Island 2017: Island ist teuer?

Island_flagAn der Stelle erlaube ich mir, ein paar Worte zu den Preisen hier in Island zu verlieren. Wobei sich meine Erfahrungen erst einmal auf die Hauptstadt Reykjavík beschränken.
Hauptstädte sind in der Regel fast überall auf der Welt teurer als der Rest des jeweiligen Landes. Und wenn dann solche Massen an Touristen (im Vergleich zur Grösse der Stadt) auftreten wie hier, dann liegt man sicher nicht falsch, wenn man annimmt, dass die Preise dadurch noch einmal etwas höher sind.

Nun, dass die Preise für fast alles in skandinavischen Ländern höher sind als im restlichen Europa (ja sogar höher als im sogenannten „Hochpreisland“ Schweiz), hat sicher jeder schon einmal gehört.
Ich selbst durfte mich davon in Dänemark, Schweden und Finnland davon überzeugen; und kann nun sagen, dass das auch für Island gilt.
Island soll gar das teuerste Land sein. Zumindest sagte mir das eine einheimische Verkäuferin heute. Und dass ihr das ein wenig peinlich sei.

Das mag absolut gesehen auch stimmen. Und es stimmt definitiv, wenn es um alkoholische Getränke geht. Gerade heute habe ich in einem kleinen Restaurant für eine Büchse einheimisches Bier 1’200 isländische Kronen bezahlt. Gemäss aktuellem Mittelkurs sind das 10.95 Schweizer Franken.
Das schaffen nicht einmal wir in der Schweiz. Das ist mein persönlicher Rekord. Selbst im superteuren Washington DC kostete mich ein Bier im trendigen Georgetown damals umgerechnet „nur“ acht Franken. 😉

Aber wenn ich mir die anderen Preise anschaue, habe ich den Eindruck, dass die gar nicht soooo weit von unseren Preisen zu Hause entfernt sind. Ein Cappucino kostet in Reykjavík im Durchschnitt 550 isländische Kronen, also gute 5 Franken. Das bezahle ich in der Zürcher oder Berner Innenstadt auch. Und eine Cola kostet hier um die 400 Kronen, also 3.65 Franken. Nach meinen Erfahrungen kriege ich das in der Schweiz schon lange nicht mehr zu diesem Preis.
Etwas teurer wird’s hier, wenn man essen geht:
Eine Portion Spaghetti Carbonara hat mich gestern Abend 2990 Kronen (CHF 27.30) gekostet.
Oder eine einfache Pizza schlägt locker ‚mal mit 2200 Kronen (CHF 20.–) zu Buche.
Zusammen mit Getränken und eventuell Salat kann so ein einfaches Abendessen locker mal um die 45 Franken kosten.
Fleischgerichte sind naturgemäss noch teurer.

Wie weit Souvenirs oder Museumseintritte für einen Preisvergleich herangezogen werden sollten, ist in meinen Augen zumindest fraglich. Hier regeln doch Angebot und Nachfrage den Preis.
Solange Touristen für Museumseintritte umgerechnet mehr als 20 Franken bezahlen, und TShirts im Souvenirshop für über 35 Franken über den Tisch gehen, wären die Isländer ganz schön blöd, wenn sie weniger verlangen würden. 🙂
Ausserdem sind diese Preise im Gegensatz zu anderen Dienstleistungen und Essen für die einheimische Bevölkerung kaum relevant.

Über die Hotelpreise hier weiss ich nicht so genau Bescheid, da ich meine Reise von einem Reisebüro habe zusammenstellen lassen und pauschal bezahlt habe. Aber was ich im Netz gesehen habe, lässt den Schluss zu, dass sich diese Preise in demselben Rahmen bewegen, wie man sie auch in anderen Städten in Nordeuropa findet.

Alles in allem stimmt es schon: Island ist ein teures Pflaster.
Besonders, um hier Ferien zu machen. Verglichen mit den traditionellen Feriendestinationen in Südeuropa, Amerika und Asia ist es sogar exorbitant teuer.
Als Feriendestination es sicher nicht für Leute mit kleinem Budget geeignet. Ebenso wenig wie für Sonnenanbeter und den Liegestuhlfetischisten unter den Pauschaltouristen.

Wer nach Island kommt, sollte davon ausgehen, dass er hier für das tägliche Leben mindestens genauso viel bezahlt wie zu Hause; eventuell auch ein bisschen mehr. Und sollte beachten, dass zu Hause die Kosten weiter anfallen, auch wenn er sie quasi hier schon einmal bezahlt hat.

Ich bin gespannt, welche „Preiserfahrungen“ ich ab morgen machen werde, nachdem ich Reykjavík verlassen habe und mit dem Auto in ländlichere Gegenden vorstossen werde.

 

Island 2017: Island aus der Luft

Island_flagIch habe eben der Galerie „Reykjavík“ noch zwei Bilder zugefügt, die ich gestern beim Landeanflug auf Kevlavik mit dem Handy aus dem Flugzeug geschossen habe.

