Skandinavien 2023: Göteborg zum Zweiten

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Heute habe ich ausgeschlafen. 😉
Frühstück erst um 09:30. Das passiert selten, weil ich ja nicht die ganze Reise verschlafen, sondern möglichst viel sehen will. 🙂
Ausserdem sind die Frühstückszeiten in den meisten Hotels so gelegt, dass es eigentlich nur am Wochenende möglich ist, auszuschlafen.
Aber da ich gestern schon in der Stadt war, und da ich genau wusste, wohin ich heute wollte, und weil nicht mit Spitzenwetter zu rechnen war (in der Nacht hat es ausgiebig geregnet), und weil ich morgen schon um 06:00 aufstehen muss, blieb ich heute so lange wie möglich liegen, ohne das Frühstück zu verpassen.

Nach dem Frühstück machte ich mich mit der Kamera auf in Richtung Wasser. 🙂
Mein Ziel war das Marinemuseum im Hafen. Aber ich streifte erst noch ein wenig durch die Stadt, auf der Suche nach ein paar Motiven. Dazu gehören in einer Stadt immer auch die sogenannten „Menschen auf der Strasse“. Das sind Bettler, Obdachlose, Strassenmusiker, Schausteller, Nepper, Spieler und auch moderne Missionare.
Seit ich 1986 im Londoner St. James Park mit meiner analogen NIKON FE die ersten dieser Bilder schoss, hat sich bei mir im Laufe der Zeit ein umfangreiches Archiv an schwarz/weissen Bildern angesammelt, das ich unter dem Titel „Menschen auf der Strasse“ auf meiner Homepage in eine Galerie geladen habe.
Heute sind dort drei neue Bilder dazugekommen.

Unten am Hafen, gleich neben der Oper fand ich dann Maritinam, das Marinemuseum von Göteborg.
Im Gegensatz zum Marinemuseum in Karlskrona, das in einem grossen Gebäude untergebracht ist und mehrere Ausstellungen hat, besteht das Maritiman darin, dass mehrere ausser Dienst gestellte Schiffe miteinander vertäut am Pier liegen. Diese Schiffe können selbst erkundet werden, und an Bord findet man immer wieder Tafeln, welche zum Einen die Schiffe vorstellen und zum Anderen Details zum Einsatz oder, bei Kriegsschiffen, zur Bewaffnung geben.
Das grösste Schiff, das dort liegt, ist der Zerstörer HMS Småland. Er ist die Hauptattraktion des Museums. Der letzte Zerstörer der schwedischen Marine, der noch existiert, wurde 1979 ausser Dienst genommen. Zerstörer waren sehr schnelle, schwer bewaffnete Kriegsschiffe. Man sieht schon von aussen, dass die Småland vor Waffen nur so strotzte. Diese Schiffe waren gebaut worden, um auf See seinen Willen durchsetzen und Handelsschiffe vor Angriffen schützen zu können.
Daneben liegen noch ein Schlepper, ein U-Boot, ein Vorpostenboot, Löschboot und ein sogenanntes Feuerschiff. Letzteres war nicht anderes als ein schwimmender Leuchtturm, der andere Schiffe von Untiefen warnen sollte.
Als ich die deutsche Bezeichnung und Beschreibung dieses Schiffs im Museum las, erinnerte ich mich an einen Roman mit dem Titel „Das Feuerschiff“ von Siegfried Lenz, den wir in der Mittelschule lesen mussten. Ich erinnere mich allerdings nicht mehr an den Inhalt des Buches. Ist ja schliesslich schon über 40 Jahre her… 😉

Der Himmel war den ganzen Tag bewölkt, auch wenn der Wind die Wolken umher blies. Gelegentlich nieselte es. Aber niemals so stark, dass man einen Regenschirm gebraucht hätte. Und die Temperaturen waren wie gestern gerade noch warm genug, dass man in T-Shirt und Short raus konnte.

Ich machte danach einen gemütlichen Spaziergang durch die gegen Mittag doch recht hektisch gewordene Stadt, suchte noch ein paar interessante Sujets (sprich „Menschen auf der Strasse„), und genehmigte mir auch noch einen schönen Kaffee.

Den Rest des Tages verbrachte ich mit Lesen in verschiedenen Restaurants und mit der Bearbeitung erster Bilder von heute. Diese sind wie immer in der Schweden/Dänemark Galerie hochgeladen.

