Turin 2024: On my way

Flagge_ItalienDies ist ein kurzer Bericht von unterwegs:
Ich bin gerade auf dem Weg nach Turin.
Ich sitze im EuroCity 387 von Zürich nach Mailand. Die Fahrt dauert ca 4 Stunden und 20 Minuten. Dies ist meine erste Fahrt durch den neuen Gotthardtunnel. 😉

Um 13:50 werde ich in Mailand ankommen und 25 Minuten später geht’s weiter nach Turin, wo ich um 16:11 ankommen werde, wenn es keine Verspätung gibt.

Ich bleibe 6 Tage in Turin, um diese Stadt ein bisschen kennenzulernen. Am 30. April geht’s dann wieder nach Hause.

Heute ist in Italien ein Feiertag: Der Tag der Befreiung Italiens vom Faschismus am 25. April 1945.
Davon werde ich aber wohl nicht viel mitkriegen, weil ich fast den ganzen Tag unterwegs bin. Aber in Turin werden wohl alle Geschäfte geschlossen sein.

Island: News aus Reykjavík

Island_flag

Ich bin zur Zeit leider nicht unterwegs. Ich sitze zu Hause und bearbeite die Bilder meiner letzten Islandreise.
Mein nächster Trip ist für Ende Mai geplant. Ziel: natürlich Island.
Weiter wird’s dieses Jahr Ende Juli auch auf die Spitzbergen (norwegisch Svalbart) gehen. Eine ganz besondere Reise auf einem Forschungsschiff, die ich bei travel worldwide gebucht habe, und auf die ich mich sehr freue.
Eine Roadtrip durch Finnland ist 2025 vorgesehen. Da habe ich nun mit der Planung begonnen.

Trotzdem verfolge ich im Netz täglich, was in Island, Norwegen und den anderen skandinavischen Ländern läuft.
Natürlich interessiert mich im Moment besonders, was auf der Halbinsel Reykjanes in Island passiert. Ich kenne die Gegend dort von etlichen Fahrten über die Halbinsel recht gut, und ich war nach dem ersten Vulkanausbruch 2021 beim Fagradalsfjall zu Fuss und später mit dem Helikopter bei diesem Vulkan, der inzwischen längst wieder erloschen ist.
Da die seismischen Aktivitäten auf Reykjanes seit Jahren anhalten und immer wieder zu Vulkanausbrüchen führen, ist es für mich besonders spannend, was dort im Moment passiert.
Ich bewundere auch immer wieder, wie die Isländer mit diesen Naturgewalten umgehen und auch, wie sie auf katastrophale Auswirkungen reagieren. Sie geben einfach nie auf, handeln schnell und effizient, und sind unter einander sehr solidarisch.

Nun bin ich aber auf eine Meldung aus der Hauptstadt Reykjavík gestossen, die ich gleichermassen bemerkenswert wie auch absurd fand:

In Reykjavík gibt’s schon seit Monaten täglich grössere Staus auf einer der Hauptverkehrsachsen durch die Stadt.
Der Grund: Falsch eingestellte oder inaktive Sensoren bei einer einzigen Lichtsignalanlage. Dies führt dazu, dass die Grünphasen an dieser Kreuzung zu kurz sind (sic!) und dadurch die Staus entstehen.
Die Stadt kennt das Problem und dessen Ursache genau. Man verspricht Besserung… 😉
Warum ist das nicht längst repariert? Wo bitte liegt das Problem?
Behörden scheinen in gewissen Bereichen überall auf der Welt gleich zu funktionieren…😅

Reykjavik Traffic Lights

Stay tuned.

