Meine Tour de Romandie: Vom Vallée de Joux ins Val-de-Travers

 Nun ging’s weiter auf die dritte Etappe vom Vallée de Joux ins Val-de-Travers im Kanton Neuenburg.

Das Wetter hielt sich: Es gab viel Sonne mit einige Wolken am Himmel. Am Ziel zogen dann aber wieder mehr Wolken auf, aber es regnete nie.

Das war auch wichtig bei meinem ersten Besuch: ich schaute mir die Grotten von Vallorbe an. Die Grotten enthalten die Quelle des Flusses Orbe, der von hier an der Grenze zu Frankreich bis in den Neuenburger See fliesst.

Das Höhlensystem von Vallorbe scheint riesig zu sein, allerdings kann nur ein kleiner Teil davon besucht werden. Aber auch dieser Teil zieht sich ganz schön tief in den Berg hinein. Die Höhle ist voll von Stalaktiten und Stalamiten, welche mit ausgeklügelter Lichttechnik eindrücklich präsentiert werden. Dass es draussen nicht regnete, war deshalb wichtig, weil der Regen auch in die Höhle eindringt, und es dort sehr wohl auch regnen kann (nass und feucht ist es sowieso immer). Es kann sogar vorkommen, dass dadurch die Orbe so stark ansteigt, dass sie die Fusswege in der Höhle überschwemmt.

Von Vallorbe ging es dann weiter via Orbe und Saint-Croix über die erste Jurakette ins Val-de-Travers, dem Zentrum des Absinthe.

In der Schweiz war Absinthe lange Zeit verboten. Das Verbot wurde 1910 sogar mit einer Volksinitiative in der Verfassung verankert. Damit konnte es später nicht einfach so durch eine Gesetzesänderung wieder gekippt werden. Es brauchte eine Verfassungsänderung, und diese kommt nur zu Stande, wenn in einer Abstimmung Volk und Stände zustimmen. Daher dauert es fast 100 Jahre, bis dieses Verbot 1999 wieder aus der Schweizer Verfassung gestrichen wurde.

Ich bleibe also noch bis Sonntag hier auf dem Chapeau de Napoleon hoch über dem Val-de-Travers und werde meine Kenntnisse über die Region und ihr bekanntestes Produkt ein bisschen erweiten.

Grottes de Vallorbe
Grottes de Vallorbe

 

Val-de-Travers
Val-de-Travers

Meine Tour de Romandie: Ein trockener Tag im Vallée de Joux

Wie der Titel schon sagt: Heute regnete es nicht. 🙂
Das Wetter war geprägt von einem ständigen Wechsel zwischen Sonnen und Wolken. Dafür sorgte ein zwar nicht besonders starker, aber beständiger Wind. Und ich bin sicher, dem ist es auch zu verdanken, dass es nicht regnete.

Heute fuhr ich einmal um den Lac de Joux herum, mit einigen Abstechern und Stops natürlich.
Da am Morgen schon die Sonne schien, machte ich mich auf die Suche nach Fotomotiven.

Ich fuhr zuerst Richtung Westen in den Ort Le Sentier. Dieses Dorf am westlichen Ende des Lac de Joux gehört zur politischen Gemeinde Le Chenit.
Es war eine kleine Überraschnung für mich, als ich am Dorfeingang plötzlich vor den Gebäuden der Luxusuhrenmarke Jaeger-LeCoultre stand. Ich wusste nicht, dass diese Firma ihren Sitz hier hat.

Als ich dann weiter Richtung Westen fuhr, kam ich in das Dorf Le Brassus, das auch zur Gemeinde Le Chenit gehört. Dort entdeckte ich einen Wegweiser zum Col de Marchairuz. Diesen Pass kenne ich aus meiner Militärzeit in Bière nur zu gut. Ich musste mehr als einmal zu Fuss dort hinauf.
Also bog ich spontan ab und fuhr die Passtrasse hinauf, bis die Bewölkung so zunahm, dass man fast nichts mehr sah. Ich schoss ein paar Bilder (unterhalb der Wolkendecke), und kehrte dann wieder ins Vallée de Joux zurück. Der Ausflug zum Col de Marchairuz lohnte sich aber insofern, als dass die Natur des Jura dort oben einfach schön ist. Der Bauer, mit dem ich auf dem Pass sprach, meinte: „Ce n’est pas le paradis, mais très proche…

Zurück im Tal fuhr ich dann auf der Seeseite, die meinem Hotel gegenüber liegt, bis ans östliche Ende des Sees. In Le Pont, das zur Gemeinde L’Abbaye gehört, machte ich ein paar Aufnahmen vom See und vom Phoenix, einer Skulptur, die im See steht. Zu Fuss und mit der Kamera erkundete ich diesen kleinen Ort am Eingang des Vallée de Joux. Auf die rund einstündige Umrundung des Lac Brenet, der bei Le Pont direkt neben dem Lac de Joux liegt, habe ich aber verzichtete, weil sehr dunkle Wolken aufzogen und der Wind zunahm. Ich wusste nicht, ob es nicht doch noch regnen würde.

Morgen geht es dann weiter ins Val-de-Travers. Ich hoffe, das Wetter hält sich einigermassen.

Col de Marchairuz
Col de Marchairuz


Lac de Joux
Lac de Joux