Morgen setze ich meine Reise fort.
Um 09:00 fährt die Fähre nach Dänemark los. Einchecken ist ca eine Stunde vorher.
Die Überfahrt dauert bloss 3 Stunden. Ich hoffe auf ruhiges Wetter. Abgesehen von einem gewissen Regenrisiko sagt die Wettervorhersage aber nichts Besonderes.
Kurz nach Mittag sollte ich dann in Frederickshavn auf dänischen Boden kommen.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Erster Tag in Göteborg

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Heute war es im Hotel wesentlich ruhiger. Die Metallica Fans checkten nach und nach aus und fuhren nach Hause. Aber vor allem gab es beim Frühstück und später in der Lobby/Bar keine laute Musik mehr. 🙂
Gelegentlich begegnete man noch dem einen oder anderen Fan in der Stadt. Ich nehme an, deren Flug oder Zug wird wohl erst am späteren Nachmittag oder Abend geplant gewesen sein.
Immerhin, man muss sich das einmal vorstellen:
Metallica gaben am Freitag und Sonntag je ein Konzert im ausverkauften Ullevi-Stadion.
Ich weiss nicht genau, wie viele Leute da Platz haben; auf jeden Fall über 50’000.
Wer sich ein Bild machen will, der schaue sich dieses Video vom Konzert am Freitag,16.06.2023 an.
Auch wenn nicht alle Konzertbesucher in der Stadt übernachteten, und auch wenn viele von denen zwei Konzerte schauten, weil die Band jeweils eine andere Show machte, kann man getrost von einer höheren fünfstelligen Anzahl Übernachtungen in Göteborg bloss wegen der Konzerte ausgehen. Mein Hotel war jedenfalls ausgebucht.
Zum Glück hatte ich mein Zimmer schon im November 2022 gebucht. Später hätte ich wohl etwas Mühe gehabt, an diesem Wochenende überhaupt ein Zimmer in Göteborg zu kriegen. 😉

Ansonsten bin ich heute ein bisschen durch die Stadt gebummelt und habe verschiedene Orte erkundet.
Und ich habe eines der für mich wichtigsten Souvenirs der Reise gekauft: zwei T-Shirts aus dem Hard Rock Cafe Göteborg. Ich kaufe nur sehr wenige Souvenirs. Dafür habe ich meine Bilder.
Aber in jeder Stadt, die ich besuche und in der es ein Hard Rock Café gibt, kaufe ich ein oder zwei solcher T-Shirts. 😉
Leider wurde das Hard Rock Café in Oslo geschlossen. Von dort habe ich leider kein T-Shirt. 😦
Ich werde in Kopenhagen zwingend auch noch ein Hard Rock Café T-Shirt kaufen müssen, weil mein aktuelles Hard Rock Café Kopenhagen T-Shirt wegen Flecken, die sich nicht mehr rauswaschen liessen, entsorgt werden musste.

Das Wetter heute war vor allem bewölkt. Zwar war es warm genug für Shorts und T-Shirt, aber die Sonne zeigte sich kaum. Und am Nachmittag gab es dann noch einen leichten und kurzen Regenschauer.

Morgen werde ich meine Kamera mit auf meinen Streifzug nehmen.
Mich interessiert dann vor allem die Gegend am Wasser. Dort befindet sich auch das Marine-Museum, das mir vor ein paar Tagen von einem Schweden empfohlen wurde.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Die letzte Etappe in Schweden

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Heute bin ich die letzte Etappe in Schweden gefahren.
Nun bin ich in Göteborg, wo ich drei Nächte bleiben werde, bevor ich meine Reise mit einer Fahrt über den Kattegat nach Dänemark fortsetzen werde.

Somit sind gut zwei Drittel der Skandinavien-Tour 2023 vorbei. Das waren 31 Tage, 30 Hotelübernachtungen, 19 Etappen und gute 4’500 Kilometer.
In drei Tage geht’s dann in Dänemark weiter.

Etwas war heute anders als in den letzten 30 Tagen: Es regnete den ganzen Tag.
Nach 30 Tagen Sonnenschein auf der ganzen Tour, kam heute der Regen. Die ganze Etappe durch hatte ich mehr oder weniger starken Regen. Erst in der Nähe von Göteborg liess der Regen nach, und im Moment regnet es in der Stadt nicht. Es hat aber grosse, schwarze Wolken am Himmel. Ich gehe deshalb davon aus, dass da noch etwas runterkommt.