Oslo 2023: Heyerdahl, Nansen, Amundsen & Co

Flagge_NorwegenHeute hat es hier tatsächlich nicht mehr gescheit. Von der in der Wettervorhersage erwähnten Sonne habe ich nichts gesehen. Dafür war die Wolkendecke zu dick. Und es wehte ein giftiger Wind. Dadurch fühlten sich die -8 Grad C and wie -16 Grad.
Kurz: Es war den ganzen Tag ziemlich dunkel, es lag viel Schnee und es herrschte eine klirrende Kälte.
Das richtige Wetter für einen Museumsbesuch, denn nach ca 30 Minuten Spaziergang ging man heute gerne wieder rein. 😉

Wie geplant fuhr ich deshalb mit dem Bus auf die Halbinsel Bygdøy. Die Fahrt vom Bahnhof bis zur Endhaltestelle dauerte etwas mehr als 20 Minuten.
Gleich bei der Endhaltestelle der Linie 30 stehen drei Museen nebeneinander: das Kontiki-Museum, das Frammuseum (Museum zur Erkundung des Polargebietes) und das Norwegische Seefahrtsmuseum. Die ersten beiden sind durch private Stiftungen geführte Museen, das dritte steht in Verbindung mit der Universität Oslo.

Das Kontiki-Museum ist vollständig der Forschung von Thor Heyerdahl gewidmet und erklärt detailliert, wie seine Expeditionen abliefen und weshalb er sie überhaupt unternahm.
Sehenswert sind dabei vor allem zwei seiner Schiffe: die aus Balsaholz gebauter Kon-Tiki, mit der Heyerdahl 1947 zusammen mit fünf Kameraden von Peru nach Polynesien fuhr, und die aus Riet gebaute Ra II, mit der Heyerdahl 1970 von Marokko nach Barbados fuhr.

Das Frammuseum dokumentiert die verschiedenen Expeditionen zum Nord- und Südpol. Fram ist der Name des von Fridtjof Nansen entworfenen und in Auftrag gegebenen Schiffs, das extra dafür gebaut wurde, im Packeis eingeschlossen werden und mit dem Eis zu driften. Das Museum wurde um die Fram herum gebaut. Später kam ein zweiter Bau dazu, in dem die Gjøa ausgestellt wurde, das Schiff, mit dem Roald Amundsen als Erster die sogenannte Nordwestpassage schaffte.
Dabei ging es in erster Linie um einen kurzen Weg vom Atlantik in den Pazifik.
Vor dem Bau des Panamakanals mussten alle Schiffe die sehr gefährliche Route um das Kap Hoorn an der Südspitze von Südamerika nehmen, wenn sie den kürzesten Weg von einem in den anderen Ozean nehmen wollten. Die andere Route um das Kap der Guten Hoffnung, durch den indischen Ozean und das chinesische Meer war viel länger und teurer. Besonders wenn das Ziel die Westküste des amerikanischen Kontinents war.

Das dritte Museum, das Norwegische Seefahrtsmuseum ist der Schifffahrt in Norwegen ganz allgemein gewidmet.
Etwas besonderes gibt es im Untergeschoss: dort ist eines der kleineren Wikingerboote aus der Gokstad Ausgrabung (9. Jahrhundert) als Leihgabe des Vikingerschiffsmuseum (welches noch bis 2026 geschlossen ist) ausgestellt, und ein Zimmermann baut das Boot vor Ort nach. Sehr weit ist er allerdings noch nicht gekommen. Als ich heute dort war, arbeitete er immer noch am Kiel.
Allerdings war Schiffsbau bei den Wikingern vor über 1’000 Jahren eine Gemeinschaftsarbeit und keine Einzelarbeit.

Morgen fliege ich nach Hause. Wenn alles gut geht, und es zu keinen Verspätungen kommt, werde ich kurz nach Mittag in Zürich landen.

Oslo 2023: Viel Schnee & Edvard Munch

Flagge_NorwegenUnd nun (es ist leider unvermeidlich): Nach meinem letzten Post im 2023 folgt der erste Post im Neuen Jahr 2024 . 😉

Am heutigen Neujahrstag ist in Oslo noch mehr Feiertag als gestern am Sylvester. Wirklich alle Geschäfte, die meisten Restaurants und auch fast alle Museen sind geschlossen. Man hat Mühe, ausserhalb des Bahnhofs ein offenes Restaurant zu finden.
Dazu kommt, dass es seit gestern Abend ununterbrochen schneit. In der Nacht sind in der City sicher 20 cm Schnee liegengeblieben. Der Wind, der in der Nacht ziemlich stark war, hat nun etwas an Stärke verloren, ist aber zusammen mit den Schneeflocken immer noch recht bissig. Temperaturmässig bewegen wir uns hier tagsüber zwischen -5 und -10 Grad Celsius.

