinavien 2023: Alle Bilder aus Schweden bearbeitet und hochgeladen.

Heute habe ich die Bearbeitung der Bilder vom 33. Tag meiner siebenwöchigen Skandinavienreise 2023 abgeschlossen. Am 34. Tag, dem 21. Juni 2023 bin ich mit der Fähre von Göteborg in Schweden über den Kattegat nach Frederickshavn in Dänemark gefahren.
Somit sind alle Bilder aus Schweden gesichtet, sortiert, bearbeitet und in die Galerien hochgeladen worden.
Und ich habe eben mit der Bearbeitung der verbleibenden Bilder aus Dänemark begonnen.
Stay tuned.
Skandinavien 2023: Halbzeit bei der Bilderbearbeitung
Rund drei Monate nach dem Abschluss meiner siebenwöchigen Skandinavienreise bin ich nur bei der Bearbeitung der über 11’000 Rohbilder in Hälfte angelangt.
Heute habe ich die Bearbeitung der Bilder des 25. Tages (von 49) der Reise abgeschlossen und die Bilder in die Galerien hochgeladen.
So viele Bilder zu sortieren, auszuwählen und schlussendlich zu bearbeiten brauchte halt seine Zeit. Dazu kommt, dass ich im September für zwei Wochen auf einem Roadtrip in Island war. Dort sind nicht nur weitere 5’000 Rohbilder entstanden, die auch auf ihre Bearbeitung warten.
In dieser Zeit habe ich natürlich nicht an den Bildern aus Schweden & Dänemark gearbeitet.
Nun sind in den Galerien also alle Bilder bis und mit dem 25. Reisetag hochgeladen. Von den restlichen 24 Tagen sind im Moment die Bilder hochgeladen, die ich unterwegs bearbeitet hatte.
Da werde ich nach und nach weitere Bilder hochladen.
Stay tuned.
Skandinavien 2023: wieder zu Hause
Nun bin ich wieder zu Hause.
Meine diesjährige Skandinavienreise ist leider bereits Geschichte.
Vor genau einer Woche bin ich von Kopenhagen zurück nach Zürich geflogen.
Die Koffer sind ausgepackt, die Fotoausrüstung ist weggeräumt, der Backup der Bilder ist gemacht, und heute wasche ich noch die restliche Wäsche. 😉
Was nun kommt, wird Monate dauern: Bilder sortieren, auswählen und bearbeiten. 🙂 Bis heute habe ich alle Bilder bis Tag 2 bearbeitet und hier in die Galerie geladen. Ich habe also noch die restlichen Bilder von 47 Tagen vor mir… 😉
Das bringt mich zu ein paar statistischen Daten zu der Reise:
- 2 Länder
- 49 Reisetage
- 48 Nächte in 29 verschiedenen Hotels
- 6’118 Kilometer mit den Mietwagen gefahren und dabei 392 Liter Benzin gekauft.
Das macht einen Durchschnittsverbrauch von 6.4 Liter pro 100 Kilometer. - 3 Flüge (Zürich-Stockholm-Umeå; Kopenhagen-Zürich)
- 3 Fährtransfers (von und nach Gotland; von Göteborg, Schweden nach Frederikshavn, Dänemark)
- 11’737 Rohbilder von 2 DSLR, 1 Bridgekamera, 1 Smartphone, 1 Videokamera & 1 Drohne
Das war in jeder Hinsicht die längste Reise, die ich je gemacht haben.
Dabei hatte ich Wetterglück. Die ersten dreissig Tage hatte ich nur Sonnenschein. Insgesamt erlebte ich drei oder vier Tage, an denen es ununterbrochen regnete. Und die letzten Tage in Kopenhagen waren durchzogen mit gelegentlichen starken Gewittern, die aber immer rasch vorbei waren.
Eine sehr schöne Reise mit vielen Eindrücken.
An der Route würde ich nicht viel ändern. Lediglich etwas mehr darauf achten, auf Nebenstrassen zu fahren anstatt auf Autobahnen. Man hat so einfach viel mehr von der Landschaft. Insbesondere am Anfang der Reise in Mittelschweden war dieser Unterschied frappant und die Abstecher ins Hinterland lohnten sich.
