Stockholm 2024: Der letzte Tag des Jahres

Wie schon letztes Jahr in Oslo: Dies ist der letzte Post von 2024. 🙂

Das Wetter hier in Stockholm ist immer noch schön. Die Sonne schien den ganzen Tag und am Himmel zeigten sich bloss ein paar dünne Schleierwolken.
Aber es ist noch kälter geworden. Die Temperaturen sind nun auch tagsüber in den Minus-Bereichen. Zusammen mit dem Wind kommt man nun locker auf -8 Grad Celsius oder tiefer gefühlte Temperatur.
Eigentlich so, wie ich es erwartet hätte. Richtig Winter! Bloss, es fehlt der Schnee.
Doch das könnte sich allerdings heute Nacht ändern: Zum einen ist der Schnee in den Meteo-Apps für heute Nacht schon länger angesagt (und für morgen den ganzen Tag).
Zum anderen fahren seit heute Abend die Streufahrzeuge durch die Stast und streuen auf eine trockene Strasse…
Wie es aussieht, erwartet die Stadtverwaltung in der heutigen Nacht offenbar etwas Niederschlag.
Nun, wir werden es spätestens morgen früh sehen.

Ich habe mich realtiv spät am Morgen nach einem gemütlichen Morgenessen zu Fuss nach Gamla Stan aufgemacht. Dabei habe ich vor allem nach Strassenszenen und auffälligen Leute Ausschau gehalten, um einige Bilder für meine Galerie „The Street“ zu schiessen. Dabei wollte ich auch gleich ein neues Teleobjktiv testen.
Trotz der Kälte hatte es heute vor allem in Gamla Stan recht viele Leute in den Strassen. Zum einen wohl wegen dem schönen Wetter (gegen die Kälte kann man sich ja schützen), zum anderen sicher auch, weil ausser dem königlichen Schloss fast alle Museen geschlossen waren. 😉

Eher zufällig bin ich am Schloss vorbei gekommen, und gesehen, dass die Soldaten Absperrungen errichteten. Offenbar war Zeit für die Wachtablösung (ich weiss nie genau, wann die ist, obwohl ich schon mehrere Male dabei war).
Also bin ich stehen geblieben und habe mir einen Logenplatz direkt an der Absperrung gesichert. Das war auch gut so, denn als die Wachtablösung begann, war der ganze Platz vor dem Schloss voll.
Allerdings bedeutete das, dass ich wohl über eineinhalb Stunden auf dem Platz im Wind stand und mich kaum bewegen konnte. Die Wachtablösung dauert inklusive Kurzkonzert des Militärspiels gute 45 Minuten, und ungefähr genau so lange stand ich vorher da…
Irgendwann gibt jede noch so gute Isolierung auf und die Kälte kriecht sich langsam durch Mark und Bein. Der einize Ort, an dem ich am Schluss nicht kalt hatte, waren meine Füsse. Gute Schuhe sind halt auch in der Stadt Gold wert. 🙂 Danke Onkel Sam. 😉

Der anschliessende Spaziergang zurück zum Hotel mit Umweg durch die Bahnhofshalle (natürlich auf der Suche nach Motiven) und mit Zwischenstopp im Espresso House hat mich relativ schnell wieder aufgewärmt. 🙂

Heute Abend bin ich relativ früh zum Dinner gegangen.
Das Hotel hat einen Vier-Gänger angeboten, und Anfang Dezember kam eine eMail von Concierge mit der Einladung, doch bitte früh zu reservieren, da die Plätze begehrt seien. Das habe ich dann auch gleich gemacht. Und man hat sich sehr flexibel gezeigt: Da die ersten beiden Gänge Rogen (also Fischeier) und Hummer waren, konnte ich diese durch die beiden ersten Gängen aus dem Vegi-Menü ersetzen: Heisser Ziegenkäse und gebratener Tofu. Anschliessend gab’s Rindfilet mit Entenleber. Und zum Dessert weisse Schokoladenmousse mit Pistazienglacé. Hat super geschmeckt. 🙂

Nun schreibe ich diesen Post etwas früher als sonst.
Später soll es in der Stadt Feuerwerk geben. Eigentlich knallt es bereits jetzt schon, um 21:30.
Eventuell gehe ich noch mal raus und schaue mit das an. Aber ich glaube nicht, dass man hier das schlägt, das ich in Reykjavík gesehen habe. 😉

Stay tuned.