Die Fahrt lief ruhig. Heute ist Sonntag. Da war es auch auf den Strassen etwas ruhiger.
Ich machte auch nur einen Kaffeehalt in Åmål. Eigentlich schade, dass es regnete, denn Åmål liegt direkt am Vänern und hat einen kleinen Jachthafen. Ich kann mir vorstellet, dass es dort bei gutem Wetter ganz hübsch sein kann.
Jetzt war es einfach etwas trüb und ich brauchte zum ersten Mal auf dieser Reise meine Regenjacke…

Ich hatte damit gerechnet, dass die Einfahrt ins Zentrum von Göteborg eine Herausforderung werden könnte. Göteborg ist eine Grossstadt mit über 500’000 Einwohnern und entsprechendem Verkehr. Und ich musste zum Hauptbahnhof, um dort bei Hertz meinen Wagen abzugeben. Also mitten hinein.
Nun, es war Anfangs tatsächlich eine Herausforderung. Aber nicht wegen dem Verkehr (zum Glück ist heute Sonntag), sondern wegen der Baustellen. Rund um den Hauptbahnhof wird gebaut, und genau die Zufahrtstrassen, in die mich Google Maps einwies, waren gesperrt. 😦
Ich fuhr fast eine Stunde hin und her (in einer Stadt, die ich nicht kenne), bis ich einen Zubringer zum grossen Parkhaus fand, in dem ich im 6. Stock dann meinen Wagen abstellen und den Schlüssel an einem Automaten abgeben konnte.

Das Gute an dem Parkhaus ist, dass es nur 200 Meter von meinem Hotel entfernt ist. Also war ich mit meinen zwei Koffern relativ rasch dort.

Als ich im Hotel eincheckte, traf mich fast der Schlag.
In der Hotelbar und in der Lobby (und im Hotelrestaurant) dröhnt in ohrenbetäubender Überlautstärke Heavy-Metal-Musik, und überall sassen Leute mit langen Haaren, Tattoos, Ketten und Metallica T-Shirts. Ich erinnerte mich spontan an einen Spruch, der ein inzwischen leider verstorbener Schulfreund einst prägt: „Das wurde bestimmt neben einer Baustelle aufgenommen. So laut sind nur Presslufthämmer.
Es stellte sich heraus, dass sich die amerikanische Heavy-Metal-Band Metallica auf Welttournee befindet und heute das zweite Konzert in einem Station in Göteborg gab. Ich hoffe, morgen ist der Spuk vorbei, die Freaks sind wieder abgezogen, und es ist in der Hotelbar wieder ruhiger.
Ich mag Heavy-Metal und ich mag teilweise auch Metallica. Aber nicht in dieser Lautstärke und bitte nicht diese Freaks.
Ausserdem liegt mein Heavy-Metal Geschmack bei Bands, die ihren Höhepunkt in den 70ern hatte, wie Led Zeppelin, Deep Purple und AC/DC.

Morgen mache ich mal einen ersten Spaziergang durch die Innenstadt und schaue, was es da so gibt.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Noch einmal nach Norden

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Die zweitletzte Etappe in Schweden führte mich heute noch einmal nach Norden. Ich fuhr von Jönköping, das am Südende des Vättern, dem zweitgrössten See Schwedens liegt,  nach Karlstad ans Nordufer des Vänern, dem grössten See des Landes (5.519,1 km²).

Obschon die Strecke mit gut 250 km heute etwas länger war als die letzten Etappen, habe ich auch heute noch ein paar Umwege eingebaut, um von der Autobahn herunterzukommen.
Da stiess ich zufällig auf dem Gemeindegebiet von Falköping auf ein altes Kloster, respektive dessen Ruinen. Ich habe einen dieser braunen Wegweiser gesehen, mit denen Sehenswürdigkeiten angezeigt werden, und bin einfach abgebogen.

Das Kloster Gudhem stammt aus dem 12. Jahrhundert und gehörte den Zisterzienserinnen.
Das Kloster war zeitweise sehr reich und stand unter dem Schutz des Königshauses, bis es im 16. Jahrhundert niederbrannte. Die Ruinen wurden dann im 20. Jahrhundert ausgegraben und konserviert.