Natürlich wusste ich von den Feiertagen hier und was sie bedeuteten. Ich habe vor meiner Reise mit visitolso.no Kontakt aufgenommen, und die haben mir je eine Liste mit den Öffnungszeiten der Restaurants und der Museen gemailt. So habe ich wohlweislich für gestern und heute zum Abendessen je eine Reservation in einem Restaurant gemacht.

Deshalb wusste ich auch, dass das grosse Munch-Museum eines der wenigen, wenn nicht das einzige Museum im Zentrum ist, das heute geöffnet hatte. Also hatte ich den Besuch bei Edvard Munch für heute eingeplant, während der Besuch der Halbinsel Bygdøy, auf der es mehrere Museen (die heute notabene geschlossen waren) gibt, für morgen geplant ist.

Edvard Munch (1863-1944) ist der wohl bekannteste Maler Norwegens. Er war schon zu Lebzeiten ein international anerkannter Kunstmaler, der überall auf der Welt Ausstellungen hatte, und mindestens im letzten Drittel seines Leben komfortabel von seiner Kunst leben konnte.
Sein wohl bekanntestes Werk ist der Skrik“ (der Schrei). Munch hat den Schrei auf Karton gezeichnet, gemalt und als Lithografie gedruckt. Es gibt vier Versionen dieses kleinen Bilds (plus die Lithografie), allesamt Originale von Munch.
Als ich davor stand (nicht lange, denn es herrschte ein ziemliches Gedränge vor dem Bild), war ich doch ein bisschen enttäuscht. Ich hatte mir das Bild grösser vorgestellt. Munch hatte schliesslich auch meterhohe Gemälde gemalt.
Ich habe mir sagen lassen, dass es den Besucher des Louvre mit der Mona Lisa ähnlich ergeht. Die sei auch kleiner als man sich das vorstellen würde.
Viel mehr als für die eigentlichen Gemälde, von denen mir einige besser und andere weniger gut gefielen, interessierte mich die Lebensgeschichte von Munch, die auch sehr ausführlich mit moderner Multimedia dargestellt war.

Mit dem Museum hatte auch die Cafeteria im Museum (und natürlich der Souvenir Shop) geöffnet. Das gab mir Gelegenheit, nach dem langen Museumsbesuch (Die Ausstellung umfasst 7 der 12 Stockwerke mit verschiedenen Ausstellungen und Installationen) in aller Ruhe ausserhalb des Bahnhofs einen Kaffee zu trinken. Draussen schneite es derweilen munter weiter und die Asiaten kauften im Souvenirshop so ziemlich jeden Ramsch, der angeboten wurde.

Der Rest des Nachmittags verbrachte ich dann wieder in einem ruhigen Restaurant mit dem vierten Roman von Yrsa Sigurðardóttir.
Dazwischen erhielt ich noch einen Anruf von dem Restaurant, in dem ich für heute Abend reserviert hatte. Man teilte mir mit (was ich längst wusste), dass die Küche um 19:00 schliessen würde und man meine Reservation um 19:00 gerne nach vorne verschieben möchte.
Man merke: Die Reservation erfolgte vor mehr als drei Wochen online und wurde per eMail und SMS bestätigt. Meine eMails betreffend diesem Konflikt (den ich längst auf der Homepage des Restaurants gesehen hatte) wurden nie beantwortet, und dann ruft einer drei Stunden vorher an… (sic!)
Ich bin dann halt schon um 18:00 zum Abendessen. 🙂

Morgen mache ich mit dem Bus den Ausflug zur Halbinsel Bygdøy, um unter anderem das Kontiki-Museum zu besuchen. Leider ist das Vikingerschiff-Museum noch bis 2026 geschlossen. Dort wird ein komplett neues Konzept, verbunden mit einem drei Mal grösseren Neubau, umgesetzt.
Aber es gibt auf der Halbinsel auch noch das Norwegische Seefahrtsmuseum und das Frammuseum (Museum zur Erkundung des Polargebietes).
Da es morgen nicht schneien wird, könnte man auch allenfalls noch das Norsk Folkemuseum (Freilichtmuseum) in Betracht ziehen. Mal schauen, ob ich dann noch Lust dazu habe.
Eigentlich könnte man auch mit der Fähre zur Halbinsel fahren. Das wäre landschaftlich gesehen um einiges attraktiver als der Bus. Aber leider fährt die Fähre zur Zeit nicht, weil es im Hafen und im Fjord Eis hat.

