Island 2017: Regentag in Reykjavík

Island_flagNachdem mich Island gestern mit wunderschönem Sonnenwetter empfangen hat, hat sich das Blatt heute gewendet: Regen und Wind sind angesagt.

Wie gestern liegen die Temperaturen hier tagsüber um die 9 Grad Celcius. Eigentlich nicht wirklich schlimm, aber mit Wind und Nässe fühlen sich die neun Grad deutlich unangenehmer an als mit Sonne. 😉

Man hat mir schon im Vorfeld meiner Reise gesagt, dass das Wetter in Island sehr schnell ändern kann. Also bin ich nicht wirklich überrascht.

Ich habe das schon einmal so erlebt. Als ich nach meiner Matura 1983 mit Interrail in Schottland unterwegs war, habe ich einem Tag in Inverness so viele Wetterwechsel erlebt, dass ich damals das Gefühl hatte, alle Formen von europäischem Wetter an einem Tag erlebt zu haben.

Damals wie heute gibt es da eigentlich nur ein Rezept: gute, wetterfeste Kleidung.
Dank meiner Bekannten, die schon einmal in Island waren, habe ich diese auch mitgenommen, und wer mich kennt, weiss, dass ich lieber Kälte als Hitze habe. Ich bin also am richtigen Ort. 😉

Gestern: Anflug auf Kevlavik bei schönstem Wetter
Gestern: Anflug auf Kevlavik bei schönstem Wetter
Heute: Wind und Regen in Reykjavík
Heute: Wind und Regen in Reykjavík

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe noch ein paar weitere Bilder in eine Galerie „Reykjavík“ hochgeladen. Weiter folgen, so bald ich Zeit und Musse habe, sie zu bearbeiten.

Island 2017: Meine ersten Nordlichter

Island_flagEigentlich wollte ich erst morgen Abend wieder etwas schreiben. Nachdem ich Reykjavik etwas erkundet gehabt hätte, und von der einen oder anderen Entdeckung hätte berichten können.

Aber heute Abend habe ich zum ersten Mal Nordlichter in am Himmel gesehen. Völlig überraschend.
Ein absolut einmaliges Naturschauspiel, das man in unseren Breitengraden leider nicht zu sehen kriegt.
Die grünen Lichter tauchen nicht einfach am Himmel auf und verschwinden dann wieder. Sie sehen eigentlich aus wie grüne Nebelschwaden, die zu wandern scheinen. Es sieht aus, als würden sie von einem Wind bewegt. Und wie Nebelschwaden im Wind werden sie auch stärker und schwächer, bis sie am Schluss ganz verschwinden.

Eigentlich bin ich nach dem Nachtessen einmal mit Kamera und Stativ raus, um ein paar Nachtbilder von Reykjavik zu schiessen. Da es die nächsten zwei Tage laut Wetterbericht regnen soll, musste ich die klare und trockene Nacht noch nutzen.

Aurora borealis über Reykjavik

Als ich gerade dabei war, einige Bilder für eine HDR Aufnahme der Hallgrímskirkja (Hallgrimms Kirche) zu schiessen, tauchten plötzlich Nordlichter am Himmel auf. Das Schauspiel war sehr eindrücklich, aber auch kurz.

Leider sind mir in der Eile nicht gerade die besten Bilder gelungen, aber ich hoffe, dass ich während meiner Reise noch einmal Gelegenheit haben werde, dieses einzigartige Schauspiel der tanzenden, grünen Lichter am nächtlichen Himmel zu fotografieren.

Island 2017: Angekommen

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Nun bin also in Reykjavik angekommen und habe mein Hotelzimmer bezogen. Im Sunna Guesthouse bleibe ich bis am Sonntag.
Der Transfer mit dem Flybus vom Flughafen zum Hotel dauerte noch einmal fast solange wie der eigentliche Flug. 😉

Das Wetter hier ist im Moment absolut super. Blauer Himmel und Sonne bei ca 9 Grad.
Aber morgen soll es regnen. Mal schauen.