Wachtablösung vor dem Königlichen Schloss in Stockholm

Stockholm 2024: Gamla Stan

Das Wetter hier in Stockholm hat sich gebessert. Heute kam die Sonne durch die Wolken. Allerdings wurde es auch kälter und vom Meer her wehte ein bissiger, kalter Wind.
Wenn man sich an windgeschützter Stelle in die Sonne stellen konnte, war es ein sehr angenehmer Wintertag. Aber der Wind drückte die gefühlte Temperatur so deutlich nach unten, dass Mütze und Handschuhe nötig wurden, wenn man sich länger im Freien aufhielt. Das Winterfeeling war definitiv da.

Heute Morgen habe ich als Erstes das Fotografiemuseum „Fotografiska“ besucht. Nach eigenen Angaben ist es ein zeitgenössisches Museum für Fotografie, Kunst & Kultur. „Zeitgenössisch“ stimmt ganz sicher. Aber ich habe es eher wie eine Galerie empfunden, in der Ausstellungen von einzelnen Fotografen oder zu bestimmten Themen stattfinden. Unter einem „Museum“ stelle ich mir etwas anderes vor.
Von den drei Ausstellungen waren zwei bestimmten Fotografen gewidmet, und eine dem Thema „Space A Visual Journey“. In letzterer kam so viel Multimedia zum Einsatz, dass ich etwas Mühe hatte, das Ganze mit Fotografie zu verbinden. Nichts desto trotz eine sehr gute, interessante Ausstellung, wenn vielleicht auch unter falschem Label.
Von den Fotografen haben mir vor allem die Arbeiten von Bruce Gilden gefallen. Der 78-jährige, amerikanische Portrait- und Street-Fotograf hat für die Ausstellung die in seinen Augen besten 45 Bilder aus seinem Archiv zusammengestellt. Ich habe Bruce Gilden noch nicht gekant, bin aber von seinen Arbeiten fasziniert.

Vom Fotografiska bin ich weiter nach Gamla Stan (schwedisch für Altstadt).
Ich wusste zwar, dass das Nobelpreismuseum am Montag geschlossen ist. Aber in Gamla Stan gibt es auch sonst viel zu sehen: das Stockholmer Schloss, die engen Gässchen mit den vielen Läden und Restaurants sowie etliche schöne, ältere Gebäude. Im Sommer hätte es zudem überall vor den Restaurant Tische und Stühle auf den Trottoirs und Plätzen. Die sind jetzt natürlich nicht da.

Da das Wetter gut war, schlenderte ich durch die Gassen, wie immer ständig auf der Suche nach Motiven.
Dabei ich mir einen Spass daraus gemacht, meine „Mit-Touristen“ ein bisschen zu beobachten. Dabei sieht man viel, und man versteht nicht alles. Einiges ist ziemlich lustig, wie zum Beispiel das asiatische Mädchen mit den grünen Haaren, pinken Fingernägel und Designerklamotten, die an ihrer Mini-Kompaktkamera den Blitz eingeschaltet hatte (der reicht knapp zwei Meter weit, wenn überhaupt) und damit Gebäude fotografierte. Oder der junge Mann, der dick eingepackt in einen Marken-Daunenmantel mit einem Herrentäschen umgehängt seinen Eltern nachtrottete und dabei permanent auf sein Smartphone glotzte. Ein Wunder, dass der nirgends heruntergefallen ist oder mit jemandem zusammengestossen ist. 🙂 Man sah ihm deutlich an, dass ihn das Ganze nicht interessierte. Er hatte kein Auge für irgendetwas rund um ihn herum. Vermutlich musste er mit Mama und Papa mitkommen, und hätte aber Sylvester lieber mit ein paar Kumpels zu Hause gefeiert.