Und ich würde etwas mehr „Ruhetage“ einbauen. Das heisst, ich würde den einen oder anderen Etappenort auslassen, etwas längere Strecken fahren, dafür aber am nächsten Etappenort einen Tag länger bleiben.
Ich musste gegen Ende der Reise feststellen, dass sich eine gewisse Müdigkeit einstellte. Wenn man über vierzig Tage entweder Auto fährt oder Besichtigungen macht, spürt man das irgendwann.
Ausserdem gibt es einige Orte auf dieser Route, an denen ich es schade fand, schon wieder abreisen zu müssen. Ich wäre dort gerne einen Tag länger geblieben.
Das bringt mich zur Kontroverse zwischen „alles im Voraus buchen“ und „auf der Tour von Etappe zu Etappe vor Ort nach eine Unterkunft zu suchen“. Auch wenn die zweite Variante einem unterwegs die viel grössere Handlungsfreiheit lässt, hätte ich damit auf dieser Reise mehrfach in Probleme gehabt. Insbesondere an den Wochenenden wäre es an beliebten Touristenorten in Süden von Schweden und in Dänemark kaum möglich gewesen, spontan eine Unterkunft zu finden.
Und als ich in Göteborg ankam, fanden dort an diesem Wochenende im Ullevi Stadion zwei Konzerte der Heavy Metall Band Metallica statt. Das Stadion fasst ca 50’000 Leute. Die ganze Stadt war ausgebucht. Hätte ich mein Hotelzimmer nicht schon ein halbes Jahr vorher gebucht, wäre es wohl sehr schwierig geworden, an diesem Wochenende überhaupt eine Unterkunft zu finden.
Generell ist es natürlich auch eine Frage der Kosten. Hotelzimmer, die man ein halbes Jahr im voraus bucht, sind tendenziell deutlich billiger als Hotelzimmer, die man spontan vor Ort bucht. Bei 48 Nächten kann das durchaus ins Geld gehen… 😉
Ich habe mir ein paar Orte gemerkt, die ich gerne noch einmal besuchen möchte. Aber nicht unbedingt mit auf einem ähnlichen Roadtrip, sondern eher gezielt. Aber das behalte ich im Hinterkopf für spätere Jahre. Als Nächstes steht nun wieder eine Islandreise im Herbst an.
Wohin ich nächstes Jahr gehe, wie lange und in welcher Form, ist noch offen. Das werde ich nach Island im Herbst entscheiden.
Stay tuned.
Skandinavien 2023: Regen in Kopenhagen
Heute hat es in Kopenhagen dauerhaft geregnet; zumindest bis zum früheren Nachmittag. Nicht so wie gestern, als ab und zu ein Regenschauer niederging, den man abwarten konnte. Heute hat es am Stück geregnet.
Also habe ich mein heutiges Programm angepasst: Statt Sightseeing im Schloss Amalienborg und Schloss Rosenborg (ausserdem waren das Kastellet und die Kleine Meerjungfrau geplant), gab es für mich Planetarium, Kino und Café.
Das Planetarium ist hier bei meinem Hotel gleich um die Ecke. Das kenne ich noch von meinem letzten Besuch in Kopenhagen vor fünf Jahren. Es ist nach Tycho Brahe benannt, einem dänischen Astronomen aus dem 16. Jahrhundert.
Die haben interessante Ausstellungen über die Entstehung des Universums, welche mit den modernsten Multi-Media-Mittel unterstützt werden.
Und sie haben einen grossen, kuppelförmigen Filmsaal, in dem alle zwei Stunden verschiedene Filme gezeigt werden. Leider auch Filme, die mit Astronomie so gar nichts zu tun haben. Deshalb musste ich nach meinem Besuch der Ausstellung mehr als eine Stunde in einem Café totschlagen, weil zum Zeitpunkt meines Besuches zuerst ein Zeichentrickfilm für Kinder gezeigt wurde. (sic!)
