Es ist kalt in Lappland

Schönes Wetter

Heute war den ganzen Tag wunderschönes Wetter. Bis zum Abend keine einzige Wolke, und die Sonne schien, sobald sie aufgegangen war – von 11:30 bis 14:30…
Wie gesagt, schönes Wetter bis am Abend. Davon dann aber später.

Die Temperaturen war den ganzen Tag ungeachtet der Sonne um die -20 Grad Celsius.
Es ist aber eine sogenannt trockene Kälte, also gut zu ertragen; wenn man richtig angezogen ist. Aber das sollte sowieso klar sein. 😉

Am Morgen bin ich erst einmal mit der Kamera losgezogen, um ein paar schöne Winterbilder einzufangen.
Allerdings war nach einer guten Stunde ohne Bewegung genug. Die Kälte „kroch“ an kleinen Schwachstellen unter meine „Kälteschutzrüstung“: zum Beispiel an den Fingern, weil ich die immer wieder brauchte, um die Kamera zu bedienen.
Das ist ein generelles Problem für jeden Fotografen, und die Handschuhe mit den auf- und umklappbaren Fingerspitzen an Zeigefinger und Daumen verlängern die Widerstandsfähigkeit zwar (weil man die Handschuhe nicht mehr jedes Mal ausziehen muss), aber am Ende sind auch diese Fingerbeeren eingefroren und tun nur noch weh. Und dann lässt sich auch keine Kamera mehr bedienen.
Grund genug also, zurück ins Hotelzimmer zu gehen, und sich bei einer heissen Tasse Tee aufzuwärmen, während ich die Bilder sichtete, die ich eben gemacht hatte.

Snowmobile Safari

Für den Nachmittag hatte ich gestern eine zweistündige Snowmobile Safari gebucht.
Ich wurde um viertel vor Eins am Hotel abgeholt und zum Veranstalter gebracht, wo schon andere Teilnehmer warteten.
Als erstes wurden wir in Thermokleidung eingepackt: Schuhe, Overall, Kopfüberzug, Helm und Handschuhe.
Darunter behielten wir unsere Kleidung an. Ich war nun also in mehrere Schichten eingepackt und kam mir vor wie ein Michelin-Männchen. Aber das brauchte es auch, denn das Thermometer stand nun, um 13:00, auf unter -20 Grad Celsius, und mit dem Fahrtwind wurde es dann noch deutlich kälter. Der trockene Kommentar des finnischen Guides: „Wir gehen nicht tanzen, wir gehen Schneemobil fahren“.
Merke: Wenn Dir ein Finne sagt, „es ist kalt“, dann ist es auch. 😉

Nach einer kurzen Einführung auf der Maschine ging es dann los: Der Guide voraus und die sechs anderen Maschinen in Einerkolonne hinterher, ich zuletzt.
Dieses „Schneetöffs“ sind vollautomatisch. Alles was man machen muss, ist Gas geben und bremsen. Allerdings reicht es meistens, das Gas wegzunehmen, damit man zum stehen kommt.
Was ich allerdings unterschätzt hatte, war der Kraftaufwand, der beim Lenken nötig ist. Grundsätzlich geht es umso leichter, je schneller man fährt. Aber dann wird man ganz schön durchgeschüttelt. Diese Dinger haben keine Federung. Und als Anfänger weiss man zu Beginn noch nicht so recht, wie diese Maschine reagiert. also fährt man tendenziell etwas langsamer.
Das geht es vor allem am Anfang ganz schön in die Arme.
Das Schnellste, was ich aus dem Schneemobil bei voll durchgedrücktem Gashebel herausholen konnte, waren 40 km/h
Aber es macht wirklich Spass. Und die Landschaft auf dem zugefrorenen Inarijärvi (Inarisee) mit der absolut klaren Sicht war beeindruckend. Der See ist mit seinen über 1’000 km2 Fläche und über 3’000 Inseln der drittgrösste Finnlands.
Am Ende der rund 25 km langen Tour spürte ich die Kälte hauptsächlich an den Füssen, denn die Griffe der Maschine waren beheizt. Sogar der Gashebel, der mit dem Daumen der rechten Hand bedient werden muss, hatte eine eigene Heizung.
Ausserdem fror mein Helmvisier gegen Ende fast vollständig zu, so dass ich die Wahl hatte, entweder mein Gesicht zu schützen und meinen Vordermann nur schemenhaft zu sehen, oder mir den Fahrtwind in Gesicht blasen zu lassen, was nur eine kurze Zeit auszuhalten war.
Alles in allem hat sich dieser Ausflug gelohnt, und wenn ich wieder ‚mal nach Lappland komme, werde ich das sicher wieder buchen.