Stay tuned.

Oslo 2023: Vigelandsanlegget & Akershus festning

Flagge_NorwegenErst einmal etwas Offensichtliches: Dies wird mein letzter Post in diesem Jahr. 😉

Heute ist nicht nur Sylvester und damit ein Feiertag in Norwegen. Es ist auch Sonntag.
Das bedeutet, dass in Oslo alle Geschäfte und auch einige Restaurants und Museen geschlossen sind. In den Strassen hat’s kaum Verkehr, auch nicht im Zentrum, und die öV fahren in grösseren zeitlichen Abständen.
Oslo ist fast doppelt so gross wie Zürich, mit nicht ganz doppelt so vielen Einwohnern. Aber heute kam mir die Stadt verlassener vor als Zürich an Morgen nach einem „Züri-Fest“.
Um 11:00 waren einzig ein paar Touristen in der Stadt unterwegs. Die Norweger waren entweder am Skifahren oder Rodeln, oder blieben an einem solchen Tag lieber zu Hause, bis sie dann abends zur Sylvesterparty gingen.

Deshalb hatte ich heute den Besuch von zwei Freiluftanlagen geplant.

Als Erstes fuhr ich mit dem Tram zum Vigeland-Park (Vigelandsanlegget).
Das ist eine grosse Parkanlage mitten in Oslo, in der ausschliesslich Skulpturen des norwegischen Bildhauers Gustav Vigeland aufgestellt sind. Er gilt als der wohl bedeutendste Bildhauer Norwegens. Von ihm stammt unter anderem auch die Medaille für den Friedensnobelpreis, die die jeweiligen Preisträger in Gold erhalten.
Im Park war dann doch einiges los. Etliche Touristengruppen, die mit Bussen gekommen waren. Am Eingang zählt ich zwei norwegische Busse, einen schwedischen und einen aus Lithauen. Aber es waren auch viele Norweger dort: Familien mit Kinderwagen, Spaziergänger und Leute mit Langlaufski.

Das Wetter war heute nicht berauschend. Zwar hatte ich am Morgen den Eindruck, dass es etwas wärmer geworden war, und einiges an Schnee weggeschmolzen war. Und was vom Himmel kam, konnte man im besten Fall als Nieselregen bezeichnen, aber sicher nicht als Schneefall. TRotzdem war es deutlich unter Null Grad, denn es wehte ein bissiger Wind.

Trotzdem ging ich als nächstes auf die Festung Akershus (Akershus festning), von der aus früher der ganze Schiffverkehr im Osloer Fjord, und damit vor allem die Hafeneinfahrt kontrolliert wurde.
Die militärische Bedeutung der Festung ist heute natürlich gleich Null. Trotzdem ist das norwegische Militär immer noch dort stationiert. Es gibt Wachposten, ein Museum der norwegischen Streitkräfte und die Militärakademie in der Festung. Sogar einige Pferde werden noch dort gehalten.r
Wie erwartet waren auch in der Festung sämtliche Museen und Ausstellungen geschlossen. Man konnte nur das Festungswerk besuchen. Und dort oben lag nicht nur reichlich Schnee. Vom Fjord her wehte auch ein ziemlich bissiger, kalter Wind.

Den Rest des Nachmittags verbrachte bei Waffeln und Kaffee mit einem weiteren isländischen Krimi von Yrsa Sigurðardóttir.

Morgen soll noch ruhiger werden. Ich wurde an der Rezeption gewarnt, dass ich in der Stadt kaum ein offenes Restaurant finden würde.
Ausserdem sei bis zu einem Meter Schnee angesagt. Wohl nicht gerade im Stadtzentrum, aber dort würde es auch ganz schön hinschmeissen. Von meiner Wetter-App weiss ich zudem, dass der Wind im Verlauf der Nacht immer stärker werden soll, und es zeitweise Orkanböen geben soll.
Na, mal schauen, wie dann morgen wirklich aussieht. 😉

Nun wünsche ich allen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.

HAPPY NEW YEAR

Stay tuned.