Das eine Bild zeigt die Insel Heimaey, die grösste der Westmännerinseln (Vestmannaeyjar), die südlich von Island liegen. Man sieht auf dem Bild sehr gut die Krater der beiden Vulkane Helgafell (der untere, kleinere Krater) und Eldfell.
Eldfell (Feuerberg) brach am 23. Januar 1973 unerwartet und ohne Vorwarnung aus. Die Lava zerstörte beinahe das ganze Dorf und alle 5’000 Bewohner mussten von der Insel evakuiert werden. Nur weil es gelang, zum ersten Mal überhaupt den Lavastrom mit Seewasser zu kühlen und so zu stoppen, konnte ein Grossteil der Häuser gerettet werden.
Seither ist keiner der Vulkane auf der Insel mehr ausgebrochen.

Das andere Bild zeigt den Ort Grindavík an der Südküste Island. Einige Kilometer nördlich befindet sich die Blaue Lagune (Bláa Lónið), das weltberühmte Thermalbad.

 

Heimaey - Vestmannaeyjar (Westmännerinseln)
Heimaey – Vestmannaeyjar (Westmännerinseln)
Grindavík
Grindavík

Island 2017: Regentag in Reykjavík

Island_flagNachdem mich Island gestern mit wunderschönem Sonnenwetter empfangen hat, hat sich das Blatt heute gewendet: Regen und Wind sind angesagt.

Wie gestern liegen die Temperaturen hier tagsüber um die 9 Grad Celcius. Eigentlich nicht wirklich schlimm, aber mit Wind und Nässe fühlen sich die neun Grad deutlich unangenehmer an als mit Sonne. 😉

Man hat mir schon im Vorfeld meiner Reise gesagt, dass das Wetter in Island sehr schnell ändern kann. Also bin ich nicht wirklich überrascht.

Ich habe das schon einmal so erlebt. Als ich nach meiner Matura 1983 mit Interrail in Schottland unterwegs war, habe ich einem Tag in Inverness so viele Wetterwechsel erlebt, dass ich damals das Gefühl hatte, alle Formen von europäischem Wetter an einem Tag erlebt zu haben.

Damals wie heute gibt es da eigentlich nur ein Rezept: gute, wetterfeste Kleidung.
Dank meiner Bekannten, die schon einmal in Island waren, habe ich diese auch mitgenommen, und wer mich kennt, weiss, dass ich lieber Kälte als Hitze habe. Ich bin also am richtigen Ort. 😉

Gestern: Anflug auf Kevlavik bei schönstem Wetter
Gestern: Anflug auf Kevlavik bei schönstem Wetter
Heute: Wind und Regen in Reykjavík
Heute: Wind und Regen in Reykjavík

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe noch ein paar weitere Bilder in eine Galerie „Reykjavík“ hochgeladen. Weiter folgen, so bald ich Zeit und Musse habe, sie zu bearbeiten.

Island 2017: Meine ersten Nordlichter

Island_flagEigentlich wollte ich erst morgen Abend wieder etwas schreiben. Nachdem ich Reykjavik etwas erkundet gehabt hätte, und von der einen oder anderen Entdeckung hätte berichten können.

Aber heute Abend habe ich zum ersten Mal Nordlichter in am Himmel gesehen. Völlig überraschend.
Ein absolut einmaliges Naturschauspiel, das man in unseren Breitengraden leider nicht zu sehen kriegt.
Die grünen Lichter tauchen nicht einfach am Himmel auf und verschwinden dann wieder. Sie sehen eigentlich aus wie grüne Nebelschwaden, die zu wandern scheinen. Es sieht aus, als würden sie von einem Wind bewegt. Und wie Nebelschwaden im Wind werden sie auch stärker und schwächer, bis sie am Schluss ganz verschwinden.

Eigentlich bin ich nach dem Nachtessen einmal mit Kamera und Stativ raus, um ein paar Nachtbilder von Reykjavik zu schiessen. Da es die nächsten zwei Tage laut Wetterbericht regnen soll, musste ich die klare und trockene Nacht noch nutzen.

Aurora borealis über Reykjavik

Als ich gerade dabei war, einige Bilder für eine HDR Aufnahme der Hallgrímskirkja (Hallgrimms Kirche) zu schiessen, tauchten plötzlich Nordlichter am Himmel auf. Das Schauspiel war sehr eindrücklich, aber auch kurz.

Leider sind mir in der Eile nicht gerade die besten Bilder gelungen, aber ich hoffe, dass ich während meiner Reise noch einmal Gelegenheit haben werde, dieses einzigartige Schauspiel der tanzenden, grünen Lichter am nächtlichen Himmel zu fotografieren.

