Stockholm: Ein Tag in der alten Stadt

Flagge_Schweden

Heute habe ich Gamla Stan erkundet. Die Altstadt (Gamla Stan heisst übersetzt Alte Stadt) war über Jahrhunderte das eigentliche Stockholm. Hier finden sich das Kungliga slottet (das königliche Schloss), die beiden grossen Kirchen Storkyrkan (die Grosse Kirche) und Tyska kyrkan (die Deutsche Kirche), das Riksdagshuset (das Reichtagsgebäude) sowie die Kungliga Vetenskapsakademien (die Schwedische Akademie der Wissenschaften), die jährlich die Nobelpreise verleiht.
Ausserdem gibt es rund um das Schloss mehrere Museen. Leider ist das Nobelpreismuseum bei der Akademie zur Zeit wegen der COVID-19 Pandemie geschlossen.

Das Wetter war sehr schön mit Temperaturen bis zu 25 Grad und einem angenehmen, leichten Wind. Es war Sonntag und ich hatte Geburtstag. Mehr als genug Gründe, den Tag gemütlich anzugehen und mich einfach nur durch die Gassen der Altstadt treiben zu lassen. Wenn mir etwas gefiel (zB die Wachtablösung beim Schloss), dann blieb ich. Oder ich setzte mich ein eines der vielen Strassencafés und beobachtete das Treiben.

Am Morgen war noch nicht so viel los. Viele Souvenirläden und Restaurants öffneten erst gegen Mittag und es hatte auch nicht so viele Leute. Später nahm der Betrieb in der Altstadt dann zu. Aber es war nie so voll, wie ich es von meinen letzten Besuchen in Stockholm in Erinnerung hatte. Ein klares Anzeichen dafür, dass der Tourismus auch in Schweden noch nicht voll zurückgekehrt ist, war der Umstand, dass es fast in jedem Restaurant immer freie Plätze draussen gab. Das war früher nicht der Fall. Da war immer alles gerammelt voll.
Auch bei der Wachtablösung vor dem Schloss war die Menge der Zuschauer überschaubar. Es war gar kein Problem, einen Platz zu finden, von dem aus freies Sichtfeld zum Fotografieren hatte. Das war nicht nur hier früher anders. Auch als ich vor zwei Jahren in Oslo die Wachtablösung beim königlichen Schloss fotografieren wollte, war es fast unmöglich, einen guten Platz zu kriegen, wenn man nicht gewalttätig werden wollte…
CORONA hat auch hier seine Spuren hinterlassen.

Morgen fliege ich schon wieder nach Hause. Stockholm ist eine sehr schöne und spannende Stadt, die sehr viel zu bieten hat.. Ein Wochenende hier reicht leider nicht. Ich denke, ich werde wieder zurückkommen und dann vermutlich zwei Tage länger hier bleiben.
Im Übrigen kann ich mein Hotel, das Radisson Blue Royal Viking wärmstens empfehlen. Es ist quasi im Hauptbahnhof von Stockholm, der Centralstation integriert. Der Eingang liegt keine 5 Minuten von den Geleisen des Arlanda Express, dem Direktzug vom und zum Flughafen entfernt. Vom Hotel ist man in 10 Minuten zu Fuss in Gamla Stan und rund um das Hotel kriegt man leicht alle Verbindungen von Bus, Tram und U-Bahn.
Das Hotel ist modern eingerichtet, hat einen Pool und eine Bar, und bietet allgemein einen guten Service. Das Frühstücksbuffet ist sehr reichhaltig und das Personal freundlich und sehr hilfsbereit.

Ich werde, sobald ich zu Hause etwas Zeit gefunden habe, um die Bilder von diesem Wochenende zu bearbeiten, auch von dieser Reise eine Galerie anlegen. Selbstverständlich werde ich das hier dann bekanntmachen. 🙂

Stockholm_2021_03_104966_wp_gross

Stay tuned.

Stockholm: Rendez-vous mit einer sehr giftigen Schlange und einem sehr alten Schiff

Flagge_Schweden

Wie gestern angekündigt, bin ich heute in den Stadtteil Djurgården gefahren, und haben den Skansenpark sowie das Vasa-Museum besucht. Das ABBA-Museum habe ich allerdings ausgelassen.

Zuerst fuhr ich mit dem Tram in den Skansenpark.
Die öV hier in Stockholm sind sehr unkompliziert. Mit einem Ticket kann man 75 Minuten auf dem ganzen Stadtnetz fahren, mit allen Verkehrsmitteln (Bus, Tram, Bahn, U-Bahn und Schiff). Kein langes rechnen, wieviele Zonen wieviel denn kosten, etc. Ein Ticket zum Einheitspreis von SEK 38 (Fr. 4.10) für 75 Minuten auf dem ganzen Netz. That’s it. Und mit der entsprechenden App kann man das Tickt online kaufen, ohne an einen Automaten rennen zu müssen.