Oslo 2023: Nobelpreis & Holmenkollen

Flagge_NorwegenFür einmal hat es sich in doppelter Hinsicht gelohnt, früher aufzustehen. Eigentlich etwas, dass ich vor allem in den Ferien nicht gerne mache.
Aber heute wollte ich vor dem grossen Run beim Frühstück sein, um nicht anstehen und mühsam einen freien Tisch suchen zu müssen.
Das hat auch ganz gut geklappt und ich konnte in Ruhe frühstücken, ohne am Buffet in den Kampf ziehen zu müssen…
Aber der eigentliche Vorteil meines frühen Aufstehen ergab sich während dem Frühstück: Als ich nach dem Frühstück in die Hotellobby zurückkehrte, herrschte dort eine grosse Aufregung. Die Rezeption wurde von Gästen belagert und die beiden Damen kamen kaum nach, Telefonanrufe und die Fragen der Gäste vor dem Tresen zu beantworten.
Es stellte sich heraus, dass es inzwischen irgendwo einen gröberen Wasserrohrbruch gegeben haben musste, und nicht nur das ganze Hotel sondern das ganze Viertel ohne Wasser, genauer ohne kaltes Wasser war. In den Zimmern gab es zwar noch heisses Wasser (wahrscheinlich aus den hoteleigenen Biolern). Aber das war so heiss, dass man kaum richtig die Hände waschen konnte, geschweige denn zu Duschen.
Mir war’s egal: Als ich vor acht Uhr geduscht hatte, hatte alles noch funktioniert.
Wäre ich wie gewohnt später aufgestanden, hätte ich wohl auch nicht duschen können. Und ob dann meine Toilette noch funktioniert hätte, weiss ich nicht.
Also ging ich erst einmal in die Stadt. Bis zu meiner Rückkehr am Nachmittag würde das Ganze schon wieder funktionieren.

Am Morgen hatte es hier noch etwas geschneit und die Wolken lagen sehr tief. Aber der Schneefall hörte bald auf und es wurde auch heller und freundlicher.

Also besuchte ich erst einmal das Nobel-Friedenszentrum. Während eigentlich alle Nobelpreise von der schwedischen Akademie in Stockholm verliehen werden, wird der Friedensnobelpreis von einem Komitee in Oslo verliehen. Entsprechend findet dann auch die Verleihungszeremonie hier in Rathaus von Oslo statt.
Das Nobel-Friedenszentrum ist ein Museum, dass sich ausschliesslich mit Alfred Nobel als Stifter und dem Friedensnobelpreis befasst.
Aktuell gibt es neben den ständigen Installationen zwei Ausstellungen: eine über die diesjährige Preisträgerin Narges Mohammadi, die zur Zeit im Iran im Gefängnis sitzt, und eine zweite Ausstellung über Yoko Ono, die Frau von John Lennon, die dieses Jahr 90 Jahre alt geworden ist.

Als ich aus dem Zentrum kam, hatte es ein bisschen aufgeklart und mit etwas Phantasie konnte man in den Wolken die Sonne schimmern sehen. 😉
Also beschloss ich, auf den Holmenkollen zu fahren. Ich nahm die Metro Linie 1 und musste ca eine halbe Stunden stadtauswärts fahren.

Der Holmenkollen ist nicht nur ein Naherholungsgebiet der Osloer, auf dem man im Winter langlaufen und rodeln kann. Er ist vor allem auch ein international bekanntes Wintersportzentrum, insbesondere natürlich durch seine Skisprungschanzen. Ich habe schon oft von internationalen nordischen Wettkämpfen auf dem Holmenkollen gehört, wusste aber bis vor vier Jahren nicht, dass der „Berg“ (er ist 371 Meter über Meer) auf dem Stadtgebiet von Oslo liegt.
Vom Holmenkollen hat man auch eine sehr schönes Aussicht über das ganze Stadtgebiet und den Osloer Fjord.