Mit mir waren viele andere Touristen dort. Die Stadt ist jetzt in der Altjahreswoche ziemlich voll.
Allerdings konzentriert sich das Ganze vor allem auf Touristen-Hot-Spots wie eben Gamla Stan oder gestern Djurgården.
Im restlichen Stockholm würde ich das Publikumsaufkommen als eher normal für so eine grosse Stadt bezeichnen. Man kriegt eigentlich überall einen Platz in einem Restaurant, und wenn es nicht gerade die Linie 7 von und nach Djurgården ist, dann sind U-Bahn und Trams in meinen Augen auch durchschnittlich belegt.
Gestern Abend musste ich 20 Minuten in einem mir bekannten Grill-Restaurant warten, weil ich keinen Tisch reserviert hatte. Das war’s. Danach kriegte ich sogar einen 4-er Tisch für mich alleine. Und nach 20:00 leerte sich das Restaurant zusehends.
Das Fleisch, dass ich dort kriegte, war die Warterei übrigens alle Mal Wert. 😉

Den morgigen Besuch des Militärmuseums musste ich auf den 2. Januar verschieben, weil das Museum bis dann geschlossen ist. Das Gleiche gilt auch für das Nobelpreismuseum.
Somit ist das Programm für den 2. Januar 2025 gemacht. 🙂
Was ich morgen mache, weiss ich noch nicht. Schauen wir einmal.
Der einzige Fixpunkt ist 18:00 für das Sylvester-Dinner im Hotel. Da habe ich einen Platz reserviert.

Stay tuned.

Das Rathaus von Stockholm

Stockholm 2024: Zum Jahreswechsel in die schwedische Hauptstadt

Heute bin ich nach Stockholm geflogen, um den Jahreswechsel 2024/25 in der schwedischen Hauptstadt zu verbringen.

Die Anreise verlief problemlos und ohne Verzögerungen. Der Flug mit SAS war ganz angenehm und kam pünktlich auf dem Flughafen Arlanda nördlich von Stockholm an. Das Gepäck kam recht rasch auf dem Gepäckband und dank dem Arlanda Express, der in Stosszeiten ca alle 15 Minuten direkt vom Flughafen an den Hauptbahnhof von Stockholm fährt, war ich ca eine Stunde nach der Landung schon im Hotel.

Hier in Stockholm regnet es immer wieder ganz leicht. Eigentlich ist es mehr ein Nieseln als Regen. Die Temperaturen liegen im einstelligen Bereich über Null. Aber die gefühlte Temperatur ist wegen der Nässe einige Grad tiefer.
Ich komme auch in der Nacht zwar gut ohne Mütze und Handschuhe aus, aber man muss sich schon warm anziehen, wenn man längere Zeit draussen sein will.
Eigentlich bin ich ja wegen dem Winter hierher gekommen, den wir zu Hause zumindest im Flachland nicht mehr haben.
Aber weit gefehlt: Hier liegt gar kein Schnee und der Niederschlag ist wie schon erwähnt Regen.
Tja, ich hätte wohl nach Reykjavík fliegen sollen. Die hatten über Weihnachten einen heftigen Schneesturm und nun liegt dort genug Schnee… 😉

Morgen gehe ich das erste Mal in die Stadt. Von meinen früheren Besuchen hier kenne ich einiges schon. Allerdings gibt es auch noch Vieles, das ich noch nicht besucht habe.
Ich habe mir einen Stockholm Pass gekauft. Damit habe ich nun 5 Tage freie Fahrt auf allen öV und freien Eintritt oder Reduktion bei vielen Museen und Ausstellungen.

Stay tuned.

Liverpool 2024: Albert Dock & Anfield Stadium

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Heute ging’s für einmal nicht um die Beatles.

Wie gestern angetönt, ging ich am Morgen nach einem ausgiebigen englischen Frühstück mit Eiern, Speck und Bohnen zu den Docks am Fluss Mersey.
Der Fluss war und ist die Anbindung Liverpools an die irische See und somit an die internationalen See- und Handelswege.
Die alten Docks entlang des Flusses wurden aufwändig umgebaut. Zum grössten Teil hat man die alten Lagerhäuser erhalten und sie zu Geschäften, Museen und Restaurants umgebaut, ähnlich der Hamburger Speicherstadt.
Vorallem im Royal Albert Dock zeigt sich das in einer spannenden Mischung von alten Häusern und topmodernen Bauten mit zum Teil sehr ausgefallener Architektur wie zum Beispiel das Museum of Liverpool. Das Ganze ist eine einzige, sehr grosse Sehenswürdigkeit und voll auf den Tourismus ausgerichtet. Morgen gehe ich noch einmal dorthin, um das „The Beatles Story“ Museum zu besuchen.