Der Skansenpark ist das älteste Freilichtmuseum der Welt. Es ist zu vergleichen mit dem Ballenberg in der Schweiz. Bloss ist Skansen grösser, und hat noch Zooelemente eingebaut. So gibt es Gehege mit Robben, Braunbären, Wisenten und Luchsen. Alles Tiere, die in Schweden in freier Wildbahn leben.
Zusätzlich gehört noch ein sogenanntes Aquarium dazu, für das allerdings separat bezahlt werden muss. Im Skansen Akvariet gibt es aber nicht nur Fische und Reptilien zu sehen, sondern auch Mantelpaviane und Kattas. Letztere können ohne Gitter oder andere Trennwände angetroffen werden, da der Weg der Besucher durch ihr Gehege führt.
Der Grund, weshalb ich noch ins Aquarium wollt, ist, wie gestern schon erwähnt, der Inlandtaipan (Oxyuranus microlepidotus) aus Australien. Diese schöne Schlange ist nicht nur die giftigste Schlange der Welt (die Giftmenge eines Bisses könnte 250 Menschen töten). Sie ist auch sehr selten. Sie lebt so abgelegen in der Wüste des Australischen Bundesstaates West Queensland, dass bis in den 1970er nur die Australischen Ureinwohner von ihrer Existenz wussten. Dank der Abgeschiedenheit des relativ kleinen Verbreitungsgebietes sind bis heute auch keine tödlich verlaufenen Bissvorfälle bekannt.
Entsprechend selten ist deshalb auch die Haltung in Gefangenschaft. Ich kenne neben dem Skansen Akvariet nur noch einen Zoo in Europa, der dieses Schlange hält: das Haus des Meeres in Wien. Über weitere Haltungen, auch ausserhalb Europas, weiss ich nicht Bescheid.
Die beiden Schlangen zu fotografieren, war nicht gerade einfach. Die Lichtverhältnisse im Terrarium hätten eigentlich ein Stativ nötig gemacht. Aber ein solches hatte ich natürlich nicht dabei. Also gab ich mein Bestes, einigermassen guten Bilder hinzukriegen.

Am Nachmittag ging ich dann weiter und machte den obligaten Museumsbesuch, den ich immer mache, wenn ich in Stockholm bin (nach drei Mal in Folge kann man schon fast von einer Tradition sprechen) . Ich liess Tivoli, ABBA Museum, Vikingermuseum und das Museum der Wracks links liegen und ging ins Vasa-Museum.
Die Vasa, das grösste und schönste Kriegsschiff seiner Zeit, das König Gustav Adolph bauen liess, um im 30-jähringen Krieg die Vorherrschaft über die Baltische See zu erobern, sank 1628 auf seiner Jungfernfahrt nach nur 1’000 Meter Fahrt vor dem Hafen von Stockholm, als es wegen eines Konstruktionsfehlers durch eine Böe zu viel Seitenlage kriegte und mit Wasser voll lief.
333 Jahre später wurde es geborgen und erwies sich in einem überraschend guten Zustand. Die Zusammensetzung des Wassers des Ostsee hatte das Schiff vor der vollständigen Verrottung bewahrt.
Das Schiff liegt seit seiner Bergung in einem Trockendock, um das ein Museum gebaut worden ist. Es bietet Forschern aus vielen verschiedenen Fachrichtungen ein Fülle von Möglichkeiten, etwas über das Leben im 17. Jahrhundert zu erfahren. Unter anderem auch durch die Skelette der rund dreissig Menschen, die damals bei Untergang ertranken.
Und es ist es ist faszinierend, die Dimensionen dieses Schiffes, das man sonst nur von Zeichnungen und Bauplänen kennt, direkt vor einem zu sehen. Das Schiff ist ohne Masten ab Kiel fünf Stockwerke hoch. Es ist 60 Meter lang und 11 Meter breit, und hatte eine Besatzung von über 400 Mann. Die Vasa ist das einzige Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert, das es noch gibt. Laut Museumsführer wird es trotz aller Konservationsbemühungen langsam verrotten. Man tut aber alles, um diesen Prozess zu verlangsamen.

Morgen will ich in den Stadtteil Gamla Stan (Altstadt). Dort stehen unter anderem das Stockholmer Schloss (das ein Zimmer mehr hat als der Buckingham Palast in London, und deshalb der grösste königliche Palast Europas ist) und der Reichstag, das schwedische Parlament. Aber in Gamla Stan steht auch das Nobelpreismuseum und in den vielen, kleinen Gassen gibt es kleine Läden, die allerlei anbieten. Wenn ich es zeitliche hinkriege, werde ich auch die Wachtablösung beim Schloss fotografieren.

Stockholm_2021_02_104638_wp_gross

Stay tuned.

Reisen zu Zeiten von CORONA: Stockholm

Flagge_Schweden

Heute bin ich für ein verlängertes Wochenende nach Stockholm geflogen. 🙂

Dieser Trip stand schon lange auf dem Programm. Mein letzter Besuch in der Schwedischen Hauptstadt liegt 12 Jahre zurück.

Jedes Jahr mache ich zu meinem Geburtstag eine Städtereise.
Stockholm war eigentlich schon vor zwei Jahren geplant (und gebucht) gewesen. Aber dann konnte ich wegen gesundheitlichen Problemen im Sommer 2019 nicht reisen und musste den Trip absagen.
Letztes Jahr liess es die COVID-Lage in Schweden nicht zu, die Reise nachzuholen. Also ging ich nach Amsterdam. 🙂

Nun hat es aber geklappt. Und das Wetter spielt auch mit. Laut Vorhersage soll es das ganze Wochenende sonnig bleiben, bei ca 25 Grad Celcius.