Jedenfalls liegt dort oben, wie eigentlich auch unten in der Stadt, viel Schnee. Bloss die Strassen sind geräumt. Gehwege, Trottoirs und Treppen sind schnee- und eisbedeckt.
Von der Metrostation geht es noch 10 bis 15 Minuten zu Fuss den Berg hoch, wobei der Schnee das Ganze noch etwas in die Länge zieht. Mit jedem Schritt rutscht man wieder ein wenig nach hinten.
Solange man hochgeht, braucht das lediglich ein bisschen Kraft. Beim runtergehen sollte man Spikes an die Schuhe montieren. Das habe ich später dann auch gemacht, nachdem es mich nach ein paar Schritten talwärts umgehauen hat. Nun schmerzt mich meine rechte Schulter ein wenig. Selber schuld… 😦

Ganz oben steht man auf halber Höhe zwischen Sprungturm und Landezone der grossen Schanze. Ich weiss nicht, ob man auch hoch in den Sprungturm fahren könnte (wie das in Innsbruck zumindest im Sommer möglich ist). Heute habe ich dort oben aber niemanden gesehen. Auch gesprungen wurde nicht, obwohl ich den Eindruck hatte, dass das Wetter dafür geeignet gewesen wäre. Allerdings weiss ich nichts über die Windverhältnisse, die beim Skisprung bekanntlich eine ausschlaggebende Rolle spielen.

Dort oben gibt es zudem einen Skisprungsimulator (den ich nicht ausprobiert habe) und ein Skimuseum. Für ein Land im Norden mit vielen Bergen und langen Wintern sind Ski seit jeher ein wichtiges Fortbewegungsmittel gewesen. Und für skandinavische Könige waren gute Skiskills ein wichtiges Attribut, um beim Volk anerkannt zu werden. Olav V., der Vater des heutigen Königs Harald V. war bekannt dafür, alleine, ohne Leibwächter, aber mit seinem Hund mit der Bahn auf den Holmenkollen zu fahren, um die oben Langlauf zu machen. Eine Eisenplastik seines Hundes steht heute oben auf dem Berg.

Den Rest des Nachmittages verbrachte ich nach meiner Rückkehr in die Stadt bei Kaffee und dem dritten Krimi von Yrsa Sigurðardóttir.

Stay tuned.

Oslo 2023: Es schneit

Flagge_NorwegenDas Erste heute war der direkte Weg zum Visitor Center, um einen Oslo Pass zu holen.
Damit habe ich nun während drei Tagen freie Fahrt auf allen öffentlichen Verkehrsmittel im Raum Oslo: Bus, Tram und U-Bahn. Zudem habe ich freien Eintritt in die meisten Museen in der Stadt. 🙂

Damit habe ich dann den Bus der Linie 37 genommen, um zum Oslo Reptile Park zu kommen, einem kleinen, aber feinen Terrarium, das ich jedes Mal besuche, wenn ich in Oslo bin.

Wie immer war dort der Teufel los. Das Terrarium ist klein und so wie es aussieht, gehen die Norweger mit ihren kleinen Kindern offenbar gerne Schlangen schauen. Der Lärm der Kinder wurde nur noch durch den schrillen Balzruf einer Pfeilgiftfroschart übertönt. Zum Glück haben Reptilien kein Gehör…
Und die Dame an der Kasse hat dann auch wieder prompt den Königspython (Python regius) herausgeholt und ihn von den Kindern halten lassen. Dieses Mal hatte keines der Kinder Angst vor Schlangen. Das letzte Mal hat diese Aktion bei einem Teenager-Mädchen Panik und einen Schreikrampf ausgelöst. 🙂
Die Frau hat mir dann auch gesagt, das sei die einzige Schlange, mit der sie das machen könne. Im Gegensatz zu anderen Schlangen sind Königspythons meistens sehr entspannt, und man weiss, das nicht passiert, wenn man sie vorsichtig und richtig anfasst.

Als ich aus dem Reptile Park herausgekommen bin, hat es ziemlich stark geschneit. Winter pur mit einer schönen Schneedecke, auch auf den Fahrbahnen. Das dauerte bis nach dem Mittag. Dann hellte es auf und hörte auch auf zu schneien.

