
Der diesjährige Städtetrip im Juli führte mich nach Liverpool, der Heimat der Beatles und der „Reds„. 🙂
Da der einzig mögliche Flug nach Manchester in Zürich bereits um 07:05 abhob, war heute frühes Aufstehen angesagt.
Die frühen Morgenstunden sind am Flughafen Zürich erfahrungsgemäss eine Zeit, in denen die Langstreckenflüge ankommen und abfliegen. Entsprechend ist das Passagieraufkommen am Flughafen gross. Man sollte daher genügend früh am Flughafen sein.
Ich hatte zwar meinen Koffer schon gestern aufgegeben (einer der Vorteile, wenn man bloss 15 Minuten vom Flughafen entfernt wohnt…). Trotzdem war ich zwei Stunden vor Abflug am Flughafen.
Das Passagieraufkommen war aber einigermassen moderat, so dass ich noch in aller Ruhe nach der Sicherheitskontrolle ein kleines Frühstück zu mir nehmen konnte.
Übernächste Woche beginnen in vielen Kantonen die Sommerferien. Dann wird’s am Morgen am Flughafen nicht mehr so ruhig bleiben wie heute…
Fliegt man nach Grossbritannien, so kriegt man den Brexit noch vor dem Boarding zu spüren. Da die Briten nach ihrem Ausstieg aus der EU nun auch nicht mehr zum Schengenraum gehören, muss man wie früher zuerst durch die Passkontrolle. Dann werden die Pässe vor dem Boarding am Gate noch einmal kontrolliert, und nach der Landung in Manchester musste man noch einmal durch die Passkontrolle. Hier in Manchester (wie auch in London) passiert das fast automatisch, wenn man einen biometrischen Pass hat.
Eine Prozedur, wie sie früher bei jedem Flug völlig normal war. Die man aber heutzutage innerhalb von Europa nicht mehr kennt, sondern bloss noch für Reisen in Üebersee. Oder eben nach Grossbritannien.
Übrigens reicht dafür auch keine Identitätskarte oder Personalausweis. Es muss ein Reisepass sein, der noch mindestens 6 Monate gültig ist.
Nach der Landung in Manchester um 08:00 Ortszeit (In Grossbritannien haben sie GMT. Ich musste meine Uhr also eine Stunde zurückstellen.) nahm ich den Bus nach Liverpool. Und nach einer weiteren Stunde kam ich um 10:20 in Liverpool an. Die ganze Reise verlief ohne irgendwelche Probleme.
Check-In im Hard Days Night Hotel war aber erst um 15:00.
Also liess ich mein Gepäck beim Consierge und ging in die Stadt.
Ich erkundete die direkte Umgebung meines Hotel. Gleich um die Ecke ist der berühmte Cavern Club, in dem die Beatles unzählige Mal aufgetreten sind, das erste Mal 1961.
Allerding ist auch zu sagen, dass dies nicht der originale Cavern Club ist. Der wurde nämlich 1973 geschlossen und 1984 an anderer Stelle wiedereröffnet. Aber das wissen die meisten sowieso nicht. 😉
Und da fast gegenüber des Clubs eine lebensgrosse Bronzefigur von John Lennon steht, sieht das sowieso wie die Beatles-Ecke aus.
Ganz allgemein ist hier sehr viel auf Beatles getrimmt, um damit ein Geschäft zu machen. Gefühlt jeder Pakistani oder Inder, der einen Souvenir- oder Getränkladen betreibt, nennt diesen „Let it be Souvenirs“ oder „Yesterday Coffee“ oder ähnlich.
Und mein Hotel heisst auch nicht umsonst „Hard Days Night Hotel„. Das ganze Hotel ist auf Beatles getrimmt.
„A Hard Days Night“ ist ein Lied, ein Album und ein Film der Beatles, die 1964 herauskamen. Alleine der Film, in dem sich die Beatles teilweise selbst auf die Schippe nahmen, spielte 11 Millionen Dollar ein.
Überall hängen Bilder oder sogar Originalfotos der Beatles. Das hoteleigene Restaurant ist thematisch auf „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ getrimmt.
In jedem Zimmer hängt mindestens ein grossformatiges Beatles-Bild. Über meinem Bett wachen John Lennon und Paul McCartney über einen tiefen Schlaf. 😉
Ein solches Themenhotel ist ganz nett. Und ich muss sagen, das hier ist ganz gut gemacht. Aber letzlich zählen die Freundlichkeit des Personals, die Sauberkeit, die Betten und das Frühstück mehr.
Auf Letzteres bin ich gespannt. Laut Hotel handelt es sich um ein grosses Buffet mit English-Breakfast. 🙂
Natürlich gibt es unzählige Geschäfte und „Museen“, die einem das ultimative, echte Beatles-Feeling verkaufen wollen.
Ich habe mich deshalb letzte Woche bei der Rezeption des Hotels erkundigt, was die mir empfehlen würden. Entsprechend habe ich einen Eintritt in „The Beatles Story“ gekauft und eine zweistündige persönliche Taxitour gebucht. Das werde ich am Donnerstag machen.
Morgen werde ich zwei Orte etwas erkunden: Am Morgen die Docks, und am Nachmittag habe ich eine Führung im Anfield Stadium gebucht. Nicht das mich Fussball plötzlich sehr interessieren würde. Aber das Anfield ist legendär und es ist auch für mich interessant, hinter die Kulissen eines solchen Stadions zu schauen.








