Städtereise nach Amsterdam – Rainy Day

Heute habe ich nichts unternommen, denn hier regnete und stürmte es den ganzen Tag so stark, dass man draussen innert kürzester Zeit völlig durchnässt war.
Dabei war nicht der Regen das eigentliche Problem. Dafür hatte ich meine Regenjacke von Zu Hause mitgenommen; aber keine wasserdichten Schuhe und Hosen…

Nein, es war der Wind, der es waagerecht regnen liess, Schirme knickte und alle Versuche, sich vor Regen zu schützen, ad absurdum führte.
Zeitweise hatte ich das Gefühl, Island könne nicht sehr weit sein. Denn diese Stürme kenne ich von dort, im September.

Aber ich war in Amsterdam und es ist Anfang Juli. Und sicher hatte ich nicht die gleichen Kleider mitgenommen wie in Island.
Mit dem Wind wurde es auch merklich kühler, und mit der Kombination Nässe und Kühle machen jegliche Aktivitäten draussen keinen Spass mehr.

Also bin ich heute die meiste Zeit drinnen geblieben, abgesehen von gelegentlichen Spaziergängen und wenn ich Nahrung brauchte…

So habe ich den Tag gemütlich genommen, und je nach Lust und Laune ein wenig gelesen, einige Bilder bearbeitet oder einfach ein bisschen programmiert…

Dadurch gibt es nun in der Galerie „Amsterdam“ einige Bilder der Körperwelten, von Madame Tussaud’s und aus den Strassen Amsterdams mehr.

Morgen fliege ich wieder nach Hause. Und in den folgenden Tagen und Wochen werden sicher noch weitere Bilder in die Galerie kommen.

Body Worlds
007 James Bond
Sexmuseum

Städtereise nach Amsterdam – ausgestellte Menschen und Tiere

Heute habe ich wie angekündigt zwei Orte besucht:
Die Body Worlds Ausstellung von Dr. Gunther von Hagens und den ARTIS Zoo.

Während der Zoo für mich schon fast Standardprogramm ist, wenn es in einer Stadt, die ich besuche, einen gibt, war die Körperwelten-Ausstellung schon etwas sehr spezielles. Nicht zuletzt wegen der weltweiten lauten Polemik und der damit verbundenen medialen Aufmerksamkeit, die aufkam, als Dr. Gunther von Hagens 1996 das erste Mal seine plastinierten Leichen ausstellte, war ich schon sehr gespannt darauf, was ich antreffen würde. Vorher, aber auch danach, hatte Gunther von Hagens übrigens Tiere plastiniert, bis hin zum Elefanten. Aber darüber hatte sich niemand aufgeregt. Das Verfahren selbst wurde bereits 1978 patentiert.

Nun, die ganze Ausstellung erstreckt sich über 7. Stockwerke und gleicht ein bisschen einer grossen Anatomielektion. Bloss dass alle Exponate von Menschlichen stammen, die ihre sterblichen Überreste der Firma von Dr. von Hagens zwecks Plastination vermachten. Darauf wird in der Ausstellung im Übrigen mehrfach hingewiesen.
In der Ausstellung wird der Knochenbau, alle Organe, der Blutkreislauf und das Lymphsystem kurz erklärt und durch plastinierte Menschen und deren Organe gezeigt. Es werden auch Krankheiten wie Krebs und Arteriosklerose eindrücklich dargestellt.
Ich fand die Ausstellung faszinierend. Sie hatte absolut nicht Gruseliges. Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, die Exponate seien gelungene Kunststoffmodelle.
Ich hielt mich ca eineinhalb Stunden in den Körperwelten auf. Ich hätte allerdings locker mehrere Stunden darin verbringen können, wenn ich mir alle ganz genau angesehen hätte. Aber ich musste zu meinem nächsten Besuch, dem ARTIS Zoo. Dort hatte ich nämlich zwei Stunden später nur ein Zeitfenster von 15 Minuten, in dem meine im Internet gelöstes Ticket gültig war.