Aber der nachfolgende Film über Dinge, die man von blossem Auge nicht sieht, weil sie zu langsam, zu schnell oder auch schlicht zu klein sind, war wirklich gut.
Als dann am Nachmittag der Regen aufhörte, habe ich mich spontan zu einem Kurzbesuch im Tivoli entschieden.
Eigentlich habe ich es ja nicht so mit Freizeitparks, und das Tivoli ist einer der ältesten dieser Parks.
Aber vielleicht macht das Alter den Unterschied aus.
Das Tivoli ist etwas anders als die heutigen, grossen Parks.
Der Park ist sicher kleiner und „familiärer“, und man hat noch das Gefühl, in einem Park im eigentlichen Sinne mit viel Grün zu sein.
Das Tivoli liegt direkt neben dem Hauptbahnhof mitten in Kopenhagen. Anfahrt mit dem Auto und Parkplätze? Fehlanzeige. Ins Tivoli geht man zu Fuss.
Als ich heute dort war, fand auf der grossen Bühne in der Mitte des Parks ein Konzert mit einer Jugend-Brassband statt. Es gibt auch noch weitere Bühnen, zum Beispiel eine mit chinesischem Theater.
Und natürlich gibt es den Teil mit den Fahrgeschäften und Verpflegungsständen wie auf einem Jahrmarkt. Allerdings sucht man vergebens nach sogenannten Monsterbahnen und Wasserbahnen. Die Fahrt mit dem Rollercoaster dauert weniger als eine Minute. Auch die Dimensionen der anderen Fahrgeschäften halten sich in Grenzen.
Ausserdem hat es jede Menge Restaurants und auch ein Hotel im Park.
Aber der Eintritt war, wie auch das Planetarium am Morgen, auf der Copenhagen Card Card inbegriffen.
Also machte ich einen kleinen Spaziergang quer durch den Park.
Nun bin ich am Packen meiner Koffer.
Morgen ist der 49. und letzte Tag meiner Reise durch Schweden und Dänemark. Nach sieben Wochen fliege ich morgen nach Hause.
Stay tuned.
Skandinavien 2023: Sightseeing in Kopenhagen
Heute habe ich den ersten Teil meines Sightseeing in Kopenhagen gemacht.
Was ich wo und wann angeschaut habe, wurde ziemlich stark auch vom Wetter mitbestimmt.
So war ich in einer Kirche in der Innenstadt, weil wieder einmal ein Regenschauer mit heftigen Winden (lustig ist immer, wie die Leute mit den Regenschirmen dann zurecht kommen) durchzog.
Lutheranische Kirchen bieten sonst nicht viel Sehenswertes im Innern; ausser sie stammen noch aus der Zeit vor der Reformation. Zum Glück wurde in Schweden und auch in Dänemark damals während der Reformation nicht alles herausgerissen und kaputt gemacht.
Aber angefangen habe ich mit Ripley’s – Believe it or not. Das ist ein „Museum“, das lauter kuriose Objekte und Geschichten präsentiert. Ob alles wahr ist? Wer weiss? Eben „Believe it or not“.
Der Besuch war ganz amüsant. Aber hätte ich dafür extra bezahlen müssen, wäre ich wahrscheinlich nicht hineingegangen. Das ist definitiv eine Touristenfalle.
Aber mit der Copenhagen Card war der Eintritt ja schon bezahlt.
Ein schöner Zusatz war das H.C. Andersen Museum gleich nebenan, das zu Ripley’s dazugehörte und dessen Eintritt dafür inbegriffen war.
Ich war ja im grossen H.C. Andersen Hus in Odense. Dort war der Ansatz eher von der wissenschaftlichen Betrachtung von H.C. Andersens Leben und Werk.
Hier konnte man den Lebenslauf verfolgen, sowie Andersens Reisen. Und ein grosser Teil war seinen Märchen gewidmet, die in mehreren Sprachen erzählt wurden.
Ripley’s gibt’s übrigens auch in anderen Städte, zB in Amsterdam.
