
Halmstad hat eine kleine „Altstadt“, welche zum grössten Teil Fussgängerzone und gleichzeitig Shoppingmeile ist.
Wie im letzten Post schon erwähnt, liegt Halmstad an der Mündung des Flusses Nissan ins Meer, genauer gesagt in den Kattegat nördlich des Öresund.
Heute erkundete ich eben diese Altstadt mit ihren vielen Läden, Cafés, Restaurants und einigen wenigen Sehenswürdigkeiten.
Südlich der Altstadt liegt das Schloss Halmstad.
Im 17. Jahrhundert von den Dänen gebaut, beherbergt es, seit Halmstad schwedisch wurde, die Bezirksverwaltung.
Man kann das Schloss besichtigen, aber nur auf Voranmeldung, und leider nicht am Mittwoch. Somit schaute ich es mir halt nur von aussen an. 🙂
Es gibt in Halmstad auch mehrere schön angelegte Parks, die von der Bevölkerung genutzt werden, auch um zu Picknicken und Sonnenbaden. Und es finden sich noch wenige Teile der alten Stadtbefestigung sowie einige ältere Fachwerkhäuser.
Mir hat besonders die Gegend entlang des Flusses sehr gut gefallen. Hier hat man etliche Mehrfamilienhäuser gebaut, und das Flussufer ist eine Naherholungszone. Ich vermute, diese exklusive Wohnlage ist nicht ganz billig. 🙂
Ich streifte etwas mehr als zwei Stunden durch mit der Kamera durch die Stadt. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Lesen und Kaffee trinken.
Mein Hotel hat einen netten Innenhof, in dem man in Ruhe draussen lesen kann, ohne dass man aufs Zimmer muss. Und für Nachschub an Getränken ist durch die Hotelbar immer gesorgt.
Die Ruhe war dann vorbei, als mehrere Familien mit ihren schlecht erzogenen Kindern (im Alter von ca 8 bis 12) aus der Stadt zurück kamen. Dann gingen das Gekreische und die Streitereien los.
Bei diesem Hotel ist das Nachtessen im Zimmerpreis mit einbegriffen. Jeden Abend gibt es ein Buffet mit warmen und kalten Speisen. Sehr lecker.
Ist ja irgendwie logisch, dass Familien dann nicht ins Restaurant essen gehen. Und natürlich will man bei dem Wetter draussen im Innenhof essen.
Aber dann bitte sollen sie ihre Balgen unter Kontrolle haben und nicht die anderen Gäste mit Ballspielen und Gekreische belästigen.
Heute habe ich so einem Bubi um die 12 gezeigt, was Anstand heisst. Als ich am Buffet Brot für mich schnitt, wollte er sich vordrängeln. Ein Wunder, dass er nicht noch das Brot nahm, das ich gerade geschnitten hatte.
Und schwupp, war er plötzlich einen halben Meter zurück. Der hat mich komisch angesehen. Das hat er bei seiner Oma und seiner Mami wohl noch nie erlebt. 😉 Denen hat er offenbar aber nichts davon erzählt, denn ich hatte schon damit gerechnet, dass da Reklamationen kommen. Aber nein: Nix.
Morgen fahre ich noch einmal ins Landesinnere nach Jönköping. Das wird die drittletzte Etappe, bevor ich dann über Karlstad nach Göteborg fahre, wo ich am Sonntag eintreffen werde.