Auch heute war hier wieder ein recht warmer Sommertag. Am Morgen sah es erst einmal nicht danach aus. Beim Aufstehen habe ich zum ersten Mal auf dieser Reise einen völlig wolkenverhangenen Himmel gesehen. Die Wolken verschwanden aber dann recht schnell, und bei meiner Abfahrt in Jönköping hatte die Sonne wieder die Oberhand gewonnen.

Morgen nehme ich die letzte Etappe in Schweden unter die Räder, und fahre nach Göteborg. Das sind die letzten 250 km auf schwedischem Boden.
Die Hertz-Station in Göteborg befindet sich am Hauptbahnhof, keine 200 Meter von meinem Hotel entfernt. Das ist ganz praktisch, da ich mit zwei vollen Koffern und einem Rucksack zu Fuss hin muss.
In Göteborg werde ich drei Nächte bleiben und mir die Stadt ein wenig ansehen.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Jönköping

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Wie gestern schon angekündigt, habe ich es heute in Jönköping (wird hier in etwa „Jönschöping“ ausgesprochen) etwas ruhiger angehen lassen.
Trotzdem war ich am Morgen ca 3 Stunden in der Fussgängerzone im Zentrum unterwegs und habe mir die Gegend zwischen den Seen angeschaut

Jönköping liegt an einem grossen See, dem Vättern. Das ist der zweitgrösste See Schwedens, in dem auch ein Ungeheuer leben soll. Weiter gibt es auf dem Stadtgebiet noch zwei kleinere Seen, den Munksjön und den Rocksjön.
Das Stadtzentrum liegt quasi zwischen dem Vättern und dem Munksjön.

Den Rest des Tages habe ich in der Bar/Lobby des Hotels damit verbracht, bei einem Kaffee zu lesen und Bilder zu bearbeiten.

In der Stadt wurde es inzwischen laut.
Schon zum dritten Mal nach Malmö und Växjö habe ich heute den lärmigen Schulabschluss schwedischer Mittelschüler miterlebt. Allerdings waren die hier im Vergleich zu Malmö geradezu gesittet. Die Lastwagen mit der lauten Musik und den Schülern mit den Trillerpfeifen fuhren offenbar nur einmal durch die Stadt. Danach war im Grossen und Ganzen Ruhe. 🙂

Morgen fahre ich nach Karlstad. Das wird mit über dreihundert Kilometer eine etwas längere Etappe. Gleichzeitig ist es die zweitletzte Etappe in Schweden, bevor ich dann am Sonntag nach Göteborg fahre, wo ich den Wagen abgeben werde.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Heute bin ich einem Reh, einem Hasen, einem Bären und einem Dinosaurier begegnet

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Da die heutige Fahrtstrecke von Halmstad nach Jönköping mit maximal zweieinhalb Stunden Autobahn so kurz wie auch langweilig gewesen wäre, habe ich neben ein oder zwei Stopps einen „Umweg“ nach Borås eingebaut. Daraus resultierte eine längere, schöne und gemütliche Fahrt über Land und durch die schwedischen Wälder. Dabei ist mir unter anderem ein Reh mit Kitz vor dem Auto durchgelaufen.

Mein erstes Zwischenziel war das Landeryds Järnvägsmuseum, das Eisenbahnmuseum von Landeryd.
Doch leider hatte das Museum heute nicht geöffnet. Ich war am falschen Tag dort, wie so oft schon auf dieser Reise.
Also blieb es bei ein paar Bildern von alten Lokomotiven, die vor dem Gebäude standen.

Nächste geplante Station war dann schon Borås. Allerdings erst eineinhalb Stunden Landfahrt später. Und was soll ich sagen? Ich habe einen weiteren Zoo entdeckt. 🙂
Als ich gemütlich in Richtung Stadtzentrum fuhr und einen Parkplatz suchte, um dann in der Stadt einen Kaffee zu trinken, sah ich plötzlich einen Wegweiser mit dem Wort „Djurparken„.
Also habe ich sofort den Plan geändert und bin den Wegweisern gefolgt. 🙂