Kurz nach zwölf stieg ich dann in den Bus, der mich zum Anfield Stadion brachte, dem Heim der „Reds„.
Dort hatte ich letzte Woche eine Stadion Tour gebucht. Eigentlich wäre neben der Tour auch ein Eintritt in Museum des Liverpool Footballclub inbegriffen gewesen. Aber schon bei der Buchung wurde man darauf aufmerksam gemacht, dass das Museum im Juli wegen Umbau geschlossen war.
Für mich kein Problem, denn wie wenig mich Fussball interessiert, erkennt man daran, dass ich keinen einzigen Spieler des LFC kenne, und lediglich weiss, dass der deutsche Ex-Fussballspieler und Trainer Jürgen Klopp bis im Mai 2024 neun Jahre lang mit grossem Erfolg die Mannschaft der LFC trainierte. Wenn man im Anfield Stadion ist, spürt man die Verehrung von Klopp deutlich. Er ist dort einer der ganz grossen Helden.
Ansonsten sind mein Kenntnisse zum LFC gleich Null. 🙂

Die Pokale und Titel haben mich daher bei meinem Besuch im Anfield Stadion nicht sonderlich interessiert. Auch nicht die verschiedenen Personalien, die präsentiert wurden. Mich hat das Stadion an und für sich interessiert und das ist beeindruckend:
Das Stadion ist sechs Stockwerke hoch. Eigentlich wohl sieben, wenn man auf der Tribüne zu den obersten Sitzreihen hochsteigt.
Das Stadion hat keine Stehplätze, wie wir das in unserem Stadien zu Teil kennen, nur Sitzplätze. Davon gibt es aber 61’000!
Zur Zeit wird der Rasen neu verlegt. Nach der Ausnivelierung des Untergrunds wird nächste Woche der Rasen verlegt. Der Rasen besteht zu 95% aus Naturrasen. Die restlichen 5% Kunstrasen geben dem Rasen Stabilität. So hält er die ganze Saison.
Für das Verlegen braucht die Firma 3 Tage und das Ganze kostet über 600’000 Britische Pfund.
Nach dem Verlegen wird der Rasen noch wochenlang gepflegt, bevor darauf gespielt werden kann. Ein kleines Detail dabei: Nachts wird der Rasen mit der Flutlichtanlage beschienen, damit er schneller wächst…

Alles in allem war das eine sehr interessante Führung und hat sich gelohnt.
Es war eine sogenannte Self-guided Tour. Das hiess, man kriegte ein Pad, auf dem sehr viele Erklärungen und Videos gespeichert waren und konnte so schnell oder langsam machen wie man wollte. An den neuralgischen Punkten standen die Guides.Von denen erfuhr man noch mehr Details, wenn man mit ihnen sprach. Falls man ihren Akzent verstand… 😉

Morgen stehen dann die Beatles auf dem Programm. Ich bin gespannt.

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Stay tuned.

Liverpool 2024: A long day

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Der diesjährige Städtetrip im Juli führte mich nach Liverpool, der Heimat der Beatles und der „Reds„. 🙂

Da der einzig mögliche Flug nach Manchester in Zürich bereits um 07:05 abhob, war heute frühes Aufstehen angesagt.
Die frühen Morgenstunden sind am Flughafen Zürich erfahrungsgemäss eine Zeit, in denen die Langstreckenflüge ankommen und abfliegen. Entsprechend ist das Passagieraufkommen am Flughafen gross. Man sollte daher genügend früh am Flughafen sein.
Ich hatte zwar meinen Koffer schon gestern aufgegeben (einer der Vorteile, wenn man bloss 15 Minuten vom Flughafen entfernt wohnt…). Trotzdem war ich zwei Stunden vor Abflug am Flughafen.
Das Passagieraufkommen war aber einigermassen moderat, so dass ich noch in aller Ruhe nach der Sicherheitskontrolle ein kleines Frühstück zu mir nehmen konnte.
Übernächste Woche beginnen in vielen Kantonen die Sommerferien. Dann wird’s am Morgen am Flughafen nicht mehr so ruhig bleiben wie heute…

Fliegt man nach Grossbritannien, so kriegt man den Brexit noch vor dem Boarding zu spüren. Da die Briten nach ihrem Ausstieg aus der EU nun auch nicht mehr zum Schengenraum gehören, muss man wie früher zuerst durch die Passkontrolle. Dann werden die Pässe vor dem Boarding am Gate noch einmal kontrolliert, und nach der Landung in Manchester musste man noch einmal durch die Passkontrolle. Hier in Manchester (wie auch in London) passiert das fast automatisch, wenn man einen biometrischen Pass hat.
Eine Prozedur, wie sie früher bei jedem Flug völlig normal war. Die man aber heutzutage innerhalb von Europa nicht mehr kennt, sondern bloss noch für Reisen in Üebersee. Oder eben nach Grossbritannien.
Übrigens reicht dafür auch keine Identitätskarte oder Personalausweis. Es muss ein Reisepass sein, der noch mindestens 6 Monate gültig ist.