Der Amsterdamer ARTIS Zoo ist recht gross, und da wegen CORONA im Moment sowieso kaum Touristen dort waren (ich habe hauptsächlich einheimische Familien mit Kindern gesehen), hatte ich einen schönen und entspannten Nachmittag. 🙂
Ich konnte einiges an guten Tierbildern schiessen, und dank das angenehmen Wetters (Sonne, Wolken, Wind, kurz ein bisschen Regen und ca 20 Grad) blieb ich bis in den späten Nachmittag.
Allerdings machten mich meine Füsse am Abend darauf aufmerksam, dass ich fast acht Stunden ununterbrochen herumgelaufen war, und das offenbar nicht gewohnt bin. 😉

Heute habe ich fotografisch richtig aus dem Vollen geschöpft. In der Körperwelten-Ausstellung gab es kein Fotografierverbot. Und was nicht verboten ist, ist erlaubt. Gefragt habe ich auch nicht, denn wenn später jemand kommt und es verbietet, kann man sich entschuldigen und hat die bereits gemachten Bilder trotzdem in der Tasche… 😉

Und im Zoo (und in der Stadt) boten sich, auch weil inzwischen die Sonne hinter den Wolken hervorgekommen war, etliche gute Sujets.
Deshalb habe ich jetzt eine Galerie für diesen Städtetripp eingerichtet und erste Bilder bearbeitet und hochgeladen.
Darunter sind auch die ersten beiden Bilder von den Körperwelten, falls jemand neugierig ist, wie die Exponate dort ausehen.
Weitere Bilder von der Reise werden folgen, aber es wird wohl ein paar Wochen dauern, bis ich alle fertig bearbeitet habe.

Körperwelten

 

ARTIS Zoo

Reisen zu Zeiten der Coronaviruspandemie: Städtereise nach Amsterdam

Seit gestern bin ich in Amsterdam und bleibe noch bis Sonntag. 🙂
Ich hatte diese Städtereise anlässlich meines bevorstehenden Geburtstages schon im letzten Herbst vor ca. 9 Monaten geplant und gebucht.

Die COVID-19 Pandemie hat aber inzwischen wohl unser aller Ferienpläne etwas durcheinander gebracht. Meinen geplanten Städtetrip nach Stockholm an Auffahrt musste ich absagen und es sieht nicht danach aus, dass eine Reise nach Schweden in naher Zukunft empfehlenswert ist. Heute bestimmte der Bundesrat die Länder, aus denen Rückkehrer in der Schweiz in Quarantäne müssen (notabene ohne Lohnzahlung vom Staat, wenn man deshalb nicht arbeiten kann), und Schweden ist unter diesen Ländern…
Meine dreiwöchige Rundreise in Südnorwegen musste ich ebenfalls um ein Jahr verschieben.

Aber zum Glück konnte ich gestern meinen Städtetrip nach Amsterdem antreten. Es ist somit meine erste Reise ins Ausland, die ich seit meiner Rückkehr aus Graz Anfang März mache. Damals brach die COVID-19 Pandemie in Nordeuropa gerade aus und einen Tag nachdem ich nach Hause gekommen war, schloss Österreich seine Grenzen.

Die Reiserestriktionen sind innerhalb des Schengenraumes zwar offiziell seit gestern aufgehoben, aber es ist überall deutlich spürbar, dass die Seuche noch immer präsent ist:
* Ich konnte nicht wie sonst immer bei Flügen mit Swiss mein Gepäck am Vorabend aufgeben. Als ich kurz nach acht Uhr abends mit meinem Koffer am Flughafen war, waren alle Gepäckaufgabeschalter schon geschlossen. Wegen COVID-19 lassen die die Schalter nicht mehr bis 22:00 offen. Es wird weniger geflogen. Da lohnt sich das nicht. Zum Glück wohne ich so nah am Flughafen…
* Aber das Anstehen gestern zur Gepäckaufgabe war kurz, trotz bevorstehender Ferien und Mittagszeit (ich flog um 12:25);
* In den Niederlanden gilt Maskenpflicht in den öV (soll angeblich kontrolliert werden – ich habe bis jetzt nichts dergleichen gesehen);
* Vor der Landung in Amsterdam Schipol musste jeder Passagier einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen, und es wurde darauf hingewiesen, dass die niederländischen Grenzorgane nach diesem Papier fragen könnten (haben sie bei mir nicht);
* Tickets für Ausstellungen und Museen gibt es vorwiegend nur über Internet, verbunden mit einem Slot von ca. 15 Minuten, in denen der Einlass gewährt wird (in einigen Museen kann man aber auch an der Kasse zahlen);
* In meinem Hotel gibt es nur an den Wochenenden Frühstücksbuffet. An den anderen Tagen muss man das Frühstück mittel Bestellzettel zusammenstellen und angeben, wann man entweder im Restaurant (das geschlossen ist) essen will, oder man das Frühstück abholen und im Zimmer essen will;
* Die Hotelbar ist wie das Restaurant geschlossen;
* Anstelle einer Möglichkeit, im Restaurant des Hotels zu essen, wird Roomservice auch für vollständige Mahlzeiten angeboten;
* Man wird überall, wo man hineinkommt, aufgefordert, die Hände zu desinfizieren und auf Abstand zu achten, und häufig findet auch gleich eine Befragung über den Gesundheitszustand statt. Dies übrigens auch jeden Morgen, wenn man zum Frühstück erscheint. Im Sexmuseum (ja, das gibt es hier) musste ich sogar Maske und Latexhandschuhe tragen (Honi soit qui mal y pense);
* und das Offensichtlichste: Die Touristenhorden aus Übersee fehlen vollständig (mir aber nicht…). Es hat relativ wenig Leute hier, abgesehen natürlich von den 1.3 Millionen Einheimischen, die in der Grossagglomeration Amsterdam leben.
Mein Hotel hat neun Stockwerke und ist im gleichen Gebäude wie das Holland Casino. Trotzdem lassen sich meine Begegnungen mit anderen Gästen an zwei Händen abzählen.