Bei meinem weiteren Spaziergang durch die Strøget, die 1,1 km lange Fussgängerzone und Shoppingmeile von Kopenhagen, wurde es, wie schon erwähnt, plötzlich etwas nass. Das habe ich in der Helligåndskirken abgewartet. 🙂
Sobald der Regen nur noch ein leichtes Rieseln war, ging ich weiter.
Bis der Regen wieder stärker wurde. Da entschied ich mich, etwas zu tun, das ich seit Jahren nicht mehr getan hatte. Ich besichtigte ein Schloss. 😉
Diese Kasten interessieren mich eigentlich immer nur von aussen. Da aber auch hier der Eintritt schon in der Copenhagen Card inbegriffen war, habe ich mir Schloss Christiansborg von innen angeschaut.
Früher war das der Sitz der dänischen Könige. Bis die Königsfamilie nach Schloss Amalienborg umzog, wo die Königsfamilie jetzt wohnt.
Heute wird Schloss Christiansborg vor allem von der Königin, dem Premierminister und dem Parlament für offizielle Empfänge genutzt.
Neben der Repräsentationsräume konnte man sich auch die Schlossküche anschauen. Beeindruckend. 🙂
Apropos Königin: Margrethe II. von Dänemark ist seit 51 Jahren auf dem Thron. Damit ist sie nach dem Tod von Elisabeth II. von Grossbritannien weltweit das dienstälteste amtierende weibliche Staatsoberhaupt.
Sie ist auch ein Jahr länger im Amt als König Carl XVI. Gustav von Schweden. Der feiert nämlich dieses Jahr sein 50-jähriges Thronjubiläum.
Und so ging es den ganzen Tag weiter: bei Regen im Museum oder im Restaurant, bei Sonne draussen.
Und das wechselte oft.
Am Abend habe ich mir dann zur Feier des Tages noch ein schönes Stück Fleisch gegönnt. 🙂
Und morgen mache ich dann eine weitere Sightseeing-Tour.
Stay tuned.
Skandinavien 2023: Im Zoo
Wie gestern geplant, bin ich heute in den Zoo von Kopenhagen gefahren und habe dort den ganzen Tag verbracht.
Wie immer, wenn ich hier bin, habe ich mir eine Copenhagen-Card gekauft.
Damit fahre ich auf dem gesamten öV-Netz hier in der Gegend gratis. Das Netz beschränkt sich nicht nur auf die Stadt Kopenhagen, sondern geht bis nach Helsingør und Roskilde.
Mir reicht allerdings das Stadtnetzt bis zum Flughafen. So bin ich davon befreit, immer einem Ticket nachzurennen. Ich kann einfach ein- und aussteigen, wie es mir passt.
Weiter sind auf der Karte auch 80 Gratiseintritte zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten in und um Kopenhagen.
Deshalb hat mich der heutige Zoobesuch lediglich ein Wasser, eine Wurst und ein Softeis gekostet. 🙂
Der Zoo war gut besucht.
Natürlich mit dem üblichen Gedrängel an Kinderwagen. Aber abgesehen von den kleineren Häusern mit etwas engeren Gängen hat es hier genug Platz. Der Zoo ist gross und er hat einen riesigen Spielplatz neben dem Kinderzoo.
Böse Zungen behaupten allerdings, das sei in Wirklichkeit das Futterdepot für die grossen Raubtiere… 😉
Weshalb allerdings ein Kinderwagen mit zwei schlafenden Säuglingen unbedingt ins Insektenterrarium muss, habe ich bis jetzt nicht begriffen.
Zwei Mal kam heute der Regen.
Das erste Mal war’s so schnell vorbei, dass es sich nicht gelohnt hatte, die Regenjacke aus dem Rucksack zu nehmen.
Das zweite Mal war’s schon ein bisschen heftiger und dauerte auch eine Weile.
Nun wurde es eng in den verschiedenen Häusern mit all den Kinder- und Leiterwagen und den quengelnden Gören, die natürlich nun auch nicht mehr einfach so herumtoben konnten. Sonst wären sie ja nass geworden.