Nach der Landung in Manchester um 08:00 Ortszeit (In Grossbritannien haben sie GMT. Ich musste meine Uhr also eine Stunde zurückstellen.) nahm ich den Bus nach Liverpool. Und nach einer weiteren Stunde kam ich um 10:20 in Liverpool an. Die ganze Reise verlief ohne irgendwelche Probleme.

Check-In im Hard Days Night Hotel war aber erst um 15:00.

Also liess ich mein Gepäck beim Consierge und ging in die Stadt.
Ich erkundete die direkte Umgebung meines Hotel. Gleich um die Ecke ist der berühmte Cavern Club, in dem die Beatles unzählige Mal aufgetreten sind, das erste Mal 1961.
Allerding ist auch zu sagen, dass dies nicht der originale Cavern Club ist. Der wurde nämlich 1973 geschlossen und 1984 an anderer Stelle wiedereröffnet. Aber das wissen die meisten sowieso nicht. 😉
Und da fast gegenüber des Clubs eine lebensgrosse Bronzefigur von John Lennon steht, sieht das sowieso wie die Beatles-Ecke aus.

Ganz allgemein ist hier sehr viel auf Beatles getrimmt, um damit ein Geschäft zu machen. Gefühlt jeder Pakistani oder Inder, der einen Souvenir- oder Getränkladen betreibt, nennt diesen „Let it be Souvenirs“ oder „Yesterday Coffee“ oder ähnlich.

Und mein Hotel heisst auch nicht umsonst „Hard Days Night Hotel„. Das ganze Hotel ist auf Beatles getrimmt.
A Hard Days Night“ ist ein Lied, ein Album und ein Film der Beatles, die 1964 herauskamen. Alleine der Film, in dem sich die Beatles teilweise selbst auf die Schippe nahmen, spielte 11 Millionen Dollar ein.
Überall hängen Bilder oder sogar Originalfotos der Beatles. Das hoteleigene Restaurant ist thematisch auf „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ getrimmt.
In jedem Zimmer hängt mindestens ein grossformatiges Beatles-Bild. Über meinem Bett wachen John Lennon und Paul McCartney über einen tiefen Schlaf. 😉
Ein solches Themenhotel ist ganz nett. Und ich muss sagen, das hier ist ganz gut gemacht. Aber letzlich zählen die Freundlichkeit des Personals, die Sauberkeit, die Betten und das Frühstück mehr.
Auf Letzteres bin ich gespannt. Laut Hotel handelt es sich um ein grosses Buffet mit English-Breakfast. 🙂

Natürlich gibt es unzählige Geschäfte und „Museen“, die einem das ultimative, echte Beatles-Feeling verkaufen wollen.
Ich habe mich deshalb letzte Woche bei der Rezeption des Hotels erkundigt, was die mir empfehlen würden. Entsprechend habe ich einen Eintritt in „The Beatles Story“ gekauft und eine zweistündige persönliche Taxitour gebucht. Das werde ich am Donnerstag machen.
Morgen werde ich zwei Orte etwas erkunden: Am Morgen die Docks, und am Nachmittag habe ich eine Führung im Anfield Stadium gebucht. Nicht das mich Fussball plötzlich sehr interessieren würde. Aber das Anfield ist legendär und es ist auch für mich interessant, hinter die Kulissen eines solchen Stadions zu schauen.

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Stay tuned.

Städtereise nach Amsterdam – Bilder fertig bearbeitet

Nachdem ich alle Bilder meiner diesjährigen Islandreise fertig bearbeitet hatte, konnte ich mich nun den Bildern meines Städtetrip nach Amsterdam im Juli dieses Jahres widmen.

Nun sind alle Bilder, ich dort geschossen hatte, bearbeitet und in die Galerie „Amsterdam“ hochgeladen. Besondere Galerien gibt es von meinen Besuchen der Körperwelten und bei Madame Tussaud’s.

