Norwegen 2018: Tag 3 – Das Inselhopping beginnt

NorwegenHeute habe ich meinen Mietwagen übernommen und Tromsø Richtung Vesterålen und Lofoten verlassen. In acht Tagen werde ich wieder in Tromsø sein, für eine letzte Nacht und einen letzten Tag in Norwegen, bevor es dann am Nachmittag des 7. Juni 2018 wieder nach Hause geht.

Leider hat das Wetter wieder umgeschlagen, wie es aufgrund der Wetterberichte ja zu erwarten gewesen war.
In Tromsø ging es eigentlich noch. Etwas windig und ab und zu Nieselregen, aber im Grossen und Ganzen klar. Das macht mir auch nichts aus. Darauf bin ich vorbereitet, und ehrlich gesagt mag ich dieses Wetter ab und zu ganz gerne. Auf jeden Fall lieber als starke Hitze. 😉

Allerdings begann der Tag nicht ganz so, wie ich das geplant und gebucht hatte.
Mein nächster Termin an diesem Morgen war die Fähre in Brensholmen auf Kvaløya um 10:45, und für die Strecke dorthin braucht man gemäss Google Maps eine Stunde und fünf Minuten. Die Empfehlungen, die man dazu ganz allgemein kriegt, lauten, dass man ca 20-30 Minuten früher da sein sollte.
Indem ich einige Stopps mit einberechnete, bei denen ich Aufnahmen machen wollte, und ich generell nie unter Zeitdruck fahren will, wenn ich die Gegend nicht kenne, hatte ich den Mietwagen auf 08:00 beim Hotel gebucht.

Aber der Mietwagen war um acht nicht beim Hotel! 😦
Als die freundliche Dame an der Rezeption bei EuropCar nachfragte, hiess es, man hätte am Flughafen irgendwelche Schwierigkeiten gehabt. Deshalb hätte der Wagen Verspätung.
Naja, so gegen neun war er dann da. 😦
9 Uhr war allerdings allerletzte Eisenbahn. Aber da ich aufgrund des Wetters sowieso nicht davon ausgegangen war, dass ich die geplanten Halte zum Fotografieren einlegen würde, reute mich am Schluss nur die eine Stunde, die ich zu früh aufgestanden war. 😉
Hingegen wurde ich hinsichtlich des Wagens positiv überrascht. Anstatt des erwarteten Golfs (oder eines anderen Wagens in dieser Grössenklasse) erhielt ich einen kostenlosen Upgrade in Form eines blauen Toyota Avensis Kombi: bequem, viel Platz und einen anständigen Motor.  🙂

Das Wetter hielt sich mehr oder weniger bis Brensholmen, wurde aber schon während der Überfahrt nach Botnhamn schlechter. Die Fähre wurde immer wieder von starken Winden hin und her geschaukelt. Zudem nahm der Regen auch zu.
Ich bin auf meinem Weg in meine nächste Unterkunft Hamn i Senja alle Destinationen angefahren, die ich ursprünglich geplant hatte. Aber nachdem sich das Wetter zu einem kleinen Sturm entwickelte, bin ich nur noch in Husøy ausgestiegen und und habe versucht, ein paar Bilder zu schiessen. Aber nicht in erster Linie der Sturm führte dazu, dass ich die Übung irgendwann abbrach, sondern die Wolken, die so tief hingen, dass man knapp einen Kilometer sehen konnte. Über dem Meer, aber auch in den Bergen machte das Ganze auf mich den Eindruck von dichtem Nebel. So sind dann auch selbst bei bester Wetterfestigkeit des Fotografen leider keine Landschaftsaufnahmen möglich. Man sieht schlicht nichts.
Ausserdem war bei Tungeneset, dem Rastplatz mit der „1 Million Toilette“ die Brandung so hoch, dass ich innert Sekunden bis auf die Knochen nass gewesen wäre, wenn ich ausgestiegen wäre, trotz Regenkleidern. 😉

So bin ich dann halt etwas früher hier im Hotel Hamn i Senja angekommen.
Und da hat mich dann die zweite positive Überraschung des Tage erwartet.
Hamn i Senja ist kein Hotel im eigentlichen Sinne, mit Zimmern in einem einzelnen Haus. Es handelt sich viel mehr um eine Anlage mit mehreren Häusern, in denen es kleine Wohnungen gibt.
Und eine solche Wohnung habe ich nun bezogen, mit Wohnzimmer, Küche, separatem Schlafzimmer und einer Terrasse, die direkt am Meer liegt. Im Sommer kann man zum Baden von der Terrasse direkt ins Meer springen. Hier kann man es sich gut gehen lassen. Eigentlich schade, dass ich nur zwei Nächte hier bleibe, und dass das Wetter es nicht zulässt, im Meer zu baden.
Der Frühling hat hier eben erst begonnen.

Überfahrt von Brensholmen nach Botnhamn
Überfahrt von Brensholmen nach Botnhamn
Mein Wohnzimmer
Mein Wohnzimmer

8 Gedanken zu “Norwegen 2018: Tag 3 – Das Inselhopping beginnt

  1. Heute können wir den vorletzten Bericht von Dir lesen – morgen geht dann unsere Reise los, aber erst nach Mittag. Alle andern Beiträge wenn wir am 8.6. wieder zu Hause sind. Wir sehen uns dann ja im Säget:-)

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    1. Habe ich mir auch schon überlegt. Einfach mal ein paar Tage hierher kommen zum Ausspannen. Im Sommer bei schönem Wetter muss das der Hammer sein.
      Und Ruhe hat man hier. Wir sind hier wirklich „in the middle of Nowhere“. Der nächste Laden zum Einkaufen ist gute 15 Autominuten von hier entfernt. Aber auch nur, weil die offenbar einen neuen Tunnel gebaut haben.
      Aber Handyempfang, DAB und WLAN sind 1A. Egal wo man ist. 😉

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    1. Nein, eben leider nicht. Ging nicht. Wäre ich dort aus dem Auto gestiegen, wäre ich innert komplett durchnässt gewesen, und leider ist meine Kamera auch nicht wasserdicht. WEgen des Windes war da nicht nur Regen, sondern auch Gischt vom Meer.

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