Am Abend war das schöne Wetter dann leider wieder zu Ende. Seit dem Eindunkeln wurde die Bewölkung immer stärker.
Und während ich das hier um 21:00 schreibe, ist wie gestern schon eine starke Nordlichter-Aktivität angesagt. Nur sieht man wie gestern schon nichts davon. Schade.
Aber ich hoffe auf die folgenden Abenden entlang der Hurtigruten Strecke.

Morgen früh um acht geht der Bus nach Kirkenes, wo ich dann 3 Stunden später an Bord der MS Finnmarken gehen werde.

Zwischenhalt mit heissen Tee auf dem Inarijärvi
Zwischenhalt mit heissen Tee auf dem Inarijärvi

Und weiter geht’s Richtung Norden

Am Morgen in Ivalo

Heute Morgen habe ich die Umgebung des Hotels Ivalo erkundet, und bin auch ins Zentrum des kleinen Ort Ivalo gegangen.
Die Temperaturen lagen beim Aufstehen bei -12 Grad Celsius, der Himmel war bewölkt und es schneite leicht.
Und so blieb es den ganzen Tag.
Laut den Einheimischen war es Gottseidank nicht mehr so kalt. Offenbar hatten die hier am letzten Wochenende um die -35 Grad!
Ich musste feststellen, dass man sich selbst bei diesen Temperaturen zu warm anziehen kann.
Von meinem ersten Ausflug mit Kamera und Stativ kam ich komplett durchgeschwitzt zurück ins Hotel. Ich war patschnass trotz zweistelligen Minustemperaturen.
Meine Kleider, die ich extra für diesen Trip gekauft hatte, sind offenbar so gut, dass zwei Schichten reichen, wenn es nicht unter -20 Grad ist.
Ich lerne. 😉
Das Problem mit der Schwitzerei ist, dass es nicht nur ziemlich nervt, sondern dass man sich so sehr leicht eine Erkältung holen kann (denn kalt ist es ja trotzdem). Und das möchte ich hier eigentlich nicht mit mir herumschleppen.
Also gilt es, genau zu überlegen, was man bei welcher Gelegenheit anziehen soll.

Weiter nach Inari

Nach dem Mittag wurde ich im Hotel abgeholt und nach Inari gefahren. Die Fahrt dauert bloss ca 30 Minuten.
Dazu ist zu sagen, dass man hier mit Spikes fährt und deshalb auch auf schneebedeckter Strasse ausserorts gut 80 kmh oder mehr fahren kann.
Für mich war das am Anfang ziemlich gewöhnungbedürftig. Ich habe dann aber rasch gemerkt, dass der Fahrer den Wagen sehr gut im Griff hatte.

Nun habe ich im Hotel Kultahovi eingecheckt und werde die nächsten zwei Nächte hier übernachten.
Morgen werde ich am Morgen die nähere Gegend erkunden und nach Bildmotiven suchen.
Für den Nachmittag habe ich „Schneemobil fahren“ gebucht.
Der Spass kostet mich für zwei Stunden zwar €130.–. Aber das habe ich noch nie gemacht, und es sieht nach viel Spass aus… 😉

Selbstverständlich habe auch heute einige der Bilder bereits bearbeitet und in die Galerie „Norwegen & Finnland 2019“ hochgeladen.

Das Hotel Ivalo von gegenüberliegenden Ufer des zugefrohrenen Fluss Ivalojoki
Das Hotel Ivalo von gegenüberliegenden Ufer des zugefrorenen Fluss Ivalojoki

In Lappland angekommen

Am Ziel des ersten Reisetages

Der Weiterflug mit Finnair von Helsinki nach
Ivalo verlief genauso pünktlich und ereignislos wie schon der Flug nach Helsinki.
Allerdings ist es etwas überraschend, beim Aussteigen anstelle einer gedeckten Gangway (wie in Zürich und Helsinki) ein schneeebedecktes Rollfeld, -10 Grad Celsius und leichten Schneefall anzutreffen.
Aber es waren nur ein paar Meter bis zum Abfertigungsgebäude. Da musste jetzt wirklich niemand frieren. Zumindest ich im Hemd nicht (die Jacke war noch in der Tasche, denn im Flugzeug war es schliesslich geheizt…).
Die anderen verbrachten die Zeit, die sie gebraucht hätten, um ins Abfertigungsgebäude zu gehen, lieber damit, im Freien ihre Jacken anzuziehen, um dann vor dem Flugzeug Selfies zu schiessen… 😉
Des Schreibers Höflichkeit verbietet es, die Nationalität dieser ziemlich grossen Gruppe zu nennen…