Ich wünsche viel Spass beim betrachten.

Städtereise nach Amsterdam – Rainy Day

Heute habe ich nichts unternommen, denn hier regnete und stürmte es den ganzen Tag so stark, dass man draussen innert kürzester Zeit völlig durchnässt war.
Dabei war nicht der Regen das eigentliche Problem. Dafür hatte ich meine Regenjacke von Zu Hause mitgenommen; aber keine wasserdichten Schuhe und Hosen…

Nein, es war der Wind, der es waagerecht regnen liess, Schirme knickte und alle Versuche, sich vor Regen zu schützen, ad absurdum führte.
Zeitweise hatte ich das Gefühl, Island könne nicht sehr weit sein. Denn diese Stürme kenne ich von dort, im September.

Aber ich war in Amsterdam und es ist Anfang Juli. Und sicher hatte ich nicht die gleichen Kleider mitgenommen wie in Island.
Mit dem Wind wurde es auch merklich kühler, und mit der Kombination Nässe und Kühle machen jegliche Aktivitäten draussen keinen Spass mehr.

Also bin ich heute die meiste Zeit drinnen geblieben, abgesehen von gelegentlichen Spaziergängen und wenn ich Nahrung brauchte…

So habe ich den Tag gemütlich genommen, und je nach Lust und Laune ein wenig gelesen, einige Bilder bearbeitet oder einfach ein bisschen programmiert…

Dadurch gibt es nun in der Galerie „Amsterdam“ einige Bilder der Körperwelten, von Madame Tussaud’s und aus den Strassen Amsterdams mehr.

Morgen fliege ich wieder nach Hause. Und in den folgenden Tagen und Wochen werden sicher noch weitere Bilder in die Galerie kommen.

Body Worlds
007 James Bond
Sexmuseum

Städtereise nach Amsterdam – ausgestellte Menschen und Tiere

Heute habe ich wie angekündigt zwei Orte besucht:
Die Body Worlds Ausstellung von Dr. Gunther von Hagens und den ARTIS Zoo.

Während der Zoo für mich schon fast Standardprogramm ist, wenn es in einer Stadt, die ich besuche, einen gibt, war die Körperwelten-Ausstellung schon etwas sehr spezielles. Nicht zuletzt wegen der weltweiten lauten Polemik und der damit verbundenen medialen Aufmerksamkeit, die aufkam, als Dr. Gunther von Hagens 1996 das erste Mal seine plastinierten Leichen ausstellte, war ich schon sehr gespannt darauf, was ich antreffen würde. Vorher, aber auch danach, hatte Gunther von Hagens übrigens Tiere plastiniert, bis hin zum Elefanten. Aber darüber hatte sich niemand aufgeregt. Das Verfahren selbst wurde bereits 1978 patentiert.

Nun, die ganze Ausstellung erstreckt sich über 7. Stockwerke und gleicht ein bisschen einer grossen Anatomielektion. Bloss dass alle Exponate von Menschlichen stammen, die ihre sterblichen Überreste der Firma von Dr. von Hagens zwecks Plastination vermachten. Darauf wird in der Ausstellung im Übrigen mehrfach hingewiesen.
In der Ausstellung wird der Knochenbau, alle Organe, der Blutkreislauf und das Lymphsystem kurz erklärt und durch plastinierte Menschen und deren Organe gezeigt. Es werden auch Krankheiten wie Krebs und Arteriosklerose eindrücklich dargestellt.
Ich fand die Ausstellung faszinierend. Sie hatte absolut nicht Gruseliges. Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, die Exponate seien gelungene Kunststoffmodelle.
Ich hielt mich ca eineinhalb Stunden in den Körperwelten auf. Ich hätte allerdings locker mehrere Stunden darin verbringen können, wenn ich mir alle ganz genau angesehen hätte. Aber ich musste zu meinem nächsten Besuch, dem ARTIS Zoo. Dort hatte ich nämlich zwei Stunden später nur ein Zeitfenster von 15 Minuten, in dem meine im Internet gelöstes Ticket gültig war.