Aber dank des starken Windes war auch dieser Wolkenbruch bald vorbei und ein paar Minuten später schien schon wieder die Sonne.
So dürfte auch das Wetter für die folgenden Tage sein. Ich würde es mit angenehm kühlen Frühlingswetter vergleichen. Für Juli ist es im Moment allerdings ziemlich kühl. Als ich vor fünf Jahren zur gleichen Zeit hier war, schwitzte ich ganz schön.
Nun habe ich gelesen, dass es zu Hause am Sonntag weit über 30 Grad werden soll. Ich glaube, ich verlängere hier noch um ein paar Tage… 😉
Für Morgen habe ich noch kein Programm festgelegt. Aber ich denke, es geht Richtung Tivoli, Strøget, Amalienborg und eventuell Christiana. Mal schauen.
Stay tuned.
Skandinavien 2023: Die letzte Etappe
Heute ist der längste Road-Trip zu Ende gegangen, den ich je gemacht habe. 🙂
Ich fuhr die letzte Etappe von Nykøbing Falster auf der Insel Lolland im Süden an den Flughafen, wo ich am Nachmittag meinen Mietwagen abgeben musste.
Das wäre in knapp eineinhalb Stunden erledigt gewesen. Also hatte ich noch etwas Zeit, als ich um 10:00 vom Hotel losfuhr.
Der gestern erwähnte und geplante Zoobesuch in Nykøbing Falster fiel buchstäblich ins Wasser, denn es herrschte den ganzen Tag ein starker Wind (selbst noch heute Abend in der Innenstadt von Kopenhagen), der grosse, dunkle Gewitterwolken vor sich her trieb. So kam es immer wieder zu mehr oder weniger starken Gewittern mit sturmartigen Böen. Dazwischen drückte die Sonne aus immer wieder durch. Ein bisschen kam es mir vor wie in Island, wo das Wetter auch in solcher Manier wechseln kann.
Der Wind sorgte auch dafür, dass es den ganzen Tag kaum über 18-20 Grad warm wurde.
Ich entschied mich also, zuerst nach Helsingør zu fahren, das eine Dreiviertelstunde nördlich des Flughafens liegt.
Auf die Idee, Helsingør zu besuchen, kam ich vor drei Wochen, als ich auf der anderen Seite der Meeresenge am nördlichen Ausgang des Öresund in den Kattegat in Helsingborg in Schweden am Ufer stand und auf der dänischen Seite ein Schloss sah. Das wollte ich mir genauer ansehen.
Hier kommen sich Dänemark und Schweden am nächsten. Die Distanz wischen den beiden Städten mit ähnlich klingenden Namen beträgt an der engsten Stelle 4 Kilometer.
In erster Linie war mein Ziel in Helsingør das Schloss Kronborg. Dort wollte ich hin und nach Schweden hinüber schauen, wo ich vor drei Wochen gestanden hatte. 🙂
Als ich durch den Hafen zum Schloss ging, stellte ich fest, dass Helsingør noch einiges mehr zu bieten hat. Für diese Stadt bräuchte ich wohl noch mindestens einen Tag (oder mehr), um alles zu sehen, das mich interessiert. Schade. Aber vielleicht schaffe ich es ja noch einmal hierher.
Nach ca eineinhalb Stunden um das Schloss herum (mit Kaffee und Glace), ging ich zurück zum Auto und machte ich mich auf den Weg an den Flughafen.
Der Grund, weshalb ich nicht länger blieb und mir mir mehr anschaute, war eine pechschwarze, riesige Gewitterwolke.
Mit der hatte ich schon bei der Hinfahrt Bekanntschaft gemacht, als ich durch das Gewitter hindurch fuhr. Der Verkehr hatte in dem Gewitter auch ohne Signalisation an Geschwindigkeit verloren. Da kam soviel Wasser vom Himmel (unterstützt von starken Windböen), dass an die maximal erlaubte Geschwindigkeit von 130 km/h auf Autobahnen nicht zu denken war.