Der Zoo von Borås ist ein klassischer Tierpark. Er ist sehr weitläufig und die Gehege sind auch sehr gross. Die halten dort nur grössere Tiere (das Kleinste dürften die Zwergziegen gewesen sein). Also keine Reptilien, Amphibien oder Fische.
Der Park ist auf Familien mit Kindern ausgerichtet. Es gibt viele Picknicktische und einen riesigen Spielplatz. Und natürlich darf auch der Streichelzoo nicht fehlen. Und am Eingang können kleine Wagen gemietet werden, mit denen man seine ganze Habe (inkl Windelpakete, Flaschen und Sandwiches) durch den Zoo ziehen kann.
Im nordischen Teil bin ich dann eben den Braunbären begegnet. Ich finde es toll, dass Zoos in Schweden einen Teil ihrer Fläche für nordische Tiere (also ihre eigenen) einrichten. So sieht man auch keine amerikanischen Bisons, sondern Wisente, die im Norden wild vorkommen.
Kurz vor dem Ausgang gibt es auch noch einen Dinosaurierpark. Dort stehen im Wald mehrere lebensgrosse Figuren verschiedener Saurierarten. Einige der Modelle sind sogar mechanisch animiert und bewegen Kopf und Klauen. Das Ganz ist ganz gut gemacht.

Nach etwas mehr als zwei Stunden machte ich mich völlig verschwitzt auf die Fahrt hierher nach Jönköping.
Verschwitzt deshalb, weil die Sonne heute ganz schön einheizte. Mein Auto zeigte zweitweise eine Aussentemperatur von 29 Grad an. Auch wenn man davon ausgehen kann, dass dieser Wert vor allem der von der Sonne aufgeheizten Karosserie geschuldet war, war es ganz schön heiss, wenn man nicht im Schatten stand.

Hier in Jönköping bleibe ich bis Samstag. Morgen schalte ich quasi einen „Ruhetag“ ein. Nach 28 Tagen ständig auf Achse und Besichtigungen brauche ich den jetzt. Also ausser einen gemütlichen Spaziergang durch das Stadtzentrum werde ich morgen nichts unternehmen.

Übrigens: Als ich heute Abend nach dem Abendessen einen Verdauungsspaziergang machte, kreuzte doch tatsächlich in einem kleinen Park mitten in der Stadt ein Hase meinen Weg. Es war der dritte Hase, den ich bisher in Schweden gesehen hatte, aber definitiv der erste mitten in einer Stadt.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Halmstad

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Halmstad hat eine kleine „Altstadt“, welche zum grössten Teil Fussgängerzone und gleichzeitig Shoppingmeile ist.
Wie im letzten Post schon erwähnt, liegt Halmstad an der Mündung des Flusses Nissan ins Meer, genauer gesagt in den Kattegat nördlich des Öresund.

Heute erkundete ich eben diese Altstadt mit ihren vielen Läden, Cafés, Restaurants und einigen wenigen Sehenswürdigkeiten.
Südlich der Altstadt liegt das Schloss Halmstad.
Im 17. Jahrhundert von den Dänen gebaut, beherbergt es, seit Halmstad schwedisch wurde, die Bezirksverwaltung.
Man kann das Schloss besichtigen, aber nur auf Voranmeldung, und leider nicht am Mittwoch. Somit schaute ich es mir halt nur von aussen an. 🙂

Es gibt in Halmstad auch mehrere schön angelegte Parks, die von der Bevölkerung genutzt werden, auch um zu Picknicken und Sonnenbaden. Und es finden sich noch wenige Teile der alten Stadtbefestigung sowie einige ältere Fachwerkhäuser.
Mir hat besonders die Gegend entlang des Flusses sehr gut gefallen. Hier hat man etliche Mehrfamilienhäuser gebaut, und das Flussufer ist eine Naherholungszone. Ich vermute, diese exklusive Wohnlage ist nicht ganz billig. 🙂

Ich streifte etwas mehr als zwei Stunden durch mit der Kamera durch die Stadt. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Lesen und Kaffee trinken.
Mein Hotel hat einen netten Innenhof, in dem man in Ruhe draussen lesen kann, ohne dass man aufs Zimmer muss. Und für Nachschub an Getränken ist durch die Hotelbar immer gesorgt.

Die Ruhe war dann vorbei, als mehrere Familien mit ihren schlecht erzogenen Kindern (im Alter von ca 8 bis 12) aus der Stadt zurück kamen. Dann gingen das Gekreische und die Streitereien los.