Heute Abend habe ich den ersten Spaziergang in die Altstadt (Gamla Stan) gemacht. Da es im Norden im Sommer immer sehr lange hell ist, konnte ich dabei auch noch ein paar schöne Schnappschüsse machen.

Morgen will ich zuerst in den Skansenpark. Das ist das älteste Openair Museum, zu dem auch ein Zoo und ein Aquarium gehört. Unter anderem ist der Skansenzoo einer der wenigen Zoos in Europa, der einen australischen Inlandtaipan (Oxyuranus microlepidotus) hält. Das ist die giftigste Landschlange der Welt. Nicht nur dass es nur ganz wenige Zoos auf der Welt gibt, die diese Schlange halten. Sie lebt auch in der Wildnis in einer so abgelegenen und unwirtlichen Gegend, dass man sie kaum zu Gesicht kriegt. Ich würde mich freuen, wenn es mir gelingen würde, die „Fierce Snake“ im Terrarium zu fotografieren.

Danach werde ich wohl der Vasa einen Besuch abstatten und eventuell auch noch das ABBA-Museum aufsuchen.
Die Vasa ist ein altes Kriegsschiff, das 1628 auf seiner Jungfernfahrt wegen Konstruktionsfehlern sank. Dank der besonderen Zusammensetzung des Meerwasser der Ostsee zersetzte sich das Wrack über die Jahrhunderte kaum, und konnte in den 1960er Jahren praktisch unversehrt geborgen werden. In den 1980er Jahren wurde über die alte Werft, in der das Wrack lag, ein Museum gebaut.
Da das Vasa-Museum und das ABBA-Museum auch im Stadtteil Djurgården liegen, kann ich das gut kombinieren.

Wie schon vor einem Monat in Island sind auch hier die Nächte sehr kurz und hell. Da wird es sich nun zeigen, wie ich schlafen kann. Es ist jetzt 23:20 und draussen ist Dämmerung.

Stockholm_2021_01_1001667_kl

Stay tuned.

Zoo Basel

Gestern hatte ich mich spontan dazu entschieden, wieder einmal den „Zolli“ in Basel zu besuchen. Ein letzter Ferientag und das Wetter machte auch mit. Also ein wunderschöner Tag für einen Ausflug.
Mit dem Zug dauerte es nicht ganz zwei Stunden von meiner Haustüre bis zum Eingang des Zoos in Basel. Dieser liegt ja nur zehn Gehminuten vom Bahnhof Basel SBB entfernt.

Der älteste (gegründet 1874) und grösste Zoo der Schweiz war mittelstark besucht.
Das heisst, es gab am Eingang keine Schlange, man konnte überall gut zu den Gehegen und beim Zoorestaurant waren am Mittag noch etliche Tische frei. Da der Zoo relativ weitläufig ist, verteilten sich die Leute ganz gut.
Im ganzen Zoo gilt im Moment noch Maskenpflicht. Dafür waren alle Tierhäuser geöffnet; allerdings jeweils mit einer Beschränkung der Anzahl Leute, die sich gleichzeitig in einem Tierhaus aufhalten dürfen und Einbahnverkehr in den Häusern. Und es waren alle Restaurants und Verpflegungsstände offen.

Im Zoo wimmelte es aber von Halbwüchsigen, die sowohl deutsch wie auch französisch sprachen, und einen riesigen Radau veranstalteten. Ich gehe von mehreren Schulklassen der Mittelstufe aus der Schweiz und Frankreich aus. Selbst im Restaurant flogen mit viel Geschrei und Gekreische leere PET Flaschen und anderes durch die Gegend, weil niemand auf diese Gören aufpasste. Man liess sie einfach machen.
Und natürlich meine Lieblinge, die Kinderwagen: Ich hatten den Eindruck, halb Basel hätte in den letzten Monaten Nachwuchs gekriegt und müsste diesem nun all die exotischen Tiere zeigen. Obwohl die Babies meistens schliefen und wahrscheinlich sowieso nicht mitbekamen, wo genau sie denn waren…

Das Schöne an dem Tag war natürlich auch, dass wegen dem schönen Wetter fast alle Tiere auf den Aussenanlagen waren. Dort kann man sie auch viel besser fotografieren, als in den dunklen Tierhäusern durch die dicken Glasscheiben.
Und da der Zolli viele Bäume hat, konnte man immer etwas im Schatten spazieren.

Da jeder Zoo jeweils einen etwas anderen Tierbestand hat, waren für mich natürlich die Tierarten besonders interessant, die ich im Zoo Zürich, also quasi vor meiner Haustür, nicht antreffe, z.B. das indische Panzernashorn oder das knapp einen Monat alte Flusspferd.

Nach rund vier Stunden habe ich dann den Heimweg angetreten, die Speicherkarten meiner Kameras gefüllt mit Bildern. Jetzt beginnt die Auswahl und die Bearbeitung der besten Bildern. Die ersten 15 Bilder befinden sich bereits in der Galerie.