Ich wusste also, was da auf die Stadt zukam, und hatte keine Lust auf eine Dusche.
Also ab ins Auto und los Richtung Flughafen.
Nach einer Dreiviertelstunde konnte ich dann bei Europcar am Flughafen meinen Mietwagen problemlos abgeben.
Vom Parkplatz ging’s dann (mit allem Gepäck) mit den Flughafen-Shuttelbus zum Terminal 3, in dem sich der Bahnhof befindet. Ab da kannte ich mich wieder aus. Nicht mein erstes Mal in Kopenhagen. 🙂
Ich löste am Automaten ein Ticket und nahm den nächsten Zug an den Hauptbahnhof. Die Fahrt dauerte ca 15 Minuten.
Vom Bahnhof waren es dann noch 500 Meter bis zum Hotel.
In Kenntnis der Örtlichkeiten hier habe ich bewusst ein Hotel in der Nähe des Bahnhofs gewählt. So musste ich meine beiden schweren Koffer nicht allzu weit durch die Strassen schieben.
Und am Donnerstag werde ich am frühen Morgen wieder an den Hauptbahnhof gehen müssen, um an den Flughafen zu kommen.
Für die kommenden Tage habe ich noch kein Programm.
Ist auch nicht unbedingt nötig. Allerdings habe ich zwei fixe Örtlichkeiten, zu denen ich unbedingt hin muss: das Hard Rock Café (das besuche ich in jeder Stadt, in der es ein Hard Rock Café gibt) und der Zoo von Kopenhagen.
Letzterer ist für mich ein Muss, wenn ich in Kopenhagen bin.
Es ist ein grosser Zoo mit einer grossen Tiervielfalt. Und in mancher Hinsicht auch etwas unkonventionell. Der Zoo von Kopenhagen war einer der ersten, der bekannt gab, dass Tiere, die getötet werden müssen, an andere Zootiere verfüttert werden. Das tun alle Zoos. Bloss macht es nicht jeder bekannt.
Der Zoo von Kopenhagen ging aber noch einen Schritt weiter. Er schlachtete ein Giraffe öffentlich und verfütterte sie anschliessend an die Raubkatzen im Zoo. Das erregte international Aufsehen.
Der Zoo hat aber auch eine sehr gute Themenwelt „Polar“, die mir sehr gefällt. Und hier habe ich zum ersten Mal einen Tasmanischen Teufel in Natura gesehen und fotografieren können.
Ich werde voraussichtlich morgen in den Zoo gehen, weil die Wetterprognose für morgen von allen drei Tagen, die ich hier sein werde, die Beste ist.
Apropos Wetter: Heute, am 2. Juli um 23:15, während ich das hier schreiben, ist in Kopenhagen gerade mal 14 Grad Celsius. 😉
Stay tuned.
Skandinavien 2023: Über den Grossen Belt
Heute hat es nur einmal geregnet, nämlich den ganzen Tag. 🙂
Lediglich die Intensität variierte etwas, aber runter kam immer etwas.
Entsprechend war auch keine gute Fernsicht. Auf Landschaftsaufnahmen war kaum zu hoffen.
Und irgendwelche Besichtigungen waren jetzt auch nicht gerade zuoberst auf meiner Liste.
Kurz: Ein Tag für Indooraktivitäten oder „nichts tun“.
Und selbstverständlich musste ich noch knapp 200 km zu meinem nächsten Ziel in Nykøbing Falster fahren. Aber das war ja sowieso eingeplant.
Aber was tun mit dem restlichen Tag?
200 km sind kein Tagespensum. Insbesondere, wenn wegen dem Wetter keine Stopps eingeplant sind.
Nach Museum stand mir nicht der Sinn, und Zoobesuche bei Regen sind auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.
Ausser man geht in einen Zoo, der Tiere hält, die warm brauchen. Tiere, die sich bei 18 Grad draussen nicht sehr wohl fühlen. 😉
Einen solchen hatte ich schon vor zwei Tagen bei Anfahrt nach Odense gesehen. Und beschlossen, den heute nach meiner Abfahrt in Odense gleich als Erstes zu besuchen: Terrariet – Reptile Zoo in Vissenbjerg, 20 Minuten Fahrt von Odense.