Nun habe ich im Hotel Ivalo eingecheckt, und zu meiner Überraschung ein eigentliches Apartment mit Wohnzimmer, Schlafzimmer und eigener Sauna gekriegt. Nach dem Abendessen machte ich noch einen Spaziergang im tiefverschneiten Ivalo . 🙂

Wie immer bei meinen Reisen lade ich auch dieses Mal einige Bilder direk hier hoch, während ich das Gros dann nach meiner Rückkehr bearbeite und hochladen.
Ergo habe ich heute die Galerie „Finnland & Norwegen 2019“ eröffnet und werde dort in den folgenden Tagen immer wieder aktuelle Bilder hochladen.

Flughafen Ivalo
Ankunft auf dem Flughafen Ivalo

Unterwegs in den Norden


Zwischenstopp in Helsinki

Nun bin ich also nach einem pünktlichen und ereignislosen Flug mit Finnair von Zürich in Helsinki angekommen.
In einer knappen Stunde geht es dann weiter nach Ivalo im Norden von Lappland; meinem heutigen Ziel. Hier in Helsinki ist es um 16:00 Ortszeit zwar noch hell, aber man merkt schon, dass der Tag zu Ende geht.

Wenn ich in Ivalo in knapp zweieinhalb Stunden ankommen werde, wird dort bereits tiefste Nacht herrschen. 😉

Helsinki Airport
Helsinki Airport

Island 2017: Island ist teuer?

Island_flagAn der Stelle erlaube ich mir, ein paar Worte zu den Preisen hier in Island zu verlieren. Wobei sich meine Erfahrungen erst einmal auf die Hauptstadt Reykjavík beschränken.
Hauptstädte sind in der Regel fast überall auf der Welt teurer als der Rest des jeweiligen Landes. Und wenn dann solche Massen an Touristen (im Vergleich zur Grösse der Stadt) auftreten wie hier, dann liegt man sicher nicht falsch, wenn man annimmt, dass die Preise dadurch noch einmal etwas höher sind.

Nun, dass die Preise für fast alles in skandinavischen Ländern höher sind als im restlichen Europa (ja sogar höher als im sogenannten „Hochpreisland“ Schweiz), hat sicher jeder schon einmal gehört.
Ich selbst durfte mich davon in Dänemark, Schweden und Finnland davon überzeugen; und kann nun sagen, dass das auch für Island gilt.
Island soll gar das teuerste Land sein. Zumindest sagte mir das eine einheimische Verkäuferin heute. Und dass ihr das ein wenig peinlich sei.

Das mag absolut gesehen auch stimmen. Und es stimmt definitiv, wenn es um alkoholische Getränke geht. Gerade heute habe ich in einem kleinen Restaurant für eine Büchse einheimisches Bier 1’200 isländische Kronen bezahlt. Gemäss aktuellem Mittelkurs sind das 10.95 Schweizer Franken.
Das schaffen nicht einmal wir in der Schweiz. Das ist mein persönlicher Rekord. Selbst im superteuren Washington DC kostete mich ein Bier im trendigen Georgetown damals umgerechnet „nur“ acht Franken. 😉

Aber wenn ich mir die anderen Preise anschaue, habe ich den Eindruck, dass die gar nicht soooo weit von unseren Preisen zu Hause entfernt sind. Ein Cappucino kostet in Reykjavík im Durchschnitt 550 isländische Kronen, also gute 5 Franken. Das bezahle ich in der Zürcher oder Berner Innenstadt auch. Und eine Cola kostet hier um die 400 Kronen, also 3.65 Franken. Nach meinen Erfahrungen kriege ich das in der Schweiz schon lange nicht mehr zu diesem Preis.
Etwas teurer wird’s hier, wenn man essen geht:
Eine Portion Spaghetti Carbonara hat mich gestern Abend 2990 Kronen (CHF 27.30) gekostet.
Oder eine einfache Pizza schlägt locker ‚mal mit 2200 Kronen (CHF 20.–) zu Buche.
Zusammen mit Getränken und eventuell Salat kann so ein einfaches Abendessen locker mal um die 45 Franken kosten.
Fleischgerichte sind naturgemäss noch teurer.