Gorilla


Island 2021: Zwei Mal zum Vulkan und zurück

Island_flag

Gestern war ich an der Ausbruchsstelle beim aktiven Vulkan am Fagradalsfjall, und das gleich zwei Mal.

Eigentlich hatte ich geplant, bei schönem Wetter die Wanderung zur Ausbruchsstelle zu machen und dort ein paar Bilder zu schiessen. Und dann am nächsten Tag mit dem Helikopter noch einmal hinzufliegen und ein paar Bilder aus der Luft sowie auch aus einer anderen Bodenperspektive zu schiessen.

Der Wetterbericht war für den ganzen Tag gut und am Morgen, als ich aufstand, herrschte Sonnenschein mit etwas Südwind. Das war gut, denn man nähert sich dem Vulkan von Süden her, und mit Rückenwind kriegt man nichts von den giftigen Gasen ab, die der Lava entweichen (hauptsächlich Schwefelwasserstoff, Schwefeldioxid und Kohlendioxid).
Allerdings erhielt ich an dem Morgen auch eine Sturmwarnung für den nächsten Tag. Aber das war mir im Moment egal.
Ich fuhr als zum Parkplatz, von dem aus der Weg zum Vulkan führt, und nahm den Fussmarsch in Angriff. Bis zur Ausbruchsstelle sind es nicht ganz 4 km. Allerdings auch mit zwei Steigungen, bei denen insgesamt 350 Höhenmeter zu überwinden sind. Und der Weg ist teilwiese nur mit Holzposten gekennzeichnet. Man geht buchstäblich über Geröllfelder. Ich schaffte die Strecke in etwas mehr als eine Stunde.
Oben wehte ein starker Wind, was aber für die Gegend nichts aussergewöhnliches ist. Und ich traf auf ca 100 isländische Teenager, die offenbar eine Schulreise machten. Entsprechend war da etwas los. 😉
Der Anblick des Vulkans, insbesondere, wenn alle zehn Minuten ein Ausbruch geschieht, ist faszinierend. Es gehört wohl zum Beeindruckendsten, das ich je aus der Nähe sehen durfte. Obwohl der Krater (der Vulkan hat mehrere Krater, von denen im Moment nur einer an der Oberfläche aktiv ist) noch einen guten Kilometer entfernt war, konnte man die Kraft sehen, mit der die Lava herausgeschleudert wurde. Und wenn man flüssigen Stein wie eine Flut aus dem Krater strömen sieht, ist das erst recht eindrücklich.
Ebenso beeindruckend ist es zu sehen, wie die ausgetretene Lava seit Mitte März bereits zwei Täler fast vollständig gefüllt hat und nun droht, weiter Richtung Südküste zu fliessen. Dabei würde auch die Hauptstrasse kurzerhand einfach verschüttet. Zwei Versuche, die Lava mittels aufgeschütteter Erdwalle aufzuhalten, sind gescheitert. Die Lava fliesst jetzt in ein drittes Tal.
Die Lava fliesst stetig weiter. Sehr langsam zwar, aber sie fliesst. Am einen Ende des Tals, ca 2 km vom Krater entfernt, schien es, dass die Lava sich nicht mehr rührte. Wenn man aber genauer hinsah, sah man, dass die Lava zum einen immer noch glühte, also überhaupt noch nicht erkaltet war. Und zum andere brachen am Ende der Lavazunge immer wieder Stücke glühender Lava heraus und flogen durch die Luft. Das zeigte, dass sich da etwas bewegte.
Nach fast einer Stunde trat ich dann den Rückweg an, der etwas weniger lang dauerte als der Aufstieg. Unten auf dem Parkplatz entschied ich mich spontan, einen kleinen Abstecher in die Hauptstadt zu machen und dort etwas im alten Hafen zu bummeln.

Unterwegs in die Hauptstadt erhielt ich einen Anruf von Volcano Heli, bei denen ich für den nächsten Tag einen Flug zum Vulkan gebucht hatte. Ob es mir wohl möglich wäre, den Flug heute um 18:00 zu machen. Sie wären nicht sicher, ob sie am nächsten Tag fliegen könnten. Das Wetter wäre ziemlich unsicher. Ich erinnerte mich an die SMS, die ich am Morgen von safetravel.is erhalten hatte. Das passte zusammen.
Also sagte ich zu, da ich ja sowieso in Reykjavik war.