Der Amsterdamer ARTIS Zoo ist recht gross, und da wegen CORONA im Moment sowieso kaum Touristen dort waren (ich habe hauptsächlich einheimische Familien mit Kindern gesehen), hatte ich einen schönen und entspannten Nachmittag. 🙂
Ich konnte einiges an guten Tierbildern schiessen, und dank das angenehmen Wetters (Sonne, Wolken, Wind, kurz ein bisschen Regen und ca 20 Grad) blieb ich bis in den späten Nachmittag.
Allerdings machten mich meine Füsse am Abend darauf aufmerksam, dass ich fast acht Stunden ununterbrochen herumgelaufen war, und das offenbar nicht gewohnt bin. 😉

Heute habe ich fotografisch richtig aus dem Vollen geschöpft. In der Körperwelten-Ausstellung gab es kein Fotografierverbot. Und was nicht verboten ist, ist erlaubt. Gefragt habe ich auch nicht, denn wenn später jemand kommt und es verbietet, kann man sich entschuldigen und hat die bereits gemachten Bilder trotzdem in der Tasche… 😉

Und im Zoo (und in der Stadt) boten sich, auch weil inzwischen die Sonne hinter den Wolken hervorgekommen war, etliche gute Sujets.
Deshalb habe ich jetzt eine Galerie für diesen Städtetripp eingerichtet und erste Bilder bearbeitet und hochgeladen.
Darunter sind auch die ersten beiden Bilder von den Körperwelten, falls jemand neugierig ist, wie die Exponate dort ausehen.
Weitere Bilder von der Reise werden folgen, aber es wird wohl ein paar Wochen dauern, bis ich alle fertig bearbeitet habe.

Körperwelten

 

ARTIS Zoo

Reisen zu Zeiten der Coronaviruspandemie: Städtereise nach Amsterdam

Seit gestern bin ich in Amsterdam und bleibe noch bis Sonntag. 🙂
Ich hatte diese Städtereise anlässlich meines bevorstehenden Geburtstages schon im letzten Herbst vor ca. 9 Monaten geplant und gebucht.

Die COVID-19 Pandemie hat aber inzwischen wohl unser aller Ferienpläne etwas durcheinander gebracht. Meinen geplanten Städtetrip nach Stockholm an Auffahrt musste ich absagen und es sieht nicht danach aus, dass eine Reise nach Schweden in naher Zukunft empfehlenswert ist. Heute bestimmte der Bundesrat die Länder, aus denen Rückkehrer in der Schweiz in Quarantäne müssen (notabene ohne Lohnzahlung vom Staat, wenn man deshalb nicht arbeiten kann), und Schweden ist unter diesen Ländern…
Meine dreiwöchige Rundreise in Südnorwegen musste ich ebenfalls um ein Jahr verschieben.

Aber zum Glück konnte ich gestern meinen Städtetrip nach Amsterdem antreten. Es ist somit meine erste Reise ins Ausland, die ich seit meiner Rückkehr aus Graz Anfang März mache. Damals brach die COVID-19 Pandemie in Nordeuropa gerade aus und einen Tag nachdem ich nach Hause gekommen war, schloss Österreich seine Grenzen.