Beim Auspacken habe ich dann eine unangenehme Überraschung erlebt. Die Flughafen Security in Zürich hat meinen kleineren Koffer mit der Fotoausrüstung geöffnet und sämtliche Batterien und Ersatzakkus entfernt. Das sei im Fluggepäck nicht erlaubt.
Das wusste ich so nicht, und ich hatte bisher auf jeder Reise immer genügend Ersatzakkus und Batterien im Gepäck, ohne dass es dabei Probleme gab. Die Akkus in den Kameras wurden aber zu Glück drin gelassen. Und die drei Ersatzakkus im Handgepäck wurden nicht beanstandet. Offenbar sollte man die grundsätzlich im Handgepäck dabei haben.
Zum Glück habe ich zu jedem Akkutyp noch je ein Ladegerät eingepackt. Sonst wäre ich jetzt ziemlich aufgeschmissen. So muss ich die Akkus halt dann täglich laden, und schauen, wo ich Batterien kaufen kann. Die dürften hier allerdings wie alles ziemlich teuer sein.

Ach ja. Ich kann meine Akkus nach meiner Rückkehr in der Gepäckablage am Flughafen Zürich wieder abholen. Kostet mich bloss 30.– Gebühr. So kann man natürlich auch Geld machen… Wären da nicht die teuren Akkus für die Kameras dabei, sondern nur die Batterien, würde ich es bleiben lassen. Aber die Akkus kosten ein Vielfaches der Gebühr…

Nun werde ich mal kurz die Umgebung des Hotels erkunden und mir ein Restaurant suchen, um was zu essen.

Morgen geht es dann daran, die Stadt zu erkunden.

Island 2017: Morgen geht’s los.

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Die Koffer sind schon fast fertig gepackt. Noch ein paar Kleider und Hygieneartikel zusammensuchen, und fertig ist mein Gepäck.

Für mich, der gerne mit möglichst leichtem Gepäck reist, wenn er fliegt, ist das ein Novum. 😉
Ich habe dieses Mal nämlich zwei Koffer dabei, da ich noch einiges an Fotoausrüstung mitnehme. Ich will die wunderschöne Landschaft in Island schliesslich in einer möglichst hohen Qualität aufnehmen. Da reicht der kleine Sensor meiner „travellin‘ cam“, der NIKON 1 V2 leider nicht. Da brauche ich „schweres Geschütz“, und das hat sein Gewicht, und auch ein gewisses Volumen. Nicht zuletzt, weil ein gutes, stabiles Stativ ein absolutes Muss ist für das, was ich geplant habe. Was ich alles dabei habe, und was davon wirklich nützlich war und was ich überflüssigerweise eingepackt hatte, werde ich berichten, wenn ich wieder zurück in der Schweiz sein werde.
Aber auch die regen- und windfeste Kleidung und Schuhe, die ich benötige, um den Wetterkapriolen in Island zu trotzen, sind halt auch nicht so leicht und dünn wie eine Badehose und ein Handtuch. 😉

Heute Abend fahre ich dann kurz zum Flughafen und gebe mein Gepäck schon einmal auf.
Somit wird das Boarding morgen zu einer einfachen und hoffentlich stressfreien Sache.

Mein Flug FI569 nach Island geht um 14:00 ab Zürich und kommt um 15:50 am Flughafen Keflavík an. Scheint auf den ersten Blick ein kurzer Flug zu sein.
Wenn da die Zeitverschiebung nicht wäre. Die Uhren in Island haben nämlich UTC, also die Zeit über dem Meridian in Greenwich. Und das sind zwei Stunden weniger als bei uns, da Island auch keine Sommerzeit hat.
Mein Flug dauert also tatsächlich 3 Stunden und 50 Minuten, und in Schweizer Zeit gerechnet, komme ich um ca. 17:50 am Flughafen Keflavík an.