Ich fand mich kurz vor 18:00 beim Inlandflughafen in Reykjavik ein. Mit mir waren noch zwei Amerikanerinnen dort, und so hatten wir einen Flug mit nur drei Passagieren. Das war auch gut so, denn der Heli, ein Robinson R66 war recht klein. Mir fiel auf, dass die Helis dieser Firma in der Schweiz immatrikuliert sind (HB-…). Auf Nachfrage erfuhr ich, dass der Besitzer der Firma ein Liechtensteiner ist und seine Heli deshalb dort immatrikuliert sind. Auf der Heckflosse haben die Helis entsprechend eine Liechtensteiner Flagge aufgemalt.
Der Flug verlief ziemlich ruhig, auch wenn der Wind und die Thermik den Heli ab und zu schüttelte. Die Pilotin beschrieb laufend, wo wir gerade durchflogen und erklärte auch viel über die Gegend.
Sie landete auf einem anderen Hügel als ich am Morgen war. Somit sah ich den Vulkan nicht nur in einem anderen Licht, sondern auch aus einer anderen Perspektiven.
Wir blieben ca 20 Minuten dort und erlebten zwei Ausbrüche. Aus dieser Perspektive sah ich auch viel besser, wie weit sich die Lava schon ausgebreitet hat.
Auf dem Rückflug kreisten wir noch ein paar Mal um den Krater und konnte einen weiteren Ausbruch aus der Luft beobachten. Danach machte wir noch einen kleinen Abstecher an die Küste bevor wir nach Reykjavik zurückflogen.
Heute morgen war ich sehr froh, dass ich diesen Flug gestern hatte machen können. Heute regnete es hier und der Wind tut noch das Seinige dazu. Ich kann mir vorstellen, dass es in den Bergen nun ziemlich ungemütlich ist. Und ich bin mir nicht sicher, ob man überhaupt fliegen kann.

Also ist heute bei mir ein ruhiger Tag angesagt. Ich habe ein paar lokale Sehenswürdigkeiten besucht, bei denen man drin sein kann, zum Beispiel das Isländische Museum des Rock ’n Roll.
Und ich habe im Hafen entdeckt, dass die grösste Segeljacht der Welt, die SY A vor der Küste liegt. Das Schiff hat eine Länge von 143 m und gehört einem russischen Oligarchen. Ich weiss nicht, was das Schiff hier macht. Es hatte nicht angelegt, sondern driftete ledig ein paar hundert Meter vor der Küste in einer ziemlich unruhigen See.
Vermutlich waren seine Passagiere mittel Beiboot an Land gebracht oder von dort abgeholt worden. Auf alle Fälle ein nicht alltäglicher Anblick, der auch viele Einheimische am Mittag trotz Regen zum Hafen lockte. Einige hielten soagr mitten auf der Strasse an, um das Schiff mit dem Handy zu fotografieren.

Heute Abend muss ich packen, denn morgen sehr früh geht’s wieder nach Hause. Ich habe eben eine SMS von Iceland Air gekriegt, mit der Bitte, dort frühzeitig zum Check Inn zu kommen. Sie hätten viel zu tun. Der Check Inn öffnet hier um 05:00…
Aber vorher muss ich noch den Mietwagen zurückbringen.
Ach ja: Ich habe auch keinen PCR Test mehr gemacht, denn seit Montag muss man auch für die Reise in die Schweiz als Geimpfter keinen Test mehr vorweisen. Und muss auch das Einreiseformular nicht mehr ausfüllen. Mal schauen, ob die Leute beim Check In Morgen früh das auch wissen…
Online Check Inn ist deshalb nicht möglich. Ich muss, wie es vor Jahren üblich war, am Schalter einchecken.

Natürlich hat es sowohl gestern wie heute neue Bilder gegeben. Erste bearbeitete Bilder finden sich wie immer in der Galerie.

Island 2021
Vulkanausbruch am Fagradalsfjall

Stay tuned.

Island 2021: Zurück in den Süden

Island_flag

Ich habe erst jetzt festgestellt, dass ich gestern gar nichts geschrieben habe. Mea culpa!
Keine Ahnung warum. Vermutlich war ich zu lange mit Bildern beschäftigt gewesen und ging dann gleich ins Bett.

Gestern war ohnehin nicht viel los. Ich machte einen Ausflug an den Hvalfjörður  (isl. für Walfjord). Diesen grossen Fjord habe ich bisher immer nur „unterfahren“. Am Eingang des Fjord führt nämlich ein 6 km langer Tunnel unter dem Fjord hindurch. Das verkürzt die Fahrt von Reykjavik in den Nordwesten (zB nach Borgarnes) deutlich, denn wenn man um den Fjord herumfahren müsste, wären das 70 km mehr.
Nun bin ich also etwas entlang der Ufer des Fjord gefahren, um die Gegend dort kennenzulernen, Dabei bin ich bewusst auf Nebenstrassen gefahren, um auch etwas zu sehen und bei Bedarf auch anhalten zu können. Und ein kleiner Pass mit Naturstrasse war auch dabei.

Heute hiess es dann, meine Sachen zu packen und mich von Brennistaðir zu verabschieden.
Auch heute wählte ich nicht die kürzeste und schnellste Strecke in den Süden, sondern nahm wieder einige Nebenstrassen (welche natürlich nicht geteert waren) und fuhr auch über kleinere Pässe. Dazu ist zu sagen, dass die Strassen im Hochland immer noch gesperrt sind. Sonst hätte ich einen Umweg genommen und wäre durch das Kaldidalur (isl. für Kaltes Tal) gefahren.