Wie weit Souvenirs oder Museumseintritte für einen Preisvergleich herangezogen werden sollten, ist in meinen Augen zumindest fraglich. Hier regeln doch Angebot und Nachfrage den Preis.
Solange Touristen für Museumseintritte umgerechnet mehr als 20 Franken bezahlen, und TShirts im Souvenirshop für über 35 Franken über den Tisch gehen, wären die Isländer ganz schön blöd, wenn sie weniger verlangen würden. 🙂
Ausserdem sind diese Preise im Gegensatz zu anderen Dienstleistungen und Essen für die einheimische Bevölkerung kaum relevant.

Über die Hotelpreise hier weiss ich nicht so genau Bescheid, da ich meine Reise von einem Reisebüro habe zusammenstellen lassen und pauschal bezahlt habe. Aber was ich im Netz gesehen habe, lässt den Schluss zu, dass sich diese Preise in demselben Rahmen bewegen, wie man sie auch in anderen Städten in Nordeuropa findet.

Alles in allem stimmt es schon: Island ist ein teures Pflaster.
Besonders, um hier Ferien zu machen. Verglichen mit den traditionellen Feriendestinationen in Südeuropa, Amerika und Asia ist es sogar exorbitant teuer.
Als Feriendestination es sicher nicht für Leute mit kleinem Budget geeignet. Ebenso wenig wie für Sonnenanbeter und den Liegestuhlfetischisten unter den Pauschaltouristen.

Wer nach Island kommt, sollte davon ausgehen, dass er hier für das tägliche Leben mindestens genauso viel bezahlt wie zu Hause; eventuell auch ein bisschen mehr. Und sollte beachten, dass zu Hause die Kosten weiter anfallen, auch wenn er sie quasi hier schon einmal bezahlt hat.

Ich bin gespannt, welche „Preiserfahrungen“ ich ab morgen machen werde, nachdem ich Reykjavík verlassen habe und mit dem Auto in ländlichere Gegenden vorstossen werde.

 

Island 2017: Island aus der Luft

Island_flagIch habe eben der Galerie „Reykjavík“ noch zwei Bilder zugefügt, die ich gestern beim Landeanflug auf Kevlavik mit dem Handy aus dem Flugzeug geschossen habe.

Das eine Bild zeigt die Insel Heimaey, die grösste der Westmännerinseln (Vestmannaeyjar), die südlich von Island liegen. Man sieht auf dem Bild sehr gut die Krater der beiden Vulkane Helgafell (der untere, kleinere Krater) und Eldfell.
Eldfell (Feuerberg) brach am 23. Januar 1973 unerwartet und ohne Vorwarnung aus. Die Lava zerstörte beinahe das ganze Dorf und alle 5’000 Bewohner mussten von der Insel evakuiert werden. Nur weil es gelang, zum ersten Mal überhaupt den Lavastrom mit Seewasser zu kühlen und so zu stoppen, konnte ein Grossteil der Häuser gerettet werden.
Seither ist keiner der Vulkane auf der Insel mehr ausgebrochen.

Das andere Bild zeigt den Ort Grindavík an der Südküste Island. Einige Kilometer nördlich befindet sich die Blaue Lagune (Bláa Lónið), das weltberühmte Thermalbad.

 

Heimaey - Vestmannaeyjar (Westmännerinseln)
Heimaey – Vestmannaeyjar (Westmännerinseln)

Grindavík
Grindavík

Island 2017: Regentag in Reykjavík

Island_flagNachdem mich Island gestern mit wunderschönem Sonnenwetter empfangen hat, hat sich das Blatt heute gewendet: Regen und Wind sind angesagt.

Wie gestern liegen die Temperaturen hier tagsüber um die 9 Grad Celcius. Eigentlich nicht wirklich schlimm, aber mit Wind und Nässe fühlen sich die neun Grad deutlich unangenehmer an als mit Sonne. 😉

Man hat mir schon im Vorfeld meiner Reise gesagt, dass das Wetter in Island sehr schnell ändern kann. Also bin ich nicht wirklich überrascht.

Ich habe das schon einmal so erlebt. Als ich nach meiner Matura 1983 mit Interrail in Schottland unterwegs war, habe ich einem Tag in Inverness so viele Wetterwechsel erlebt, dass ich damals das Gefühl hatte, alle Formen von europäischem Wetter an einem Tag erlebt zu haben.

