Island Sommer 2021: Durch das Hochland nach Süden

Island_flag

Als ich heute in Akureyri um sieben aufstand, war der Himmel zwar bewölkt und der Wind hatte tüchtig zugelegt, aber ich empfand es nicht zu kalt.

Nach dem Frühstück und Check-Out im Hotel fuhr ich erst einmal zur hiesigen Europcar-Zentrale, um nachzufragen, ob die mir vielleicht hier wieder einen grösseren Wagen geben können, nachdem in Höfn und Egilsstaðir keine Wagen in der Grösse verfügbar gewesen waren, die ich ursprünglich gemietet hatte.
Und dieses Mal hat es geklappt. Ich habe nun zum dritten Mal auf dieser Reise den Mietwagen gewechselt und fahre somit nun den vierten verschiedenen Wagen, einen KIA Sorento.

Also nahm ich, wie ursprünglich geplant, die Hochlandstrasse Kjölur oder auch Kjalvegur (F35), um in den Süden zu fahren.
Diese Strecke ist zwar um einiges kürzer als der Weg auf der Ringstrasse (Hringvegur oder auch Þjóðvegur 1), aber dadurch, dass sie nicht asphaltiert ist und in einigen Abschnitten auch ganz schön holprig daher kommt, beträgt der Zeitgewinn bloss ein paar Minuten. Der Hauptgrund für mich, durch das Kjölur Tal  zu fahren, war die Abwechslung sowie die besondere Landschaft des Hochlands. Von der letzteren hatte ich allerdings nicht sehr viel.
Schon bald, nachdem ich in die Kjalvegur eingebogen war und die ersten der rund 170 km hinter mich gebracht hatte, zeigte es sich, dass das Wetter auf dieser Fahrt wohl ziemlich harsch werden würde. Abgesehen von einer dicken und dunklen Wolkendecke herrscht ein recht starker Wind. Der war auf gewissen Abschnitten so stark, dass ich fühlte, wie das Auto durch den Wind schwankte, wenn ich anhielt. Ausserdem liessen sich die Autotüren auf der dem Wind zugewandten Seite nur mit einigem Kraftaufwand öffnen.
In der zweiten Hälfte der Fahrt, nach meiner Kaffeepause in Hveravellir, setzte dann noch Regen ein, der umso stärker wurde, je weiter ich nach Süden kam. Dazu kam, dass nach meinem Empfinden die südliche Hälfte der Kjalvegur deutlich unebener ist als die nördliche Hälfte. Man hat es permanent mit Steinen und Schlaglöchern zu tun, die man bei Regen noch weniger gut sieht. Man kommt also auch nicht wirklich schnell vorwärts: mehr als 40 km/h liegen kaum drin.
Ich hätte mir also die stundenlange Holperei eigentlich sparen können, und mein Auto wäre nun wohl deutlich weniger schmutzig. Aber eben… 😉

Am Gullfoss und dem grossen Geysir fuhr ich dieses Mal wegen dem strömenden Regen vorbei. Ich war an beiden Orten schon  zwei Mal. Im Regen hatten die keinen neuen Reiz für mich.

Nun bin ich also wieder im Sel Guesthouse (Sel í Grímsnes) abgestiegen. Auf diesem ehemaligen Bauernhof habe ich bisher jedes Mal übernachtet, wenn ich eine Rundreise in Island gemacht hatte. Hier bleibe ich zwei Nächte, bevor es dann am Sonntag auf die letzte Etappe Richtung Flughafen Keflavík geht.
Was morgen geschieht, hängt vom Wetter ab. Ich werde mich entscheiden, sobald ich nach dem Aufstehen nach draussen gegangen bin und sehe, ob es regnet oder nicht.

Trotz des garstigen Wetters habe ich auch heute ein paar Bilder geschossen. Erste fertige Bilder sind wie gewohnt in der Bildergalerie.

Stay tuned.

Island 2021
Unterwegs auf der Kjalvegur (F35)

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