Island 2017: Angekommen

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Nun bin also in Reykjavik angekommen und habe mein Hotelzimmer bezogen. Im Sunna Guesthouse bleibe ich bis am Sonntag.
Der Transfer mit dem Flybus vom Flughafen zum Hotel dauerte noch einmal fast solange wie der eigentliche Flug. 😉

Das Wetter hier ist im Moment absolut super. Blauer Himmel und Sonne bei ca 9 Grad.
Aber morgen soll es regnen. Mal schauen.

Beim Auspacken habe ich dann eine unangenehme Überraschung erlebt. Die Flughafen Security in Zürich hat meinen kleineren Koffer mit der Fotoausrüstung geöffnet und sämtliche Batterien und Ersatzakkus entfernt. Das sei im Fluggepäck nicht erlaubt.
Das wusste ich so nicht, und ich hatte bisher auf jeder Reise immer genügend Ersatzakkus und Batterien im Gepäck, ohne dass es dabei Probleme gab. Die Akkus in den Kameras wurden aber zu Glück drin gelassen. Und die drei Ersatzakkus im Handgepäck wurden nicht beanstandet. Offenbar sollte man die grundsätzlich im Handgepäck dabei haben.
Zum Glück habe ich zu jedem Akkutyp noch je ein Ladegerät eingepackt. Sonst wäre ich jetzt ziemlich aufgeschmissen. So muss ich die Akkus halt dann täglich laden, und schauen, wo ich Batterien kaufen kann. Die dürften hier allerdings wie alles ziemlich teuer sein.

Ach ja. Ich kann meine Akkus nach meiner Rückkehr in der Gepäckablage am Flughafen Zürich wieder abholen. Kostet mich bloss 30.– Gebühr. So kann man natürlich auch Geld machen… Wären da nicht die teuren Akkus für die Kameras dabei, sondern nur die Batterien, würde ich es bleiben lassen. Aber die Akkus kosten ein Vielfaches der Gebühr…

Nun werde ich mal kurz die Umgebung des Hotels erkunden und mir ein Restaurant suchen, um was zu essen.

Morgen geht es dann daran, die Stadt zu erkunden.

Island 2017: Morgen geht’s los.

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Die Koffer sind schon fast fertig gepackt. Noch ein paar Kleider und Hygieneartikel zusammensuchen, und fertig ist mein Gepäck.

Für mich, der gerne mit möglichst leichtem Gepäck reist, wenn er fliegt, ist das ein Novum. 😉
Ich habe dieses Mal nämlich zwei Koffer dabei, da ich noch einiges an Fotoausrüstung mitnehme. Ich will die wunderschöne Landschaft in Island schliesslich in einer möglichst hohen Qualität aufnehmen. Da reicht der kleine Sensor meiner „travellin‘ cam“, der NIKON 1 V2 leider nicht. Da brauche ich „schweres Geschütz“, und das hat sein Gewicht, und auch ein gewisses Volumen. Nicht zuletzt, weil ein gutes, stabiles Stativ ein absolutes Muss ist für das, was ich geplant habe. Was ich alles dabei habe, und was davon wirklich nützlich war und was ich überflüssigerweise eingepackt hatte, werde ich berichten, wenn ich wieder zurück in der Schweiz sein werde.
Aber auch die regen- und windfeste Kleidung und Schuhe, die ich benötige, um den Wetterkapriolen in Island zu trotzen, sind halt auch nicht so leicht und dünn wie eine Badehose und ein Handtuch. 😉

Heute Abend fahre ich dann kurz zum Flughafen und gebe mein Gepäck schon einmal auf.
Somit wird das Boarding morgen zu einer einfachen und hoffentlich stressfreien Sache.

Mein Flug FI569 nach Island geht um 14:00 ab Zürich und kommt um 15:50 am Flughafen Keflavík an. Scheint auf den ersten Blick ein kurzer Flug zu sein.
Wenn da die Zeitverschiebung nicht wäre. Die Uhren in Island haben nämlich UTC, also die Zeit über dem Meridian in Greenwich. Und das sind zwei Stunden weniger als bei uns, da Island auch keine Sommerzeit hat.
Mein Flug dauert also tatsächlich 3 Stunden und 50 Minuten, und in Schweizer Zeit gerechnet, komme ich um ca. 17:50 am Flughafen Keflavík an.

Von Keflavík geht es dann mit dem Flybus nach Reykjavík in mein erstes Hotel, das Sunna Guesthouse.

Dort werde ich drei Nächte bleiben. So habe ich zwei volle Tage Zeit, Reykjavík zu erkunden; bevor ich dann am Sonntag, 1.10.17 meinen Mietwagen übernehmen werde und mich auf meine neuntägige Tour entlang der Süd- und Westküste Islands begebe. Der Tourplan mit allen Abschnitten ist übrigens bereits hier in der Galerie „Island 2017“ hoch geladen.

Ich melde mich voraussichtlich das nächste Mal morgen Abend, sobald ich im Hotel bin und Netz habe.