Trotzdem habe ich einen kleinen Umweg gemacht und bin in den Nationalpark Þingvellir gefahren. Die Landschaft dort fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Ausserdem ist es ein geschichtsträchtiger Ort für Island.
Von dort fuhr ich zum Krater Kerið und dann weiter auf die Halbinsel Reykjanes. Ich fahre immer lieber entlang der Südküste bis zum Flughafen anstatt die Schnellstrasse durch die Agglomeration von Reykjavik zu benutzen. Die mit Moos bedeckten Lavafelder und die Küste gefallen mir sehr. Ausserdem „kocht“ die Erde auf dieser Halbinsel überall und es gibt immer wieder etwas zu sehen. Reykjanes ist eigentlich ein einziges, grosse Vulkansystem, das sehr aktiv ist. Neuestes Beispiel: Der Vulkanausbruch beim Fagradalsfjall in der Nähe von Grindavík. Dort schiesst seit dem 19. März 2021 flüssige Lava aus dem Boden und hat mittlerweile ganz Täler gefüllt.
Als ich am Parkplatz vorbeifuhr, von dem aus man zu Fuss zur Ausbruchsstelle gehen kann, war der nicht einmal halb voll (allerdings ist er auch riesig…). Dort schaue ich dann morgen vorbei, und wenn das Wetter mitspielt, werde ich die paar Kilometer Wanderung unternehmen. Ich bin sehr gespannt, denn wann gibt es sonst eine Gelegenheit, einen aktiven Vulkan beobachten zu können.

Am späten Nachmittag bin ich dann hier in Garður am westlichsten Ende der Halbinsel im Lighthouse Inn angekommen. Hier bleibe ich nun drei Tage, bevor ich dann am Freitag schon wieder nach Hause fliegen muss.

Natürlich hat es sowohl gestern wie heute neue Bilder gegeben, die ich in die Galerie hochgeladen habe.

Öxarárfoss
Öxarárfoss

Stay tuned.

Island 2021: Vom Regen ins Paradies

Island_flag

Der Sturm tobte die ganze Nacht ganz schön, ist aber dann am Morgen abgeflacht. Der Regen ist allerdings geblieben.
Allgemein war etwas los in dieser Nacht: Neben den ständigen Sturmgeräuschen, die im allgemeinen eigentlich ganz beruhigend wirken, wenn man im warmen und trockenen Bett liegt, wurde ich um drei Uhr durch einen lauten Piep-Ton geweckt, der sich alle halbe Minute wiederholte. Woher der kam, war unklar. Aber er entstand mit Sicherheit im Schlafzimmer. Also musste ich der Sache auf den Grund gehen, sonst wäre an weiterschlafen nicht mehr zu denken gewesen. Nach kurzer Suche fand ich heraus, dass dieses Signal vom Feuermelder kam, der an der Decke hing. Offenbar zeigte das Gerät damit an, dass seine Batterie fast leer ist. Also einfach mal die Batterie herausgenommen (Ersatz hatte ich keine), und schon konnte ich weiterschlafen. Da ein weiterer Feuermelder im Wohnzimmer hängt, machte ich mich wegen der Sicherheit keine allzu grosse Sorgen.
Da es hier die ganze Nacht hell bleibt, habe ich nicht nur Mühe mit dem Einschlafen. Ich bin auch jeden Morgen um fünf Uhr wach. Zwar kann ich dann weiterschlafen, aber spätestens um halb acht ist fertig, auch wenn ich erst nach Mitternacht ins Bett gegangen bin. Die Mitternachtssonne ist mit Ausschlafen nicht zu vereinbaren. 🙂

Am Morgen wartete ich dann bis der Regen nachliess und fuhr dann spontan zum Grábrók. Das sind drei erloschene Vulkankrater, die direkt an der Ringstrasse liegen. Diese Krater entstanden bei einem Ausbruch des Vulkansystems Ljósufjöll vor über dreitausend Jahren. Sie sind auch die am östlichesten gelegenen Krater dieses Systems. Auf den grössten der drei Krater, den Stóra-Grábrók führt ein Wanderweg mit eingebauter Treppe. Einmal oben, kann man auf dem Kraterrand rund um den Krater herumgehen und hat dabei einen grossartigen Überblick über das ganze Tal des Flusses Norðurá.
Ich war schon drei Mal bei Grábrók. Und jedes Mal hat es geregnet. Das erste Mal vor drei Jahren wurde ich oben auf dem Krater von heftigem Regen überrascht. Beim zweiten Mal vor zwei Jahren regnete es so stark, dass ich beschloss, gar nicht erst nicht hinauf zu gehen. Und heute nieselte es nur leicht, als ich oben war. Das war dann also wettertechnisch gesehen der beste Besuch, mal abgesehen davon, dass sonst keine anderen Leute oben waren.

Ca 10 Minuten von Grábrók entfernt liegt Glanni, einer der Wasserfälle des Flusses Norðurá. Zum Wasserfall kommt man nur zu Fuss. Man parkiert beim dortigen Golfplatz und hat dann noch ca fünf Minuten zu gehen. Glanni ist nicht mit den ganz grossen wie dem Dettifoss, dem Goðafoss oder dem Skógafoss zu vergleichen. Trotzdem ist er mit 8 Metern Fallhöhe ein sehenswertes Naturschauspiel.