Bei diesem Hotel ist das Nachtessen im Zimmerpreis mit einbegriffen. Jeden Abend gibt es ein Buffet mit warmen und kalten Speisen. Sehr lecker.
Ist ja irgendwie logisch, dass Familien dann nicht ins Restaurant essen gehen. Und natürlich will man bei dem Wetter draussen im Innenhof essen.
Aber dann bitte sollen sie ihre Balgen unter Kontrolle haben und nicht die anderen Gäste mit Ballspielen und Gekreische belästigen.
Heute habe ich so einem Bubi um die 12 gezeigt, was Anstand heisst. Als ich am Buffet Brot für mich schnitt, wollte er sich vordrängeln. Ein Wunder, dass er nicht noch das Brot nahm, das ich gerade geschnitten hatte.
Und schwupp, war er plötzlich einen halben Meter zurück. Der hat mich komisch angesehen. Das hat er bei seiner Oma und seiner Mami wohl noch nie erlebt. 😉 Denen hat er offenbar aber nichts davon erzählt, denn ich hatte schon damit gerechnet, dass da Reklamationen kommen. Aber nein: Nix.

Morgen fahre ich noch einmal ins Landesinnere nach Jönköping. Das wird die drittletzte Etappe, bevor ich dann über Karlstad nach Göteborg fahre, wo ich am Sonntag eintreffen werde.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Zurück an die Küste nach Halmstad

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Aufgrund der relativ kurzen Strecke, die ich heute vor mir hatte, verliess ich Växjö relativ spät.

Mein erstes Zwischenziel war das Schloss Teleborg.
Ich hatte es im Internet gefunden und beschloss, mir das einmal anzusehen.
Das Schloss steht auf einem Hügel inmitten einem Park.
Irgendwie erinnerte mich die Szene an einen Aschenputtel Film von Walt Disney. 🙂
Ein wunderschönes, kleines Schlösschen, zu dem alle hinaufblicken müssen, wenn sie ankommen. Zum Haupteingang führt eine steile Treppe. Und der Park darum herum kann sich auch sehen lassen.
Allerdings ist das Schloss nicht sehr alt (ca 120 Jahre), historisch kaum von Bedeutung (von einem GRaf für seine Frau gebaut) und innen gab es nichts zu besichtigen, denn das Schloss ist ein Hotel.
Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich wohl dort gebucht. Das Hotel macht einen gediegenen Eindruck, ist aber nicht einmal so teuer wie ich gedacht hatte.
Gemäss Homepage des Hotel würde mich ein Einzelzimmer im Nebengebäude für eine Nacht 1’145.– Schwedische Kronen kosten. Das sind gut 100 Schweizer Franken. Da habe ich auf dieser Reise einige Buchungen, die deutlich mehr kosten. Und nicht an einer so schönen Lage liegen.
Allerdings kosten die Suiten im Schloss dann schon etwas mehr, nämlich SEK 1’995.– pro Person. Wem das nun auch nicht soooo teuer vorkommt für eine Suite, muss wissen, dass man im Schloss kein eigenes Bad hat, sondern ein Gemeinschaftsbad auf dem Flur. 😉
Also ist das Schloss wohl gar nicht so ein Luxustempel. 😉 Aber schön ist es trotzdem und die Lage ist super.

Auf dem Weg nach Halmstad bin auch mal wieder runter von der Autobahn und durch den Wald gefahren. Allerdings wurde der Ausflug nach einigen Kilometern Waldweg durch einen Stapel alter Reifen gestoppt, die als Wegsperre aufgestellt worden sind.
Also hiess es, wieder umzukehren und zurück auf die Autobahn zu fahren.

Nun bin ich hier in Halmstad.
Hier bleibe ich zwei Nächte. Das heisst, ich habe morgen den ganzen Tag Zeit, das Stadtzentrum zu erkunden. Halmstad liegt an der Mündung des Flusses Nissan (der heisst wirklich so) ins Meer. Entsprechend treten hier wieder zwei Phänomene auf, die ich in Küstennähe immer wieder beobachten konnte:
1. Es hat Möwen. Diese Viecher sind überall und immer darauf aus, etwas Essbares abzustauben. Dabei machen sie einen Höllenlärm. Also im Freien bloss nichts unbeaufsichtigt herumliegenlassen. Sonst ist es weg.
2. Es hat Wind. Und der ist bei mir hochwillkommen. Denn hier ist definitiv der Sommer angekommen. Die Sonne scheint den ganzen Tag (und die Tage sind hier lang). Die Temperaturen können an windgeschützten Orten problemlos auf über 25 Grad steigen. Und offenbar hat es in ganz Schweden seit Wochen kaum geregnet.
Der Wind kühlt das Ganze ein bisschen ab und macht die Wärme für mich erträglich.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Und weiter geht’s in Landesinnere

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Ich bin wieder mobil.