Damals wie heute gibt es da eigentlich nur ein Rezept: gute, wetterfeste Kleidung.
Dank meiner Bekannten, die schon einmal in Island waren, habe ich diese auch mitgenommen, und wer mich kennt, weiss, dass ich lieber Kälte als Hitze habe. Ich bin also am richtigen Ort. 😉

Gestern: Anflug auf Kevlavik bei schönstem Wetter
Gestern: Anflug auf Kevlavik bei schönstem Wetter

Heute: Wind und Regen in Reykjavík
Heute: Wind und Regen in Reykjavík

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe noch ein paar weitere Bilder in eine Galerie „Reykjavík“ hochgeladen. Weiter folgen, so bald ich Zeit und Musse habe, sie zu bearbeiten.

Island 2017: Meine ersten Nordlichter

Island_flagEigentlich wollte ich erst morgen Abend wieder etwas schreiben. Nachdem ich Reykjavik etwas erkundet gehabt hätte, und von der einen oder anderen Entdeckung hätte berichten können.

Aber heute Abend habe ich zum ersten Mal Nordlichter in am Himmel gesehen. Völlig überraschend.
Ein absolut einmaliges Naturschauspiel, das man in unseren Breitengraden leider nicht zu sehen kriegt.
Die grünen Lichter tauchen nicht einfach am Himmel auf und verschwinden dann wieder. Sie sehen eigentlich aus wie grüne Nebelschwaden, die zu wandern scheinen. Es sieht aus, als würden sie von einem Wind bewegt. Und wie Nebelschwaden im Wind werden sie auch stärker und schwächer, bis sie am Schluss ganz verschwinden.

Eigentlich bin ich nach dem Nachtessen einmal mit Kamera und Stativ raus, um ein paar Nachtbilder von Reykjavik zu schiessen. Da es die nächsten zwei Tage laut Wetterbericht regnen soll, musste ich die klare und trockene Nacht noch nutzen.

Aurora borealis über Reykjavik

Als ich gerade dabei war, einige Bilder für eine HDR Aufnahme der Hallgrímskirkja (Hallgrimms Kirche) zu schiessen, tauchten plötzlich Nordlichter am Himmel auf. Das Schauspiel war sehr eindrücklich, aber auch kurz.

Leider sind mir in der Eile nicht gerade die besten Bilder gelungen, aber ich hoffe, dass ich während meiner Reise noch einmal Gelegenheit haben werde, dieses einzigartige Schauspiel der tanzenden, grünen Lichter am nächtlichen Himmel zu fotografieren.

Island 2017: Angekommen

Island_flag
Nun bin also in Reykjavik angekommen und habe mein Hotelzimmer bezogen. Im Sunna Guesthouse bleibe ich bis am Sonntag.
Der Transfer mit dem Flybus vom Flughafen zum Hotel dauerte noch einmal fast solange wie der eigentliche Flug. 😉

Das Wetter hier ist im Moment absolut super. Blauer Himmel und Sonne bei ca 9 Grad.
Aber morgen soll es regnen. Mal schauen.

Beim Auspacken habe ich dann eine unangenehme Überraschung erlebt. Die Flughafen Security in Zürich hat meinen kleineren Koffer mit der Fotoausrüstung geöffnet und sämtliche Batterien und Ersatzakkus entfernt. Das sei im Fluggepäck nicht erlaubt.
Das wusste ich so nicht, und ich hatte bisher auf jeder Reise immer genügend Ersatzakkus und Batterien im Gepäck, ohne dass es dabei Probleme gab. Die Akkus in den Kameras wurden aber zu Glück drin gelassen. Und die drei Ersatzakkus im Handgepäck wurden nicht beanstandet. Offenbar sollte man die grundsätzlich im Handgepäck dabei haben.
Zum Glück habe ich zu jedem Akkutyp noch je ein Ladegerät eingepackt. Sonst wäre ich jetzt ziemlich aufgeschmissen. So muss ich die Akkus halt dann täglich laden, und schauen, wo ich Batterien kaufen kann. Die dürften hier allerdings wie alles ziemlich teuer sein.

Ach ja. Ich kann meine Akkus nach meiner Rückkehr in der Gepäckablage am Flughafen Zürich wieder abholen. Kostet mich bloss 30.– Gebühr. So kann man natürlich auch Geld machen… Wären da nicht die teuren Akkus für die Kameras dabei, sondern nur die Batterien, würde ich es bleiben lassen. Aber die Akkus kosten ein Vielfaches der Gebühr…

Nun werde ich mal kurz die Umgebung des Hotels erkunden und mir ein Restaurant suchen, um was zu essen.

Morgen geht es dann daran, die Stadt zu erkunden.