Da die eine Buchhandlung, die in Oslo Tautra Klosterkrem verkauft und gleich in der Nähe des Reptile Park liegt, geschlossen hatte, machte ich mich zu Fuss auf zur anderen mir bekannten Adresse, eine weitere katholische Buchhandlung. Dort angekommen hatte ich gefühlt mehrere Zentimeter Schnee auf dem Kopf und meinem Rucksack. 😉
Diese Buchhandlung hatte tatsächlich noch ein paar Döschen dieser besonderen Handcreme. Leider nicht mehr so viele, wie ich gerne gekauft hätte, um meinen Stock für eine Weil aufzufüllen. Aber..
Ich habe endlich eine Adresse erhalten, bei der ich die Creme im Internet bestellen kann, und die dann in die Schweiz geliefert wird. Das Kloster selbst liefert nämlich nicht ins Ausland. So bin ich in Zukunft für Nachschub nicht mehr von Besuchen in Norwegen abhängig. 🙂

Den Rest des Tages bin ich mit der Kamera in der Stadt herumgestreift. Dabei habe ich insbesondere das Weihnachtsdorf Jul i Vinterland, die Oper und die Deichmann Bibliothek besucht. Letztere ist die riesige Stadtbibliothek von Oslo. Es gibt sie zwar schon seit 1780. Aber das neue Gebäude wurde erst 2020 eröffnet. Es ist fünf Stockwerke hoch, hat eine besondere, sehr moderne Architektur und liegt zwischen Hauptbahnhof und Oper.

Nach dem Nachtessen bin ich noch einmal raus und habe ein paar Nachtaufnahmen gemacht. Dies auch als Test für kommende Nächte, in denen ich weitere Touren mit der Kamera machen will.

Morgen soll es nicht schneien. Das Wetter scheint etwas freundlicher zu sein und die Sicht besser. Für mich Grund genug, auf den Holmenkollen zu fahren, um die Schanze aus der Nähe zu sehen und mit etwas Glück auch die Aussicht über Oslo zu fotografieren. Als ich vor vier Jahren schon einmal dort oben war, war das Wetter so schlecht, dass man vor lauter Nebel und Regen nicht einmal die Schanze sah.
Die Dame im Visitor Center hat mir auch gesagt, dass auf der grossen Schanze morgen Trainingssprünge gemacht werden sollen. Natürlich nur, wenn das Wetter mitspielt.

Stay tuned.

Oslo 2023: Zum Jahreswechsel ein paar Tage echten Winter

Flagge_NorwegenHeute bin ich also nach Oslo geflogen. 🙂
Hier bleibe ich über den Jahreswechsel und werde am 3. Januar wieder zurück in die Schweiz fliegen.

Nachdem ich vor zwei Jahren den Jahreswechsel in Reykjavík erlebt hatte, ist meine diesjährige Wahl auf die norwegische Hauptstadt gefallen.
Mir gefällt Oslo sehr. Ich bin gerne hier. Aber ich war noch nie im Winter hier.

Allerdings hatte die Anreise eine gröbere Verzögerung. Mein Flug von Zürich nach Oslo hatte zwei Stunden Verspätung.
Der Grund: In Oslo schneite es heute morgen so stark, dass praktisch alle Flüge von Oslo und die meisten nach Oslo einige Verspätung hatten. Das waren im Grunde für mich gute Nachrichten, denn ich wollte den Jahreswechsel im Winter verbringen. Aber die Maschine, die mich nach Oslo bringen sollte hob demnach anstatt um 09:30 erst um 11:00 in Oslo ab und war kurz nach 14:00 in Zürich, anstatt um 13:00 in Zürich abzufliegen.
Damit war der ganze Vorteil der SAS Plus Buchung wieder dahin. Dank dieser Buchungsklasse flog ich praktisch „Business“. Allerdings äusserte sich das im Flugzeug bloss mit ein paar Zentimeter mehr Beinfreiheit und einem Platz in Reihe 3. Und beim Rückflug werde ich in den Genuss der SAS Lounge kommen. Die gibt es in Zürich leider nicht.
Aber mein Gepäck wurde bevorzugt behandelt und mein Koffer war einer der ersten in der Gepäckausgabe. So kurz war meine Wartezeit an der Gepäckausgabe nach der Landung noch nie. 🙂
Und in Zürich konnte ich bei der Sicherheitskontrolle den „Fast Track“ nehmen, und war dort innert 5 Minuten anstatt 15 bis 20 Minuten durch. Bloss…
Es nützte nichts. Ich musste danach trotzdem noch zwei Stunden auf den Abflug warten.