Ich erinnere mich nicht mehr, wann ich das letzte Mal hier war. Es ist sehr lange her. Ich vermute ungefähr Mitte der 90er Jahre. Auf jeden Fall habe ich das Gefühl, neu in der Stadt zu sein. Ich erinnere mich nur an sehr wenig. Und wenn, dann erst, wenn ich davor stehe. Konkret passierte mir das heute zwei Mal: als ich auf dem Platz „de Dam“ vor dem alten Königspalast stand und im Sexmuseum

Ich bin heute vor allem in der Innenstadt herumgelaufen, habe ein paar Bilder gemacht und verschiedene Ausstellungen besucht:

Den Besuch im Amsterdam Dungeon habe ich noch vor der Tageskasse abgebrochen, als die mit „Foto“ machen kamen und mich aufforderten, erschreckt und ängstlich zu schauen… Naja, das funktioniert vielleicht bei den Amerikanern, aber ich mache mich sicher nicht zum Affen und bezahle am Schluss noch zusätzlich für völlig überteuerte Bildchen. Kaum.

Und eben, auf dem Rückweg besuchte ich noch das Sexmuseum, die grösste Sammlung an erotischer Kunst. Wobei der Begriff Kunst dabei sehr dehnbar gemacht wird. Es hat interessant, lächerliche, obszöne und ekelhafte Exponate. Alles in allem ganz witzig.

Morgen gehe ich zuerst in die Body Worlds und dann in den ARTIS Zoo. Beide Tickets habe ich online gekauft. Body Worlds um 10:30 und der Zoo ab 12:30.
Body Worlds (Körperwelten) Amsterdam ist Teil einer Reihe von Ausstellungen von Dr. Gunther von Hagens. Die ursprünglich war das eine international erfolgreiche Wanderausstellung, die in mehr als 100 Städten in Europa, Amerika, Afrika und Asien stattfand.
Und im ARTIS Zoo hoffe ich auf ein paar schöne Tierbilder. Da konnte ich auch schon länger nichts mehr fotografieren. Das letzte Mal war das letzten August im Zoo Duisburg.

Ich habe heute auch einige Bilder geschossen, insbesondere bei Madame Tussaud’s, die hier in Amsterdam hauptsächlich prominente Leute von heute porträtiert, während in London durchaus auch Figuren aus der Vergangenheit gezeigt werden.
Ausserdem habe ich von einer Angestellten erfahren, dass alle Köpfe der Wachsfiguren ausschliesslich in London hergestellt werden. Alle „Wachsbildhauer“ von Madame Tussaud’s arbeiten demnach in London.

Heute hat es nicht gereicht, ein paar Bilder zu bearbeiten. Ich lade deshalb hier erst einmal Bilder hoch, die ich für meinen Instagram-Account gemacht habe.

Später werde ich wie immer auch von dieser Reise hier eine Bildergalerie anlegen.