Weitere fünf Minuten weiter durch die Büsche findet man etwas südlich vom Glanni den Teich Paradísarlaut. Ein kleines, ruhiges „Paradies“, versteckt in den Büschen. Den Teich mit dem glasklaren Wasser habe ich vor drei Jahren entdeckt, als ich vom Glanni einfach dem Weg entlang weiter durch die mannshohen Büsche streifte, bis der Weg endete. Erst später stellte ich fest, dass der Teich auch bei Google Maps zu finden ist.

Als ich vom Parkplatz losfuhr, setzte der Regen wieder ein. Und je weiter ich nach Südwesten fuhr, desto heftiger wurde der Regen. Also entschied ich mich für ein Indoor-Nachmittagsprogramm und besuchte das Settlement Center in Borgarnes. Dort wird einem in einer Ausstellung mit Audioguide die Besiedelung Islands erklärt. Und in einer zweiten Ausstellung erfährt man die Geschichte eines dieser Siedler.
Es gibt zwei alte Bücher, die diesen beiden Ausstellungen zu Grunde liegen: das Isländerbuch und das Landnahmebuch. Beide wurden im 13. Jahrhundert, also mehrere hundert Jahre nach den eigentlichen Ereignissen  geschrieben. Trotzdem sind sie die einzigen einigermassen verlässlichen Quellen für das ganz frühe Island und gelten als die wertvollsten Nationalschätze. Kein anderes Land hat aus dieser Zeit so detaillierte Beschreibungen.

Die ersten Bilder von heute sind bereit online in der Galerie hochladen werde.

Paradísarlaut

Stay tuned.

Island 2021: Einmal Reykjavik und zurück

Island_flag

Der Sturm hatte sich tatsächlich bis zum Morgen ausgetobt. Und wie erwartet kam dann der Regen. Allerdings nur kurz. Ab ca 11:00 klarte es auf und es schien teilweise sogar die Sonne.
Am Abend kam dann der Sturm zurück, zusammen mit dem Regen. Zwar gilt die aktuelle Sturmwarnung für ein Gebiet, das weiter nördlich liegt. Aber wenn ich jetzt um 23:00 aus dem Fenster schaue, dann stürmt es hier ganz schön.

Am Morgen fuhr ich nach Reykjavik, um meinen Mietwagen umzutauschen. Ich hatte am Donnerstag am Flughafen statt des bestellten SUV einen Kleinwagen, einen Toyota Corolla Hybrid gekriegt. Damit kann man zwar ganz gut auf geteerten Strassen herumfahren. Aber schon die fünf Kilometer Feldweg zu meiner aktuellen Unterkunft sind kaum zu machen, ohne dass der Wagen herumgeschüttelt wird und bei fast jedem Schlagloch aufsitzt.
Nach Intervention meines Reisebüros konnte ich heute also den Kleinwagen gegen einen Toyota RAV 4 eintauschen und bin nun gut ausgerüstet, um auch abseits der geteerten Strassen vorwärts zu kommen.
Allerdings musste ich dafür halt ca eineinhalb Stunden nach Reykjavik fahren (und natürlich auch wieder zurück…).

Auf dem Rückweg machte ich einen Abstecher nach Akranes, um die alte Leuchttürme zu sehen. Dabei habe ich mir auch etwas Zeit genommen, die Umgebung genauer anzusehen.

Dann fuhr ich weiter zu den Hraunfossar (isl. für Lavawasserfälle) und dem Barnafoss (isl. für Kinderwasserfall). Da war ich zwar schon mehrere Male, aber ich finde es immer wieder faszinierend, wie bei den Hraunfossar das Wasser quasi aus dem Boden kommt und so diese Wasserfälle bildet. Zudem war das Wetter heute Nachmittag relativ freundlich. So konnte ich einige Bilder mit Sonnenschein schiessen, was das letzte Mal nicht möglich war.

Heute Nachmittag erhielt ich die untenstehende SMS, in der auf die grosse Trockenheit und das Verbot von Feuern im Freien hingewiesen wurde. Island hat eine längere Trockenheitsphase hinter sich. Vor allem Gras und Büsche brennen beim kleinsten Funken wie Zunder. Die Regenfälle, die hier gerade niedergehen, sind also hoch willkommen.
Die SMS habe ich erhalten, weil ich mich bei safetravel.is für die Dauer meiner Reise registriert habe, wie ich das jedes Mal tue, wenn ich nach Island komme.

Auch heute konnte ich einige Bilder schiessen, die ich nach der Bearbeitung in die Galerie hochladen werde. Die ersten sind bereits online.

Waldbrand Warnung per SMS

Stay tuned.

Island 2021: Stürmische Zeiten

Island_flag

Heute kam der Sturm.

Am Morgen fuhr ich nach Borgarnes, um einzukaufen. Das ist die nächstgelegenste Stadt, ca eine halbe Stunde Fahrt vom meiner Unterkunft entfernt. Sie hat nur ca 2’000 Einwohner, aber dort gibt es alles: Schulen, Tankstellen, Supermarkt, Restaurants, Hotels, etc.