Ich konnte einen neuen Mietwagen organisieren.
Wie erwartet konnte ich bei Europcar in Helsingborg den Wagen nicht tauschen. Man war zwar mit mir einig, dass es keine gute Idee wäre, wenn ich mit diesem Schaden noch eine weitere Woche und gut 1’000 km weiterfahren würde. Nur eben: Sie hatten gar keinen freien Wagen, den man mir im Austausch geben konnte.
Also schlug ich vor, es bei einer andere Mietwagenfirma zu versuchen, z B bei Hertz. Aus dem Internet wusste ich, dass die ca 600m von Europcar entfernt waren, und auch, dass die noch einige Autos haben sollten.
Bloss der Mitarbeiter von Europcar wollte dort nicht selbst anrufen. Das sähe nicht sehr gut aus. Kurz: es war ihm halt peinlich.
Also rief ich selbst an und kriegte dort aber nur das schwedisch sprechende „Bändchen“ ans Telefon.
Kurzerhand liess ich den Seat bei Europcar stehen und ging zu Fuss zu Hertz.
Und kriegte ohne grosse Probleme einen neuen Mietwagen. Führerschein und Kreditkarte genügten und das Problem war gelöst. 🙂
Ich kriegte nicht nur praktisch einen Neuwagen (Kilometerstand 13’364). Ich kriegte ein Auto, von dem ich vorher noch nie gehört hatte: einen Lynk & Co 01 Hybrid.
Das ist ein chinesischer SUV, der in Zusammenarbeit mit Volvo entwickelt wurde. Tatsächlich steckt sehr viel Technologie von Volvo drin, so etwa der Motor und die Sicherheitstechnik. Kein Wunder, denn wie mir der Europcar Mitarbeiter erzählte, sei Volvo von den Chinesen übernommen worden. Fragt sich bloss, wieviel chinesische Technologie in Zukunft in den Volvos verbaut sein wird…
Übrigens: Soeben habe ich bei einem Blick aus dem Hotelzimmer auf den Parkplatz festgestellt, dass der Lynk & Co 01 offenbar auch ein Schiebedach hat. Das werde ich morgen gleich ausprobieren. 😉

Mit dem neuen Wagen bin ich dann zurück zu Europcar, habe meine Sachen umgeladen und den Seat abgegeben. Somit ist das Mietverhältnis mit Europcar abgeschlossen, und ich warte auf die Abrechnung. Das könnte einen Moment dauern, den der Mitarbeiter dort hatte noch nie einen solchen Fall und sein Chef (der mir am Samstag am Telefon nicht helfen wollte) ist in den Ferien.
Wenn alles richtig läuft, sollte auch wegen dem Schaden keine weiteren Kosten auf mich zukommen. Ich habe im Mietvertrag die maximale Vollkaskoversicherung drin. Die ist bei Europcar bei so langer Mietdauer Pflicht. Selbstredend, dass ich die bei Hertz auch abgeschlossen habe. 😉

Nun bin ich also wieder in der Spur und auch im Zeitplan.
Die Fahrt nach Växjö nahm ich gemütlich und hielt unterwegs noch in Hässleholm an, um zu Mittag zu essen.

Morgen fahre ich via Värnamo zurück an die Küste nach Halmstad. Dort werde ich wieder zwei Nächte bleiben.

Bei der ganzen Geschichte um den neuen Mietwagen hatte ich es beinahe vergessen:
Heute ist die Halbzeit bei meiner Reise. Es ist der 25. von 49. Reisetagen. Das heisst, ich bin dreieinhalb Wochen unterwegs und werde es noch einmal dreieinhalb Wochen sein. Am 21. Juni, dem 34. Reisetag, werde ich Schweden verlassen und mit der Fähre nach Dänemark fahren.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Helsingborg

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Sonntag in Helsingborg bedeutet vor allem eines: Ruhe.
Da ist nicht viel los. Die meisten Läden und viele Restaurants sind geschlossen. Sogar in meinem Hotel ist die Hotelbar und das Restaurant am Sonntag geschlossen. Auch auf den Strassen ist spürbar weniger Verkehr unterwegs.
Einzig die Fähren von und nach Helsingør fahren den ganzen Tag schön regelmässig ca alle halbe Stunde.