Ich war ca 10 Minuten nach der Öffnung um 10:00 dort, und der Parkplatz direkt vor dem Zoo war schon voll. Es war Samstag, Zeit für Familienausflüge. Und es regnete. Also gehen die Leute dorthin, wo sie rein können. Weshalb man allerdings mit dem Kinderwagen in diese engen Gänge der Terrarien rein muss, und wieso man einem Säugling auf den Armen unbedingt eine Giftschlange zeigen muss, ist mir schleierhaft. Der hat kaum verstanden, was da in dem Glaskasten war. Der war viel zu beschäftigt damit, all die Leute um ihn herum zu bestaunen. 🙂
Jedenfalls glich die Anlage zeitweise einer Kinderkrippe. Wobei die Kleinen sich für alles interessierten, bloss nicht für die Terrarien.
Dazu kommt, dass sich Reptilien selten viel bewegen. Und sich am liebsten irgendwo verstecken. Dann sieht man auf den ersten Blick nichts in dem Terrarium. Und schon ist das Interesse der Gören weg.
Am meisten Aufmerksamkeit bei den Kids hatten die Stoffschlangen im Souvenirshop. Aber irgendwie schnallen das die lieben Eltern und Grosseltern nicht.
Das macht dann leider das Fotografieren noch schwieriger als es durch das schwache Licht und die Glasscheiben der Terrarien schon ist.
Zeitweise hatte ich schon Phantasien, wie es wohl wäre, wenn man so einen schreienden Windelträger zu der Grossen Anakonda ins Terrarium werfen würde. Hi, hi.
Danach machte ich mich auf den Weg.
Nächste Station war, wie gestern schon erwähnt, die Brücke über den grossen Belt. Da gibt es einen Parkplatz auf der östlichen Seite, von dem man die Brücke sieht, bis sie am Horizont verschwindet. Den habe ich angesteuert, um ein paar Bilder zu machen, bevor ich über die Brücke fuhr.
Die ganze Brücke ist 18 Kilometer lang und verbindet die beiden Inseln Fünen (Fyn), auf der ich die letzten zwei Tage war, und Seeland (Sjalland), wo ich hin musste. Auf Seeland liegt auch Kopenhagen, mein letztes Ziel dieser Reise.
Die Benutzung der Brücke ist nicht gratis. Am westlichen Ende auf Seeland steht eine grosse Mautstelle. Die Maut kann man bequem kontaktlos mit der Kreditkarte bezahlen.
Allerdings ist die Maut ganz schön happig. Sie ist mit 270 dänischen Kronen (bei heutigem Kurs CHF 35.40) teurer als jede Fähre mit vergleichbarer Distanz, die ich letztes Jahr in Norwegen benutzt hatte. Und die Dänen sagen, Norwegen sei teurer als Dänemark. Naja…
Auf der Weiterfahrt nach Nykøbing Falster sah ich auf der Autobahn bei 130 km/h ein Schild vorbeihuschen, auf dem „Krokodille Zoo„.
Da ich Zeit hatte, und der geplante Zoobesuch in Falster wegen dem Wetter sowieso ausfiel, gab ich Krokodille Zoo ins Navi ein und stellte fest, dass der Zoo nur 20 Minuten von meinem nächsten Hotel entfernt lag.
Also habe ich heute zum zweiten Mal einen Indoorzoo besucht. 😉
Bei meiner Ankunft bot sich mir das gleiche Bild bezüglich Familien und Kleinkinder wie am Morgen.
Aber zum Einen waren es viel weniger (hier sahen die meisten nicht über die Brüstungen der Gehege, und somit nichts), und zum Anderen war es Nachmittag. Viele Familien ging nach Hause.
So war ich zeitweise mit den Viechern alleine.