Von Keflavík geht es dann mit dem Flybus nach Reykjavík in mein erstes Hotel, das Sunna Guesthouse.

Dort werde ich drei Nächte bleiben. So habe ich zwei volle Tage Zeit, Reykjavík zu erkunden; bevor ich dann am Sonntag, 1.10.17 meinen Mietwagen übernehmen werde und mich auf meine neuntägige Tour entlang der Süd- und Westküste Islands begebe. Der Tourplan mit allen Abschnitten ist übrigens bereits hier in der Galerie „Island 2017“ hoch geladen.

Ich melde mich voraussichtlich das nächste Mal morgen Abend, sobald ich im Hotel bin und Netz habe.

Tipp für Schweizer Reisende: Die Angebote des EDA

itinerisGestern wurde ich auf darauf aufmerksam gemacht, das das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) (Schweizer Aussenministerium) Schweizer Reisenen den Dienst „itineris“ anbietet.

Nach der kostenlosen Registierung auf der Homepage des Departements muss das eigene Profil ergänzt werden, und es kann eine Notfalladresse erfasst werden.

Dann hat man die Möglichkeit, seine Reisen zu erfassen; mit Land, Datum und Aufenthaltsort.

Das gibt dem EDA die Möglichkeit, einen zu kontaktieren und zu informieren, wenn es im Aufenthaltsland zu Problemen kommt, oder sich solche abzeichnen.
Weiter können die Behörden bei einem Vorfall leichter die nächste Angehörigen ausfindig machen und diese mit Informationen versorgen.

Der Dienst ist kostenlos und kann auch über die App „itineris“ genutzt werden. Es gibt sie sowohl im App Store Switzerland für iPhone wie auch bei Google Play Switzerland für Android Phones.

Aber auch ganz allgemein lohnt sich ein Blick auf die Homepage des EDA vor einer Reise immer.
Neben den aktuellen Reisewarnungen, die das Departement aufgrund der Sicherheitslage laufen herausgibt und aktualisiert, findet man dort viele nützliche Tipps rund ums Reisen.

Travelling solo

Meistens bin ich in den Ferien alleine unterwegs. Das war eigentlich schon immer so.

Schon meine Schottlandreise 1983 nach der Matura („Abitur“ für meine deutschen Freunde) habe ich alleine gemacht, weil ich den Campingtrip meiner Klassenkameraden Richtung Süden langweilig fand und ich sowieso schon immer lieber Kälte als Wärme hatte.
Also kaufte ich mir ein Interrailticket für freie Fahrt auf allen Bahnstrecken Europas und fuhr nach Schottland; im Herbst natürlich und ohne Begleitung. 😉

Ich habe auch schon einige Monate alleine in den USA gelebt, und in den letzten Jahren habe ich im Sommer jeweils mehr oder weniger längere Reisen mit dem Auto ins benachbarte Ausland gemacht. Alleine notabene.

Und nun habe ich im Herbst eine zweiwöchige Islandreise geplant (und schon gebucht), auf der ich die Süd- und die Westküste Islands mit einem Mietwagen erkunden will. Natürlich alleine.

Ich hätte also genug zu erzählen, wie es ist, alleine zu reisen. Und ich könnte auch einige Tipps und Tricks verraten.
Aber ich finde, dafür ist meine Erfahrung nicht gross genug und vor allem auf Destinationen beschränkt, an denen in der Regel eine funktionierende Zivilisation vorhanden ist und man sich mit Deutsch, Englisch, Französisch und ein paar Brocken Italienisch ganz gut durchschlagen kann.

Da bin ich bei National Geographic auf einen Artikel der erfahrenen Reisejournalistin Carrie Miller gestossen, und fand, dass sie das viel besser beschreiben kann als ich:

Six Things Solo Travel Teaches You