Helsingborg in Schweden und Helsingør in Dänemark liegen einander gegenüber an der Stelle, an der der Öresund am schmalsten ist, nämlich knapp 4 km. Bei gutem Wetter sieht man von hier aus die Türme des Schlosses Kronborg in Helsingør.

Hier herrscht strahlender Sonnenschein, und ohne den Wind, der hier völlig normal zu sein scheint, wurde es am Nachmittag bis zu 23 Grad Celsius. Wetterberichte melden bis mögliche 27 Grad in den nächsten Tagen.
Allerdings traue ich denen nicht mehr so richtig. Für heute waren maximal 19 Grad angesagt. Also habe ich meine Softshell-Jacke angezogen, als ich aus dem Hotel ging. Und was soll ich sagen? Ich habe schon nach einer halben Stunde angefangen zu schwitzen. 😦
Zurück ins Hotel, um mich umzuziehen, war mir zu weit und zu mühsam. Meine Lösung sah anders aus: Ich setzte mich wenn immer möglich dem Wind aus und blieb im Schatten. So hatte ich es immer schön kühl.

Ich war etwas über 4 Stunden in der Stadt unterwegs, die einen sehr modernen und neuen Eindruck macht. Natürlich habe ich nur den Bereich entlang des Hafens (und ein bisschen der unteren Stadtteile) gesehen. Aber die Stadt machte mir den Eindruck einer aktiven Stadtentwicklung. Sehr viele Neubauten an bester Lage, insbesondere beim Yachthafen. Ich frage mich, was es wohl kostet, dort zu wohnen.
Der Yachthafen war übrigens voll. Vor allem kleinere und grössere Segelyachten prägten das Bild. Aber es hatte auch einige richtig grosse Motoryachten. Aber alle Yachten, die ich gesehen hatte, waren in Schweden oder Dänemark registriert. Da war keine aus den Bahamas oder einem anderen Steuerparadies, wie man sie am Mittelmeer oft antrifft.

Natürlich habe ich den Kärnan besucht, einen alten Turm, der in den Resten der alten Stadtbefestigungen steht. Dort wo früher auch eine Burg stand, ist heute ein Park, der Slottshagen.
Zum Kärnan und den Slottshagen gelangt man über die Treppenterrassen.
Für die gesamte Anlage habe ich in verschiedenen Beschreibungen immer wieder die Bezeichnung „Kern oder Wahrzeichen von Helsingborg“ gelesen.

Ebenfalls sehenswert ist das Rathaus von Helsingborg. Der imposante Bau mit seinem 65m hohen Turm ist so ziemlich das Erste, das einem auffällt, wenn man in die Stadt. Der Turm verfügt über ein Glockenspiel, das jeweils um 9, 12, 15, 18 und 21 Uhr spielt.
Das Rathaus stammt aus dem 19. Jahrhundert. Trotzdem wird es als Symbol für das sich modernisierende Helsingborg angesehen, während der Kärnan das alte Helsingborg ist.

Die beiden Bauwerke stehen im Übrigen nah beieinander. Vom Slottshagen sieht man gut auf das Rathaus hinab.

Den Rest des Tages verbrachte ich vorwiegen am Hafen und tat, was die Einheimischen auch taten: Spazieren und in einem Café an der frischen Luft den Sonntag geniessen.

Morgen muss ich mir wohl erst einen neuen Mietwagen organisieren.
Ich werde zu Europcar fahren. Und wenn klar ist, dass ich den Wagen unmöglich noch eine Woche über 1’000 km fahren kann, kriege ich entweder von denen einen neuen Wagen, oder ich finde bei einer anderen Firma einen Mietwagen, mit dem ich den Rest der Strecke bis Göteborg fahren kann.

Alles in allem sollte ich morgen Abend in Växjö im Hotel einchecken. Auf jeden Fall habe ich heute eine SMS mit deren Buchungsbestätigung bekommen. 🙂

Stay tuned.