Der Krokodille Zoo ist ein Privatzoo, der alle 24 noch lebenden Krokodilarten hält. Damit ist er einer von zwei Zoos auf der Welt, die das tun. Die Betreiber sind auch sehr stolz, dass es bis anhin gelungen, 17 der 24 Arten nachzuzüchten.
Übrigens: „Indoor“ hat mir heute nicht viel gebracht. Ich wurde zwar nicht verregnet. Aber die Temperaturen und die sehr hohe Luftfeuchtigkeit, die solche Anlage wegen der Tiere haben müssen, haben mich so richtig schwitzen lassen. Ich war nach beiden Besuchen patschnass. 🙂
Da drin war es wie in einer Sauna. Meine Linsen beschlugen sich sofort, als ich von draussen rein gekommen war. Und ich musste ca 10 Minuten warten, bevor ich fotografieren konnte. So lange dauerte es, bis die Linsen die neue Umgebungstemperatur angenommen hatte und sich nicht mehr beschlugen.
Morgen ist die letzte Etappe meiner Skandinavienreise. Von hier fahre ich zum Flughafen Kopenhagen-Kastrup, um meinen Mietwagen abzugeben.
Vom Flughafen werde ich dann per Bahn ins Stadtzentrum von Kopenhagen fahren, wo ich die letzten paar Tage bleiben werde.
Stay tuned.
Skandinavien 2023: Odense
Gestern Abend und auch die Nacht durch hat es geregnet. Das brachte eine gewisse Abkühlung und vor allem ist die Schwüle von gestern nun wieder weg. Die Luftfeuchtigkeit war gestern so hoch, dass ich ständig schwitzte, obwohl es kaum wärmer als 22 Grad war.
Heute Morgen schien die Sonne wieder und der Wind, den ich in Skandinavien so schätze, sorgte dafür, dass es nicht zu heiss wurde.
Ich machte mich auf in die Stadt, um die Innenstadt zu erkunden und natürlich auch, um zu sehen, was die hier so alles über Hans Christian Andersen haben. Immerhin ist er hier geboren und wurde noch zu Lebzeiten Ehrenbürger der Stadt.
Es gibt im Wesentlichen zwei Museen über H.C. Andersen:
Ein kleines, unscheinbares Häuschen mit gerade mal drei Räumen und einem Garten, indem er seine Kindheit verbracht haben soll.
Und dann das Grosse, das H. C. Andersens Hus. Das ist eine grosse Anlage aus mehreren Häusern mit spezieller Architektur, für die es fast bekannter ist als wegen H.C. Andersen.
Darin ist eine grosse Ausstellung über das Leben und Werk von Hans Christian Andersen untergebracht. Die ganze Sache ist sehr modern gemacht, audiovisuell mit Lichteffekten.
Jeder Besucher kriegt ein Set Kopfhörer, in dem jede einzelne Station in einer wählbaren Sprache erzählt wird. Dabei hat man nicht einfach einen Text in verschiedenen Sprachen übersetzt, sondern für jede Sprache einen Autor engagiert, der die Geschichte in seiner Sprache erzählt.
Die Ausstellung ist umfangreich und wenn man alles genau hören (und sehen) will, braucht man dafür sicher zwei Stunden.
Ebenfalls in diesem Komplex integriert ist das eigentliche Geburtshaus, das aber bloss leere Räume hat, in denen die eine oder andere Gedenktafel angebracht sind.
Den Rest des Tages erkundete ich weiter die Innenstadt, bis ich dann zum Kaffee ins Hotel zurückkehrte und dort auch ein bisschen las. Ausserdem hatte ich noch die eine oder andere eMail zu erledigen.
Morgen fahre ich nach Nykøbing Falster. Dort werde ich noch einmal übernachten, bevor ich dann am Sonntag nach Kopenhagen fahren werde.
Das Besondere an der morgigen Fahrt wird die Brücke über den Grossen Belt, die Storebælt Brücke sein, wenn ich von der Insel Fünen (Fyn) auf die Insel Seeland (Sjælland) fahre. Die ist nämlich 18km lang.
Aber vorher habe ich morgen gleich als Erstes noch etwas anderes vor.