Die Reiserestriktionen sind innerhalb des Schengenraumes zwar offiziell seit gestern aufgehoben, aber es ist überall deutlich spürbar, dass die Seuche noch immer präsent ist:
* Ich konnte nicht wie sonst immer bei Flügen mit Swiss mein Gepäck am Vorabend aufgeben. Als ich kurz nach acht Uhr abends mit meinem Koffer am Flughafen war, waren alle Gepäckaufgabeschalter schon geschlossen. Wegen COVID-19 lassen die die Schalter nicht mehr bis 22:00 offen. Es wird weniger geflogen. Da lohnt sich das nicht. Zum Glück wohne ich so nah am Flughafen…
* Aber das Anstehen gestern zur Gepäckaufgabe war kurz, trotz bevorstehender Ferien und Mittagszeit (ich flog um 12:25);
* In den Niederlanden gilt Maskenpflicht in den öV (soll angeblich kontrolliert werden – ich habe bis jetzt nichts dergleichen gesehen);
* Vor der Landung in Amsterdam Schipol musste jeder Passagier einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen, und es wurde darauf hingewiesen, dass die niederländischen Grenzorgane nach diesem Papier fragen könnten (haben sie bei mir nicht);
* Tickets für Ausstellungen und Museen gibt es vorwiegend nur über Internet, verbunden mit einem Slot von ca. 15 Minuten, in denen der Einlass gewährt wird (in einigen Museen kann man aber auch an der Kasse zahlen);
* In meinem Hotel gibt es nur an den Wochenenden Frühstücksbuffet. An den anderen Tagen muss man das Frühstück mittel Bestellzettel zusammenstellen und angeben, wann man entweder im Restaurant (das geschlossen ist) essen will, oder man das Frühstück abholen und im Zimmer essen will;
* Die Hotelbar ist wie das Restaurant geschlossen;
* Anstelle einer Möglichkeit, im Restaurant des Hotels zu essen, wird Roomservice auch für vollständige Mahlzeiten angeboten;
* Man wird überall, wo man hineinkommt, aufgefordert, die Hände zu desinfizieren und auf Abstand zu achten, und häufig findet auch gleich eine Befragung über den Gesundheitszustand statt. Dies übrigens auch jeden Morgen, wenn man zum Frühstück erscheint. Im Sexmuseum (ja, das gibt es hier) musste ich sogar Maske und Latexhandschuhe tragen (Honi soit qui mal y pense);
* und das Offensichtlichste: Die Touristenhorden aus Übersee fehlen vollständig (mir aber nicht…). Es hat relativ wenig Leute hier, abgesehen natürlich von den 1.3 Millionen Einheimischen, die in der Grossagglomeration Amsterdam leben.
Mein Hotel hat neun Stockwerke und ist im gleichen Gebäude wie das Holland Casino. Trotzdem lassen sich meine Begegnungen mit anderen Gästen an zwei Händen abzählen.

Ich erinnere mich nicht mehr, wann ich das letzte Mal hier war. Es ist sehr lange her. Ich vermute ungefähr Mitte der 90er Jahre. Auf jeden Fall habe ich das Gefühl, neu in der Stadt zu sein. Ich erinnere mich nur an sehr wenig. Und wenn, dann erst, wenn ich davor stehe. Konkret passierte mir das heute zwei Mal: als ich auf dem Platz „de Dam“ vor dem alten Königspalast stand und im Sexmuseum

Ich bin heute vor allem in der Innenstadt herumgelaufen, habe ein paar Bilder gemacht und verschiedene Ausstellungen besucht:

Den Besuch im Amsterdam Dungeon habe ich noch vor der Tageskasse abgebrochen, als die mit „Foto“ machen kamen und mich aufforderten, erschreckt und ängstlich zu schauen… Naja, das funktioniert vielleicht bei den Amerikanern, aber ich mache mich sicher nicht zum Affen und bezahle am Schluss noch zusätzlich für völlig überteuerte Bildchen. Kaum.

Und eben, auf dem Rückweg besuchte ich noch das Sexmuseum, die grösste Sammlung an erotischer Kunst. Wobei der Begriff Kunst dabei sehr dehnbar gemacht wird. Es hat interessant, lächerliche, obszöne und ekelhafte Exponate. Alles in allem ganz witzig.

Morgen gehe ich zuerst in die Body Worlds und dann in den ARTIS Zoo. Beide Tickets habe ich online gekauft. Body Worlds um 10:30 und der Zoo ab 12:30.
Body Worlds (Körperwelten) Amsterdam ist Teil einer Reihe von Ausstellungen von Dr. Gunther von Hagens. Die ursprünglich war das eine international erfolgreiche Wanderausstellung, die in mehr als 100 Städten in Europa, Amerika, Afrika und Asien stattfand.
Und im ARTIS Zoo hoffe ich auf ein paar schöne Tierbilder. Da konnte ich auch schon länger nichts mehr fotografieren. Das letzte Mal war das letzten August im Zoo Duisburg.

Ich habe heute auch einige Bilder geschossen, insbesondere bei Madame Tussaud’s, die hier in Amsterdam hauptsächlich prominente Leute von heute porträtiert, während in London durchaus auch Figuren aus der Vergangenheit gezeigt werden.
Ausserdem habe ich von einer Angestellten erfahren, dass alle Köpfe der Wachsfiguren ausschliesslich in London hergestellt werden. Alle „Wachsbildhauer“ von Madame Tussaud’s arbeiten demnach in London.

Heute hat es nicht gereicht, ein paar Bilder zu bearbeiten. Ich lade deshalb hier erst einmal Bilder hoch, die ich für meinen Instagram-Account gemacht habe.

Später werde ich wie immer auch von dieser Reise hier eine Bildergalerie anlegen.