Das Wetter war windig und bewölkt. Das ist hier an sich nichts Besonderes und ändert sich sowieso laufend. Ab und zu konnte man auch ein paar Tropfen Regen spüren respektive auf der Windschutzscheibe sehen. Aber dank dem Wind änderte sich das immer wieder.
Also blieb ich nach dem Einkaufen noch ein bisschen in Borgarnes, um ein paar Bilder zu schiessen.

Kurz nach Mittag fuhr ich wieder zurück, mit dem Ziel meine Einkäufe in die Wohnung zu bringen und dann noch einen Abstecher zu den Hraunfossar (isl für „Lavawasserfälle“) zu machen. Die liegen nämlich hier in unmittelbarer Nähe. Da ich dort aber schon mehrere Male war, macht es für mich nur Sinn, wenn das Licht (abhängig vom Wetter) gut ist, um neue Bilder zu schiessen.

Nun, aus dem Ausflug wurde leider nichts. Nach dem Mittag legte der Wind kräftig zu und entwickelte sich zu eine  veritablen Sturm. Man konnte draussen im Freien fast nicht mehr aufrecht stehen. Ein Blick ins Internet bestätigte den Sturm. Der isländische Wetterdienst rief für den Süden und den Westen die gelbe Warnstufe aus. Das heisst hier, dass Wandern nicht mehr zu empfehlen ist und dass Fahrzeuge mit grosser Angriffsfläche wie zum Beispiel Wohnwagen in Gefahr laufen, von Windböen umgekippt zu werden. Also ganz schön heftig. Die Windgeschwindigkeiten bewegen sich hier im Moment um die 70kmh, mit Spitze von über 100kmh. Und dass soll noch bis morgen früh so andauern.

Ich war heute mehrere Mal draussen. An sich kein Problem, wenn man eine Windstopper-Jacke anzieht. Besonders kalt ist es auch nicht. Und mit meinem Auto konnte ich problemlos herumfahren. Ich musste einfach aufpassen, dass ich keinen Stein erwischte und konnte auch nicht so schnell fahren.
Aber mir wurde beim Fotografieren die Kamera mehrmals fast aus der Hand gerissen, und an das Aufstellen eines Statives für HDR Bilder war nicht mehr zu denken.

Als blieb ich in der Nähe meiner Unterkunft. Der Spuck soll morgen früh vorbei sein. Wir werden sehen.
Übrigens: Im Bild unten zeigt der Pfeil an, wo ich mich ungefähr befinde.

Inzwischen habe ich auch für diese Reise wieder eine Galerie angelegt. Die wird laufend aktualisiert.

Sturmwarnung für den 28.5.21

Stay tuned.

Island 2021: Angekommen

Island_flag

Ich bin wieder in Island. 🙂

Der Weiterflug von Kopenhagen nach Keflavik war pünktlich und dank dem Entertainmentsystem, dass es bei Iceland Air in der Economy auch auf Kurzstrecken gibt, auch kurzweilig.
Wir landeten sogar einen halbe Stunde früher als geplant.

Das Wetter ist zur Zeit sonnig, aber wie fast immer in Island windig. Und über dem Süden hängt eine Dunstglocke aus Sand, der von den starken Winden von der Südküste aufgewirbelt wird und wie bei uns der Saharasand das Land in eine gelblich Dunstglocke hüllt. Aber morgen soll es dann richtig stümisch werden und am Wochenende kommt noch der Regen dazu.

Das Prozedere hier bei der Ankunft läuft nun etwas anders ab als letztes Jahr. Nach der Passkontrolle (auch Island schränkt den freien Personenverkehr im Schengenraum ein), wo auch der Impfausweis kontrolliert wurde, ging’s via Gepäckausgabe direkt zum PCR Test. Ich sass bereits um 16:00 in meinem Mietwagen und fuhr los. Letztes Jahr kam ich erst um 17:00 aus dem Flughafen raus.

Nach zweieinhalb Stunden Fahrt traf ich hier in Brennistaðir ein. Eigentlich ginge das noch schneller, aber es gab in der Hauptstadtregion einen Stau, der mich einen  halbe Stunde aufhielt, und zudem hatte mein Navi Mühe, den Hof zu finden. Der ist ein bisschen abgelegen… 😉

Nun warte ich auf das Resultat des COVID Tests. Bis dahin muss ich in Quarantäne bleiben. Deshalb konnte ich unterwegs auch nicht einkaufen gehen. Aber meine Vermieterin war so nett, mir etwas in den Kühlschrank der Ferienwohnung zu stellen, damit ich heute Abend und morgen früh etwas zu essen habe.

Es ist jetzt kurz vor 21:00 hier in Island (die Zeitverschiebung beträgt 2 Stunden gegenüber der Schweiz, also ist es für mich eigentlich 23:00) und immer noch taghell. Ich bin nun seit 17 Stunden auf den Beinen, aber noch überhaupt nicht müde. Ich kann auch nicht schlafen gehen, wenn es so hell ist.
Die Mitternachtssonne kommt hier in Island zwar erst etwa in einem Monat, aber bereits jetzt ist es um Mitternacht ziemlich hell. Ich kenne das aus Norwegen. Ich werde wohl 2 bis 3 Nächte brauchen, um mich daran zu gewöhnen…

Stay tuned.