Also kam ich kurz nach fünf Uhr in Oslo an. Der Pilot machte eine halbe Stunde der Verspätung gut. Und vom Flughafen fährt alle 20 Minuten ein Schnellzug zum Hauptbahnhof. Alles in allem war ich schlussendlich um 18:15 im Hotel.
Mir war das im Grunde egal. Ich hatte ein gebuchtes Hotelzimmer direkt am Hauptbahnhof. Und heute hatte ich keinen fixen Programmpunkt mehr. Es spielte also keine grosse Rolle, ob ich ein oder zwei Stunden später ankommen würde.
Für die Leute mit Anschlussflügen war die Sache nicht so locker. Die, die nach Trondheim weiterflogen, wurden automatisch auf einen späteren Flug umgebucht. Wer nach Tromsø musste, hatte Pech. Dieser Flug wurde gestrichen und die Leute mussten in Oslo übernachten und morgen weiterfliegen. Alle anderen Anschlussflüge hatten auch Verspätung. Deshalb waren die zu kriegen, wenn auch knapp. Zum Glück ist der Flughafen Oslo/Gardermoen nicht so gross.

Morgen besorge ich mir als Erstes eine Oslo Card, damit ich auf dem öV Netz frei fahren kann. Dann gehe ich in der katholischen Buchhandlung vorbei, in der ich das letzte Mal Tautra Klosterkrem gekauft habe. Morgen ist Freitag. Es ist durchaus möglich, dass diese Buchhandlung morgen das letzte Mal geöffnet ist, bis ich wieder abreise. Ich muss meine Vorräte an Tautra Klosterkrem auffüllen…
Und vermutlich statte ich auch dem Oslo Reptilpark noch einen Besuch ab.

Noch ein Wort zum Wetter: Als ich heute Abend hier angekommen bin, hat es nicht mehr geschneit. In den Strassen liegt ein Gemisch aus Schnee und Salz. Da es aber deutlich unter Null ist, ist es kein Matsch. Die Gehwege sind beileibe nicht geräumt. Aber heute Abend habe ich auch keine Eisfläche gesehen. Im Moment reichen also gute Schuhe mit Profil, um sich in der Stadt bewegen zu können. 😉
Morgen soll es schneien bei einer Durchschnittstemperatur von -2 Grad Celsius.
Sonnenaufgang ist um 09:16 und Sonnenuntergang um 15:22.

Oslo 2023
Anflug auf Oslo um 17:00

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Alle Bilder der ganzen Reise bearbeitet und hochgeladen.

Flaggen_Schweden_Dänemark

Mit diesem unscheinbaren Bild vom Hauptbahnhof Kopenhagen habe ich heute die Bearbeitung der Bilder meiner langen Reise im Mai bis Juli 2023 durch Schweden und Dänemark abgeschlossen.
In den viereinhalb Monaten nachdem ich nach Hause gekommen war, sind nun aus all den Tausenden von Rohbildern 3’537 fertige Bilder entstanden. 😀👍
Davon habe ich rund einen Drittel in dreizehn verschiedenen Zoos aufgenommen, die ich unterwegs besucht habe.😎
Alle Bilder sind nun in den Galerien einsehbar.
Als nächstes warten die Rohbilder von meiner kurzen Islandreise im September auf die Bearbeitung.
Danach werde ich alle Bilder in Fotobüchern verarbeiten, zusammen mit meinen Posts, die ich während der Reisen in hier in meinem Reiseblog geschrieben habe.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Alle Bilder aus Schweden bearbeitet und hochgeladen.

Flaggen_Schweden_Dänemark

Heute habe ich die Bearbeitung der Bilder vom 33. Tag meiner siebenwöchigen Skandinavienreise 2023 abgeschlossen. Am 34. Tag, dem 21. Juni 2023 bin ich mit der Fähre von Göteborg in Schweden über den Kattegat nach Frederickshavn in Dänemark gefahren.

Somit sind alle Bilder aus Schweden gesichtet, sortiert, bearbeitet und in die Galerien hochgeladen worden.

Und ich habe eben mit der Bearbeitung der verbleibenden Bilder aus Dänemark begonnen.

Stay tuned.