Norwegen 2018: Tag 4 – Das Wetter bessert sich

NorwegenHeute war das Wetter viel besser als gestern. Erst einmal kein Regen und kaum Wind.
Am Morgen beim Aufstehen war es zwar noch immer stark bewölkt und die Temperaturen im einstelligen Bereich, aber ab dem Mittag klarte es zusehends auf und ab ca 3 Uhr schien die Sonne.
Und das tut sie jetzt auch noch, um 21:45 wenn ich diesen Bericht schreibe.
Ich bin mal gespannt, ob der Himmel die ganze Nacht wolkenlos bleibt und ich doch tatsächlich das erste Mal die Mitternachtssonne sehe. 🙂

Als erstes bin ich heute Morgen die Strecke, die ich gestern gekommen bin, ein wenig zurückgefahren und habe den Senjatrollet besucht.
Dieser „größte Steintroll der Welt“ (gibt es überhaupt noch andere oder ist das hier der einzige?) ist 17,96 Meter hoch und wiegt 125 Tonnen. Er ist innen hohl und beherbergt auf zwei Etagen ein Museum, in dem die Trollsagen präsentiert und erklärt werden.
Durch Zufall habe ich dort einen älteren Herrn aus Deutschland getroffen, dessen Frau eine Halbschwester des Besitzers Leif ist. Von diesem Deutschen erfuhr ich, dass die ganze Anlage von Leif selbst gebaut und vor 25 Jahren eröffnet worden ist.
1997 wurde der Senjatroll in’s Guinness Buch der Rekorde aufgenommen.
Trolle (oder auch Kobolde oder Dämonen) sind in den skandinavischen Sagen und Märchen sehr häufig und gehören zur skandinavischen Mythologie. Viele Skandinavier glauben auch heute noch daran, dass Trolle auch wirklich existieren. Ich habe gelesen, dass das in Island fast die Hälfte der Bevölkerung tut. Wer weiss? 😉

Am Nachmittag fuhr ich dann nach Gryllefjord. Vor allem, um etwas zum Trinken und Essen für unterwegs einzukaufen. Denn der nächste Laden von meinem Hotel aus lag dort, 11 Kilometer und 15 Minuten Fahrt entfernt. Bei der Gelegenheit konnte ich mich gleich mit der Fähranlegestelle vertraut machen, von der ich morgen um 11:00 nach Andenes, und damit auf die nächste Insel Andøya, fahren werde. Der kleine Supermarkt befindet sich nämlich gleich daneben.

Unterwegs fand ich verschiedene Stellen, an denen ich anhielt, um ein paar Bilder zu schiessen. Da sich die Sonne immer mehr zeigte, verwandelte sich das Landschaftsbild mit fortschreitender Zeit vom blassem, konturlosem Grau in eine eindrückliche, farbige Szenerie.

Morgen geht es dann, wie schon erwähnt, weiter auf die nächste Insel meiner Tour: Andøya
Die Fahrt mit der Fähre von Gryllefjord nach Andenes dauert laut Fahrplan ca 90 Minuten. Je nah Wetter und Seegang kann das aber auch länger dauern.
In Andenes gibt es nicht nur einen Flughafen, sondern auch ein Space Center und einen Raketenstartplatz (Andøya Rakettskytefelt)
Von Andenes habe ich dann ca 150 Kilometer resp zweieinhalb Stunden Fahrt vor mir nach Nyksund auf der Insel Langøya, wo ich eine Nacht bleiben werde. Nyksund ist fast ein Geisterdorf, das schon mehrere Male ganz verlassen und später wieder besiedelt wurde. Im Moment leben dort ca 15 Einwohner und ein paar Touristen. Ich bin gespannt. 😉

Der Senjatroll und sein Weib
Am Ende des Gryllefjord

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